Hallo, Aragorn!
So wäre es ein ziemlich bescheuertes Zeitmanagement!
Speziell zu a)
Aber auf Grund der Schulpflicht bleibt sie nun mal Schülerin.
Ich habe gesehen, dass der Autor des Postings aus Österreich schreibt und seine Cousine eine sogenannte „Handelsakademie“ besucht. Ich weiß nicht, ob dies in den Bereich „Schulpflicht“ oder „freiwilliger Schulbesuch“ (wie bei uns die gymnasiale Oberstufe) fällt. Sollte es letzteres sein, finde ich es durchaus unangemessen, den Schülern vorschreiben zu wollen, wo und wann sie ihre Hausaufgaben machen. Es geht nur darum, dass sie diese in der Unterrichtsstunde vorlegen können, finde ich. Erzähl mir nicht, dass derartige Restriktionen der Motivation der Schüler in irgendeiner Form dienen! Wer nicht weiß, wie man vernünftig arbeitet, der wird es mit 16 als freiwilliger Schüler auch nicht mehr lernen wollen. Bei Dobis Cousine habe ich durchaus den Eindruck, dass sie es gelernt hat.
Warum sollte sie denn so spät ins Bett gehen? Freizeitstress
oder was? Sie kommt doch nicht um 22 Uhr von de Schule und
muss dann die Hausaufgaben machen!? Die Dauer der Hausaufgaben
ist durch die bzw. in der BASS vorgeschrieben, das sollte
jeder hin bekommen. Die Arbeit am Morgen ist wohl eher
Faulheit am Nachmittag!
Hmhm, was Du alles über Dobis Cousine weißt …
Ich weiß leider nicht, wie der Stundenplan einer derartigen „Handelsakademie“ aussieht, aber beispielhalber nehme ich mal meinen Stundenplan (Gymnasium, 12. Klasse): Ich komme dienstags und donnerstags um 15.55 Uhr aus der Schule, mittwochs um 16.45 Uhr. Wenn man sich jetzt überlegt, noch mit Bus und/oder Bahn nach Hause fahren zu müssen, kann man jeweils glatt eine Stunde dazurechnen - das weiß ich von einigen Fahrschülern aus meiner Stufe. Vielleicht um 19-20 Uhr (also 2-3 Stunden Freizeit) kann man dann mit den Hausaufgaben beginnen und ich kann es gut verstehen, dass man bisweilen entscheidet: „Heute schau ich noch etwas im Fernsehen/Heute geh ich mal früher zu Bett“, wenn man weiß, morgens noch eine Stunde konzentriert arbeiten zu können.
Ich bin der Meinung, dass es sinnvoller ist, morgens gut ausgeschlafen in der Schule zu arbeiten, als am Abend zuhause gegen die Müdigkeit zu kämpfen.
Wo liegt der Unterschied? Da kann sie doch besser im Cafe
sitzen, da gibt’s wenigstens einen Tisch.
Hier muss sie jeweils etwas bestellen und bestimmt herrscht keine so ruhige, konzentrierte Atmosphäre wie im Aufenthaltsraum einer Schule. Es würde mich wundern, wenn es dort trotz Lehreraufsicht allzu laut wäre (wenn doch, frage ich mich, warum die Schule dort einen Lehrer abstellt).
Siehe mein Posting: Hausaufgaben haben ihren Sinn! Sie sollten
zu Hause und dort konzentriert erledigt werden. Der Name sagt
doch schon Einiges.
Ich würde die Definition folgendermaßen verändern: „Hausaufgaben sollten soweit wie möglich zuhause, vor allem aber in ruhiger und konzentrierter Atmosphäre erledigt werden.“ Hier traue ich meinem gesunden Menschenverstand mehr als irgendwelchen Amtsverordnungen.
Wundert es Dich nicht, dass die Schule morgens früh einen Raum mit betreuendem Lehrer zur Verfügung stellt, wenn sie es nicht gestattet, dass dort Hausaufgaben erledigt werden?
Gruß!
Christopher