Hallo Community,
ich stehe vor einer großen Entscheidung und möchte einge Punkte mal klären.
Meine Großeltern haben ein Doppelhaus wo ab Sommer eine Haushälfte frei wird. Ich wurde nun gefragt ob ich Interesse hätte dort einzuziehen (Mieten) oder das Haus zu kaufen.
Das Haus wurde 1997 gebaut und wurde seitdem immer sehr gut gepflegt, des weiteren könnte ich es für ca. 80.000€ bekommen. Momentan wohne ich in einer Wohnung zu Miete wo ich ca. 450€ im Monat inkl. Nebenkosten Zahle.
Falls ich das Haus kaufen würde hatte ich mir gedacht das ich vielleicht 500€ im Montat abzahle und 100€ im Monat spare falls mal was ist. Mit was für Kosten muss ich jährlich weiter rechnen? Schornsteinfeger, Müll etc. was kommt da jahrlich auf mich zu?
Wie sieht es aus wenn ich das Haus kaufe und vielleicht in einigen Jahren beruflich wegziehe. Kann ich das Haus einfach Untervermieten oder eine Ferienwohnung daraus machen um meine Kosten weiter zu decken?
Eigenkapital habe ich momentan nicht hätte ca. 3000€ gespart…
bleib ganz cool, Du bekommst eine 15 Jahre alte Doppelhaushälfte für 80.000 Stutz von Oma und Opa. Selbst wenn Du gar nichts wüßtest, bist Du ein Glückskind! Alles Weitere kommt mit den Jahren. Daß die beiden sich evtl. etwas Hilfe von Dir erhoffen, wenn sie selber nicht mehr so ums Haus herum können, wäre doch absolut ok und machbar.
Kaufen sollte man eine Immobilie nur, wenn man sie langfristig selbst nutzen will oder sie eine gute Kapitalanlage ist. Das ist allerdings von der individuellen Lebensplanung und der Immobilie und vor allem deren Lage abhängig.
Mit einer sicheren Vermietung kann man nur in sehr gefragten Lagen rechnen und auch dann sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es bei Vermietung immer Schwierigkeiten geben kann (und wird). Man muss davon ausgehen, dass - gerade bei einer älteren Immobilie - Reparaturen anfallen, die man bezahlen muss. Anderenfalls steht man schnell vor dem Problem, dass der Mieter die Miete kürzt. Das kann dann schnell das ganze Finanzierungskonzept über den Haufen werfen. Eine Ferienvermietung ist enorm arbeitsaufwändig (von der Buchung bis zur Endreinigung und Wäscheservice)und meist saisonal beschränkt. Außerdem ensteht dadurch für die nebenan wohnenden Großeltern unter Umständen eine Beeinträchtigung durch ständig wechselnde Gäste, die sich nicht immer rücksichtsvoll verhalten.
Über die Nebenkosten wie Müllabfuhr, Straßenreinigung, Grundsteuer usw. müssten die nebenan wohnenden Großeltern genau Bescheid geben können. Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.