Hallo,
meine Eltern haben vor vielen Jahren ihr Haus auch fast völlig in Eigenleistung erstellt.
Aber mein Vater ist gelernter Maurer und Stukkateur, mein Bruder ist Elektriker. Klar dass ihm Kollegen viel geholfen haben. Der Hausbau dauerte dann kein Jahr.
Fremdvergeben wurde nur die Heizung, Wasser und der Dachstuhl. Geräte und Werkzeuge hatte mein Papa teilweise selber und die Großteile wurden ihm von seinem Chef kostenlos überlassen. Die Baumaterialien hat ihm sein Chef zum Selbstkostenpreis gegeben.
Die Fremdvergaben kamen ihm auch billig. Er arbeitete ja auf Baustellen mit den verschiedensten Firmen in Kooperation zusammen. War bekannt wie ein bunter Hund. Preisnachlässe konnte er bei jedem Angebot herausholen.
Aber ob man als „Normalhäuslebauer“ wirklich dabei Geld spart? Man muss ja, weil der Hausbau dann meist länger dauert, als wenn man das Teil schlüsselfertig erhält, viel länger Miete zahlen.
Ist die Miete hoch, kann sie die Ersparnis bei den Arbeitskosten (teilweise) wieder auffressen. Meist muss man ja schon einen Kredit aufnehmen und die Abzahlung läuft zeitgleich schon los, obwohl man noch Miete bezahlt.
Je nachdem welchen Beruf man hat: kann man noch gegenrechnen, ob man im eigenen Beruf nicht in der gleichen Arbeitszeit (die man für das Haus verwendet) nicht zusätzlich mehr verdienen würde, als man spart.
Hinzu kommt der Einkauf der Baumaterialien. Wie billig ist die Quelle, wo man alles besorgen kann? Baumärkte sind hier oft teuerer, als die Quellen wo eine Baufirma einkaufen tut. Auch bei anderen Baumittelvertrieben, bekommt man für Kleinabnahmen nicht den besten Preis.
Was kostet die Miete und/oder Anschaffung von Werkzeugen, Geräten usw.?
Das sind jetzt nur so ein paar kaufmännische Überlegungen. Nicht selten kommt unter dem Strich kein Gewinn raus, wenn man zuviel macht.
Gruß
Ingrid