wir haben die Möglichkeit ein relativ großes Grundstück relativ günstig zu erwerben: 852 qm, voll erschlossen für gesamt ca. 70.000 EUR.
Nun stellt sich die Frage nach dem Haus, das draufsoll.
Bei der Bank waren wir schon wegen einer möglichen Finanzierung, und nach Abzug der Grundsteuer, Notargebüren u.ä. stünden uns 130-140.000 EUR für das Haus (ohne Keller!) zur Verfügung. Eigenleistungen (Malern, Fliesen, Heizung) könnten erbracht werden.
Jetzt meine Frage: Ist das überhaupt möglich oder gehört das ins Land der Träumereien? Grundsätzlich dachten wir, für 140.000 EUR würde man ein normales EFH (ohne Keller, mit Eigenleistung) bekommen können, doch heute hat mein Mann einen Baubetreuer angerufen, und der meinte, bei einem Budget von 140.000 EUR bräuchte man sich gar nicht treffen. Unter 200.000 EUR ginge da nichts.
Fertighäuser gibt es doch auch für unter 140.000 EUR schlüsselfertig, oder kommen da noch so viele Nachfolgekosten dazu?
u.ä. stünden uns 130-140.000 EUR für das Haus (ohne Keller!)
zur Verfügung. Eigenleistungen (Malern, Fliesen, Heizung)
könnten erbracht werden.
Das sollte möglich sein. Aber wie sieht es mit der Erschließung und den Hausanschlüssen aus, die können auch eine Kleinigeit kosten. Unbedingt bei der Gemeinde anfragen.
Fertighäuser gibt es doch auch für unter 140.000 EUR
schlüsselfertig, oder kommen da noch so viele Nachfolgekosten dazu?
Fertighäuser unter 140.000 € meinst du jetzt schlüsselfertig oder was?
Ein Haus braucht, wenn man keinen Keller baut, eine Fundamentplatte, dazu gehören Erdarbeiten, Kanalarbeiten - das können schon mal Kosten von rund 20.000 € sein. Architekt, Statik, Baugenehmigung, Stromanschlusskosten kostet auch ein paar Tausender.
Grundstück muss gepflastert werden, braucht evtl. Mutterboden, Zaun, Rasen, Pflanzen - evtl. noch eine Garage?
Für 140.000 € bekommt man ggf. ein Haus aber nicht den Rest.
Bei der Bank waren wir schon wegen einer möglichen
Finanzierung, und nach Abzug der Grundsteuer, Notargebüren
u.ä. stünden uns 130-140.000 EUR für das Haus (ohne Keller!)
zur Verfügung. Eigenleistungen (Malern, Fliesen, Heizung)
könnten erbracht werden.
Unser Haus hat ca. 110.000 EUR gekostet. War ein „Typenhaus“, d.h. Grundriss, Größe und gewisse Standardausstattung standen fest, es gab also keine Architektenkosten, weil dieser Haustyp eben von der Firma einmal entwickelt und dann mehrfach gebaut wurde und dadurch sind diese Haustypen preiswerter. Dafür verzichtet man eben auf gewisse individuelle Gestaltungen bzw. zahlt dafür Aufpreise…
Aber wenn es passt - wir waren und sind jedenfall zufrieden.
Typenhaus?
Typenhäuser - gibt es die bei den Bauunternehmen? Ist Eures ein Fertighaus oder Massiv? Habt Ihr Eigenleistung erbracht? Der Strom-/Wasser-Anschluss vom Grundstück zum Haus kommt noch extra hinzu, richtig?
bei dem Bauträger mit dem wir gebaut haben hätte es ein kleines Haus ca. 120 qm für den Preis gegeben. Allerdings nur mit der Standardausstattung aus der Baubeschreibung. Wenn eure Ansprüche nicht hoch sind, kann man mit dieser Ausstattung zurecht kommen. Dann müssen allerdings Dinge wie Kamin, Fúßbdodenheizung, bessere Dämmung als lt. Gesetz vorgeschrieben, bessere Sanitärausstattung wegfallen. Und es gibt nur die minimale Elektroinstalltion wie im Bauplan. Das sind alles Dinge die man eigentlich beim Eigenheim doch besser machen möchte als in einer Mietwohnung. Das geht aber mit der Standardausstattung nicht.
Dann sollte euch auch klar sein, dass noch Kosten für die Hausanschlüsse dazukommen (waren bei uns so ca. 8.000 Euro. Ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich). Außerdem habt ihr dann noch keine Pflasterung rund ums Haus und keinen Garten!!! Da muss man, selbst wenn man viel selber machen kann an Material alleine schon so um die 6.000 Euro rechnen (wenn man es günstig macht).
Ich denke das wird furchtbar knapp bei euch. An eurer Stelle würde ich vielleicht noch ein paar Jahre sparen und dann auf einem etwas kleineren Grundstück ein besser ausgestattetes Haus bauen.
Typenhäuser gibt es bei Massivbauern und vor allem Fertighausfirmen.
Bei Fertighäusern kommt auf jeden Fall noch die Fundamentplatte dazu.
Bei beiden Arten die Erdarbeiten, Wasser- und Kanal, Strom.
Und wie schon gesagt: die Baugenehmigung kostet, die Prüfstatik kostet und evtl. kommt noch Architektenhonorar dazu, falls nicht im Preis enthalten.
Jegliche Abweichung vom Typenhaus kostet auch richtig Geld.
Das einfachste ist doch: holt euch mal Prospekte von div. Fertighausherstellern und Massivbauern in eurer Nähe und schaut erst mal was es für euer Geld gibt. Und dann richtig, aber wirklich richtig vergleichen.
Typenhäuser - gibt es die bei den Bauunternehmen? Ist Eures
ein Fertighaus oder Massiv? Habt Ihr Eigenleistung erbracht?
Der Strom-/Wasser-Anschluss vom Grundstück zum Haus kommt noch
extra hinzu, richtig?
Hallo,
es gibt Bauunternehmen, die sich auf solchen Typen spezialisiert haben.
Bei uns war der Preis für das (Massiv-)Haus inklusive Bodenplatte ohne Malerarbeiten/Fußboden.
Bekannte Beispiele für solche Firmen sind z.B.Town & Country oder Heinz von Heiden.
Hier habe ich einen Link mit recht vielen Anbietern in einer Übersicht gefunden: http://www.deutscherbau.de/typenhaeuser.php
Man muss halt immer genau aufpassen, was an Leistungen in dem Preis drin sind (bei manchen ist z.B. die Bodenplatte nicht mit dabei oder die Steckdosen viel zu wenig!) und am besten lässt man sich Referenzen geben, um sich bei Bauherren nach ihren Erfahrungen mit der Firma zu erkundigen
Und natürlich kommen dann noch die Kosten für evtl. Erdarbeiten, die ganzen Hausanschlüsse, Gebühren usw. dazu…
Hi,
ich denke das geht sich bei knapper Ausstattung aus.
ich würde keinesfalls an der Grundstücksgrösse sparen, den die kann man später meist nicht nachkaufen.
Auch an Dämmung und vernünftiger Heizung würde ich nicht sparen.
Hingegen kann man für 2-3 Jahre durchaus statt einer Pflasterung mit Carport, auf Schotter parken, Terasse kann vielleicht auch ersteinmal ein billiges Provisorium sein.
Nur an der Substanz selbst würde ich keinen Kompromiss eingehen, da sich dieser wenn dann nur mit hohem finanziellem Mehraufwand sanieren lässt.
Ja und außerdem ist es nicht unbedingt so, dass man mit dem Architekten automatisch teurer baut, das ist vielleicht dann so, wenn man ohne Vorstellung und vielen Veränderungen dem Architekten viele unnötigen Änderung und Behördengänge auflastet.
Aber man kann auch mit einem Baumeister gut und günstig bauen.
Aber dazu habe ich den Plan selbst gezeichnet, nach dem Plan noch für mich ein Modell gebaut, und wusste bei Baubeginn wirklich was ich wollte.
Entscheidend ist natürlich ob man sich die Handwerker selbst sucht, insbesonders wenn man ohne Architekt sondern mit Baumeister baut.
Da kann man sich mit kleinen Eigenleistungen (zB. Mauern schlitzen und Leerrohre eingipsen) eine Menge ersparen.
hi,
denke, es ist keine träumerei. absolut realistisch. aber du musst dir im klaren sein, dass du einige abstriche machen wirst.
guck mal hier und frag dich mal durch: http://forum.haus.de/PH2H/PH2HF/ph2hf.htm
ganz wichtig: hol dir referenzen von anderen hausbauern.
dann wird es klappen.
viel glück