Hausaufgaben in der Früh abgenommen

Meine Cousine (16 Jahre alt) geht in die Handelsakademie.
Die Schule ist relativ weit entfernt und es gibt keine gute Busverbindung. dh. Sie ist um 6:50 in der Schule. Um 7:00 wird Schule aufgesperrt, es gibt auch einen Betreuungsleher der durch die Klassen geht und kontrolliert. Um die Zeit zu nützen, macht meine Cousine in der Zeit die Hausübungen. 3x wurden ihr schon die Hausübungen abgenommen und musste zum Direktor, weil man das antscheinend nicht darf???

Außerdem wurden Ihr schon Hausübungen abgenommen und hat dafür auch entsprechende Noten kassiert. Sie hat aber nicht abgeschrieben!

Meiner Schwester geht das auf die Nerven und bat mich nachzuforschen. Was haltet ihr davon?

Hätte ich die

Hi,
wenn Du mit Hausübungen Hausaufgaben meinst, finde ich es voll okay, dass Deine Cousine die vor/in der Schule erledigt.
Die Lehrer/innen sollten sich freuen, dass so etwas überhaupt erledigt wird!
Was meinst Du, wieviele Schüler/innen ihre Aufgaben im Schulbus erledigen ?

meint Martin

Hi!

Rede doch mal mit dem Direktor.
Da das Mädel ja sicherlich morgens immer sehr früh aufstehen muss und daher abends früh müde ist, dürfte es doch tolerabel sein, wenn sie ihre Auifgaben morgens in der Leerlaufzeit erledigt.

Falls nicht, darf sie sich halt nicht mehr erwischen lassen…

Grüße,

Mathias

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Hallo, Dobi,
wie Mathias und Martin meine ich auch, dass dieses Verbot nicht ganz durchdacht ist.
Vielleicht sollte Deine Cousine einmal um ein Gespräch mit dem Rektor nachsuchen und ihm die Situation sachlich und ruhig erklären.

  1. Fahrschüler sind einer besonderen Belastung ausgesetzt.
  2. Es ist sicher sinnvoller, sich in der Wartezeit vor dem Unterricht mit den Hausaufgaben zu beschäftigen, als Quatsch zu machen.
  3. Es ist nicht Faulheit, die sie dazu bringt, die Arbeiten in der Schule fertigzustellen.

Natürlich ist die Voraussetzung, dass sie die Arbeiten zumindest schon zu Hause begonnen hat. Also alles Lernen auf den Morgen zu verlegen ist wohl nicht im Sinne des Erfinders.

Sollte sie mit ihrem Anliegen nicht durchdringen, bliebe noch eine andere Möglichkeit: Schriftliche Hausarbeiten werden am Nachmittag und zu Hause erledigt, morgens in der Schule findet dann nur Vorbereitung statt, die nicht schriftlich gemacht werden kann (Vokabeln lernen, Texte lesen usw.)

Ich selbst bin jahrelang täglich bis zu drei Stunden mit der Bahn unterwegs gewesen, um zur Schule zu kommen, kann also gut mit Deiner Cousine mitfühlen.
Grüße
Eckard.

Hi,
trotz Allem bleiben es aber HAUSaufgaben, die prinzipiell der intensiven Vor- und Nachbereitung des Unterrichts dienen soll(t)en. Zweifel habe ich schon, dass das vor dem Unterricht möglich ist…
Gruß,
Aragorn

Hallo, Aragorn!

Ich finde, dass man gerade in diesem Fall den Begriff Haus aufgaben nicht zu eng fassen sollte. Ziel ist es, dass eine bestimmte Aufgabe schriftlich oder nicht-schriftlich vom Ende der vorhergangenen Unterrichtsstunde bis zum Anfang der nächsten Unterrichtsstunde erledigt wird.

Es ist meines Erachtens für einen Lehrer ein wirklich lächerliches Verhalten, eine Schülerin dabei zu behindern, dieses Ziel zu erreichen. Manche sogenannten „Pädagogen“ scheinen kein Auge dafür zu haben, wo sie ein Problem beseitigen oder wo sie ein neues schaffen. Wenn Dobis Cousine morgens nicht in der „Leerlaufzeit“ die Aufgaben machen darf, bleiben doch nur zwei Möglichkeiten:
a) Sie bleibt abends länger auf, um die Aufgaben zu erledigen und ist entsprechend an jedem Morgen unausgeschlafener. Dazu hängt sie eine Stunde lang morgens sinnlos herum. So wäre es ein ziemlich bescheuertes Zeitmanagement!
b) Sie muss sich in ein Café/zu McDonalds etc. setzen, um ihre Hausaufgaben zu machen oder tut dies während der Busfahrt. Wie sich dies auf die Qualität der Hausaufgaben ausübt, dürfte wohl jedem klar sein.

Normalerweise müsste es möglich sein, dem Direktor sachlich klar zu machen, dass das Verhalten seines Betreuungslehrers extrem kontraproduktiv ist. Vielleicht basiert ja alles auf dem Missverständnis, dass der Lehrer dachte, Dobis Cousine sei gerade dabei, Hausaufgaben abzuschreiben (BTW: Auch dann hätte er sich gut und gerne heraushalten können). Ich hoffe für sie, dass es zu einer Klärung dieser Geschichte kommt.

Gruß!
Chris

P.S.: Wie mein letzter Satz schon anklingen lässt, wäre ich erfreut, zu hören, wie sich der Fall entwickelt hat.

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Hallo!

Ich finde, dass man gerade in diesem Fall den Begriff
Haus aufgaben nicht zu eng fassen sollte. Ziel ist es,
dass eine bestimmte Aufgabe schriftlich oder nicht-schriftlich
vom Ende der vorhergangenen Unterrichtsstunde bis zum Anfang
der nächsten Unterrichtsstunde erledigt wird.
Es ist meines Erachtens für einen Lehrer ein wirklich
lächerliches Verhalten, eine Schülerin dabei zu behindern,
dieses Ziel zu erreichen. Manche sogenannten „Pädagogen“
scheinen kein Auge dafür zu haben, wo sie ein Problem
beseitigen oder wo sie ein neues schaffen. Wenn Dobis Cousine
morgens nicht in der „Leerlaufzeit“ die Aufgaben machen darf,
bleiben doch nur zwei Möglichkeiten:
a) Sie bleibt abends länger auf, um die Aufgaben zu erledigen
und ist entsprechend an jedem Morgen unausgeschlafener. Dazu
hängt sie eine Stunde lang morgens sinnlos herum. So wäre es
ein ziemlich bescheuertes Zeitmanagement!

Speziell zu a)
Der Beruf der meisten jungen Menschen ist nun mal Schüler bzw. Schülerin. Es ist schön und gut und der Entwicklung eines jungen Menschen hilfreich sich anderen Tätigkeiten zu widmen. Aber auf Grund der Schulpflicht bleibt sie nun mal Schülerin. Warum sollte sie denn so spät ins Bett gehen? Freizeitstress oder was? Sie kommt doch nicht um 22 Uhr von de Schule und muss dann die Hausaufgaben machen!? Die Dauer der Hausaufgaben ist durch die bzw. in der BASS vorgeschrieben, das sollte jeder hin bekommen. Die Arbeit am Morgen ist wohl eher Faulheit am Nachmittag!

b) Sie muss sich in ein Café/zu McDonalds etc. setzen, um ihre
Hausaufgaben zu machen oder tut dies während der Busfahrt. Wie
sich dies auf die Qualität der Hausaufgaben ausübt, dürfte
wohl jedem klar sein.

Wo liegt der Unterschied? Da kann sie doch besser im Cafe sitzen, da gibt’s wenigstens einen Tisch.

Normalerweise müsste es möglich sein, dem Direktor sachlich
klar zu machen, dass das Verhalten seines Betreuungslehrers
extrem kontraproduktiv ist. Vielleicht basiert ja alles auf
dem Missverständnis, dass der Lehrer dachte, Dobis Cousine sei
gerade dabei, Hausaufgaben abzuschreiben (BTW: Auch dann hätte
er sich gut und gerne heraushalten können). Ich hoffe für sie,
dass es zu einer Klärung dieser Geschichte kommt.

Siehe mein Posting: Hausaufgaben haben ihren Sinn! Sie sollten zu Hause und dort konzentriert erledigt werden. Der Name sagt doch schon Einiges.

Gruß!
Chris

P.S.: Wie mein letzter Satz schon anklingen lässt, wäre ich
erfreut, zu hören, wie sich der Fall entwickelt hat.

Gruß,
Aragorn
P.S.: Im Übrigen ist es erstaunlich, dass gerade die Schüler, die häufig keine oder „schlampige“ Hausaufgaben vorlegen, in den Arbeiten deutlich unter ihren Möglichkeiten bleiben…

Hallo, Aragorn!

So wäre es ein ziemlich bescheuertes Zeitmanagement!

Speziell zu a)
Aber auf Grund der Schulpflicht bleibt sie nun mal Schülerin.

Ich habe gesehen, dass der Autor des Postings aus Österreich schreibt und seine Cousine eine sogenannte „Handelsakademie“ besucht. Ich weiß nicht, ob dies in den Bereich „Schulpflicht“ oder „freiwilliger Schulbesuch“ (wie bei uns die gymnasiale Oberstufe) fällt. Sollte es letzteres sein, finde ich es durchaus unangemessen, den Schülern vorschreiben zu wollen, wo und wann sie ihre Hausaufgaben machen. Es geht nur darum, dass sie diese in der Unterrichtsstunde vorlegen können, finde ich. Erzähl mir nicht, dass derartige Restriktionen der Motivation der Schüler in irgendeiner Form dienen! Wer nicht weiß, wie man vernünftig arbeitet, der wird es mit 16 als freiwilliger Schüler auch nicht mehr lernen wollen. Bei Dobis Cousine habe ich durchaus den Eindruck, dass sie es gelernt hat.

Warum sollte sie denn so spät ins Bett gehen? Freizeitstress
oder was? Sie kommt doch nicht um 22 Uhr von de Schule und
muss dann die Hausaufgaben machen!? Die Dauer der Hausaufgaben
ist durch die bzw. in der BASS vorgeschrieben, das sollte
jeder hin bekommen. Die Arbeit am Morgen ist wohl eher
Faulheit am Nachmittag!

Hmhm, was Du alles über Dobis Cousine weißt …
Ich weiß leider nicht, wie der Stundenplan einer derartigen „Handelsakademie“ aussieht, aber beispielhalber nehme ich mal meinen Stundenplan (Gymnasium, 12. Klasse): Ich komme dienstags und donnerstags um 15.55 Uhr aus der Schule, mittwochs um 16.45 Uhr. Wenn man sich jetzt überlegt, noch mit Bus und/oder Bahn nach Hause fahren zu müssen, kann man jeweils glatt eine Stunde dazurechnen - das weiß ich von einigen Fahrschülern aus meiner Stufe. Vielleicht um 19-20 Uhr (also 2-3 Stunden Freizeit) kann man dann mit den Hausaufgaben beginnen und ich kann es gut verstehen, dass man bisweilen entscheidet: „Heute schau ich noch etwas im Fernsehen/Heute geh ich mal früher zu Bett“, wenn man weiß, morgens noch eine Stunde konzentriert arbeiten zu können.
Ich bin der Meinung, dass es sinnvoller ist, morgens gut ausgeschlafen in der Schule zu arbeiten, als am Abend zuhause gegen die Müdigkeit zu kämpfen.

Wo liegt der Unterschied? Da kann sie doch besser im Cafe
sitzen, da gibt’s wenigstens einen Tisch.

Hier muss sie jeweils etwas bestellen und bestimmt herrscht keine so ruhige, konzentrierte Atmosphäre wie im Aufenthaltsraum einer Schule. Es würde mich wundern, wenn es dort trotz Lehreraufsicht allzu laut wäre (wenn doch, frage ich mich, warum die Schule dort einen Lehrer abstellt).

Siehe mein Posting: Hausaufgaben haben ihren Sinn! Sie sollten
zu Hause und dort konzentriert erledigt werden. Der Name sagt
doch schon Einiges.

Ich würde die Definition folgendermaßen verändern: „Hausaufgaben sollten soweit wie möglich zuhause, vor allem aber in ruhiger und konzentrierter Atmosphäre erledigt werden.“ Hier traue ich meinem gesunden Menschenverstand mehr als irgendwelchen Amtsverordnungen.
Wundert es Dich nicht, dass die Schule morgens früh einen Raum mit betreuendem Lehrer zur Verfügung stellt, wenn sie es nicht gestattet, dass dort Hausaufgaben erledigt werden?

Gruß!
Christopher

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