Hausarztvertrag?

Hallo zusammen.

Neulich habe ich gehört, dass es einen Hausarztvertrag gibt, indem sich ein Patient verpflichtet, ein Jahr bei diesem Hausarzt zu bleiben, dafür dann keine Praxisgebühr zahlen muss.

Hat jemand schon einmal davon gehört? Ist es so, dass die ‚Ärzte‘ dann so durch den Konkurrenzkampf so spendabel sind und die Praxisgebühren quasi aus eigener Tasche zahlen? Und daher macht es auch nicht jeder Hausarzt?!

Es dankt:
Disap

Hallo,

das macht so weit ich weiß bisher nur die BARMER Ersatzkasse…

Hat jemand schon einmal davon gehört?

s.o.: ja!

http://www.barmer.de/barmer/web/Portale/Versicherten…

Ist es so, dass die
‚Ärzte‘ dann so durch den Konkurrenzkampf so spendabel sind
und die Praxisgebühren quasi aus eigener Tasche zahlen?

Ich vermute, da liegt der Hase woanders begragen… die Ärzte zahlen jedenfalls m.W. nicht die Praxisgebühren…

Grüße
Demenzia

Hallo Disap,

das Hausarztmodell wird von manchen Krankenkassen angeboten. Diese verzichten also auf ihre Praxisgebühr, wenn man sich verpfichtet, immer zuerst zum Hausarzt zu gehen. Sie glauben, so die Kosten für die Arztbesuche senken zu können, weil die Patienten nicht sofort zum teuren Facharzt rennen.

Ich frage mich allerdings, ob man die Kosten wirklich senkt, wenn man mit Ohrenschmerzen zuerst noch zum Hausarzt geht, der einem dann sagt, dass dafür der HNO-Arzt zuständig ist. Die meisten Patienten wären da wahrscheinlich von alleine drauf gekommen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Petra,

Ich frage mich allerdings, ob man die Kosten wirklich senkt,
wenn man mit Ohrenschmerzen zuerst noch zum Hausarzt geht,
der einem dann sagt, dass dafür der HNO-Arzt zuständig ist.
Die meisten Patienten wären da wahrscheinlich von alleine
drauf gekommen.

schon, aber die meisten Zimperlein kann ein Hausarzt auch sehr gut behandeln, er ist nun mal ein vollwertiger Arzt und kein ‚Aufdiekollegenverteiler‘.
Ich war in den letzten 20 Jahren ca. zehn mal beim Arzt und davon etwa sechs bis sieben mal beim Hausarzt.
Zahnarzt zählt jetzt mal nicht.

Gandalf

Hallo,
das Hausarztmodell wird z.Zt. von einigen Krankenkassen wie z.B.
Barmer und DAK angeboten, aber nicht überall in Deutschland.
Durch die Zentrale Hausarzt werden oftmals überflüssige Doppeluntersuchungen und weiter Kosten verhindert. Der Patient
sucht in der Regel Fachärzte nur mit Überweisung auf.
Für Frauen- und Augenarzt benötigt man bei uns beispielsweise keine
Überweisung, die kann man so aufsuchen, man muss sich nur gegenüber diesen Ärzten als Hausarztmodellteilnehmer ausweisen.
In der „Gesundheitsreform“ von dieser Woche wird übrigens allen
Krankenkasse dieses Hausarztmodell als Pflicht angetragen.
Gruss
Czauderna

Hallo Gandalf,

aber ich vermute mal, dass die meisten (sicher nicht alle) Patienten auch ohne diesen Zwang zuerst zum Hausarzt gehen würden, ganz einfach, weil sie selbst nicht genau wüssten, welcher Facharzt für das Zimperlein zuständig sein soll und weil sie ihren Hausarzt gut kennen und ihm vertrauen. Zudem kommen solche Zimperlein bei gesunden Menschen nicht übermäßig häufig vor, sodass das Einsparpotential nicht so hoch ist.

Diejenigen Patienten, die tatsächlich jedes Quartal oder zumindest regelmäßig den Arzt aufsuchen müssen, weil sie an einer chronischen Erkrankung leiden, sind entweder wiederum beim Hausarzt in Dauerbehandlung (also auch hier verschwendetes Geld für die Krankenkasse) oder haben ihre Stamm-Fachärzte, zu denen sie sich eben alle drei Monate eine Überweisung vom Hausarzt holen (wodurch für die Krankenkasse zusätzliche Kosten für den Besuch des Hausarztes entstehen).

Grüße,
Anja

Kleine Frage noch dazu
Hallo,

wie ist das eigentlich, wenn man im Laufe des entsprechenden Jahres umzieht? Und zwar weit genug weg, um den gewählten Arzt nicht mehr aufsuchen zu können.

Vielen Dank

Liebe Grüße
ausnahmefall

Hallo,
was nicht mehr geht, das geht dann halt nicht mehr, d.h.
selbst wenn man sich für ein Jahr gebunden hat, dann geht
man halt zu einem anderen, muss aber wieder bezahlen.
Gruss
Czauderna

Moin.

was nicht mehr geht, das geht dann halt nicht mehr, d.h.
selbst wenn man sich für ein Jahr gebunden hat, dann geht
man halt zu einem anderen, muss aber wieder bezahlen.

Danke zunächst einmal für den Link, wo ich das nachlesen konnte. Aber bei der BARMER ist es so - Zitat: Wechsel möglich…
Bei einem Umzug oder dauerhaft gestörten Verhältnis zum Hausarzt oder zur Hausapotheke ist ein Wechsel möglich.

Quelle = http://www.barmer.de/barmer/web/Portale/Versicherten…

Aber selbst nachlesen!

Viele Grüße
Disap