Hausbau - Eigenleistung; was lohnt sich wirklich

Hallo zusammen,

ich plane ein Haus zu bauen. Nun stellt sich mir die Frage, welche Eigenleistung sich neben den Maler- und Tapezierarbeiten lohnt?

Kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich was tun kann, das sich auch lohnt?

Bin handwerklich gut.

Danke

Hallo zusammen,

Hallo JohnWayneII

ich plane ein Haus zu bauen. Nun stellt sich mir die Frage,
welche Eigenleistung sich neben den Maler- und
Tapezierarbeiten lohnt?

das bringt auch nur max 3% der Baukosten

Kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich was tun kann, das
sich auch lohnt?

Alles, was nicht große, teure, schwere Technik braucht.
Z.B. Mauern, Putzen, Fussboden legen, Heizung, Wasser (Kalt-,Warm-, Brauchwasser) installieren, Türen einbauen, in Absprache mit dem Elektriker die Kabel verlegen, Ausbau Obergeschoß-Dach-Dämmung, verlegen der Abwasserrohre, verlegen von Trainagerohren.
Du glaubst nicht was es für ein Spaß macht mit einem Kleinbagger einen Schacht für eine Abwasserleitung auszuheben, oder die Aussenanlagen planieren.
Gasleitung -muß eine Firma installieren, Dachstuhl sollte eine Firma bauen, da für die schweren Sparren ein Kran benötigt wird. Auch für die Dachdeckerarbeiten ist es sinnvoll eine Fachfirma zu beauftragen.
Man sollte sich einen Zeitplan erstellen und dabei erwägen welche Gewerke miteinander und nacheinander arbeiten.

Bin handwerklich gut.

das hilft Kosten sparen

Danke

Bitte

Moin,

Nun stellt sich mir die Frage,
welche Eigenleistung sich neben den Maler- und
Tapezierarbeiten lohnt?

nun ja, sehr allgemein gefragt.
Allgemein geantwortet; jede, die Du vernünftig ausführen kannst und für die Du genügend Zeit hast.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich was tun kann, das
sich auch lohnt?

Siehe oben.

Bin handwerklich gut.

Was heißt das?
Kannst Du ein wenig Heimwerken, oder hast Du gute praktische Erfahrungen im Bauhandwerken?
Hast Du ordentliches Werkzeug?
Hast Du ausreichend Zeit für diese Arbeiten?

Ein Kollege hat innerhalb eines Jahres sein Haus nahezu komplett in Eigenleistung errichtet.
Jeden Abend nach der Arbeit hat er, seine Frau, seine Eltern die Schwiegereltern und etliche Freunde auf der Baustelle gewerkelt.
Für jedes Gewerk war ein Fachmensch greifbar, der kritische Arbeiten erledigen konnte (Gas, Wasser, Elektro) und er hat jeden(!) Tag von etwa 16:00 bis 22:00 gearbeitet, die Wochenenden so ab 8:00.

Das ist jetzt ein Extrembeispiel. Du solltest im günstigsten Fall mit 15 -20 % der Bausumme rechnen. Aber auch das wird lange harte Arbeit für Dich bedeuten.

Gandalf

Hallo,

meine Eltern haben vor vielen Jahren ihr Haus auch fast völlig in Eigenleistung erstellt.

Aber mein Vater ist gelernter Maurer und Stukkateur, mein Bruder ist Elektriker. Klar dass ihm Kollegen viel geholfen haben. Der Hausbau dauerte dann kein Jahr.

Fremdvergeben wurde nur die Heizung, Wasser und der Dachstuhl. Geräte und Werkzeuge hatte mein Papa teilweise selber und die Großteile wurden ihm von seinem Chef kostenlos überlassen. Die Baumaterialien hat ihm sein Chef zum Selbstkostenpreis gegeben.

Die Fremdvergaben kamen ihm auch billig. Er arbeitete ja auf Baustellen mit den verschiedensten Firmen in Kooperation zusammen. War bekannt wie ein bunter Hund. Preisnachlässe konnte er bei jedem Angebot herausholen.

Aber ob man als „Normalhäuslebauer“ wirklich dabei Geld spart? Man muss ja, weil der Hausbau dann meist länger dauert, als wenn man das Teil schlüsselfertig erhält, viel länger Miete zahlen.

Ist die Miete hoch, kann sie die Ersparnis bei den Arbeitskosten (teilweise) wieder auffressen. Meist muss man ja schon einen Kredit aufnehmen und die Abzahlung läuft zeitgleich schon los, obwohl man noch Miete bezahlt.

Je nachdem welchen Beruf man hat: kann man noch gegenrechnen, ob man im eigenen Beruf nicht in der gleichen Arbeitszeit (die man für das Haus verwendet) nicht zusätzlich mehr verdienen würde, als man spart.

Hinzu kommt der Einkauf der Baumaterialien. Wie billig ist die Quelle, wo man alles besorgen kann? Baumärkte sind hier oft teuerer, als die Quellen wo eine Baufirma einkaufen tut. Auch bei anderen Baumittelvertrieben, bekommt man für Kleinabnahmen nicht den besten Preis.

Was kostet die Miete und/oder Anschaffung von Werkzeugen, Geräten usw.?

Das sind jetzt nur so ein paar kaufmännische Überlegungen. Nicht selten kommt unter dem Strich kein Gewinn raus, wenn man zuviel macht.

Gruß
Ingrid

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Hallo,

falls du mit einem Bauuntenehmen bauen willst, lohnt sich Eigenleistung meist nicht. Der Preis, der für die Eigenleistung aus dem Gesamtbetrag fürs Haus rausgerechnet wird, ist meist viel zu gering. Hinzu kommt dann noch, dass man aufpassen muss bei Gewerken, die sich mit anderen Gewerken überschneiden. Sprich wo in Gewährleistungsfällen nicht so einfach definiert werden kann welches Gewerk für den Schaden verantwortlich ist.

Falls du mit einem Architekten baust, sieht das etwas anders aus. Hier kann es sich durchaus lohnen Gewerke in Eigenleistung zu machen. Dann solltest du dich aber wirklich gut auskennen und dir darüber im Klaren sein, dass manche Dinge sehr sehr Zeitintensiv sind.

Gruß

Samira

Hallo JohnWaynell,
im Prinzip sparst Du bei allen lohnintensiven Arbeiten am meisten.
Aber was Du genau machst solltest Du mit den entsprechenden Handwerkern vereinbaren, da es auch immer die Gewährleistung für die einzelnen Gewerke betrifft.
Bereits gesagt wurde schon, dass Du die Ersparnis immer noch mit den Kosten gegenrechnen musst, die Dir entstehen, weil Du möglicherweise länger brauchst oder anderweitig Geld verdienen kannst.
Kosten für Anschaffung/Miete von Werkzeug und Geräten nicht vergessen.
Vernünftiges Sparen geht nur in enger Abstimmung mit Handwerkern/Bauplaner.

Beispiel:
Aufstellen neue Küche, angebotene Ersparnis 400€. Die habe ich natürlich montieren lassen. Insgesamt hat die Montage durch die Profis immer noch 20 Stunden gedauert.

Abdecken und neu Eindecken des Garagendaches:
Angebot: ca 16 Stunden Gesellenlohn zu 40 € = 640 €
Beim Selbermachen: 2 Stunden Beratung pauschal 80 €
Material und Entsorgung jeweils gleich
Da habe ich mich dann für selbst machen entschieden. Mit einem Helfer habe ich dann auch nur einen Tag gebraucht.

Also immer die einzelnen Gewerke/Arbeiten prüfen und schauen, ob es das selber machen Wert ist.

Gruß
Vincenz

Hall,

es lohnen sich nur Gewerke, die Du mit einer dem Profi vergleichbaren Qualität zu vergleichbaren Konditionen erbringen kannst. Zudem musst Du technisch entsprechend ausgestattet sein, oder bereit sein, entsprechende Ausstattung anzuschaffen. Das lohnt sich bei größeren Gebrauchtobjekten normalerweise eher als bei Neubauten.

Denke außerdem an die Folgen mangelhafter Laienarbeiten und an die Konsequenzen auf den Versicherungsschutz, wenn bestimmte Dinge (z.B. Elekro) nicht offiziell abgenommen worden sind. Sonst wird aus der kleinen Ersparnis schnell eine teure Katastrophe.

Gruß vom Wiz

Hallo,

neben den Kosten für benötigtes Werkzeug, darfst du auch die Mietkosten der jetztigen Wohnung nicht vergessen.

Wir sind in einen Rohbau eingezogen. Sämtliche Holzdecken, Fliesen / Laminat, Streicharbeiten, anbringen von Waschbecken, Toiletten, Lampen haben wir selbst gemacht. Nach dem Einzug! Der Dreck ist furchtbar.

Das Haus war innen und außen verputzt, sämtliche Leitungen, egal ob Wasser, Strom oder TV haben wir legen lassen.

Wie gesagt, beim rechnen die Miete nicht vergessen.

Viel Erfolg!
Kati

Tach,
habe z.Zt. ein „Selbstbau“- Haus vor der Brust.

Baukosten 230TSD.

Rohbau 50% = 115TSD

Material & Lohn jeweils 50% macht 50- 60TSD Materialkosten Rohbau.

z.Zt. bin ich bei 53TSD. incl. 5TSD. Budget für Werkzeugkauf,Maschinen- und Schalungs- Mieten.

geschätzte Einsparung: 40TSD. wobei der Dachstuhl kompl. vom Zimmermann gestellt wird.

Im Ausbau wird vieles (das meiste) an Handwerker vergeben. Sonst müsste ich auch das Werkzeugbudget erhöhen.

Randbedingungen: Zeit, Zeit und nochmal Zeit, und bei den wenigen Gewerken im Rohbau sollte man wissen, wie es geht. Nicht schlecht wäre auch, wenn man wenigstens schon mal gemauert, betoniert oder wenigstens mal einen Nagel in eine Wand geschlagen hat.

Gruss

B
PS: die %- Angaben sind grob, mit 45% und 60/40 rechnet sich im Kopf so schlecht.