Haus verkaufen oder vermieten?

Hallo…
ich brauche mal Rat von Euch.
Mein Mann und ich wollen uns scheiden lassen.
Da wir ein gemeinsames Haus besitzen, möchten wir vorher klären, ob es nun verkauft oder vermietet werden soll.
Mein Mann möchte das Haus lieber vermieten als verkaufen.
Ich bin da sehr unsicher, ob ich dem zustimmen soll.

Ich wäre Euch für jeden Rat sehr dankbar!!!

Danke schon mal im voraus.

Liebe Grüße

Steffi

Da beide Varianten jeweils nach dem Zugewinnprinzip bewertet werden, teilt ihr Euch Gewinn oder Verlust der Vermietung und des Verkaufes im Falle, Ihr habt keine Gütertrennung oder einen Ehevertrag gemacht. Letztlich zählt, wer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist.

Verkauf oder Vermietung: Hausbank und Steuerberater fragen, was günstiger ist. Immobilienpreise waren mal besser… Negative Ergebnisse aus Vermietung kann auch steuerlich interessant sein, je nach Einkommenslage des Verdieners.

Wenn Sie eine komplette Trennung möchten, muss das Haus verkauft werden oder Ihr Mann soll Ihnen Ihren halben Anteil abkaufen.
Bei einer Vermietung haben Sie immer Kontakt und die Einnahmen und auch etwaige Reparaturen am Haus müssen immer hälftig bezahlt werden.
Ob nach kaufmännischer Betrachtung eine Vermietung sinnvoller ist als ein Verkauf oder umgekehrt kann ich nicht beurteilen.

MfG Roland Ritt

Hallo,

die Frage ob vermieten oder verkaufen stellt sich nur wenn der eine Ehepartner den anderen auszahlen kann, da eine Aufteilung angeordnet wird.

Das heisst, wenn Dein Mann die Hälfte des VK-Wertes vom Haus an Dich auszahlen kann dann kann er damit machen was er will, ansonsten bleibt nur verkaufen und aufteilen.

FG

Liebe Steffi,

ich war in der gleichen Situation,mein damaliger Mann wollte das Haus behalten.Da wir füreinander Bürgen,d.h.beide in den Verträgen stehen,war es immer eine große Belastung.Ich habe auch nie Unterhalt bezogen,da er alles in das Haus investiert hat.
Jetzt wird das Haus Zwangsversteigert.
Lass dich durch einen Anwalt gut beraten…es kann,nicht es muß ein böses Erwachen geben.
LG Janine

Liebe Steffi,
das ist schon mal nicht schlecht, wenn zwischen euch eine gewisse Einvernehmlichkeit besteht.
Verkaufen oder vermieten? Das ist hier die Frage. Aber ich kann nicht beurteilen, was nun günstiger ist. Ich kenne das Objekt nicht. Welchen Zustand hat es, wie ist die Lage, usw.
Andersrum: wie ist der Mietspiegel, mit welchen Mietern ist zu rechnen, usw.
Das ist die eine Betrachtung. Nun die andere: Ihr wollt euch scheiden lassen. D.h. eure Lebenswege werden sich trennen. Ihr werdet andere Partner haben, die euch sicherlich auch beeinflussen werden. Kann man sagen, dass in einigen Jahren noch Einvernehmlichkeit besteht?
Also, mein Rat: macht eine saubere Trennung, auch im Bereich Vermögen, auch wenn der Preis vielleicht ein weniger niedriger ausfällt.
Andererseits kann dein Gatte, wenn er das Haus behalten will, ja dich auszahlen. Es dürfte kein Problem sein, das Haus entsprechend zu beleihen. Was er dann macht, kann dir dann egal sein.
Solltest du weitere Fragen haben, stehe ich dir gerne zur Verfügung.
Alles Gute und liebe Grüße
Bernd

Ich kann dir sagen, was ich aus eigener Erfahrung weiß.

Wenn ihr euch einig seid, euch einvernehmlich scheiden lassen wollt, ist das ein großer Vorteil. Strittige Themen, die über Anwälte und/oder Gericht ausgetragen werden müssen, kosten enorm viel Geld. Und dabei kann auch schon mal ein Haus dabei verloren gehen.

Die Entscheidung kann dir letztendlich niemand abnehmen. Wenn du das Haus verkaufen möchtest aus bestimmten Gründen, dann ist das völlig in Ordnung. Du könntest deinen Noch-Mann das Haus überlassen, er zahlt den hälftigen Wert an dich aus. Er steht allein im Grundbuch. Er könnte dann damit machen, was er möchte.

Oder aber, ihr versteht euch noch so gut, dass ihr das Haus gemeinsam vermietet. Hier sollte man aber unbedingt schriftlich vereinbaren, wie sich das jeder vorstellt. Denn auch, wenn man sich jetzt noch gut versteht, in den meisten Fällen kommen durch Streitigkeiten so viele Emotionen hoch, dass es schnell eskalieren könnte.
Als Altersvorsorge im Hinblick auf monatliche Mieteinnahmen ist eine Vermietung sicherlich nicht schlecht.
Auf der anderen Seite sollte man sich überlegen, ob man diesen Kontakt zum Ex-Partner überhaupt noch möchte. Denn den hat man dann ständig, wenn man gemeinsam ein Haus besitzt. Die Entscheidungen muss man nämlich auch gemeinsam treffen die nächsten Jahre.

Vielleicht könnte man auch vereinbaren, dass das Haus vermietet wird. Wenn Streitigkeiten auftreten, kann immer noch ein Makler mit dem Verkauf des Hauses beauftragt werden. Oder ein Partner zahlt den anderen aus.
Aber wichtig: Alle Vereinbarungen, die ihr beiden wegen dem Haus trefft, die nicht mit der eigenen Nutzung zu tun haben, müssen notariell beurkundet werden. Ein Notar berät aber nicht, er beurkundet nur das, was ihr ihm vorlegt.

Solltest du das Haus verkaufen wollen, unbedingt einen Makler ansprechen und auch einen Beratungstermin beim Anwalt machen. Denn in einer Scheidung kann gerade eine Immobilie einem teuer zu stehen kommen, wenn man hier Fehler macht. Sie gehört nämlich zum Zugewinn. Vielleicht will Dein Noch-Mann aus Gründen, die er dir nicht sagen möchte, nicht verkaufen. Das habe ich leider selbst erfahren müssen. Ich wäre sehr vorsichtig, auch wenn zurzeit die Zeichen auf gütlicher Einigung stehen. Bei Geld hört die Freundschaft auf. Und in einer gescheiterten Ehe erst recht. Dieser Spruch ist sehr wahr!

Alles Gute!!

Hallo Steffi!

Also ich habe mein Haus Verkauft, scheidung ist scheidung und eine gemeinsahme Vermietung bringt auf die Jahre nur ärger. Wer kommt für Reperaturen auf? usw usw. Aber das ist deine entscheidung. Verkauf ist entgültig und dann hat man nichts mehr zusammen zu tun.
Lg Elke

Hallo Steffi, Wie hat er sich da? denn mit den Mieteinnahmen vorgestellt? Gibt er dir die Hälfte ab, oder will er dich ausbezahlen? Das würde heißen, daß der aktuelle Wert des Hauses von einem Gutachter bestimmt wird und er dir die Hälfte geben muß. Sollten noch Schulden auf dem Haus sein, werden auch die geteilt und gegen gerechnet. Ich würde dir Raten, verkauft das Haus, dann gibt es am wenigsten Stress. und du bist aus der Sache raus. Hast dann wenigstens ein Startkapital für einen neuen Anfang. Lieben Gruß Martina

Hallo Steffi,
ich würde dir zum verkauf raten, weil Ihr bestimmt noch eine Schlamschlacht vor euch habt, auch wenn du der Meinung bist, das es bei euch bestimmt nicht so wird. Umso weniger du mit deinem Noch-Ehemann gemeinsam hast umso leichter wird es später für dich.
Viel Gück

Jama

Hallo,
Vermietung heißt weiter mit deinem Mann verbunden sein, Streit um die Kosten, Sreit um Verwaltung, Auswahl der Mieter, wenn diese nicht zahlen, dann deswegen, Raparaturen, Instandhaltung, Reinigung im Winter, im Herbst. Verkaufen!
Gruß
kristina

Hallo !

wenn das Haus Euch beiden gehört (Grundbuch ? ) und bezahlt ist, also keine Schulden mehr … bedeutet vermieten monatlich etwas Geld … auch hier halbe halbe, und verkaufen bedeutet gleich viel Geld . Wenn das Haus noch abbezahlt wird, dann ist verkaufen meistens schlecht. man koennte die Miete nutzen, um das Haus weiter zu tilgen. Auch hier, halbe halbe .

gruß batman

Liebe Steffi
Natürlich ist jede Situation wieder anders. Ich schreibe dir einfach mal so spontan, was ich dazu denke:
Ich bin auch geschieden und wir hatten ebenfalls ein gemeinsames Haus. Es gab für mich damals grundsätzlich zwei Lösungen,entweder ich übernehme (kaufe oder miete) das Haus, oder wir verkaufen es. Da ich 4 Kinder habe, war es die günstigste (und für die Kinder ruhigste) Variante, das Haus zu übernehmen. Ich konnte es meinem Mann abkaufen, d.h. seinen Teil. Die andere Möglichkeit wäre ein Verkauf gewesen.
Gemeinsam vermieten hätte ich ausgeschlossen, da ich ja nicht immer wieder mit ihm (dem Exmann) zu tun haben wollte wollte.
Eine Freundin hat mit ihrem Exmann zusammen noch ein vermietetes Haus. Sie ärgert sich immer wieder darüber, dass es zu tun und zu diskutieren gibt.
Vielleicht wäre eine Ausnahme, wenn es keine angemessene Möglichkeit für einen Verkauf gäbe…
Viel Glück und Kraft für die anstrengende Lebensphase

Hallo,
ihr braucht auf jeden Fall einen Anwalt zur Klärung dieser Frage. Bei Trennung/Scheidung gehts nicht ohne Beurkundung, egal ob verkauft oder vermietet wird.
Ihr könnt euch ja gemeinsam von einem Anwalt beraten lassen.
LG

Hallo Steffi,
zunächst einmal Entschuldigung für meine späte Antwort.
Das ist eine sehr komplexe Entscheidung! Es hängt viel damit zusammen.
Zunächst einmal, wenn verkauft ist, ist es weg.
Wenn vermietet wird, könnte man später noch verkaufen, allerdings wird der erzielte Kaufpreis geringer sein (weil ja vermietet ist und der neue Eigentümer nicht direkt einziehen kann.)
Falls man vermietet bedeutet das, dass ihr über viele Jahre weiterhin Kontakt habt. Sei es weil der Wasserhahn tropft, weil die Nebenkosten abgerechnet werden müssen, weil ihr Gesamtschuldner z.B. für öffentliche Abgaben, Grundsteuer etc. seid, oder weil die Mieteinnahmen versteuert werden müssen oder oder oder…
Du wirst diesen Mann also noch länger in Deinem Leben haben. (Irgendwann ist es einfach nur noch lästig!)
Da die Frage nicht beinhaltet ob einer von Euch wohnen bleibt, gehe ich davon aus, dass es keiner alleine bezahlen kann…
Wenn er bsp.weise wohnen bleibt, muss er Dich auszahlen!
Hiernach stellt sich die Frage nach dem Zugewinn-Ausgleich:
Jeder hat ein Anfangsvermögen und jeder hat ein Endvermögen. (Tag der Eheschließung und Tag der Zustellung des Scheidungsantrags.)
Wenn einer mehr als der andere „hinzugewonnen“ hat, während der Ehezeit, so muss er dies dem anderen (hälftig) ausgleichen. Sog. Zugewinnausgleich.
Falls also am Ende der Ehezeit Immobilienvermögen da ist, stellt sich die Frage, wie viel ist es wert.
Ein Wert wird grundsätzlich am Markt ermittelt, also bei einem Verkauf. Dieser Wert ist für eine evtl. Gerichtsentscheidung wertvoll. (Denn ihr werdet ja nicht das Haus verschenken) Andere Möglichkeit ist ein Wertgutachten von einem Sachverständigen. Hier bitte aufpassen. Ist erst einmal vermietet, kommt der Gutachter eventuell nicht mehr hinein und das Gutachten wird ungenau. Aufpassen, das Gutachten hat vor Gericht nur Bestand, wenn es sich auf die Kaufpreissammlung des jeweiligen Ortes bezieht, also die ortsüblichen Gegebenheiten berücksichtigt. Im Gutachten steht also etwas vom „Gutachterausschuß der jeweiligen Stadt“.
Wichtig zu beachten ist im Falle einer Vermietung auch, was ist, wenn einem von Euch etwas passiert. Wie ist die Erbfolge geregelt? Gemeinsame Kinder? Oder hast Du dann vielleicht Streit mit Deinen Ex-Schwiegereltern?
Vielleicht habe ich jetzt noch an einige Punkte nicht gedacht?
Hier gibt es also ganz viel zu beachten und zu bedenken.
Hier kann man durchaus eine Menge verkehrt machen.
Diese nachhaltige Entscheidung in jedem Fall nicht über´s Knie brechen und im Falle eines „Rosenkrieges“ IMMER die Entscheidungsgründe des „Gegners“ hinterfragen. Warum will er vermieten und nicht verkaufen? Was ist SEIN Vorteil dabei? Und kannst Du damit leben, wenn seine „Vorteile“ mehr wiegen als Deine „Nachteile“…

Ich rate in jedem Fall dazu, einen Anwalt, der sich in Familienrecht auskennt, um Rat zu fragen.

Alles Gute und trotzdem Schöne Weihnachten!!!
Viola

Hallo steffi,

ich würde das Haus verkaufen, das Geld teilen und fertig. Man kann es natürlich auch vermieten, dann muß derErtrag geteit werden, was immer wieder eine Quelle von Streitigkeiten sein kann.

Viel Gück
Andreas

Hallo

Wenn ich mal davon ausgehen darf, dass ihr euch trotz der Scheidung noch gut versteht, dann würde ich auch vermieten vorschlagen. Das ist immerhin eine Einnahmequelle für euch beide und wenn es läuft, eine gute dazu.
Für die Sanierungskosten müsstet ihr natürlich auch gleichwertig aufkommen.
Wenn du dem aber nicht zustimmst, wäre eine Möglichkeit, dass er dir einen vereinbarten BEtrag auszahlt für das haus, aber nicht auf einmal, sondern nur bei Vermietung (also Abschlag der Mieteinnahmen) Das sollte auf einen Gesamtbetrag und zeitlich beschränkt sein und somit hast du einen finanziellen Zuschuss erhalten und der Exmann kann sich weiter mit dem Haus beschäftigen.
Beim Verkauf wäre halbe Halbe. Das wäre das Einfachste, aber dafür steckt bei vielen zu viel Herzblut im Eigenheim, um so etwas zu tun. Das wäre ja „fast“ so, als wenn ich mein Kind zur Adoption freigeben würde. Jedenfalls wäre das halbwegs vergleichbar, wenn man das Haus selber gebaut und unheimlich viel Kraft, Geld und Zeit hineingesteckt hat, aber das müsst ihr entscheiden.

Alles Gute

Nik

Moin Steffi,

bei den derzeitigen Preisen kann eine Vermietung durchaus sinnvoll sein, um keinen Verlust beim Verkauf zu machen. Eine gemeinsame Vermietung ist auch kein Problem und man kann alles vertraglich festlegen, auch für einen späteren Verkauf.

Falls da noch ein Kredit abzuzahlen ist, sollte auch im Vorfeld geregelt werden, wer den zahlt, wenn das Haus einmal nicht vermietet ist oder die Mieteinkünfte die Kreditkosten nicht decken.

Gruß Britta