habe da mal eine frage. Wenn Gemeinde sich weigert was gegen streu drückeberger/muffel zu unternehmen (ausser auf die Plicht mittels infoblatt hinzuweisen)und Ordnungsamt auf den Bürgermeister der gemeinde verweist was kann der Bürger da tun??? Muss erst gewartet werden bis sich jemand hinlegt oder Feuerwehr/Rettungsdienst/Polizei nicht zum helfen kommen können???
Was kann ANONYM (will ja keinem direkt ans bein pissen)getan werden???
mit „Streudienst“ meinst du wohl allg. Winterdienst, also Schnee/Eis beseitigen. Streugut aufbringen ist eher die Ausnahme, und Salz vielerorts verboten.
Bevor hier angepxxxx wird, kurz ein Blick i. d. Mietvertrag: viele Eigentümer/Vermieter wälzen nämlich den Winterdienst gerne auf die Mieter (der EG-Wohnungen) ab…
Bei uns überwachen die Abfalllbetriebe den privaten Winterdienst. Mahnen Muffel ab und befreien dann selbst die Gehwege - gegen saftige Rechnung, versteht sich.
Ähnlich wäre gds. auch vom Vermieter unter Fritsetzung Abhilfe zu verlangen.
Was kann ANONYM (will ja keinem direkt ans bein pissen)getan werden???
Ist man tatsächlich an einer Lösung interessiert oder nur am indirekt ans Bein pissen?
Wenn man bei der Gemeinde/Ordnungsamt schon Bescheid gesagt hat, und da nichts passiert, dann ist wohl alles getan.
Möglicherweise sieht das Ordnungsamt kein Problem, weil es
a) keins gibt,
b) Bürgermeister und/oder andere lokale Prominenz davon betroffen wären
c) die Gemeinde selbst nicht alle Wege zu eigenen Grundstücken gehörenden Wege räumen/streuen kann/will.
Einfach dort nicht langlaufen oder vorsichtig sein. Und falls man sich doch etwas tut, dann muss man eben den Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen.
als mündiger, erwachsener Bürger wäre es angebracht auf sachliche Weise eine Lösung herbeizuführen. Dies tut man im allgemeinen, in dem man erst einmal das Gespräch sucht, wenn es Probleme gibt. Anonym - in welchen Bereichen auch immer - halte ich für feig und jedes erwachsenen Menschen unwürdig.
Es besteht eine gesetzliche und gemeindeordentliche Regelung. Wenn jemand diese nicht einhält, wodurch andere Nachteile oder Risiken zu tragen haben, wäre es also angebracht, in höflich/sachlichem Ton denjenigen anzusprechen und ihn zu bitten bzw. wenn das nichts nützt, ihn mit deutlichen Worten aufzufordern, dafür zu sorgen, daß die Regeln eingehalten werden (und zwar nicht um der Regeln willen, sondern mit den entsprechenden Argumenten).
Im letzten Winter durfte ich ca. 30 Minuten Fußweg zurücklegen, da kein Bus mehr fuhr. Da habe ich dann erlebt, wie ernst die lieben Mitbürger ihre Streupflicht nehmen. Von den 30 Minuten Fußweg waren ca. 20 Minuten Weg durch bebautes Gelände (dörfliche Bebauung). Auf der ganzen Strecke hatten grade mal 2 Bewohner gefegt, der Rest war Eis, Schnee und Matsch. Hätte ich da bei jedem klingeln sollen und freundlich-zivilisiert darauf hinweisen, dass zu streuen ist ? Das kann doch niemand von mir verlangen, und grade dafür gibt es ja Ordnungsbehörden.
Der Schnee war ja auch nicht frisch gefallen, sondern lag schon einige Tage. Mich macht das richtig sauer, und ich würde es gut finden, wenn diese Egoisten ordentlich für ihre Faulheit zahlen müssten.
heute morgen lagen bei uns 30 cm Schnee, nachdem wir gestern Abend zweimal vor dem Zubettgehen geräumt hatten. Selbst die Gemeinde hatte bis heute morgen nicht 1 x geräumt - im Gegenteil: mein Mann und ein Nachbar haben sich dann heute Morgen mit Fräse und Schaufel ca. 50 m vorgearbeitet, um dann festzustellen, daß die Gemeinde selber bzw. deren Beauftragte dann am Ende unserer Straße einen Riesenberg hat liegenlassen, der dann nicht mehr zu überwinden war. Alle anderen Anwohner blieben in ihren Häusern…
Du siehst also, ich schreibe gewiß nicht als Theoretikerin und muß Jahr für Jahr in 900m Höhe im Schwarzwald etliche Meter Schnee räumen. Aber genau in solchen Situationen kann es eskalieren und damit die Nachbarschaft langfristig nicht nur belasten, sondern zerstört sein. Und wenn ich nicht jedes Mal von Neuem unangenehm überrascht sein möchte, hilft m.E. nur das Gespräch und die Argumentation, dabei es bei den anderen auch wirklich ankommt. Man braucht sich nur selbst überlegen, wie man reagieren würde, wenn man mit anonymen Vorwürfen konfrontiert oder von anderen „angepisst“ wird. Ja, ich bin überzeugt, daß es sich lohnt, eigenverantwortlich eine sachliche Lösung anzugehen.