Hallo Tgellan,
Die Sache mit der Einschaltdauer ist schons klar, genau
deshalb würd ich es denn auch vorziehen, den PC nur zur
Abänderung zu benutzen. Die eigentliche Steuerung sollte dann
von einer unanfälligen Zentrale übernommen werden, etwa einer
SPS oder das EIB Pendant…
Auch solche haben nur eine begrenzte Lebensdauer.
In Punkto Zuverlässigkeit und Beschränkung, die Argumente
leuchten ein… Werd mir mal das Ganze nochmals unter diesem
Aspekt durchsehen…
Es gibt noch ein paar weiter Aspekte.
-
Wenn bei dir die Elektronik ausfällt ist es dann in der ganzen Hütte dunkel. Erfahrungsgemaäss passiert sowas immer dann, wenn die Geschäfte ein paar Tage zu haben und men deshalb keinen Ersatz organisieren kann …
-
Spannungsspitzen
Es kommt immer wieder mal zu Spannungsspitzen im Versorgungsnetz. Ein Schalter mit Glühlampe überlebt das, Elektronik nicht immer.
2b. Blitzschlag
Wenn bei dir im Garten der Blitz einschlägt, ist es sehr wahrscheinlich, dass deine ganze Elektronik verschmort.
In meinem letzten Büro hatte ich etwas in die Richtung installiert, allerdings nur mit 8 Kanälen in 2 Räumen (Licht und Steckdosen).
Ist schon prktisch, wenn man beim Rausgehen nur einen Knopf drücken braucht und alle Verbraucher, incl. Lötkolben, abgeschaltet werden. Beim reinkommen drück man auf den selben Knopf und es gehen nur diejenigen Verbraucher an, welche in diesem Moment benötigt werden.
Allerdings habe ich die Tasten nicht über einen Bus abgefragt, sondern einzeln verdrahtet. Ein weiterer Kniff war in der Schaltung:
Die Taste hat direkt ein 24V-Relais gegen Masse geschaltet, welches dann den Verbraucher geschaltet hat. Gleichzeitig hat ein MicroController die Taste abgefragt und wenn eine Betätigung erkannt wurde hat er die Taste überbrückt. Um zu erkennen ob die Taste erneut gedrückt wurde, wurde dann diese Überbrückung für einige 10 µs ausgeschaltet und die Taste erneut abgefragt.
Dadurch konnte man auch bei ausgefallenem MicroController Licht machen, indem die Taste dauernd gedrückt wurde, bzw. man für einen solchen Fall noch einen Schalter paralell zum Taster eingebaut hatte.
Da ich zu faul war das Steuerprogramm in ein EEPROM zu brennen, ist es bei jedem Stromausfall aus dem Speicher geflogen, das war so 2 bis 3 mal im Jahr der Fall.
Naja, war eine Sache von ein paar Minuten, das Programm neu zu laden, da der MicroController sowieso immer am PC angeschlossen war um auch von diesem aus die ganze ANlage steuern zu können.
Um flexibel zu sein, war die ganze Steuerung im Verteilerkasten untergebracht. Die Verdrahtung dieser beiden Räume habe ich dahingegend geändert, dass jede Steckdose einzeln auf diesen Verteiler verdrahtet wurde. Dadurch konnte man dort durch Umklemmen andere Gruppen bilden.
Technisch betrachtet war bei diesem Konzept das Netzteil das Zentrale Glied, welches durch einen Ausfall die ganze ANlage lahmgelegt hätte. Allerdings kann man Netzteile recht langlebig bauen und mit zwei Dioden und einem zweiten Netzteil hätte man dieses Problem recht einfach lösen können. Zudem war das ein alter 19" Einschub, also Verschlüsse lösen, neteil rausziehen und ersatz reinschieben. Selbstverständlich hatte ich auch ein Ersatznetzteil rumliegen, habe es aber nie gebraucht.
Diese Anlage war so 6 bis 7 Jahre dauernd in Betrieb.
MfG Peter(TOO)
P.S. Die ganze Anlage war sogar offiziell vom E-Werk abgenommen worden, nur das mit dem Programm im RAM wurde bemängelt.