hallo,
ich bin momentan in einer ziemlichen zwickmühle. ich hab jetzt 24 jahre in einem bauernhaus mit grundstück gelebt.
es ist aber nun mal das haus meiner eltern. und jetzt mit freund, ist da einfach kein rechter platz mehr für uns (generationenkonflikt).
allerdings hat sich gerade in den letzten monaten in meinem kopf der traum vom haus mit garten (gaaaanz wichtig) festgesetzt.
nur kann ich mir ja jetzt kein haus kaufen (gar kein geld dazu… ). was nun? müsste also in eine wohnung ziehen und bei dem gedanken bekomme ich gänsehaut. alles sträubt sich in mir. keine erdbeeren, johannisbeeren, äpfel, nüsse etc mehr ernten. kein abendessen mit feuerchen im garten mehr. immer auf dämliche 4 wände angewiesen. im winter mag das noch gehen, aber im sommer… ich vermisse jetzt schon diese freiheit des eigenen grundstücks (rein und rausgehen ohne türen abzuriegeln…)
ich bin eine haus- und hofpflanze und kann mir kein anderes leben mehr vorstellen.
vielleicht hat ja jemand eine idee, an die ich noch nicht gedacht habe? aber ich ahne schon, dass ich die nächsten jahre in einer wohnung vergeuden muss, bis ich vielleicht irgendwann mal in der lage sein werde, mir ein haus zu kaufen…
hallo.
ein bauernhaus ohne platz für vier leute?! hast du noch fünf geschwister oder was? 
du könntest dir eine weniger anonyme wohnung suchen (z.b. in einem 2-3familienhaus, aus dem die kinder raus sind…) und läßt vertraglich festhalten, daß du dich um den garten kümmerst, aber die früchte deiner arbeit auch ernten darfst.
weitere alternative: schrebergarten mit gartenhäuschen.
oder du kaufst dir eben ein „gebrauchtes“ haus. man kriegt ja immer wieder vorgerechnet, daß das eigentlich gar nicht teurer als mieten ist…
gruß
michael
ps:
sowas wär besser im brett „sonstige fragen“ aufgehoben, auch wenn’s im weitesten sinne schon um psychologie geht 
hallo.
ein bauernhaus ohne platz für vier leute?! hast du noch fünf
geschwister oder was? 
platz prinzipiell schon. aber keinen rechten platz für meine eigenen vorstellungen und ideen. zudem könnten gewissen schwierigkeiten zwischen meinem freund und meinen eltern entstehen, die ich gern vermeiden will. ich muss mich einfach mit dem gedanken anfreunden, dass das haus meiner eltern deren leben ist und ich mir quasi ein neues nest zulegen muss…
du könntest dir eine weniger anonyme wohnung suchen (z.b. in
einem 2-3familienhaus, aus dem die kinder raus sind…) und
läßt vertraglich festhalten, daß du dich um den garten
kümmerst, aber die früchte deiner arbeit auch ernten darfst.
sowas muss man erstmal finden… in einer größeren stadt ist das gar nicht so einfach. lage spielt da ja auch noch eine rolle… ich kenne jemanden, der quasi ein halbes bauernhaus gemietet hat (mit halben garten), aber sowas gibt’s nun nicht wie sand am meer… zumal ich eh nicht weiß, was in 1 1/2 jahren sein wird…
weitere alternative: schrebergarten mit gartenhäuschen.
nee, ich glaub dann geht’s auch ohne…
oder du kaufst dir eben ein „gebrauchtes“ haus. man kriegt ja
immer wieder vorgerechnet, daß das eigentlich gar nicht teurer
als mieten ist…
das wär schön… aber für einen berufsanfänger und einen studenten? ich glaub das klappt nicht…
ps:
sowas wär besser im brett „sonstige fragen“ aufgehoben, auch
wenn’s im weitesten sinne schon um psychologie geht 
hmm, stimmt schon. ich wußte nicht so recht wohin damit…
Hi,
vielleicht hat ja jemand eine idee, an die ich noch nicht
gedacht habe? aber ich ahne schon, dass ich die nächsten jahre
in einer wohnung vergeuden muss, bis ich vielleicht irgendwann
mal in der lage sein werde, mir ein haus zu kaufen…
Du bist an dem Punkt angelangt, an dem Dir bewusst wird, welche Privilegien Du nutzen durftest - plötzlich wird Dir aber klar, dass das alles nicht auf Deinem Mist gewachsen, Du nicht einmal den kleinsten Anspruch auf Nutznießung hast.
Eine Entwicklungsstufe, die möglicherweise bitter aber auf jeden Fall sinnvoll ist.
Sieh es doch positiv: Du hast ein Ziel vor Augen, das Dir so wichtig ist, dass Du meinst, ohne es nicht leben zu können. Fasse es ins Auge, arbeite darauf hin. Dann hast Du schon mehr im Kopf als mindestens die Hälfte aller Twens heutzutage (bösartige Unterstellung *g*)!
Im Ernst: Halte Dich nicht mit dem Jammern auf, sondern wandle einen Traum in nützliche Energie um. Erinnere Dich an die schönen Zeiten, halte sie in Dir wach. Mit der richtigen Strategie kannst Du Dir diesen Traum ganz sicher erfüllen, und dann bist Du bestimmt einer der glücklichsten Menschen überhaupt auf der Welt
)
Liebe Grüße
Jana
Hallo, July,
das Haus mit Garten ist das Ergebnis eines halben Lebens voller Arbeit. Wenn es gut ging! Manche träumen davon bis sie alt sind und erreichen es nie.
Das Haus ist also Ziel, nicht Ausgangspunkt!
Sicher (ich habe einige deiner früheren Posts gelesen) ist im Moment sicher kein Auskommen für dich im Elternhaus. Also erstmal raus da, das eigene Leben in Ordnung bringen.
Mit dem Abstand (und eventuell mit Enkeln) wird sich das Verhältnis zu deinen Eltern und auch deren Verhältnis zu ihrem Schwiegersohn mit ziemlicher Sicherheit verändern.
Gruß
Eckard
Hallo, July,
das Haus mit Garten ist das Ergebnis eines halben Lebens
voller Arbeit. Wenn es gut ging! Manche träumen davon bis sie
alt sind und erreichen es nie.
Das Haus ist also Ziel, nicht Ausgangspunkt!
der weg ist das ziel… was nützt mir ein haus, wenn ich 40+ bin? jetzt bin ich jung und möchte energie investieren… ich hab so viele ideen und pläne im kopf…
Sicher (ich habe einige deiner früheren Posts gelesen) ist im
Moment sicher kein Auskommen für dich im Elternhaus. Also
erstmal raus da, das eigene Leben in Ordnung bringen.
Mit dem Abstand (und eventuell mit Enkeln) wird sich das
Verhältnis zu deinen Eltern und auch deren Verhältnis zu ihrem
Schwiegersohn mit ziemlicher Sicherheit verändern.
ihr habt ja recht. alles jammern bringt mir nix. es ist halt nicht so einfach sich plötzlich für unbestimmte zeit „entwurzeln“ zu müssen. ein schwebezustand, der mir richtig angst einjagt. vielleicht finde ich ja durch zufall „den“ kompromiss. wenn nicht muss es auch weitergehen (auch wenn mir jetzt schon die verdammten tränen kommen beim gedanken daran…)
dem verhältnis zu meinen eltern tut es bestimmt ganz gut. das ist mir klar. muss ich nur noch meinen freund von etwas überzeugen, was mein innerstes ablehnt…
Du bist an dem Punkt angelangt, an dem Dir bewusst wird,
welche Privilegien Du nutzen durftest - plötzlich wird Dir
aber klar, dass das alles nicht auf Deinem Mist gewachsen, Du
nicht einmal den kleinsten Anspruch auf Nutznießung hast.
Eine Entwicklungsstufe, die möglicherweise bitter aber auf
jeden Fall sinnvoll ist.
sicher. manchmal sieht es nur so unfair aus. meine eltern hatten die möglichkeit von anfang an im haus zusammenzuleben. mein vater hat gebaut, meine mutter den garten gepflegt. gut, ich muss auch den preis sehen, den sie dafür gezahlt haben: ein dauerhauft schwelender streit mit meinem opa (selbes schema wohl wie jetzt).
Sieh es doch positiv: Du hast ein Ziel vor Augen, das Dir so
wichtig ist, dass Du meinst, ohne es nicht leben zu können.
Fasse es ins Auge, arbeite darauf hin. Dann hast Du schon mehr
im Kopf als mindestens die Hälfte aller Twens heutzutage
(bösartige Unterstellung *g*)!
kann man das heute überhaupt noch erreichen? gut, ich hab momentan arbeit. aber wie lange? überhaupt komme ich mir damit sehr unzeitgemäß vor, mit meinen träumen. ist für sowas heute noch platz?
Im Ernst: Halte Dich nicht mit dem Jammern auf, sondern wandle
einen Traum in nützliche Energie um. Erinnere Dich an die
schönen Zeiten, halte sie in Dir wach. Mit der richtigen
Strategie kannst Du Dir diesen Traum ganz sicher erfüllen, und
dann bist Du bestimmt einer der glücklichsten Menschen
überhaupt auf der Welt
)
jaaa, jammern bringt nix… ich fühl mich halt grad wie eine katze, die man übers wasser hält. möchte kratzen, beißen, strampeln nur um nicht nass zu werden… aber es hilft wohl nix. dann geht eben für ein paar jahre die welt unter (so fühlt es sich jedenfalls an)…
Hallo July,
muss ich nur noch meinen freund von etwas
überzeugen, was mein innerstes ablehnt…
Dein Innerstes? Bist du sicher? Ist dein Ziel im Leben, im Nest deiner Eltern hocken zu bleiben, willst du nicht selber fliegen lernen, dich lieber weiter füttern lassen, auch wenns bedeutet, das fressen zu müssen, was dir deine Eltern vorsetzen?
Selber Fliegen bedeutet selber die Flügel bewegen, Muskelkater am Anfang und karges Futter, weil du es dir selber zusammensuchen musst. Und ein eigene Nest, nach deinen Vorstellungen bedeutet Arbeit, ist einfach so, müssen aber alle Küken durch, wenn sie flügge werden wollen.
Es scheint mir ein recht kindlicher Wunsch, die Annehmlichkeiten und die Lebensqualität des elterlichen Hauses genießen zu wollen, aber gleichzeitig Freiraum für eigenständige Gestaltung zu erwarten. Außerdem stelle ich mir 60 Jahre Gartenpflege etwas langweilig vor.
)
Gruß
Burkh
3 „Gefällt mir“
Hallo July,
Eine Entwicklungsstufe, die möglicherweise bitter aber auf
jeden Fall sinnvoll ist.
sicher. manchmal sieht es nur so unfair aus. meine eltern
hatten die möglichkeit von anfang an im haus zusammenzuleben.
mein vater hat gebaut, meine mutter den garten gepflegt. gut,
ich muss auch den preis sehen, den sie dafür gezahlt haben:
ein dauerhauft schwelender streit mit meinem opa (selbes
schema wohl wie jetzt).
Nö, das ist ein Denkfehler. Ungerecht ist es überhaupt nicht! Du hast keinerlei Anteil an diesem Haus, Du bist da hineingeboren. Es gehört Dir in keinster Weise. Respektiere die Dinge, die sind wie sie sind. Egal, wer noch davon profitiert, es gäbe Dir keine anderen „Rechte“.
Sieh es doch positiv: Du hast ein Ziel vor Augen, das Dir so
wichtig ist, dass Du meinst, ohne es nicht leben zu können.
Fasse es ins Auge, arbeite darauf hin. Dann hast Du schon mehr
im Kopf als mindestens die Hälfte aller Twens heutzutage
(bösartige Unterstellung *g*)!
kann man das heute überhaupt noch erreichen?
Na klar.
gut, ich hab
momentan arbeit. aber wie lange?
Wenn Du zuerst sparst, dann erst das Haus kaufst, spielt das keine Rolle, außer vielleicht eine zeitliche. Leider Gottes machen es die meisten Menschen umgekehrt, und es wird einem ja auch durch die Banken und andere Gläubiger sehr-sehr leicht gemacht, sich bis in die nächste Generation hinein hoffnungslos zu verschulden 
überhaupt komme ich mir damit
sehr unzeitgemäß vor, mit meinen träumen. ist für sowas heute
noch platz?
Das musst DU doch für DICH herausfinden.
Im Ernst: Halte Dich nicht mit dem Jammern auf, sondern wandle
einen Traum in nützliche Energie um. Erinnere Dich an die
schönen Zeiten, halte sie in Dir wach. Mit der richtigen
Strategie kannst Du Dir diesen Traum ganz sicher erfüllen, und
dann bist Du bestimmt einer der glücklichsten Menschen
überhaupt auf der Welt
)
jaaa, jammern bringt nix… ich fühl mich halt grad wie eine
katze, die man übers wasser hält. möchte kratzen, beißen,
strampeln nur um nicht nass zu werden… aber es hilft wohl
nix. dann geht eben für ein paar jahre die welt unter (so
fühlt es sich jedenfalls an)…
Das ist eine Einstellungsfrage. Außerdem ändern sich Prioritäten vielleicht mit den Jahren. Jedenfalls scheint für Dich das Haus mehr Priorität zu haben als Dein Freund. DARÜBER würde ich mir viel mehr Gedanken machen!
LG
Jana
2 „Gefällt mir“
Hallo July!
allerdings hat sich gerade in den letzten monaten in meinem
kopf der traum vom haus mit garten (gaaaanz wichtig)
festgesetzt.
nur kann ich mir ja jetzt kein haus kaufen (gar kein geld
dazu… ). was nun? müsste also in eine wohnung ziehen und bei
dem gedanken bekomme ich gänsehaut. alles sträubt sich in mir.
Nachdem ich zwei Jahre in England mit Garten auf dem Dorf hinter mich gebracht habe, habe ich eine Idee, was du meinen könntest. Zubetonierte Innenstadt, weit und breit nur vereinzelte Bäumchen? Mit mir? Nie wieder!
Was ich jetzt nicht ganz verstehe: Warum muss es denn unbedingt eine Wohnung sein, die ihr mietet? Warum nicht ein Haus? Ich kenne eure Finanzlage nicht und weiß nicht, wie weit du pendeln willst, aber wenn ich z.B. bei Immobilienscout24.de in Dresden und um Dresden herum nach zu vermietenden Häusern mit 4-6 Zimmern suche, dann finde ich doch einiges. Aus meiner Perspektive sogar Bezahlbares. Und sollte es nicht in euer Budget passen, bliebe immer noch die Option, mit weiteren Menschen zusammenzuziehen.
Eine Freundin von mir hat das mal in FFM gemacht: Über Zeitungsanzeige potenzielle Mitbewohner gesuchen und dann mit zwei anderen ein Reihenendhaus in Eschersheim gemietet. Sie wollte auch endlich mal wieder Garten, egal wie klein.
Grüße,
Christiane
Ein Tip und eine Geschichte
Hallo,
Ich bin genau so eine Landpflanze wie Du. Mit 18 bin ich von zu Hause weg ins Ausland gegangen, danach habe ich in Köln studiert. Immer in kleinen Mietswohnungen, einmal in einem riesigen Hochhaus. Schön war das nicht immer - aber es war immer anders. Ich finde es wichtig, an irgendeinem Punkt in seinem Leben mal ganz anders zu leben, eine andere Art von Leben zu erfahren und zu lernen.
Das Stadtleben hat auch viele Vorteile. Und ich habe in der Stadt viel gelernt. Über mich und über die Menschen.
Jetzt bin ich 33. Und lebe wieder auf dem Land, mit 2000qm Garten, Gemüsebeeten, Kirschbäumen und all dem. Und würde nie mehr weg wollen. Aber ich würde es auch nicht missen wollen, mal ganz anders gelebt zu haben. Manchmal lohnt es sich, etwas Neues auszuprobieren.
Und jetzt ein praktischer Tip: Ich weiß nicht genau, in welcher finanziellen bzw. beruflichen Lage Du Dich befindest, aber wie wäre es mit einer WG? Eine Freundin von mir hat während ihres Studiums in Frankfurt in genau so einem Bauernhaus mit Garten gewohnt - in einem Zimmer. Das Haus (Miete und Arbeit) hat sie mit anderen Studenten geteilt.
Sie ist Musikerin, und damals mußte sie sehr, sehr viel üben. Nachbarn in Mietswohnungen kamen damit nicht klar. Also hat sie sich mit anderen Musikstudenten zusammen getan und das Bauernhaus gemietet.
Vielleicht findest Du auch so etwas. Laß Dir mal - beides - durch den Kopf gehen.
Liebe Grüße,
Nike
hey
wie sieht es mit dem grund deiner eltern aus?
also bauernhaus klingt nach viel grund
ich hatte das problem auch - ich würd’ nie freiwillig in ne wohnung ziehen…
gelöst haben wir es mit einem zubau
da musst du zwar auch sparen, aber wenigstens keinen grund mehr kaufen und so groß muss es doch erstmal nicht sein?
keine verbindungstür zu deinen eltern und ihr könnt auch mal ungestört sein
lg
Hi Jana,
sicher. manchmal sieht es nur so unfair aus. meine eltern
hatten die möglichkeit von anfang an im haus zusammenzuleben.
mein vater hat gebaut, meine mutter den garten gepflegt. gut,
ich muss auch den preis sehen, den sie dafür gezahlt haben:
ein dauerhauft schwelender streit mit meinem opa (selbes
schema wohl wie jetzt).
Nö, das ist ein Denkfehler. Ungerecht ist es überhaupt nicht!
Du hast keinerlei Anteil an diesem Haus, Du bist da
hineingeboren. Es gehört Dir in keinster Weise. Respektiere
die Dinge, die sind wie sie sind. Egal, wer noch davon
profitiert, es gäbe Dir keine anderen „Rechte“.
ich weiß, dass es nicht unfair oder ungerecht IST. nur sprech ich mich nicht frei von einem gewissen gefühl von neid. das muss ich mir momentan einfach eingestehen (auch wenn der verstand die gegenargumente deutlich darlegt).
Wenn Du zuerst sparst, dann erst das Haus kaufst, spielt das
keine Rolle, außer vielleicht eine zeitliche. Leider Gottes
machen es die meisten Menschen umgekehrt, und es wird einem ja
auch durch die Banken und andere Gläubiger sehr-sehr leicht
gemacht, sich bis in die nächste Generation hinein
hoffnungslos zu verschulden 
aber genau der zeitliche aspekt macht mir angst… was nützt es mir, meine kinder (und ich wollte nicht bis 40 mit nachwuchs warten) in einer wohnung großzuziehen und mir dann ein haus zu kaufen??? verschulden möcht ich mich nicht, klar. aber ich würde meinen kindern schon gerne das bieten, was ich selber als kind hatte - jede menge freiraum zum spielen und toben. ich glaub schon, dass es für ein kind sehr schön ist, wenn es in eigenen 4 zäunen agieren kann…
Das ist eine Einstellungsfrage. Außerdem ändern sich
Prioritäten vielleicht mit den Jahren. Jedenfalls scheint für
Dich das Haus mehr Priorität zu haben als Dein Freund. DARÜBER
würde ich mir viel mehr Gedanken machen!
ja, mag sein, dass sich prioritäten ändern und mag auch sein, dass meinem freund ein haus nicht so wichtig ist wie mir (er hat ja auch nicht die selbe bindung an ein zu hause erlebt, wie ich). aber warum soll ich mir darüber jetzt gedanken machen? mein traum ist eh fern, also gibt’s da nix was ich bedenken müsste…
VG, July
Hallo July,
muss ich nur noch meinen freund von etwas
überzeugen, was mein innerstes ablehnt…
Dein Innerstes? Bist du sicher? Ist dein Ziel im Leben,
im Nest deiner Eltern hocken zu bleiben, willst du nicht
selber fliegen lernen, dich lieber weiter füttern lassen, auch
wenns bedeutet, das fressen zu müssen, was dir deine Eltern
vorsetzen?
Selber Fliegen bedeutet selber die Flügel bewegen, Muskelkater
am Anfang und karges Futter, weil du es dir selber
zusammensuchen musst. Und ein eigene Nest, nach deinen
Vorstellungen bedeutet Arbeit, ist einfach so, müssen aber
alle Küken durch, wenn sie flügge werden wollen.
Es scheint mir ein recht kindlicher Wunsch, die
Annehmlichkeiten und die Lebensqualität des elterlichen Hauses
genießen zu wollen, aber gleichzeitig Freiraum für
eigenständige Gestaltung zu erwarten. Außerdem stelle ich mir
60 Jahre Gartenpflege etwas langweilig vor.
)
nö, 60 jahre sind grad genug für gartenarbeit 
mit dem dagegen sträuben meine ich weniger die anehmlichkeiten des elterlichen hauses. ich mag schon selbstständig sein und mein eigenes leben führen. wenn ich die möglichkeit hätte in ein eigenes haus zu ziehen, wär ich weg von daheim. nur die option gibt es nicht. und es sträubt sich mein innerstes gegen die enge einer wohnung (zumindest für die freundlichere hälfte des jahres). ich fühl mich jetzt schon eingesperrt.
vg, july
Hi Christiane,
Was ich jetzt nicht ganz verstehe: Warum muss es denn
unbedingt eine Wohnung sein, die ihr mietet? Warum nicht ein
Haus? Ich kenne eure Finanzlage nicht und weiß nicht, wie weit
du pendeln willst, aber wenn ich z.B. bei Immobilienscout24.de
in Dresden und um Dresden herum nach zu vermietenden Häusern
mit 4-6 Zimmern suche, dann finde ich doch einiges. Aus meiner
Perspektive sogar Bezahlbares. Und sollte es nicht in euer
Budget passen, bliebe immer noch die Option, mit weiteren
Menschen zusammenzuziehen.
Eine Freundin von mir hat das mal in FFM gemacht: Über
Zeitungsanzeige potenzielle Mitbewohner gesuchen und dann mit
zwei anderen ein Reihenendhaus in Eschersheim gemietet. Sie
wollte auch endlich mal wieder Garten, egal wie klein.
Alleine ist sowas für uns nicht finanzierbar. Tja, das andere wäre eventuell schon eine möglichkeit… daran hab ich so bisher nicht gedacht. danke erstmal für den tip. ich werd’s mir mal durch den kopf gehen lassen.
VG, July
Hallo,
ich hatte das problem auch - ich würd’ nie freiwillig in ne
wohnung ziehen…
gelöst haben wir es mit einem zubau
da musst du zwar auch sparen, aber wenigstens keinen grund
mehr kaufen und so groß muss es doch erstmal nicht sein?
hmm, so groß ist das grundstück dazu nicht. nein, ich glaub es ist schon besser es so in seiner struktur nicht zu verändern. zumal es auch eine längerfristige sache wäre (hab im moment einfach nichts womit ich was bauen könnte).
aber schön, dass wenigstens einer nachvollziehen kann, dass es menschen gibt, die mit einem wohnungsleben nichts anfangen können 
july
Hallo,
Und jetzt ein praktischer Tip: Ich weiß nicht genau, in
welcher finanziellen bzw. beruflichen Lage Du Dich befindest,
aber wie wäre es mit einer WG? Eine Freundin von mir hat
während ihres Studiums in Frankfurt in genau so einem
Bauernhaus mit Garten gewohnt - in einem Zimmer. Das Haus
(Miete und Arbeit) hat sie mit anderen Studenten geteilt.
Sie ist Musikerin, und damals mußte sie sehr, sehr viel üben.
Nachbarn in Mietswohnungen kamen damit nicht klar. Also hat
sie sich mit anderen Musikstudenten zusammen getan und das
Bauernhaus gemietet.
Vielleicht findest Du auch so etwas. Laß Dir mal - beides -
durch den Kopf gehen.
ja, der vorschlag war bei einer anderen antwort auch schon dabei und das muss ich echt mal überdenken, denn es klingt recht interessant…
natürlich mag es eine wichtige erfahrung sein, auch mal anders zu wohnen. ich weiß doch auch nicht, wieso ausgerechnet jetzt dieses starke bedürfnis nach haus, hof und familie in mir aufkommt. mich fasziniert momentan einfach das ländliche leben. am liebsten würde ich irgendwo nach russland in die taiga ziehen und mein leben haus und hof widmen (dumme vorstellung und warscheinlich bin ich dazu eh nicht stark genug, ich weiß)…
hab auch schon ein halbes jahr im ausland gelebt (allerdings im winter).
vg, july
Hi July,
vielleicht wäre eine Erdgeschosswohnung mit Garten erst einmal eine Alternative für euch. Das ist nicht zu teuer, wenn es keine große Wohnung ist und du hast deinen Garten, auch wenn er vielleicht erstmal nicht so groß ist wie du ihn bei deinen Eltern hättest. Aber vielleicht ist dies erst einmal eine Alternative. Mit der Zeit könntest du dich dann immer weiter bis zum eigenen Haus mit Garten steigern.
Viele Grüße
Phoebe
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hiho,
natürlich mag es eine wichtige erfahrung sein, auch mal anders
zu wohnen. ich weiß doch auch nicht, wieso ausgerechnet jetzt
dieses starke bedürfnis nach haus, hof und familie in mir
aufkommt. mich fasziniert momentan einfach das ländliche
leben. am liebsten würde ich irgendwo nach russland in die
taiga ziehen und mein leben haus und hof widmen (dumme
vorstellung und warscheinlich bin ich dazu eh nicht stark
genug, ich weiß)…
hab auch schon ein halbes jahr im ausland gelebt (allerdings
im winter).
Hm, vielleicht liegt der Knackpunkt noch woanders. 
Wenn Dir nach so einer extremen „Landerfahrung“ ist, dann läßt sich so etwas durchaus auch machen.
Es muß doch nicht gleich die Taiga für immer und ewig sein. Ich kenne einige Leute, die hopplahopp aus so einem Bedürfnis heraus nach Kanada ausgewandert sind, ohne sich eine Vorstellung von den Herausforderungen und Schwierigkeiten gemacht zu haben. So endgültig muß es gar nicht werden.
Aber es gibt, gerade für junge Leute in Deinem Alter, tolle Möglichkeiten, das extreme Landleben zu erfahren, und zwar nur für ein Jahr. Geh nach Israel in einen Kibbuz, oder mach ein Freies Ökologisches Jahr (FÖJ) irgendwo (http://www.foej.de). Dann kannst Du naturnah leben, etwas Gutes dabei tun - und Dir Zeit lassen, herauszufinden, was Du wirklich vom Leben willst.
Keine Sorge - mit 24 wußte ich das auch noch nicht. Noch nicht mal ansatzweise. 
Liebe Grüße,
Nike
1 „Gefällt mir“
hi,
Aber es gibt, gerade für junge Leute in Deinem Alter, tolle
Möglichkeiten, das extreme Landleben zu erfahren, und zwar nur
für ein Jahr. Geh nach Israel in einen Kibbuz, oder mach ein
Freies Ökologisches Jahr (FÖJ) irgendwo (http://www.foej.de).
Dann kannst Du naturnah leben, etwas Gutes dabei tun - und Dir
Zeit lassen, herauszufinden, was Du wirklich vom Leben willst.
das hätte ich etwas eher machen müssen. hab letztes jahr mein studium abgeschlossen und nun erstmals einen job, in dem ich geld verdiene. und den will ich nicht aufgeben. es ist schon irgendwie meine traumstelle und die heutzutage zu finden, ist ja nicht mehr so einfach.
insofern kann ich ja eigentlich nicht meckern… irgendwann kommt eben der punkt, an dem einem nicht mehr alles zufliegt, wie es bisher war (doch etwas verwöhnt bin in dieser hinsicht).
vg, july