Haus kaufen und dann vermieten? Geldanlage?

Hallo,
ich (23 Jahre) und meine Schwester (19 Jahre) haben Geld geerbt. Zusammen haben wir um die 50 000 Euro. Das Geld liegt zur Zeit auf der Bank. Angelegt in Wachstumssparen und einem Uni Euro Kapital Fond. Beides ist aber nicht wirklich so das wahre. Kaum Zinsen, dann fällt ab 2007 so wie ich gehört hab der Freibetrag auch noch weg,… etc.

Ein Freund riet uns von den 50.000 ein Haus zu kaufen mit 2 Wohnungen. So hätte man monatliche Mieteinnahmen und es Geld würde somit mehr „Zinsen“ bringen als wenn es „tod“ auf der Bank liegen würde.
Und bei einer Inflation wäre das Geld in Sinne von einem Haus sicherer angelegt.

Was sagt ihr dazu? Geld in Haus anlegen und Miete kassieren? Oder doch lieber ein Fond oder ähnliches? Wie z.B. DWS (wurde uns auch zu geraten).

Würde mich über Antworten freuen.

Hallo,

ihr seid doch noch recht jung, sprich Ausbildung usw. bleibt ihr dort wohnen oder nicht. Der Fonds kommt mit. Das Haus nicht.

Sprich wenn ihr weit weg zieht, müßt ihr immer zwecks Hausverwaltung, Einzug Auszug neuer Mieter immer wieder dorthin fahren. Hausverwaltungen kosten auch Geld.

Für 50.000 bekommste wohl eher einen Garten, aber kein vermietbares Haus. In Görlitz vielleicht, aber wer will dort schon wohnen?

Ich würde es erstmal auf der Bank lassen, sei den ihr habt eine Vorliebe für Häuser und kennt euch damit aus.

Grüße
Thomas

Der EInwand von meinem Vorredner ist sicher richtig. Ich will auch nur allgemein etwas dazu sagen - nicht zu eurer individuellen Situation. Ist nicht zu mind. einer von euch in örtlicher Nähe zu dem Haus würde ich es im übrigen wahrscheinlich aus eigener Erfahrung auch nicht machen!

Mal ab davon dass ihr sicher nicht für 50.000,- EUR ein Haus bekommt müsstest Ihr somit Schulden machen - ein Gang zu Bank ist also wahrscheinlich unumgänglich.

Grundsätzlich stand ich aber vor einem Jahr vor ähnlicher Entscheidung - nicht ganz vergleichbar, aber fast! Ich habe den Schritt einfach mal gewagt, gänzlich unerfahren. nach einem Jahr kann ich sagen dass es nicht so schlimm ist wie man von vielen Seiten hört. Klar, wer weiß was noch kommt, aber es hätte bis jetzt auch schlimmer kommen können. Die Erstellung der ersten Nebenkostenabrechnung hab’ ich hinter mir :smile:

Desweiteren kannst du natürlich steuerlich so einiges nutzen. Die Zinsen für ein evtl. Darlehen kannst du absetzen! Was ich sagen will ist, macht euch erstmal gründlich schlau. Sucht evtl. einen Steuerberater auf und die Bank!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wir haben eigentlich schon vor hier in der Nähe Wohnen zu bleiben. Falls es doch irgendwann mal anders kommen sollte, kann man das Haus immer noch verkaufen oder einer von uns beiden übernimmt es ganz.

Bei uns gibt es auf den Dörfern in der Gegend einige Häuser für 50.000 Euro. Sind halt alle etwas renovierungsbedürftig. Solange das Haus von Außen, vom Dach, den Fenstern etc. noch in Ordnung ist müsste man doch nur ein paar Tausend Euro für die Innenrenovierung aufbringen.

Das dürfte man doch ein paar Jahren duch die Miete wieder eingenommen haben?!

Wir sind selbst nicht ganz schlüssig, sind die Vor- und Nachteile am Abwägen,…

Hallo

lasst euer Geld auf der Bank, gibt auch gute Geldanlagen, die einiges bringen.
Ein Haus für 50.000 MUSS eine Bruchbude sein - egal in welcher Ecke Deutschlands. Und Laien vergucken sich immer was Renovierungskosten angehen, da kommt leicht nochmal die gleiche Summe zusammen, wenn nicht mehr.

Außerdem ist das vermieten heute ein böses Geschäft.

Und wenn ihr Schulden machen müsst und durch irgendwelche Umstände die Wohnungen mal leerstehen, zahlt IHR jeden Monat Zins/Tilgung etc. und habt keine Einnahmen. Außerdem gibt es noch die berühmten „Mietnomaden“, die einen Vermieter in den Ruin treiben können.

Lasst das Geld erst mal wachsen…

Hallo,

auch hallo,

Ein Freund riet uns von den 50.000 ein Haus zu kaufen mit 2
Wohnungen. So hätte man monatliche Mieteinnahmen und es Geld
würde somit mehr „Zinsen“ bringen als wenn es „tod“ auf der
Bank liegen würde.
Und bei einer Inflation wäre das Geld in Sinne von einem Haus
sicherer angelegt.

1)wie alt ist denn das Haus? (Renovierungsbedarf?)
2)wie ist es isoliert? (Energiepass?)
3)wie alt ist die Heizung?
4)Vermieten ist heute nicht so einfach. Ist es überhaupt für potenzielle Mieter interessant? Dabei sind drei Dinge wichtig: 1. die Lage, 2. die Lage und 3. die Lage. Zusätzlich wird aber seeeehr zunehmend die Heizsituation wichtig, denn hohe Heizkosten zahlt der Mieter nicht gern und Mieter bevorzugen gut isolierte (eben meist neue) Bauten, auch wenn die Miete etwas teurer ist. Die geringeren Heizkosten bringens dann.

Gruß
Pat

Dafür könnte es reichen:

http://www.elb-kendo-und-zinnfigur.de/Zinnfigur/Pupp…

Beste Grüße

Avera

Hallo,
laß das Geld auf der Bank!

Für 50.000 € gibt es kein vermietbares Haus, oder es liegt in einer solchen Lage, daß niemand dort wohnen möchte.

Ein Haus für diesen Preis muß von Grund auf saniert werden und das kostet über den Daumen den gleichen Betrag noch mal.
Das sage ich mit der Erfahrung der Sanierung meines Hauses, und dem Wissen, das ich auf ettlichen Baustellen bei Freunden, Bekannten und Mitbewohner im Dorf habe sammeln können.

Gandalf

Hallo,

Bei uns gibt es auf den Dörfern in der Gegend einige Häuser
für 50.000 Euro.

Unabhängig davon, dass bei so einem Objekt ruckzuck 100 K€ einfach bloß für die dringendste Sicherung der Substanz weg sind, und das für Arbeiten, die man zum großen Teil nicht unternehmen kann, solang jemand drin wohnt, ist bei der Perspektive „Anlage“ die Frage zu bedenken, was das Häuslein in zwanzig Jahren wert sein wird?

In den zurückliegenden ca. hundert Jahren galten Immobilienwerte als „von Natur aus sicher“, man konnte sich auf wenigstens stabile und in der Regel leicht steigende Werte verlassen.

In den kommenden dreißig Jahren wird das ganz anders kommen:

(1) Sind wir, die geburtenstärksten Jahrgänge, jetzt Mitte vierzig. Kinder haben wir nicht sehr viele. Es gibt genügend Orte, in denen es heute bereits mehr Häuser als Einwohner unter 18 Jahren gibt.

(2) Wird in Zukunft der Einfluss von Wegekosten auf die Immobilienpreise stark zunehmen: Die Wege werden in sehr vielen Gebieten bei der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs künftig nur noch mit dem PKW zurückzulegen sein. Und was in der Kante Treibstoff in den nächsten zwanzig Jahren passiert, kann man sich ziemlich leicht ausmalen.

Kurz: Wer soll in einem Haus, das es jetzt schon für 50 K€ zu kaufen gibt, in fünfzehn Jahren noch zur Miete wohnen wollen?

Schöne Grüße

MM