Haus privat verkaufen trotz Finanzierung ?

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Hausverkauf von privat. Ich bin leider in eine recht dumme Lage gekommen, da ich 2006 ein Haus gebaut habe, das ich zusammen mit meiner damaligen Freundin geplant hatte. Doch dann kam die Trennung zum Baubeginn. Da ich es mir finanziell leisten konnte, habe ich das Haus dennoch gebaut. Doch in der Bauphase wurde ich dann krank und konnte nichts mehr am Haus machen und bei meiner Arbeit musste ich mich auch einschränken, so das ich große einbusen machen musste beim Verdienst. Darum konnte ich das Haus nicht fertigstellen. Gesundheitlich sieht es immer noch nicht besser aus und finanziell rutsche ich immer mehr ab. Darum wollte ich das Haus privat verkaufen, sicher mit großem Verlust, da es halbfertig ist, aber das wäre erstmal das kleinere Übel. Doch so wie ich es mir vorgestellt habe scheint es nicht zu klappen, wenn ich diverse Seiten im Internet richtig verstehe…

Da steht das wenn man ein Haus privat verkauft, man das Grundstück definitiv über einen Notar abwickeln muss und dieser wird dann dafür sorgt das erst alle offen Rechnungen beglichen werden, auch was das Haus angeht. Da liegt nun mein Problem. Ich habe das Haus über 2 vorher ausgezahlte Bausparverträge finanziert und dabei rund 160000 Euro bekommen. Dieses Geld zahle ich nun Jahr für Jahr ein. Wenn vom Verkaufswert erst diese Bausparverträge bezahlen muss, dann kann ich das knicken mit dem Verkauf, denn laut diverser Makler würde ich derzeit max. 100000-130000 Euro bekommen für das Haus. Somit könnte ich die Verträge nicht tilgen. Somit könnte ich mein Haus nicht verkaufen und müsste dann doch den Schritt in die Privatinsolvenz machen, was ich natürlich vermeiden möchte…

Darum hatte ich mir das anders vorgestellt und würde gerne mal wissen ob sich damit jemand auskennt. Also ich dachte mir das so:

Das Haus verkaufen für 100000-130000 Euro. Dann die nächsten 5 Jahre die Raten weiterzahlen von dem Geld, denn so lange sind die Verträge gesperrt und eine vorzeite Auflösung laut Aussage der Bank nicht zulässig. In 5 Jahren würde dann neu verhandelt werden. Bei der Verhandlung könnte ich dann den Rest der noch bleibt einzahlen und damit einen der 2 Kredite tilgen. Somit bleibt noch einer übrig, der mich monatlich rund 300-400 Euro kosten würde. Damit könnte ich dann noch gut leben und müsste halt keine Privatinsolvenz machen… Darum meine Frage, kennt sich da wer aus und weiß ob ich sowas machen könnte ?

Offensichtlich hast du von Grundstücksgeschäften, Hypotheken, Bankgeschäften, Zinsbindungen usw. nur einen sehr eingeschränkten Wissensstand (was per se ja nichts schlimmes ist).
Die Fehler die du jetzt wohl ausbaden musst haben ihre Wurzeln in der Vergangenheit. Daran ist jetzt nur sehr wenig nachzubessern. Es gibt aber noch sehr teure Fehler die du jetzt machen kannst.
Darum mein Rat: Lass dir helfen. Aber von Fachleuten: Steuerberater, Fachanwalt oder noch besser: Die Schuldnerberatung.

Alleine kommst du damit mit Sicherheit nicht klar, da wirst du nur über den Tisch gezogen.

vnA

Hallo,

ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass Du in deiner aktuellen Verfassung und Situation der richtige Gesprächspartner deiner Gläubiger bist. Such Dir einen erfahrenen Anwaltskollegen oder geh über die Schuldnerberatung, und suche da einen so richtig verhandlungserprobten Typen mit breitem Kreuz, der dann die Verhandlungen führt.

Dein Modell das Objekt kurzfristig bestmöglich abzustoßen, Kredite mit dem Erlös weitmöglichst zurück zu führen, und den Rest dann brav im Rahmen der Möglichkeiten zahlen zu wollen, ist grundsätzlich gut. Aber der Bank/Bausparkasse muss jetzt sehr deutlich gemacht werden, dass wenn sie jetzt nicht mitspielt die Privatinsolvenz unausweichlich ist, die dann auch für sie mit massiven Verlusten verbunden sein wird. Der einfache Sachbearbeiter ist hierfür allerdings normalerweise der falsche Ansprechpartner, solange die Zahlungen noch laufen. Erst mit Ausbleiben von Zahlungen gerät man dann recht automatisch an die richtigen Leute. Nur sollte man diesen Weg vermeiden, wenn es geht. Man muss diesen Kontakt also versuchen anderweitig zu bekommen, z.B. indem man über den Vorgesetzten des Sachbearbeiters geht, wenn der einem bescheinigt hat, dass er „keine Möglichkeiten“ sieht.

Gruß vom Wiz

Hallo Mike,

in Deinem Text befinden sich einige Widersprüche!

Ich vermute einmal, dass Du einen Kredit von der Bank in Höhe von 160.000 € aufgenommen hast. Eine Tilgungsaussetzung vereinbart hast.
Dafür 2 Bausparverträge über 160.000 € abgeschlossen hast.
Die Darlehenslaufzeit müsste noch 5 Jahre bei der Bank betragen.

Wenn dies so zutrifft, folgende Lösung:

Haus verkaufen und damit den Kredit bei der Bank entsprechend tilgen.
Die Vorfälligkeitsentschädigung dürfte sich in Grenzen halten.
Den Restkredit bei der Bank in mtl. Raten ablösen.

Die bestehenden Bausparverträge kündigen und das derzeitige Bausparguthaben zur Tilgung des Darlehens bei der Bank verwenden.

Auf jeden Fall, schnellstens ein Gespräch mit dem Darlehensgeber suchen.

Gruß