Haus = sinn des lebens?

Hi July,

bis ich vielleicht irgendwann
mal in der lage sein werde, mir ein haus zu kaufen…

warum kein Haus mieten?
Es gibt sicher einige in der Gegend um Dresden.
Wenns nicht groß sein muß, wirds ev. sogar nicht mal teurer als eine Wohnung.

Ansonsten WG auf dem Lande?!

Gandalf

hi gandalf,

warum kein Haus mieten?
Es gibt sicher einige in der Gegend um Dresden.
Wenns nicht groß sein muß, wirds ev. sogar nicht mal teurer
als eine Wohnung.

der vorschlag mit dem haus mieten kam jetzt schon ein paar mal und klingt durchaus interessant, auch wenn ich in akzeptabler entfernung zu meinem arbeitsplatz noch nichts wirklich interessantes gesehen hab. aber die idee behalte ich im hinterkopf…

vg, july

hi july

ich habe die anderen antworten nicht gelesen und schreibe in der hoffnung auf nicht allzuviel wiederholung.

jahre sind nie vergeudet. man kann sie nur nicht bewusst erleben. vielleicht würde es dir grad einmal sehr gut tun in einer wohnung zu leben, denn es könnte sein, dass du andere lebensqualitäten entdeckst, welche bis jetzt an dir vorübergegangen sind. und wenn nicht: es ist normal, sich als studentin nicht ein haus leisten zu können :wink: wenn es du auf schnelles geld abgesehen hast, dann solltest du nicht studieren…

liebe grüssli
coco, die nie im leben in einem haus gefangen sein möchte

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo July,

Tipps, ein Haus zu mieten oder doch erst mal ne Wohnung probeweise zu mieten, kamen ja schon einige. Und in der Hinsicht habe ich auch keine andere Idee für dich.

Aber du solltest dir wirklich gut überlegen, ob du dir jetzt schon Wohneigentum zulegen willst! Von den Konditionen her soll es zur Zeit ja recht vorteilhaft sein. Ich selbst kann das nicht beurteilen, weil ich mich damit noch nie befasst habe. Es kommt für mich halt inzwischen nicht mehr in Frage.

Mit 10-12 Jahren wollte ich ein riesiges Haus - mit Autoscooter, Rollschuh-Bahn, Schwimmbad und allem Pipapo *g*. Im Laufe der Jahre wurde die Wunschvorstellung realistischer, so dass ich mit Anfang 20 ein relativ großes Haus mit viel Glas, 2 Kinderzimmern, 2 Arbeitszimmern, Partyraum und großem Garten wollte. Inzwischen bin ich nun mit 31 Jahren bei einer Eigentumswohnung mit 1 Kinderzimmer und 1 Arbeitszimmer, vielleicht noch nem Gästezimmer gelandet. Und meine Eltern wissen schon jetzt, dass ich - wenn es halbwegs so läuft, wie ich mir das denke - nicht mehr in mein Elternhaus einziehen werde. Es wird wohl eines Tages verkauft werden.

Überleg dir doch mal ganz in Ruhe, wie du dir deine Zukunft vorstellst!

Willst du viele Kinder? Wärst du bereit, z.B. für deinen Job oder den deines Freundes, wo auch immer hin zu ziehen? Was machst du dann mit Wohneigentum? Wie sieht es im Falle von Alter oder Krankheit aus? Hättest du gegebenenfalls z.B. jemanden in der Nachbarschaft, der dich mal zum Arzt bringt oder dich zum Einkaufen mitnimmt? Oder gibt es genügend Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Hast du Geschwister oder bist du Einzelkind? Wenn du der einzige Nachkomme bist, wird das Haus deiner Eltern vermutlich irgendwann dir gehören. Wäre eine Zeit bis dahin (wann immer das auch sein wird) nicht mit einer Mietwohnung oder einem gemieteten Haus zu überbrücken? Von ner Wohnung in ein Haus zu ziehen, bedeutet meist, man kann alle Besitztümer mitnehmen. Von einem Haus in eine Wohnung zu ziehen, bedeutet meist, dass man sich von einigem aus Platzgründen trennen muss. Könnte es sein, dass mal eine derartige Veränderung ansteht, dass du dich räumlich verkleinerst? Noch hast du vermutlich eh nicht viele Möbel, aber was ist in 5 Jahren?

Soweit ich deiner Vika entnehmen kann, wird sich vermutlich in naher Zukunft einiges bei dir tun. Daher würde ich dir raten, dich mit einer Mietwohnung anzufreunden und ganz langsam über Monate oder gar Jahre deine Pläne zu machen. Erst mal solltest du herausfinden, wie es mit deinem Freund und deinem Job weitergeht! Da könnte ne Hochzeit, Kinder, ein Job im Ausland, Arbeitslosigkeit u.v.m. demnächst deine Energie in Anspruch nehmen.

Da wäre es doch nicht schlimm, ne kleine Wohnung in der Stadt, vielleicht nen kleinen Schrebergarten zusätzlich fürs Leben im Grünen, erst mal in Kauf zu nehmen.

Mietwohnungen sind gar nicht schlecht. Es lebt sich in der Stadt ganz anders als auf dem Land (bin von nem Ort mit 380 Einwohnern in eine Stadt mit 240000 gezogen). Ich hätte mir früher auch nie vorstellen können, dass ich mal in so einer Stadt lebe, aber ich möchte es nicht wieder aufgeben.

Wenn sich bei dir noch so viel ändert, wie es sich bei mir (und bestimmt vielen anderen auch) seit ich 24 war getan hat, ärgerst du dich vielleicht auch, wenn du dich zu früh festlegst…

Probier es doch einfach aus. Ausziehen kannst du aus einer Mietwohnung immer wieder!

Viele Grüße
Merlinchen

hi coco,

jahre sind nie vergeudet. man kann sie nur nicht bewusst
erleben. vielleicht würde es dir grad einmal sehr gut tun in
einer wohnung zu leben, denn es könnte sein, dass du andere
lebensqualitäten entdeckst, welche bis jetzt an dir
vorübergegangen sind. und wenn nicht: es ist normal, sich als
studentin nicht ein haus leisten zu können :wink: wenn es du auf
schnelles geld abgesehen hast, dann solltest du nicht
studieren…

bin keine studentin mehr (aber erst seit einem halben jahr). klar kann man irgendwie jedem tag was schönes abgewinnen (bemüh ich mich auch), es prasselt nur grad recht heftig die erkenntnis auf mich ein, dass das was meine eltern mir als kind bieten konnten irgendwie ein verdammter luxus ist.

vg, july

Hallo Merlinchen,

Überleg dir doch mal ganz in Ruhe, wie du dir deine Zukunft
vorstellst!

Willst du viele Kinder?

„normal“ viele. zwei vielleicht…

Wärst du bereit, z.B. für deinen Job
oder den deines Freundes, wo auch immer hin zu ziehen? Was
machst du dann mit Wohneigentum?

prinzipiell schon. aber nicht mein ganzes leben. einmal wohin und sich dann da niederlassen. klar wäre es jetzt blödsinn ein eigenes haus als klotz am bein zu haben (mal abgesehen davon, dass es eh nicht machbar ist…).

Wie sieht es im Falle von
Alter oder Krankheit aus? Hättest du gegebenenfalls z.B.
jemanden in der Nachbarschaft, der dich mal zum Arzt bringt
oder dich zum Einkaufen mitnimmt? Oder gibt es genügend
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Auf eine gute Lage würde ich schon achten. Und jetzt darüber nachdenken, ob ich mit 70 noch versorgt bin, halte ich für übereilt in dieser schnelllebigen zeit. was nützt es mir mich jetzt zu versichern, dass mir jemand helfen könnte, wenn dieser jemand in 'nem jahr vielleicht plötzlich wegzieht (steht ja jedem frei). dass kann man wohl nie wirklich absichern.

Hast du Geschwister oder bist du Einzelkind?
Wenn du der einzige
Nachkomme bist, wird das Haus deiner Eltern vermutlich
irgendwann dir gehören. Wäre eine Zeit bis dahin (wann immer
das auch sein wird) nicht mit einer Mietwohnung oder einem
gemieteten Haus zu überbrücken?

Ich hab noch einen Bruder. Allerdings können meine Eltern noch gute 40 Jahre leben. Und von einer Überbrückung kann man da wohl nicht sprechen (mit 65 wollte ich nicht erst ein eigenes Haus…). Es ist wohl so, wie mein Freund schon sagte: Häuser überspringen immer eine Generation. Eltern leben darin, Kinder ziehen aus (leben woanders), Enkel haben die Möglichkeit viell. das Haus der Eltern wieder zu beziehen. In der Hinsicht tu ich besser daran mich mit dem Gedanken abzufinden, dass das Haus meiner Eltern nie mein zu Hause mehr sein wird.

Soweit ich deiner Vika entnehmen kann, wird sich vermutlich in
naher Zukunft einiges bei dir tun. Daher würde ich dir raten,
dich mit einer Mietwohnung anzufreunden und ganz langsam über
Monate oder gar Jahre deine Pläne zu machen. Erst mal solltest
du herausfinden, wie es mit deinem Freund und deinem Job
weitergeht! Da könnte ne Hochzeit, Kinder, ein Job im Ausland,
Arbeitslosigkeit u.v.m. demnächst deine Energie in Anspruch
nehmen.

Ach, wenn es danach geht, nehmen einen immer andere Dinge und Veränderungen in Anspruch. wie isses, wenn Kinder erwachsen werden? Dann überlegt man es sich auch dreimal, ob sich ein Hauskauf überhaupt noch lohnt…

Mietwohnungen sind gar nicht schlecht. Es lebt sich in der
Stadt ganz anders als auf dem Land (bin von nem Ort mit 380
Einwohnern in eine Stadt mit 240000 gezogen). Ich hätte mir
früher auch nie vorstellen können, dass ich mal in so einer
Stadt lebe, aber ich möchte es nicht wieder aufgeben.

Ich lebe eigentlich schon am Stadtrand und weiss, wie sich Stadtleben anfühlt. Ich möchte auch die Nähe zur Stadt nicht missen, aber eben auch nicht die Ruhe und Freiheit…

Wenn sich bei dir noch so viel ändert, wie es sich bei mir
(und bestimmt vielen anderen auch) seit ich 24 war getan hat,
ärgerst du dich vielleicht auch, wenn du dich zu früh
festlegst…

wär ja schlimm, wenn sich im leben nix weiter ändert. das gehört dazu, denke ich. und dass festlegen nachteile mit sich bringt, weiß ich. aber die nehm ich lieber in kauf (spontan gesagt) als die nachteile, die das ach so moderne flexible leben mit sich bringt (kinder legen einen auch irgendwie fest und da möchte ich schließlich auch nicht bis ende 30 warten)

Probier es doch einfach aus. Ausziehen kannst du aus einer
Mietwohnung immer wieder!

stimmt schon. ist wohl das einzig vernünftige. vielleich kann ich mit meinen eltern eine art abkommen schließen, so dass ich (und mein freund wenn er will) nach absprache einmal die woche bei ihnen vorbeikommen kann. würde mich um gartenangelegenheiten kümmern und so mir einen teil der ernte sichern :smile:. vielleicht wäre das ein kompromiss, mit dem alle gut leben könnten. ich wäre ausgezogen und würde trotzdem hin und wieder in den genuss der freiheit kommen…

vg, july

Hi,
könnte es sein, dass du einfach nicht aus deinem Nest willst?
warst du während deines Studiums weiterhin zu Hause oder in einer anderen Stadt?
Wenn du zu Hause warst kann ich dir nur sagen, zieh so schnell als möglich in eine Wohnung (EG mit Garten z. B.) und gaaanz wichtig: ALLEINE!!!
Ich habe die kleine Vermutung dass du vielleicht nicht erwachsen werden möchtest, bzw. auf eigenen Füssen stehen willst, das was du so erzählst klingt sehr nach verklärten Kindheitserinnerungen…
Ich bin mit 23 Jahren vom Dorf ca. 400 Einwohner nach München gezogen in eine riesige Wohnanlage, 5 Jahre in eine 48 qm Wohnung… Aber diese Erfahrung würde ich nie mehr missen wollen, es gibt nix besseres als sich so selbst besser kennenzulernen, ich wäre nie so selbstbewusst und selbstsicher geworden, wenn ich das nicht gehabt hätte… Es waren nicht immer schöne Zeiten, aber wer wächst schon an den schönen Zeiten? ich persönlich glaube, dass ein Trip in die Taiga auch keine besseren Erfahrungen bringen könnte!
Werde erst mal Erwachsen, und mache dich persönlich selbständig!
Grüsse
Jule

Hallo Jule,

könnte es sein, dass du einfach nicht aus deinem Nest willst?

nein, ich hab eigentlich kein problem auszuziehen. im gegenteil. ich bin sehr froh gewesen mit der wohnung im haus meiner eltern mir ein stück selbständigkeit erworben zu haben und es darf gerne mehr sein!

warst du während deines Studiums weiterhin zu Hause oder in
einer anderen Stadt?

ja, ich war für ein halbes jahr in manchester (also nicht mal am WE nach Hause)

Wenn du zu Hause warst kann ich dir nur sagen, zieh so schnell
als möglich in eine Wohnung (EG mit Garten z. B.) und gaaanz
wichtig: ALLEINE!!!

also mit meinem freund zieh ich definitiv zusammen. mag sein, dass es auch wichtig wäre ganz alleine mal zu wohnen und leben, aber da wir uns sowieso täglich sehen und das auch nicht missen möchten (manche halten diese enge in einer beziehung falsch, aber wir fühlen uns damit wohl), wird es ein ganzes stück stress weniger, wenn wir zusammen wohnen (was wir ja quasi schon tun).

Ich habe die kleine Vermutung dass du vielleicht nicht
erwachsen werden möchtest, bzw. auf eigenen Füssen stehen
willst, das was du so erzählst klingt sehr nach verklärten
Kindheitserinnerungen…

verklärte kindheitserinnerungen ja, aber ich will trotzdem selbständig sein (halt nur am liebsten mit der räumlichen freiheit und naturverbundenheit eines hauses, aber nicht mit der elterlichen fürsorge)

Ich bin mit 23 Jahren vom Dorf ca. 400 Einwohner nach München
gezogen in eine riesige Wohnanlage, 5 Jahre in eine 48 qm
Wohnung… Aber diese Erfahrung würde ich nie mehr missen
wollen, es gibt nix besseres als sich so selbst besser
kennenzulernen, ich wäre nie so selbstbewusst und selbstsicher
geworden, wenn ich das nicht gehabt hätte… Es waren nicht
immer schöne Zeiten, aber wer wächst schon an den schönen
Zeiten? ich persönlich glaube, dass ein Trip in die Taiga auch
keine besseren Erfahrungen bringen könnte!
Werde erst mal Erwachsen, und mache dich persönlich
selbständig!

wie schon gesagt. die selbständigkeit ist nicht das hinderniss für mich. ich übernehme gerne verantwortung und treffe meine eigenen entscheidungen.

vg, july

hallo july,

allerdings hat sich gerade in den letzten monaten in meinem
kopf der traum vom haus mit garten (gaaaanz wichtig)
festgesetzt.

Also ich kenne Dresden, gerade in den Stadtvierteln mit einzeln stehenden Häusern (Striesen, NIedersedlitz et. al.) haben viele Altbauhäuser einen Garten. Da dies heute nicht mehr so in ist, kann es durchaus sein, dass du den dann allein bewirtschaften darfst. Sobald Schnee- und Eisfrei ist, kannst Du ja mal mit dem Fahrrad kleine Ausflugstouren machen. Viel Glück.

Kleine Häuser sind im Erzgebirge rel. preiswert. Gleiches gilt natürlich auch für die Lausitz. Am Rand der Sächs. Schweiz (z.B. Mühlbach gibt es durchaus Schnäppchen. Kommt halt drauf an, in welchemDresdner Stadtteil du arbeitest, damit du nicht jeden Tag durch die ganze Stadt mußt. Die Feldschlösschenbrücke kommt eh nicht, da kein Geld.

Es gilt allerdings die Regel: Billiger als ein Einfamilienhaus wird es nicht. Was du am Kaufpreis sparst, steckst Du in Eigenarbeit später rein. Der Vorteil ist allerdings, dass du je nach Kraft und Zeit deine Investitionen steuern kannst, statt jeden Monat Kredit abzubezahlen.

Ciao max@

hi,

Also ich kenne Dresden, gerade in den Stadtvierteln mit
einzeln stehenden Häusern (Striesen, NIedersedlitz et. al.)
haben viele Altbauhäuser einen Garten. Da dies heute nicht
mehr so in ist, kann es durchaus sein, dass du den dann allein
bewirtschaften darfst. Sobald Schnee- und Eisfrei ist, kannst
Du ja mal mit dem Fahrrad kleine Ausflugstouren machen. Viel
Glück.

stimmt schon. mal schauen was wird…

Die Feldschlösschenbrücke kommt eh nicht, da kein Geld.

Waldschlösschenbrücke :wink:

Es gilt allerdings die Regel: Billiger als ein Einfamilienhaus
wird es nicht. Was du am Kaufpreis sparst, steckst Du in
Eigenarbeit später rein. Der Vorteil ist allerdings, dass du
je nach Kraft und Zeit deine Investitionen steuern kannst,
statt jeden Monat Kredit abzubezahlen.

ich muss sagen, ich möchte viel lieber eigene arbeit in ein haus stecken, als es mir fertig hinstellen zu lassen. lieber etwas, was ich in meinem leben „ausbauen“ kann :smile:

vg, july