Haus kaufen - was beachten? überhaupt möglich?

Hallo zusammen,

spiele mit dem Gedanken mir eine Immobilie zu kaufen (evtl. Zwangsversteigerung.)

Meine Daten:
arbeitnehmer, 29 jahre alt, verheiratet (arbeitnehmerin)
verdienst ich: 3000 brutto, sie 1600 brutto.
habe einen unehelichen sohn, 8 jahre alt (unterhalt 250 euro/monatl.)

haben für die nächsten jahre kinder geplant. meine frau könnte somit dann nur noch auf 400 euro basis arbeiten.

mein verdienst wird sich auf ca. 3300 euro einpendeln + firmenwagen.

was könnte ich mir finanziell erlauben?

habe keinen kredit am laufen und bringe ek von ca. 10.000 euro mit.

was kann ich für vergünstigungen beantragen? durch kinder usw.?

in wie fern kann man eine lebensversicherung (meine+ehepartner) mit einfließen lassen?

Vielen Dank für eure Hilfe!!!

Hallo

ich würde dir ganz klar abraten.
Dein Gehalt netto dürfte sich so um die 2000 € bewegen, das Gehalt der Frau sollte man bei einem Hauskauf außen vor lassen.

Schon bei 130.000 € Hypothek hättest du bei Zins und Tilgung von rund 6% einen monatlichen Abtrag von ca. 600 € + NK wie Heizung, Strom, Versicherungen etc, realistisch gesehen wären 1000 € für das Haus weg.

Anzulegen wäre auch eine bestimmte monatliche Summe für eventuelle Reparaturen oder Anschaffungen für’s Haus.
Lebensversicherung würde ich nie in eine Finanzierung mit einfliessen lassen, du zahlst bis zur Fälligkeit zwar nur Zinsen, aber die gleichbleibend und im Endeffekt hast du ggf. mehr Zinsen bezahlt als du raus bekommst.

10.000 EK kannst du für Grunderwerbsteuer/Notar und ein paar andere Kleinigkeiten schon mal weg legen.

Das ist meine persönliche Meinung.

Hallo,

da wäre zunächst mal die Frage, wo und was willst Du kaufen. Es gibt Gegenden in Deutschland, da bekommt man für 50.000 € Häuser, für die man in anderen Gegenden 350.000 € bezahlt.

Generell hängt doch alles davon ab, wieviel Geld Ihr von der Bank braucht.

Generell könnt Ihr Eure Lebensversicherungen der Bank als Sicherheit anbieten, die werden dann als Eigenleistungen angerechnet, bis zu der Summe, die bislang darauf angespart ist.

Auch kannst Du Dir eine Finanzierung überlegen, die z.B. nach 15 oder 20 Jahren noch eine Restschuld in Höhe der dann vielleicht fälligen Lebensversicherungen vorsieht, so dass der heutige Abtrag nicht so hoch ausfällt. Am besten erst mal checken, was Ihr ausgeben wollt und dann mit einem Banker reden.

SB

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Auch kannst Du Dir eine Finanzierung überlegen, die z.B. nach
15 oder 20 Jahren noch eine Restschuld in Höhe der dann
vielleicht fälligen Lebensversicherungen vorsieht, so dass der
heutige Abtrag nicht so hoch ausfällt. Am besten erst mal
checken, was Ihr ausgeben wollt und dann mit einem Banker
reden.

SB

Hallo

also damit wäre ich nun wirklich ganz vorsichtig. Heute kann man nie wissen wie hoch die Rendite einer LV ist und was sich vielleicht unsere Regierung noch alles einfallen lässt um den Gewinn zu schmälern, denn es kann passieren, dass die Restschuld und die LV dann nicht mehr zusammen passen. Außerdem kostet so eine Variante einen Haufen Zinsen, da die Summe gleichbleibend ist, im Gegensatz zu einem Annuitätendarlehn, bei dem die Zinsen sich jährlich verringern und die Tilgung steigt.

Hallo,

(evtl.
Zwangsversteigerung.)

das wäre wieder ein anderes Kapitel!

3000 brutto, sie 1600 brutto.
habe einen unehelichen sohn, 8 jahre alt (unterhalt 250
euro/monatl.)

Momentan also einigermaßen OK, aber dann nicht mehr.

was könnte ich mir finanziell erlauben?

Jain.

was kann ich für vergünstigungen beantragen? durch kinder
usw.?

Nur wenn die im Haushalt wohnen.

in wie fern kann man eine lebensversicherung
(meine+ehepartner) mit einfließen lassen?

Ev. als Sicherheit für den Kredit. Dann mußt Du keine Lebensversicherung als SIcherheit aufnehmen. Bringt einige € pro Monat.

Wichtg ist es erst einmal, sich über die Gesamtkosten im Klaren zu sein.
Da ist also der Kaufpreis, klar. Dann kommen aber noch die Kaufnebenkosten dazu, also Makler, Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer. Das sind in etwa 10 % des Kaufpreises.
Rücklagen zu haben ist auch nicht unflott, neue Möbel, speziell eine neue Küche sollte auf finanzierbar sein. Zudem sind die Nebenkosten (Heizung, Strom, Grundsteuer…) meist höher als in einer Mietwohnung.

Macht einfach mal folgendes:
Spielt mal die Situation durch, die sich ergäbe, wenn ihr ein Haus gekauft hättet und Kinder da wären.
Also alles Geld Deiner Frau (netto) kommt auf ein Konto dazu die Mehrausgaben bzw. die Differenz zwische eurer momentanen Warmmiete und den Kosten die wahrscheinlich entsehen werden (Darlehenskosten und Hauskosten).
Das hat zwei positive Effekte.
Zum einen seht ihr in einer Simulation, ob ihr mit dem Geld auskommt und ihr sammelt Eigenkapital an.

Das ist wahrscheinlich noch etwas unrealistisch, weil Kinder mehr kosten als ihr Kindergeld kriegt, aber als grober Fingerzeig recjt instruktiv.
Zieht das einige Monate durch und schaut dann weiter.

Gandalf

Hallo,

ich schwebe noch kein festes Objekt. Wohnen in NRW, in einem kleinen Ort, ca. 25tsd Einwohner.
Ein vernünftiges Objekt liegt zwischen 140.000 - 170.000 euro. Mit einer Zwangversteigerung kommt man auf ca. 150.000 euro, je nach Objekt.
Mein unehelicher Sohne wohnt bei seiner Mutter.

Neu Möbel sind nicht wirklich nötig. Sind vor 2 Jahren zusammen gezogen und alles ist neu. Ein paar Ergänzungen, aber im großen und ganzen ist alles vorhanden.

Welche Vergünstigungen kann man in NRW beantragen?
Wie gesagt, habe einen Sohne (wohnt allerdings nicht bei mir) und Kinder sind in naher Zukunft geplant.

Danke

Hallo

Vergünstigungen gibt es generell, guckst du hier:

http://www.info-finanzierungsvergleiche.de/glossar/e…

aber ich wiederhole mich nochmal: Anschaffung 150.000 + rund 5% Notar- und Grunderwerbsteuer (da ist dein EK schon weg) sind zuviel.
Die Zulagen vom Staat gibt es nur für eine begrenzte Zeit.

Aber: des Menschen Wille ist sein Himmelreich

Hi,
Nur eine ganz grobe Faustregel: Rechne dein Brutto-Jahreseinkommen mal 4. Das ist der Betrag, den du als Hypothek aufnehmen kannst. Bei 3000 im Monat also 36.000 im Jahr, mal 4 ist gleich 144.000 Euro. Bei 5% Zinsen also jaehrliche Belastung ca. 7.500 Euro. Dazu kommt die Tilgung.
Fazit: Da du kaum Eigenkapital hast, kommt ein Objekt zu einem Kaufpreis von bis zu ca. EUR 140.000 in Betracht.
Gruss
Christoph

also damit wäre ich nun wirklich ganz vorsichtig. Heute kann
man nie wissen wie hoch die Rendite einer LV ist und was sich
vielleicht unsere Regierung noch alles einfallen lässt um den
Gewinn zu schmälern, denn es kann passieren, dass die
Restschuld und die LV dann nicht mehr zusammen passen.
Außerdem kostet so eine Variante einen Haufen Zinsen, da die
Summe gleichbleibend ist, im Gegensatz zu einem
Annuitätendarlehn, bei dem die Zinsen sich jährlich verringern
und die Tilgung steigt.

Puuuuuhhhh!

hi Irene.

Ich würde erstmal fragen, was das für eine LV ist, wie lange die läuft und was für Werte sich derzeit dahinter verbergen.
Sicher ist es richtig sich mal im Vorfeld zu informieren, aber generell ist diese Finanzierungsvariante nicht zu verteufeln.
(Hier sprechen oft viele von Gefahren, höheren Kosten, Deckungslücken und das obwohl diejenigen mit dieser Materie nicht auf „Du und Du“ stehen.)
Bei diesem Modell ist immer rechnen angesagt. Wenn die Kalkulation stimmt (nicht zu optimistisch) dann kann das lohnen. Umsomehr, je älter die Police heute schon ist.

Und einbinden lässt sich eine bestehende LV immer, ohne draufzulegen. Mit einer Verpfändung der derzeitigen Rückkaufswerte (natürlich muss schon eine Summe vorhanden sein) kann der Darlehenszins sogar erheblich reduziert werden.
Ich spreche noch nicht von einer Tilgungsaussetzung!
Ebenso kann eine Kombination aus Annuität, Tilgungsaussetzung, Abtretung der Rückkaufswerte und Kfw.-Darlehen enorme Kosten sparen (monatlich, wie auch in der Gesamtkalkulation).
Aber soetwas muss „VorOrt“ geprüft werden, da hier pauschalierte Aussagen meist „daneben“ gehen.

Grüße