ich bin beim überlegen einen wohnraum zu sanieren. es ist momentan ein rohbau. es gehört alles gemacht, die leitungen sind alle vorhanden. der wohnraum befindet sich direkt unter einer neu ausgebauten dachgeschosswohnung.
ich möchte dafür keine firma beauftragen, sondern so viel als möglich selbst mit freunden machen.
das gesamte material das dafür benötigt wird wie: wände, estrich, fenster, türen, installationen, elektrik, fliesen, heizkörper, usw… wie kaufe ich das am günstigsten bzw am besten ein???
vergleiche ich hier die preise jedes baumarkts und kaufe stück für stück alles einzeln ein?
oder wo kauft man alles aufeinmal ein?? wo kann man das?? geht es auch, dass man nur den materialeinkauf über die baufirma macht???
wenn ja ist das günstig und gut, oder hat man dadurch auch gewährleistungsnachteile??
ich möchte dafür keine firma beauftragen, sondern so viel als
möglich selbst mit freunden machen.
nichts für Ungut, aber bei dem Kenntnisstand, den Du hier darstellst, halte ich dieses Vorhaben für mehr als gewagt!
Mein Rat für die Vorgehensweise:
Einen detailierten! Plan aufstellen, welche Materialien benötigt werden. Das wird allerdings schon einen Fachmenschen benötigen, der sich mit mehr als einem Gewerk auskennt und diese Menschen nenen sich häufig Architekten oder Bauingenieure. Erfahrene Poliere können so was meist aber auch.
Wenn dieser Plan ausgearbeitet ist, und die Preise verglichen werden, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit herausstellen, daß ein Baustoffhändler günstiger ist als ein Baumarkt.
Wenn die Berater des Händlers halbwegs brauchbar sind, kriegt man dazu noch viele gute Ratschläge.
Für die Ausführung:
Elektrische- und Wasserinstallationen, die von Laien durchgeführt wurden, haben selten mein Vertrauen, zumindestens das muß von Fachmenschen gemacht werden. Wenn Gas installiert wird gilt das auf jeden Fall auch dafür.
Beim Einbau von Fenstern kann man auch viel falsch machen.
Selber machen schön und gut, aber wenn es keine Katastrophe werden soll, müssen das Menschen machen, die wissen was zu tun ist, sonst wird die ganze Sache am Ende deutlich teurer, als wenn es von Anfang an ordentlich gemacht worden wäre.
GANDALF der Weise hat völlig Recht - spricht ja schließlich aus reicher Erfahrung (Bauernhof).
Ich beschränke mich mal nur auf die Frage zum Einkauf, ob das Unterfangen an sich nun sinnvoll ist oder nicht mag ich nicht beurteilen:
Große Mengen - kleine Preise
Den PLAN nach GANDALF genau aufstellen und sortieren, dabei werden dann viele Paletten Gipsputz, Ausgleichsmasse, Estrichelemente usw. zusammenkommen. Mit dem Gesamtbedarf kann man gut handeln gehen und bekommt überall (außer in wenigen grün-gelben unbelehrbaren Baumärkten, die noch nicht mal Palettenpreise haben) günstigere Preise. Der PLAN zahlt sich aus. Kleckerweise einkaufen lohnt nicht.
Der Händler um die Ecke
Baumärkte müssen einen riesigen Wasserkopf von unzähligen Chefs und Chefchens durchfüttern, die alle A-Klasse fahren wollen. Deshalb sind hier die Margen riesig. Die örtliche „Baustoffversorgung“ ist meist günstiger. Außerdem führen die echte Profimarken, die im Baumarkt entweder unbekannt oder gnadenlos überteuert sind (z.B. Sanierputz-Systeme).
Spezialisten
Besonders beim Holz (Dielen) sind die preiswerter. Dazu kommt ein breites Sortiment. Ganz Spezielles kann sogar im Sägewerk abgeholt werden.
Zum Schluß:
Den Transport nicht vergessen. Im Baumarkt meist unbezahlbar, weil der eigene Fuhrpark abgeschafft und dafür eine teure Spedition beauftragt wurde (neudeutsch: Outsourcing). Beim Händler sollte man sich die Angebote möglichst gleich incl. Anlieferung erstellen lassen.