Ich habe 2005 eine ETW gekauft zur Eigennutzung. Damals kannte ich meine Frau noch nicht. Mittlerweile wohnen wir dort zu zweit, was auf Dauer etwas eng ist (nur 63 qm).Wir überlegen derzeit ein Haus zu kaufen.
Zunächst war meine Überlegung, die Wohnung zu verkaufen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, beides zeitlich koordiniert zu bekommen, und wir möchten uns keinen unnötigen Stress machen und dann unter Druck kaufen/verkaufen.
Hinzu kommt, dass ich fürchte, nach so kurzer Zeit seit dem ETW-Kauf diese nur mit deutlichem Verlust zu verkaufen. Zwar habe ich noch keinen Verkaufsversucht unternommen, bei Nachbarn aber einige Schwierigkeiten erlebt, die vielleicht an der Wohnung der Nachbarn liegen, sicher aber auch am Markt. Vielleicht habe ich auch zu teuer gekauft
Hier einige Zahlen:
Kauf ETW 160.000,- 100% finanziert.
Meine Schätzung zum erzielbaren Verkaufspreis ca. 140.000,-
Die Belastung der Wohnung beträgt auch noch 139.000,-, bei diesem Verkaufspreis wären also alle Verbindlichkeiten abgelöst. Mein Verlust wäre, Erwerbsnebenkosten hinzu gerechnet, sonstige Kosten hinzu gerechnet und Mietersparnis in der Zeit abgezogen, ca. 25.000,- Euro.
Alternative wäre Vermietung der ETW. Kosten und Miete gegengerechnet und Tilgung künftig auf 1% gesenkt, würde ich je Monat rd. 300,- Euro draufzahlen, die entsprechend noch als Verlust angesetzt werden können. Rechenmodell funktioniert natürlich nur, wenn keine Mitausfälle etc. anstehen. Allerdings würden neben dem Kaufpreis des Hauses auch noch die Verbindlichkeiten aus der ETW bestehen bleiben, insgesamt also eine Summe, die schon etwas nervös macht.
Was würdet Ihr tun? Lohnt es sich überhaupt, die ETW zu behalten? Oder lieber loswerden?
ne nette WEG hast
nette Mieter, die ihre Miete pünktlich zahlen
es sich steuerlich für Dich rechnet (wenn die Verbindlichkeiten noch recht hoch sind, kann das Sinn machen)
Du auch bei langen Mietausfällen den Kredit der ETW und des Hauses ohne Probleme bedienen kannst ohne, dass es Dich in finanzielle Probleme bringt.
Du auch noch Rücklagen bilden kannst für später und manchmal leider auch früher anfallende Renovierungen/Sanierungen an Haus und Wohnung. - unverhofft kommt oft.
Du Lust und Zeit auf den Verwaltungskram hast, wie eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen…
Als Investitionsobjekt lohnen sich ETW nach meiner Ansicht nur, wenn Du mindestens 4 Stück hast (am besten ein ganzes Haus) um Ausfälle zu kompensieren und dabei Nebenkosten für Hausverwalter etc. sparen kannst, weil Du alleiniger Besitzer des Objektes bist.
Verkaufen
Guten Morgen,
ganz ohne Rechenexempel: Ich würde sie verkaufen. Wir haben das übrigens auch getan.
Kein Stress, kein Drum-Kümmern mehr, nicht mit Mietern rumärgern, keine Mieter suchen, etc… Wenn Du ein Haus hast, musst Du das ja auch in Schuss halten, das ist Arbeit genug.
Du kennst die Wertentwicklung der Wohnung ja auch nicht. Da wäre mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach.
Der Verkauf gestaltete sich in unserem Fall unstressig, deshalb rate ich dazu, nicht wissend, wie das bei Euch sein wird.
Angenommen, bzgl. Mietsicherheit bestehen geringe Bedenken (arbeite in Großkonzern mit 30.000 MA hier am Standort, überwiegend sichere Arbeitsplätze, und würde bestimmt einen Kollegen als Mieter finden), unter welchen Bedingungen sollte ich denn behalten?
Wenn die monatliche Tilgung - Wertverlust geringer ist, als mein Aufwand nach Steuern?