Haus über Immo-Abt. einer Bank verkaufen

Hallo !

Angenommen : Man möchte ein Haus verkaufen.

Über die allgemeinen Verkaufsplattformen geht es nicht weg …also kein Erfolg beim selber verkaufen !

Angenommen : Jetzt hat man eine große Bank eingeschaltet . Der Makler war da. Er bewertet das Haus mit ca. 50.000 weniger als man selber wollte und sagt,das es sonst nicht zu verkaufen sei…( seltsam …Haus braucht zwar einen neuen Anstrich …aber ist nicht baufällig und liegt in sehr guter Lage ).

Gäbe es hier im Umgang mit der Bank beim Immo-verkauf etwas zu beachten ?

Danke für die Antworten !!!

Der einzige Vorteil, den der Makler hier bringen kann - wenn er denn gut ist - besteht darin, dass das Haus evtl. professioneller dargestellt wird und daher die Verkaufschancen steigen könnten. Ansonsten bleibt der Nachteil, dass der Makler ja auch verdienen will und die zusätzliche Provision das Haus für den Käufer verteuert.
Hinsichtlich des Preises spricht die Tatsache, dass das Haus von privat nicht verkauft werden konnte, dafür, dass mit dem Preis tatsächlich etwas nicht stimmt. Gab es denn bisher gar keine Interessenten? Und was waren die Gründe für die Absagen?
Andererseits ist ein Makler natürlich immer daran interessiert, ein Objekt möglichst schnell und mit wenig Aufwand zu verkaufen - dabei hilft ein niedriger Preis.

Hallo,

der Makler, ganz gleich ob von der Bank-eigenen Immobilien-Vermittlungsabteilung oder ein freier Makler, sorgt für einen marktgerechten und somit Verkaufserfolg-bringenden Preis, indem er den Eigentümer vorher preislich aufklärt (Wie bei Dir geschehen). Wenn nun der Verkäufer darauf eingeht, profitieren alle:
Der Verkäufer, weil Objekt verkauft,
der Makler weil Provision eingenommen und
der Käufer weil Obkjekt günstiger mit Provision erhalten als vorher ohne Provision nur von Privat mit überhöhtem Preis (wie so oft). Natürlich ist es kein Fehler und legitim, wenn der Verkäufer sich im Vorfeld eine zweite Meinung bezgl. des Preises einholt, sofern er der ersten Aussage des Maklers nicht ganz vertrauen möchte. In der Regel sollte dies aber passen, in diesem Fall würde es sich auch decken mit der Vorgeschichte.
Viel Erfolg!

Nachtrag zur Frage
…zu beachten beim Umgang mit Makler:

evtl. mehrere Makler fragen nach Konditionen für den Verkäufer bei Verkaufserfolg: es gibt alle denkbaren Provisions-Konstellationen, mit Verkäuferprovision, ohne Verkäuferprovision und unterschiedliche Provisionshöhen mit dem Verkäufer. Du mußt Dich auch nicht zwingend vertraglich binden an den Makler als Verkäufer. Ergo, Du kannst ohne Vertrag und ohne Verkäuferprovision mit Makler zum Erfolg kommen, aber nicht jeder Makler bietet dies gerne an. Deshalb einfach rumfragen. Mach Dir keine Sorgen, falls Du dann der Bank gerne absagen willst, die kann es in der Regel leicht verkraften…

Erst einmal ein Dank für alle Antworten !

Das Haus ist im höherpreisigen Segment angesetzt …das hat ja nicht jeder in der Hinterhand …und mit Krediten ist das ja auch nicht mehr so einfach …

Dieser Makler besteht eben darauf, daß man ihm den Auftrag geben müßte, bevor er „noch was dazu sagt oder etwas unternimmt“.

Ich habe halt gedacht - weil ja dahinter die Bank „steht“ - die im Falle der Vermittlung dann ja auch wahrscheinlich an der Finanzierung verdient, der Erfolg größer sein könnte …

Ich danke für Eure Anregungen …

Dass die Bank ‚dahinter steht‘ ist aus meiner Sicht gerade bei höherpreisigen Immobilien kein Argument. Ein Interessent, der über die Bonität verfügt, sich ein solches Objekt leisten zu können, hat in der Regel eine gute Hausbank, auf die er zurückgreift.

Wie bist du auf deinen Kaufpreis gekommen? Nur haben wollen hilft hier nichts. Wenn es keiner haben will, ist grundsätzlich der Kaufpreis zu hoch.

Was passiert, wenn der Kaufpreis zu niedrig angesetzt wird? Ja, dann rennen sie dir die Bude ein und jeder will es haben. Gut so, dann lässt man sich Gebote geben und verkauft an den mit dem höchsten Gebot.

Wer kennt wohl den Immobilienmarkt am Besten? Klar, die Makler. Sie machen den Markt. Es ist unerheblich ob du dein Haus zum Immobilienmakler der Bank gibst oder dir einen vernünftigen regionalen Makler auf dem Markt suchst. Lasse das Haus von drei verschiedenen Maklern besichtigen und dann entscheide dich.

Der mit dem höchsten Preis ist nicht immer der Beste, der will das Objekt meistens nur im Bestand haben und fängt anschließend mit der Reduzierung an. Frage die Makler wie sie zu dem Kaufpreis gekommen sind, dann kannst du die Unterschiede in der Sachbewertung erkennen.

Grundsätzlich setzt sich der Sachwert aus dem Grundstückspreis, dem Haus, den Baunebenkosten und den Außenanlagen zusammen.

Ich wünsche dir viel Erfolg.

Beste Grüße aus Hamburg
Peter Baumgarten

Es ist schon erstaunlich wie du hier mit wenig Sachkenntnis über die Tätigkeit von Immobilienmaklern schreibst.

Schon einmal etwas über die Haftung eines Maklers gehört? Vermögensschäden die durch den falschen Sachwert und dadurch zu geringen Kaufpreis entstanden sind?

Glaubst du wirklich, dass durch ein buntes, hübsches Exposé eine nicht marktfähige Kaufpreisforderung durchgesetzt werden kann? Für wie dumm hältst du eigentlich die Käufer?

Eine Provision verteuert auch nicht das Haus. Das Haus hat einen Sachwert und bekommt über Angebot und Nachfrage einen Marktwert. Wie verteuert also eine Provision den Wert eines Hauses?

Die Provision ist eine Dienstleistung, die vom Käufer oder Verkäufer oder von Beiden bezahlt wird. Sie ist völlig unabhängig vom Wert des Hauses zu betrachten. Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass man mehr Geld für sein Haus bekommt, wenn man ohne Makler kauft oder verkauft.

Viele Käufer nehmen sogar einen Makler in Anspruch, damit sie eben keinen überhöhten Kaufpreis zahlen. Schon einmal darüber nachgedacht wer den Immobilienmarkt macht? Ja es sind die Makler.

Beste Grüße aus Hamburg
Peter Baumgarten