Neben einem alten Haus soll ein Nebengebäude abgerissen werden. Vorne bilden die beiden Gebäude eine Front, das Nebengebäude ist aber weniger lang, d.h. neben dem Haus ist noch etwas Freifläche.
Wie kann ich das Haus am besten vorm einstürzen schützen?
Hinter dem Nebengebäude könnte ich es natürlich von außen mit Holzbalken stützen - aber gibt es auch Sinn die Mauer von innen z.B. mit Stahlseilen an anderen Mauern zu befestigen damit die Wand nicht wegklappt?
Warum zeigst Du nicht mal ein Foto oder wenigstens eine Handskizze (Grundriss) der Gebäude.
Wenn der Abbruchunternehmer schon sagt „eigentlich müsste alles weg, weil der Rest nicht sicher steht“ dann wäre es wohl auch an der Zeit mal einen Baufachmann ( Statiker) hinzuzuziehen.
Wände können in 2 Richtungen einstürzen, mit verspannten Seilen zw. Mauern würde man nur das Kippen nach außen verhindern, nicht das nach innen.
Wände stützt man im allgemeinen mit stabilen Balken ab. die dreiecksförmig vor der Mauer stehen und im Boden verankert sind. Mit Seilen ? Es sind doch gerade die Mauern, die kippen könnten, also kann man dazwischen nichts verspannen. Es könnte dann doch nach innen kippen. Die Dreieckstreben können hingegen auch nach innen sichern wenn man auch hinter der Mauer Balken ansetzt und mit der Dreiecksstütze (durch die Mauer oder durch Fensteröffnungen etwa) verbindet.
Mal was anderes, wie lange sollen denn die Stützen stehen, bzw. zu was wäre das Restgebäude noch nutzbar ?
Wie gesagt, es fehlt der Überblick, Foto oder Skizze.
Das kann und darf dir verbindlich nur ein Baustatiker nach einem Ortstermin sagen.
Natürlich kann man das mit beliebig aufwändigen „konstruktiven Massnahmen“ machen.
Seile - und erst recht Seile, die gepannt werden - gehören nicht dazu.
die Last würde dann direkt auf die anderen Mauern gehen. Die sind dafür aber nicht gemacht.
Sowas macht man von außen mit Balken, damit die Last der Mauer nicht am Rest des Gebäudes hängt, sondern - wie es eben gedacht war - ins Erdreich abgeleitet werden kann.
Ich rate dir mal ganz dringend zu einem Fachmann, der dich bei deinem Projekt begleitet.
Warum sollte das Haus überhaupt einstürzen? Es klingt irgendwie unlogisch, dass gerade ein Nebengebäude eine konstruktive Rolle spielt.
Ist es eher eine Art Doppelhaushälfte und man würde den Ringanker zertrennen?
Von Seilen bin ich abgekommen, werde wohl mit Dreiecksstützen von innen und außen arbeiten.
Auf der Außenseite können die Stützen endlos stehen bleiben, die inneren kann man ja abbauen wenn man außen gestützt hat. Wobei ich glaube dass es auch nicht einstürzen wird wenn man nach dem Abriss alle Stützen komplett entfernt.
Grundrisse hab ich leider nicht, ein Foto hab ich weiter unten hochgeladen.
Irgendwann soll es saniert werden, vorausgesetzt es überlebt den Abriss des Nebengebäudes.
Der Baustatiker kann ja auch nicht zu 100% ausschließen dass das Haus beim Abriss des Nebengebäudes einstürzen wird - vor allem kann ich nicht ausschließen dass das Abrissunternehmen das Haus absichtlich mit einkrachen läßt (Gründe für mein Mißtrauen kann man im Rechtsbrett nachlesen).
es muss nicht einstürzen. Es reichen ja auch Risse die es unbewohnbar machen.
Alle 3 sehen nicht sehr Vertrauens erweckend aus.
Du sagtest aber mal
das Nachbarhaus ist aber kleiner als das erste Abrissobjekt
wo hast du dich denn verschrieben? das Haus links neben dem blauen Netz würde ich auf größer tippen. Wenn es kleiner wäre, könnte man es unmöglich für irgendwas nutzen.
nur zum Verständnis erst mal… das rechts von dem Lütten kann dann auch weg? Oder ist das „egal“???
Moin erstmal…
also - da ich doch schon einige alte Schinken zurückgebaut habe… Wir hatten von Oben nach Unten und von der Mitte nach den angrenzenden Wänden abgetragen.
Baupläne lagen nicht vor, die Struktur war auch nicht erkenntlich. Also am First immer schauen, wie und wo in die Struktur der Statik bei den Anbauten in das damals bestehende eingegriffen wurde. Einmal war der vermeintliche Anbau der erste Bestand und das zu erhaltene Haupthaus hatte dort sozusagen gar keine eigenen Wände…
Keine Ahnung / Erfahrung / Grundkenntnisse: Finger weg
… und immer mit Sinn und Verstand rangehen
hm,
ohne Fachmann und Begehung kann man garnichts sagen, so wie ich das einschätze stammt es aus der zeit, in der man an den angrenzenden Gebäuden einfach Anbaute ohne eine eigene Mauer hochzuziehen. Dazu wurde einfach die Nachbarwand benutzt. Beid en Objektzustand ist es auch fragelihc, ob nicht ein Rückbau und andschließender Neuaufbau mehr Sinn macht. vor allen auch aus Gründen der Raumnutzung.