Haus-Neubau in drei Monaten komplett fertig?

Hallo!

Wie „seriös“ ist es eigentlich, wenn viele Hausbaufirmen damit werben, ein Massivhaus (auf Bodenplatte) in nur drei Monaten komplett einzugsfertig haben zu wollen?
Geht das eventuell zu Lasten der Bausubstanz?
Was meint Ihr als Experten dazu?

Viele Grüße
–> Mayo

Hi,

ich wohne in Sachsen. Hier war es führe üblich im ersten Jahr ein Haus im Rohbau zu bauen, über den Winter konnte dieser ausfrieren, im nächsten Jahr war dann der Eizug.

Das Wasser, dass durch den Bau in ein Haus hinein kommt, muss irgendwie wieder raus.

Sicher ist heute technisch mehr möglich, aber wundern muss man sich sicher nicht.

Grüße

Thomas

Hallo !

Das sind sehr gute Häuser im Ständerbauwerk.
Sie werden in der Halle zusammengebaut. Vom Käufer besichtigt, demontiert und dann auf der Sohle zusammengebaut.
Die Innereien, wie Sanitär, Elektro usw werden dann in den drei Monaten installiert.
mfgConrad

Hallo !

Das sind sehr gute Häuser im Ständerbauwerk.

Stimmt, so ein Haus steht innerhalb von 24 Stunden.
Ist verblüffend, morgens war da noch nicht und abends steht da plötzlich ein Haus.

Hallo!

Wie „seriös“ ist es eigentlich, wenn viele Hausbaufirmen damit
werben, ein Massivhaus (auf Bodenplatte) in nur drei Monaten
komplett einzugsfertig haben zu wollen?

Nun - grundsätzlich „seriös“ ist das natürlich. Wenn Du von „Massivbauweise“ sprichst, werden das vermutlich Stahlbetonfertigteile sein, die vor Ort nur noch vergossen werden müssen.
Der erste Knackpunkt ist „auf Bodenplatte“ - diese oder eben den Keller musst Du vorher nämlich vorher ganz konventionell bauen. Da können 1.) viele Mängel entstehen und 2.) dauert das nicht nur zwei Tage.

Zur Werthaltigkeit ist (vorausgesetzt, es sind Stahlbeton-Fertigteile) zu sagen, dass nachträgliche Umbauten (zusätzliches Fenster, Tür, Wintergarten, … oder nur die Befestigung der Küchenschränke) nur schwer bzw. unmöglich sind, wenn Betone mit sehr hohen Festigkeiten verwendet werden und gleichzeitig die Statik „ausgereizt“ ist(also keine Reserven mehr vorhanden sind).

Wie schon gesagt, muss auch Stahlbeton austrocknen. Gegossen wird das Fertigteil in der Halle und ist nach wenigen Tagen verlegebereit - und nach 28 Tagen ist auch schon die Festigkeit vorhanden, aber: Feuchte tritt noch eine Weile aus dem Bauteil und bei den heute gebräuchlichen / erforderlichen sehr dichten Fenstern und Türen kann es leicht zu Schimmel etc. kommen.

Der „konventionelle“ Bau hat hier den Vorteil, eine Weile zu stehen und zu trocknen, bevor er „dicht“ gemacht wird. Das zahlt man dann halt mit der „doppelten“ Miete" …

Wenn´s schnell gehen soll, würde ich statt eines „Massivbaus“ daher an Deiner Stelle mal „Holztafelbau“ oder „Holzrahmenbau“ in Betracht ziehen. Mit diesen Bauweisen kannst Du Zeit und Geld sparen, ohne die Feuchteprobleme.
`hat nur in Deutschland immernoch ein Imageproblem, weil man sich hierzulande gerne „einbunkert“ …

Naturgemäß rate ich als Planer immer dazu, unabhängig von der Bauweise einen Architekten anzusprechen (und nicht zum vermeintlich billigen „alles in einem“ Anbieter zu gehen), da Du dann unabhängig von einem Bauunternehmen beraten wirst. Die Planung passt dann in der REgel auch besser zu Dir und Deinem Grundstück als das Haus „vond er Stange“. Und teurer sein muss es deswegen auch nicht (`ist nämlich auch so ein Vorurteil).

viel Spaß

Tim

Geht das eventuell zu Lasten der Bausubstanz?
Was meint Ihr als Experten dazu?

Viele Grüße
–> Mayo