ich habe da mal eine Frage zur Hausbaufinanzierungen.
Ich beschreibe mal folgenden Fall:
Eine Frau möchte ein Haus bauen. In diesem Haus will sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten wohnen. Allerdings möchte er mit der eigentlichen Finanzierung nichts zu tun haben. Die Kredite und alles was dazu gehört sollen auf ihren Namen laufen. Da sie sich die Finanzierung alleine jedoch nicht leisten kann, legen beide ihr Geld zusammen und er zahlt so eine Art „Miete“ an sie. Ist es möglich mit diesen „Mieteinnahmen“ bei einer Bank einen Kredit zu bekommen ohne einen richtigen Mietvertrag abzuschließen und dadurch vielleicht sogar noch unnötige Steuern zu zahlen?
Moin,
Mietverträge bedürfen keiner Form. Somit ist auch ein mündlicher Mietvertrag gültig.
Mieteinnahmen sind steuerpflichtig. Mieteinnahme ist jegliche Einnahme, ob einmalig oder regelmäßig, die in einem Zusammenhang mit Immobilien steht. Legal kommt man damit am Finanzamt nicht vorbei.
Ob die Bank dieses Konstrukt als zusätzliche Beleihungsgrundlage anerkennen wird, wage ich zu bezweifeln.
Kredite und alles was dazu gehört sollen auf ihren Namen
laufen. Da sie sich die Finanzierung alleine jedoch nicht
leisten kann,
Hallo
wird sie von der Bank auch keine Finanzierung bekommen, denn Mieter können ausziehen, Lebensgefährten auch und dann steht die Frau da und die Bank auch…
Allerdings möchte
er mit der eigentlichen Finanzierung nichts zu tun haben. Die
Kredite und alles was dazu gehört sollen auf ihren Namen
laufen.
Klassischer Fall für „Ihn“, um sich im Problemfall auf einfachste Art „absetzen“ zu können, ohne finanzielle Verpflichtungen zu haben.
Wenn er tatsächlich auch nicht mal Miete zahlen sollte, stehst Du allein auf weiter Flur und hast ein schönes Luftschloß gebaut, mit dem die Bank Dich später „würgen“ kann.
Ist es möglich mit diesen
„Mieteinnahmen“ bei einer Bank einen Kredit zu bekommen ohne
einen richtigen Mietvertrag abzuschließen und dadurch
vielleicht sogar noch unnötige Steuern zu zahlen?
erstens wird die Bank Dir was husten, denn die sind ja nun auch nicht blöde, gerade im Moment, wo das Geld bei denen nicht mehr ganz so locker sitzt.
Zweitens wird es schon einen Grund haben, warum er sich nicht an der Finanzierung beteiligen will.
Und drittens ist das Finanzamt auch nicht soooo blöde, daß das auf Dauer unentdeckt bleibt.
Also ich halte das steuerliche Problem für nicht so dramatisch:
Wenn die „Miete“ versteuert werden muss, können im Gegenzug auch die Aufwände für den vermieteten Anteil gegengerechnet werden.
Und das kann man dann legal steuerlich auch positiv gestalten.
Inwieweit eine Bank da mitmacht, hängt natürlich von den Fakten ab: Wie hoch ist das Eigenkapital? Ist der Lebensgefährte z.B. bereit zu bürgen? Ist das Haus so konzipiert, das ggf. eine Haushälfte vermietbar ist - besteht in der Gegend Bedarf an solchen Wohnungen usw.
Ob man sich persönlich auf solch ein Abenteuer einlassen sollte, bei dem dann unter Umständen die eigene Existenz vom Wohlwollen des Partners abhängt, ist m.E. die zentrale Frage. Und der Andere müsste sehr, sehr gute Gründe vorbringen können…
das wäre ja zu einfach. Einfach den unehelichen Lebensgefährten aus der Finanzierung draussen lassen (Dadurch rechnerisch für die Bank als Ledige auftreten und bonitätstechnisch besser stellen) und dann der Bank klar machen, das dieser aber in einem gemeinschaftlichen Wohnraum „Miete“ zahlt.
Sollte der Partner die „Mücke“ machen, hat die Bank die Gewissheit, das Du nicht mehr zahlen kannst und kann andererseits weder den bisher „vermieteten“ Teil veräussern oder neu vermieten (Dann hättest Du eine ungewollte WG).
Das macht keine Bank so mit. Für den Partner gilt „mitgegangen/ mitgehangen“.
Frau sollte sich mal beraten lassen, damit sie keine Überraschungen erlebt, wenn alles auf ihren Namen läuft und der Partner irgendwann abhaut und sie sitzen lässt!
Oder sie sollte nur das kaufen und finanzieren, was sie sich auch alleine leisten kann!
was spricht dagegen die Miete ordentlich zu versteuern und einen Mietvertrag abzuschliessen?
Mal angenommen du machtst das doch obwohl ich mich meinen Vorpostern anschliesse… dann solltest du dir von Anfang an ueberlegen wie du das machst.
Ein nach aussen optisch als Haus wirkendes Konstrukt muss nicht unbedingt ein Haus sein. Mal angenommen du laesst dir einen Plan machen der 2 Eigentumswohnungen darstellt (das muss natuerlich schonein bischen fiffiger sein denn im Moment ist man ja zusammen… geht aber). Dann koennte man die Eigenmittel in die Wohnung stecken in der man selbst wohnt der Rest wird evtl. finanziert. Die zweite Wohnung kann dann komplett fremdfinanziert sein und als Tilgung wird dann die Miete eingebaut.
Wahrscheinlich wird diese Wohnung keine Ertraege haben sondern eher Miese produzieren… Der Weggefaehrte schiesst einen Mietvertrag ab - macht er ne Biege - dann hast du noch die Kuendigungsfrist in der du dir einen neuen Mieter suchen kannst.