Hausbau trotz Winter?!

Ich sehe, das selbst zur kommenden Jahreszeit, immer mehr Häuser hochgezogen werden. Meinem Vater hat man zum Umbau der Terasse abgeraten, da die kalten Temperaturen das Fundament und andere Bauelemente beschädigen oder langfristig in Mitleidenschaft ziehen können. Jedoch entstehen hier munter ganze Wohnblöcke und Einkaufszentren.

Ich bin kein Experte auf diesen Gebiet.Ich denk mir, dass es früher nicht üblich war das man im Winter oder in der Katenjahreszeit Zement gegossen hat. Es kann daran liegen, dass das aushärtet wegen der hohen Luftfeuchte und den niedrigen Temperaturen sich in die Länge ziehen kann und der Zement brüchig werden kann. Nach dem heutigen Zement mischverfahren ist es je doch möglich auch im Winter Zementarbeiten durchzuführen. Es kommt einfach auf die richtige Zementzusammensetzung und auf die Aushärtungszeit an! Im Prinzip kannst du auch im Winter Zement gießen, muss nur etwas zeit mit bringen.

Hallo,

Ich bin kein Experte auf diesen Gebiet.

so ist es, weshalb deine „Vermutungen“ wohl nicht hilfreich sind.
Frischer Beton (Mörtel) kann sogar einfrieren und dann nach dem Auftauen weiter
„abbinden“. Das Problem ist, daß ja hier ein chemischer Prozeß abläuft, welcher des
Wassers bedarf.Wird dies dem Prozeß entzogen (Eis)stockt dieser - was aber nicht so
relevant ist. „Gefährlich“ für den Beton ist, wenn er schon eine Teilfestigkeit erreicht hat, also
schon eine gewisse Formstabilität, und der Frost diese durch das noch vorhandene Wasser
im Beton zerstört.Das kann kaum noch durch Auftauen und weiter Abbinden repariert werden.

Im Prinzip kannst du auch im Winter Zement gießen, musst nur etwas zeit mit bringen.

Nein, die Zeit allein macht es nicht.
Gruß VIKTOR

Hallo,

Ich sehe, das selbst zur kommenden Jahreszeit, immer mehr
Häuser hochgezogen werden. Meinem Vater hat man zum Umbau der
Terrasse abgeraten, da die kalten Temperaturen das Fundament
und andere Bauelemente beschädigen oder langfristig in
Mitleidenschaft ziehen können.

Wenn er keine Erfahrung hat und die frisch betonierten Bauteile nicht ausreichend vor
bald zu erwartendem starken Frost schützen kann ist dies wohl richtig.
Fundamente sind da weniger gefährdet wenn der umgebende Boden noch „warm“ ist.
Auch die Bodenplatte der Terrasse wird vom Boden noch „gewärmt“ und kann abgedeckt werden bis sie ausrejchend ausgehärtet ist (kein ungebundenes Wasser mehr im Beton).
Der Zement im Beton erzeugt ja beim Abbinden auch Wärme.
Außerdem kann man sogen. „Beschleuniger“ als Zusatzmittel der Betonmischung beigeben
wenn stärkerer Frost zu erwarten ist.
Der Bau der Terrasse kann also auch im Winter, unter Beachtung vorstehender Hinweise,
sinnvoll sein.
Gruß VIKTOR

…Jedoch entstehen hier munter
ganze Wohnblöcke und Einkaufszentren.

Gerade Betonteile werden oft fabrikmässig vorgefertigt.
Die Fundamente und Bodenplatten sind dabei oft schon länger fertig oder haben eine so grosse Masse, dass die sich durch die Prozesswärme beim Abbinden selber warm hält.

Bei Grossprojekten (z.B. Staudammbau) wird der Beton sogar mit Eiswasser angemischt, damit der beim Abbinden nicht anfängt zu „kochen“.

Hi,

normalerweise zieht man Gebäude vor dem Winter hoch um sie dann über diese Zeit austrocknen zu lassen.
Mittlerweile gibt es Baustoffe, die sich um Minusgrade, in begrenzten Umfang, auch nicht scheren.

Das Zumischen von Eis gilt nur für Betonbauwerke mit großen Massen z.B. Staudämme etc. Beton bindet in einer exothermen Reaktion ab, daher ist eine Kühlung von Fall zu Fall angebracht um Rissen vorzubeugen.

Gruß vom Raben

Hallo,

es gab ein Zeit, in der wurde das Bauen in der Winterzeit (letztlich ganzjähriges Bauen) explizid unterstützt die sog. Winterbau-Förderung.

Neben Lohnersatzleistungen für witterungsbedingten Arbeitsausfall wurden auch Maßnahmen gefördert/finanziell bezuschusst, um z. B. Baustellen von Witterungseinflüssen unabhängiger zu machen. Ich erinnere mich an riesige Zeltbauten, in denen während des Winters komplette Häuser errichtet wurden . . .

Wenn es also gelingt, eine Baustelle so herzurichten, dass Witterungseinflüsse nicht bzw. nur noch eingeschränkt Auswirkung auf die Arbeiten/die Materialien haben, dürfte grundsätzlich auch ohne öffentl. Förderung nichts dagegen sprechen, im Winter ein Haus zu bauen.

Überdies werden moderne Rohbauten heute mit erheblich weniger Wassereinsatz errichtet (z. B. Steine geklebt statt gemauert, Fertigteile, Holzrahmenbauweise . . .), was z. B. den Einfluss von Frost bzw. die Gefahr von Frostschäden erheblich mindert.

Man lernt stets dazu !