Hausbau-GmbH

Hi Experten,

ich wollte nach einem Stammtischgespräch mal die „Fakten“ abklopfen, die mir da so aufgetischt wurden:

Also stimmt es, dass ein Privatmann beim Hausbau ca.€3000 der aufgenommenen Kredite etc. pro Jahr steuerlich geltend machen kann, wohingegen der Unternehmer sämtliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über einige Jahre abschreiben kann?

Sollte es so sein, was hindert mich als Privatmann daran eine GmbH zu gründen mit dem Geschäftsauftrag eine Immobilie zu bauen und zu erhalten, die dann zur Abschreibung sämtlicher Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten berechtigt wäre?

Oder steht da irgeneinde Regelung vor (z.B. Verbot der Eigennutzung, etc.).

Gruß,
Sax

Hi Experten,

ich wollte nach einem Stammtischgespräch mal die „Fakten“
abklopfen, die mir da so aufgetischt wurden:

Also stimmt es, dass ein Privatmann beim Hausbau ca.€3000 der
aufgenommenen Kredite etc. pro Jahr steuerlich geltend machen
kann,

Nein, der Privatmann kann nämlich garnichts absetzen,…

wohingegen der Unternehmer sämtliche Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten über einige Jahre abschreiben kann?

…genausowenig wie der Unternehmer, wenn er ein privates Wohnhaus baut.
Baut er ein Firmengebäude, kann er die Kosten natürlich abschreiben, wieso auch nicht?!

Sollte es so sein, was hindert mich als Privatmann daran eine
GmbH zu gründen mit dem Geschäftsauftrag eine Immobilie zu
bauen und zu erhalten, die dann zur Abschreibung sämtlicher
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten berechtigt wäre?

Weil das nur halb gedacht ist-die GmbH müsste dann an die Privatperson vermieten, und die Einkünfte aus der Vermietung versteuern…Steuerzahlmodell, sozusagen…

Oder steht da irgeneinde Regelung vor (z.B. Verbot der
Eigennutzung, etc.).

Eine GmbH kann nicht wohnen…

Hi Clematis,

Sollte es so sein, was hindert mich als Privatmann daran eine
GmbH zu gründen mit dem Geschäftsauftrag eine Immobilie zu
bauen und zu erhalten, die dann zur Abschreibung sämtlicher
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten berechtigt wäre?

Weil das nur halb gedacht ist-die GmbH müsste dann an die
Privatperson vermieten, und die Einkünfte aus der Vermietung
versteuern…Steuerzahlmodell, sozusagen…

Genau diesen Fall meinte ich: Ich gründe eine Ein-Mann-GmbH, die dann das Haus baut, besitzt und erhält, wohne in diesem Haus und zahle dafür Miete an die GmbH. Die GmbH kann dann das Haus sozusagen als Geschäftswohnung absetzen, oder?

Ist das zulässig?

Gruß,
Sax

Genau diesen Fall meinte ich: Ich gründe eine Ein-Mann-GmbH,
die dann das Haus baut, besitzt und erhält, wohne in diesem
Haus und zahle dafür Miete an die GmbH. Die GmbH kann dann das
Haus sozusagen als Geschäftswohnung absetzen, oder?

Aber wovon will sie die Abschreibungen den absetzen? Das kann sie ja nur von den Steuern, die sie zahlt. Und welche Steuern sind das? Ja eigentlich nur diejenigen, die sie auf ihre Mieteinkünfte zahlt. Und diese Steuern wären ja ohnehin nicht entstanden, wenn man das ganze GmbH-Modell nicht gehabt hätte. D.h. man reduziert bestenfalls diejenigen Steuern auf 0, die es sonst nie gegeben hätte… oder?

Grüße,
Sebastian

Hallo,
man unterschätze die Kosten, die eine GmbH schon alleine dadurch, daß sie da ist, verursacht nicht. Zum Thema Steuern auf den Gewinn beim Verkauf selbstgenutzter Immobilien bin ich nicht auf dem aktuellen Stand. Die GmbH muß den Gewinn auf jeden Fall versteuern.
Im Großen machen Wohnungsbaugesellschaften ja nichts anderes und da lohnt sich das dann auch (meistens), weil sie z.B. mit den Handwerkern andere Konditionen aushandeln können.

Cu Rene

Hi,

Genau diesen Fall meinte ich: Ich gründe eine Ein-Mann-GmbH,
die dann das Haus baut, besitzt und erhält, wohne in diesem
Haus und zahle dafür Miete an die GmbH. Die GmbH kann dann das
Haus sozusagen als Geschäftswohnung absetzen, oder?

Aber wovon will sie die Abschreibungen den absetzen? Das kann
sie ja nur von den Steuern, die sie zahlt. Und welche Steuern
sind das? Ja eigentlich nur diejenigen, die sie auf ihre
Mieteinkünfte zahlt. Und diese Steuern wären ja ohnehin nicht
entstanden, wenn man das ganze GmbH-Modell nicht gehabt hätte.
D.h. man reduziert bestenfalls diejenigen Steuern auf 0, die
es sonst nie gegeben hätte… oder?

Guter Punkt. Darin liegt also der Denkfehler.

Vielen Dank!

Gruß,
Sax