Hauseigentum: sinnvoll?

Hallo Gandalf

Templeton Growth , hat die letzten 25 jahre im Schnitt 12% gemacht, die Auflistung stand jetzt mal im Finanzbereich, gibt aber auch ncoh andere gute…

LG
Mikesch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

wir sind derzeit kurz davor, ein Haus zu kaufen (neu, mit
allem drum und dran für ca. 270 T €. Eigenkapital: 140 T €.
Derzeit zahlen wir für unsere Mietwohnung (100 qm) 380 €
Kaltmiete.

Warum bauen/kaufen sich Menschen ein eigenes Haus? Einfach
nur, weil es schön ist, in was eigenem zu wohnen und nicht vom
Vermieter gekündigt werdenzu können? Oder macht es doch auch
wirtschaftlich Sinn? Bitte überzeugt mich, damit wir´s nicht
doch noch abblasen.

Ich denke, finanziell loht sich das nicht wirklich. Wenn du ein Haus für 270 T kaufst, dann gehen allein ca. 10%, also 27.000 Euro für Erwerbsnebenkosten wie Makler, Notar, Steuer etc. drauf. Von diesen 27 T Euro kannst du ca. 6 Jahre lang deine Kaltmiete bezahlen. Zudem gibt es heutzutage keine Garantie mehr, dass Immobilienpreise steigen. Wer vor 10 Jahren ein Haus gekauft hat, kann froh sein, wenn er es heute zu einem ähnlich hohen Preis wieder losbekommt. Noch blöder wird es, wenn ihr nach 10-20 Jahren umziehen müsst, warum auch immer.

Dafür sprechen also eher emotionale Gründe, das Gefühl, im eigenen Haus zu leben, machen zu können, was man will, nicht erst zum Vermieter rennen zu müssen, wenn die Heizung im Eimer ist oder der Wasserhahn tropft, nach Belieben rumzubasteln und zu verschlimmschönern etc. Also ich würde immer wieder ein Haus kaufen :smile:

Lieben Gruß
Marion

Moin auch,

kannst du ca. 6 Jahre lang
deine Kaltmiete bezahlen.

hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
Die Kaltmiete zahlt er für ein (wesentlich) kleineres Objekt.
Üblicherweise ‚expandiert‘ man beim Erwerb einer Immobilie.
Wenn dann Werteabschätzungen gemacht werden, dann muß man natürlich gleichwertige Objekte betrachten.

Das hab ich für mein Haus mal gemacht und festgestellt, daß ähnliche Objekt bei uns im Dorf mehr Miete kosten, als bei mir Zinsen und Tilgung zusammen.

Gandalf

Moin

kannst du ca. 6 Jahre lang
deine Kaltmiete bezahlen.

hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
Die Kaltmiete zahlt er für ein (wesentlich) kleineres Objekt.
Üblicherweise ‚expandiert‘ man beim Erwerb einer Immobilie.
Wenn dann Werteabschätzungen gemacht werden, dann muß man
natürlich gleichwertige Objekte betrachten.

Das hab ich für mein Haus mal gemacht und festgestellt, daß
ähnliche Objekt bei uns im Dorf mehr Miete kosten, als bei mir
Zinsen und Tilgung zusammen.

Ich kann deinen Einwand beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wie ich bereits schrieb, handelt es sich bei den 27.000 Euro um geschätzte Erwerbsnebenkosten. Das ist das Geld, was man dem Makler, Notar und Staat (Grunderwerbssteuer) beim Kauf einer Immobilie hinterherwirft. Allein für dieses Geld kann er 6 Jahr lang seine Kaltmiete bezahlen. Zinsen oder Tilgung sind da noch gar nicht berücksichtigt.

Gruß
Marion

Vielleicht noch einmal ein anderer Aspekt:
Wohnen hat mit eigenen Bedürfnissen zu tun…
und die verändern sich im Laufe von 30 Jahren (und über einen solchen Zeitraum sprechen wir hier). Macht es Sinn, genauso viel Platz zu nutzen (und zu zahlen) mit 35 mit Frau und 2 Kindern und später nur mit Frau und wiederum später alleine?
Das Platzproblem erkauft man sich damit, dass man von Anfang an mehr Platz konsumiert als man benötigt, dann wird es zwischendurch mal einige Jahre eng und im Alter (Kinder sind aus dem Haus, gibt es verschiedene Varianten:

  • man schließt mehrere Räume ab, die nicht gebraucht werden und so auch nicht sauber gemacht werden müssen.
  • man läßt die obere Etage leer stehen, vermieten will man nicht…fremde Leute im Haus, Leute trampeln einem auf dem Kopf rum.

Auch das ideale Wohnumfeld ändert sich:
Mit 30 ohne Kinder möchte ich in der City leben - anschließend im Grünen mit Garten und vielen kleinen Nachbarskindern und später mal in einem ruhigen Bereich mit guter Infrastruktur und problemlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr.

gruß n.

Mahlzeit Marion,

Ich kann deinen Einwand beim besten Willen nicht
nachvollziehen.

dann so herum.
Sicher könnte er in seine Wohnung wohnen bleiben, aber wenn! er umzieht, hat er nun mal eine andere Wohnung/Haus.
Diese Immobilie ist nun aber in aller Regel größer/komfortabler als die, in der er bisher lebte.
Nach Deiner Argumentation könnte man auch die Betrieb- und Erwerbkosten eines Polo und eines Passats vergleichen und zum erstaunlichen Ergebniss gelangen, daß der Passat teurer ist.
Ja, man könnte für die höhere Mehrwertsteuer des Passats den Polo soundsolange versichern.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Moin,

Diese Immobilie ist nun aber in aller Regel
größer/komfortabler als die, in der er bisher lebte.

Schon klar, die Frage war nur, ob’s einem das auch wert ist. Dafür wurden hier Entscheidungshilfen gesucht. Die Erwerbsnebenkosten, die für sich genommen ja schon einen ziemlichen Batzen ausmachen (und tatsächlich „rausgeschmissenes“ Geld sind) werden hier gerne mal vergessen. Deshalb hab ich sie erwähnt.

Gruß
Marion

Moin,
Deshalb hab ich sie erwähnt.

Zitat aus meiner ersten Antwort:

Bei Dir:
Du mußt 270.000 € + Nebenkosten also in Summe ca. 300.000 € bezahlen.

Gandalf

Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich sie nochmal erwähnt habe :smile:

Hallo Wotan,

Warum bauen/kaufen sich Menschen ein eigenes Haus?

Bei uns ist das so: wir wohnen (noch) in einem gemieteten Haus, in dem wir uns sehr wohl fühlen. Wir waren davon ausgegangen, dass wir für immer und ewig hier bleiben können. Nun haben wir im Sommer die Kündigung bekommen, da der Besitzer das Haus selbst benötigt.

Damit uns das nicht noch einmal passiert, haben wir uns entschlossen ein Haus zu kaufen.

Gruß
Roland

Man kann fast nirgendwo so schnell und viel Geld sparen/Wert
aufbauen, als wenn man Bau- & Renovierungsmaterial günstig auf
eBay schnappt und selber Hand anlegt. Egal, ob beim Bau oder
später beim Ausbau oder Modernisierungen. Vorraussetzung
natürlich körperliche Fähigkeit (kein Bandscheibenvorfall),
handwerkliches Geschick und natürlich Spass an der Sache.

Sehe ich genauso. Ich habe bei mir fast alles selbst gemacht. Da ich mir vorher mehrere Angebote eingeholt hatte, weiß ich jetzt genau, was ich dadurch gespart habe: extrem viel ! Allerdings muß man natürlich viel Zeit investieren, viel Werkzeug haben und das alles auch können oder gute Freunde haben…

Dir speziell würde ich raten, dein Haus etwas abzuspecken.
Also nur die Sachen zu bauen, die du jetzt unbedingt brauchst.
Also noch kein Dachausbau (außer der Isolierung), keine
Garage, Pool etc. Das kann man alles später noch machen

Finde ich sehr richtig. Erstmal das Basishaus bauen oder kaufen und die Finanzierung sortieren. Und dann schritt für schritt entsprechend der Finanzlage zulegen. Das muß ja nicht 10 Jahre lang so gehen aber es gibt immer wieder Überraschungen und da ist man auf der sicheren Seite, wenn man immer wieder zwischendurch die Möglichkeit hat, Änderungen etc. vorzunehmen. Mit der Garage habe ich bspw. 3-4 Monate gewartet und erstmal noch weitere Angebote eingeholt. Da lassen sich schnell ein paar Tausender reinholen!

Hintern zusammenkneifen und so schnell wie möglich den Kredit
abrattern. Wenn man mal drei oder vier Jahre auf den Urlaub
verzichtet, kann das verdammt schnell gehen. Mit der Bank die Möglichkeit zu Sonderzahlungen vereinbaren, und die Möglichkeit, die Tigungsrate zu verändern.

Genau, schnell viel tilgen und man hat Luft. Und mit einer eher geringen monatlichen Tilgung bei hohen Sondertilgungsmöglichkeiten hat man alle Möglichkeiten, in jeden Jahr aufs neue zu entscheiden, wieviel man tatsächlich Tilgen kann bzw. will. Dach kaputt (als doofes Beispiel)? Kein problem, in diesem Jahr das Geld ins Dach stecken und weniger tilgen. Schon gibts keine finanzielle Probleme wegen plötzlichen Finanzbedarfs.

Ich hab für mich auch lange, sehr lange, überlegt, ob ich
wirklich ein Haus haben will.
Ja, ich will eines. Nicht wegen dem Geld, denn bei mir wird es
sich kaum noch wirklich lohnen. Aber ich hab meine Ruhe und
kann machen, was ich will. Und das ist wirklich was
wert!

Und wenn es sich dann auch noch rechnet oder man sich wenigstens nicht schlechter stellt - was gibts besseres?

hallo,

nun, ich habe die gleichen gedanken - entscheide mich nun aus persönl. gründen für ne ETW.

aber du kannst dir halt mal vergleichszahlen gegenüberstellen.

mit nem kredit tilgst du in 20 jahren XX Euro + Zins XX euro.
20 jahre ist angenommen, dies hängt von deiner annuität ab.

dein EK von 140 T Euro hätte XX Euro in 20 jahren gebracht.
ins haus musst du beim kauf aber in 20 jahren ne summe XX stecken.
bei miete hast du hier nichts reinzustecken, aber ne mietsteigerung hinzunehmen.

all dies musst du mal gegenüberstellen.
beim kauf kommen halt noch grundsteuer und gebäudeversicherung dazu…

letztendlich hast du nach 20 jahren wohl mit der miete geld übrig, was du beim hauskauf nicht hast,
aber dafür dürftest du unterm strich mehr an wert durch dein haus haben.

mal ganz davon abgesehen, dass du BEI DIR wohnst und nirgendswo anders beim vermieter.

einzige alternativlösung wäre für mcih gewesen:
finde einen vermieter ohne kinder und ohne eigenbedarf und mache einen LANGEN mietvertrag mit sinnvollen konditionen.

gruss
frank