Hauseigentum: sinnvoll?

Ich weiß, sehr allgemeine Frage, aber:
wir sind derzeit kurz davor, ein Haus zu kaufen (neu, mit allem drum und dran für ca. 270 T €. Eigenkapital: 140 T €.
Derzeit zahlen wir für unsere Mietwohnung (100 qm) 380 € Kaltmiete.
Haushaltsnettoeinkommen derzeit 4.000 €.
Jetzt wälzt man nachts natürlich so seine Gedanken: als Mieter drückt man schön seine Miete ab und hat ansonsten Ruhe. Mit dem Hauskauf haben wir dann irgendwann in 30 Jahren (mit Zinsen und allem) weit über 300 T € ausgegeben und in Form eines Hauses da stehen, bei dem wir dann wahrscheinlich schon wieder einiges an Renovierungen machen müssen, also immer mehr Geld reinstecken müssen.
Wir haben diese über 300 T € also nicht etwa für eine schönes Leben mit Reisen etc. auf der hohen Kante, sondern „tot“ darumstehen, und sie kosten uns eigentlich auch noch Geld.

Warum bauen/kaufen sich Menschen ein eigenes Haus? Einfach nur, weil es schön ist, in was eigenem zu wohnen und nicht vom Vermieter gekündigt werdenzu können? Oder macht es doch auch wirtschaftlich Sinn? Bitte überzeugt mich, damit wir´s nicht doch noch abblasen.

Ciao, Wotan

Ich weiß, sehr allgemeine Frage, aber:
wir sind derzeit kurz davor, ein Haus zu kaufen (neu, mit
allem drum und dran für ca. 270 T €. Eigenkapital: 140 T €.
Derzeit zahlen wir für unsere Mietwohnung (100 qm) 380 €
Kaltmiete.
Haushaltsnettoeinkommen derzeit 4.000 €.
Jetzt wälzt man nachts natürlich so seine Gedanken: als Mieter
drückt man schön seine Miete ab und hat ansonsten Ruhe. Mit
dem Hauskauf haben wir dann irgendwann in 30 Jahren (mit
Zinsen und allem) weit über 300 T € ausgegeben und in Form
eines Hauses da stehen, bei dem wir dann wahrscheinlich schon
wieder einiges an Renovierungen machen müssen, also immer mehr
Geld reinstecken müssen.
Wir haben diese über 300 T € also nicht etwa für eine schönes
Leben mit Reisen etc. auf der hohen Kante, sondern „tot“
darumstehen, und sie kosten uns eigentlich auch noch Geld.

Warum bauen/kaufen sich Menschen ein eigenes Haus? Einfach
nur, weil es schön ist, in was eigenem zu wohnen und nicht vom
Vermieter gekündigt werdenzu können? Oder macht es doch auch
wirtschaftlich Sinn? Bitte überzeugt mich, damit wir´s nicht
doch noch abblasen.

Dein Vorhaben rentiert sich derzeit nicht, denn ihr zahlt momentan weniger Miete als Zinsen für die Hypothek, dazu kommen noch die Zinsen für das EK, auch wenn der Staat einiges wegbesteuert.

Aber:

  • die Miete dürfte weiter steigen, irgendwann wird sie gleich oder höher sein als die Hypothekenzinsen,

  • im eigenen Haus habt ihr sicher mehr Platz als 100 m²
    und ihr könnt darin Ausstatten und Ändern wie ihr wollt,

  • keine unverträglichen Mitbewohner über oder unter Euch, böse Nachbarn kann’s natürlich überall geben,

  • ihr seid unkündbar.

Ihr leistet Euch hier etwas Luxus, und der kostet halt, aber Euer Geld auf der Bank könnt ihr nicht essen, auch nicht auf die letzte Reise mitnehmen, ihr könnt es nur verleben. Das ist doch auch etwas…! Und bei Eurem Einkommen könnt ihr nach dem Hauskauf immer noch so gut leben, wie als hättet ihr die 140.000 € auf dem Konto gelassen.

Beneidenswert!

Wolfgang D.

Wolfgangs Ausführungen sind eigentlich nichts hinzuzufügen. Ausser:

Die erste Nacht im EIGENEM Haus ist sicher unvergesslich! Hauseigentümer zu sein ist ohnehin ein Wahnsinnsgefühl. :smile:

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380 €

Kaltmiete.
Haushaltsnettoeinkommen derzeit 4.000 €.
Jetzt wälzt man nachts natürlich so seine Gedanken: als Mieter
drückt man schön seine Miete ab und hat ansonsten Ruhe. Mit
dem Hauskauf haben wir dann irgendwann in 30 Jahren (mit
Zinsen und allem) weit über 300 T € ausgegeben und in Form
eines Hauses da stehen, bei dem wir dann wahrscheinlich schon
wieder einiges an Renovierungen machen müssen, also immer mehr
Geld reinstecken müssen.
Wir haben diese über 300 T € also nicht etwa für eine schönes
Leben mit Reisen etc. auf der hohen Kante, sondern „tot“
darumstehen, und sie kosten uns eigentlich auch noch Geld.

Warum bauen/kaufen sich Menschen ein eigenes Haus? Einfach
nur, weil es schön ist, in was eigenem zu wohnen und nicht vom
Vermieter gekündigt werdenzu können? Oder macht es doch auch
wirtschaftlich Sinn? Bitte überzeugt mich, damit wir´s nicht
doch noch abblasen.

Ciao,

Hi Wotan,

as ist eine sehr treffliche Frage, auf die jeder seine eigene Antwort finden muß.

Bei Dir:
Du mußt 270.000 € + Nebenkosten also in Summe ca. 300.000 € bezahlen.
Bei Deinem Eigenkapital bleiben 160.000 € zu finazieren.
Du Zahlst rund 4500,- € Kaltmiete.

Momentan liegen die Hypothekenzinsen bei rund 4,5 % --> es fielen rund 7200,- € Zinsen an. Dazu kommt die Tilgung, die bei einem solch niedrigen Zinssatz wie momentan deutlich höher als die gerne gewährten 1% Anfangstilgung leigen sollte, rechnen wir mal mit 3 %, daß wären dann 4800,- € pro Jahr zusammen also 12.000 € pro Jahr oder 1000,- € pro Monat.

Sollte bei Deinem Einkommen drin sein.

Bei dieser Tilgung dürfte das Haus nach ca. 20 Jahren bezaht sein.

Jetzt einige persönliche Äußerungen zu Immobilien

Man ist immobil; so einfach umziehen ist schwer machbar.
Eine große Menge Geld ist recht fest gebunden.
Erhaltungszahlungen
Durch größere Fläche meist höhere Nebenkosten

Man kann in einem recht weiten Rahmen tun und lassen was man möchte
Die Mieten werden mittel- bis langfristig steiegen, die Hypothekenbeiträge sind innerhalb der Festschreibung fix
Der Wert eines Immobilie wird bei entsprechender Pflege nicht sinken
Nach Abzahlung der Hypothek ist eine recht große Summe frei verfügbar.
Meist mehr Raum zur Verfügung als in einer Mietwohnung

Es leißen sich sicher noch ettliche Gründe pro und wider finden, aber diese Gedanken hast Du Dir sicher auch schon gemacht.

Wir haben uns dafür entschieden ein Haus zu kaufen und würden es wieder tun. Ich stelle mir nur vor, wie meine Jungs in einer Mietwohnung leben würden - die armen Nachbarn :wink:
So laufen sie in den Garten und können sich austoben.

Finanziell wird es sich m.E. auch lohnen.

Gandalf

Warum bauen/kaufen sich Menschen ein eigenes Haus? Einfach
nur, weil es schön ist, in was eigenem zu wohnen und nicht vom
Vermieter gekündigt werdenzu können? Oder macht es doch auch
wirtschaftlich Sinn? Bitte überzeugt mich, damit wir´s nicht
doch noch abblasen.

Hallo Wotan,

ganz einfach, weil das Geld ansonsten schön auf den Konten der Vermieter landen würde. Du musst es so sehen. Du hast das Geld doch nicht tatsächlich für Reisen zur Verfügung, sondern in der Vergangenheit für die Miete ausgegeben. Wenn du dir ein Haus kaufst, zahlst du jeden Monat dann hauptsächlich in deine eigene Tasche. Schließlich ist das Haus, auch wenn mal was renoviert werden muss ein nicht unerheblicher Wert der da rumsteht. Den hättest du nicht, wenn du lebenslang zur Miete gewohnt hättest.

Gruß

Phoebe

Hallo Herr Kollege,

da sich für uns so als Freiberufler ja die Frage örtlichen Wechsels aufgrund beruflicher Veränderung nicht so stellt, sollte man bei vernünftiger Einkommenssituation möglichst schnell damit anfangen an eine eigene Immobilie zu denken. Denn es ist ja nicht so, dass man monatlich gleich viel (weniger/mehr) für das Wohnen ausgibt, sondern dass man beim Eigentum nur von der linken Tasche in die rechte zahlt, bei der Mietwohnung aber die ganze Knete einem Vermieter rüberschiebt. Und während der damit dann ein regelmäßiges Einkommen auch nach der Pensionierung hat, zahlst Du weiter wie bisher. Hast Du aber „an dich selbst gezahlt“, wohnst Du nach Tilgung konkurrenzlos günstig. Und da die Wohnkosten in den nächsten Jahren wohl kaum fallen werden, bleibt dir so von den zu erwartenden und nicht unbedingt besser werdenden Leistungen unserer lieben Versorgungswerke dann im doppelten Sinn mehr zum Leben.

Und gerade wenn man vorhat, nicht unbedingt bis 65 hinter dem Schreibtisch sitzen zu wollen, ist eine rechtzeitig begonnene und damit dann auch abgeschlossene Immobilienfinanzierung nicht von übel, weil man dann eben auch weniger pro Monat braucht, da man entsprechend günstig wohnt.

Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch die Frage der Vermögensbildung in der Immobilie. Viel der heute gut gestellten Familien sind dies deshalb, weil die Eltern und ggf. schon Großeltern in Immobilien investiert haben, und viele derjenigen, die heute beruflich das ein oder andere Problem aufgrund des Arbeitsmarktes haben, können dies eben dadurch recht problemlos abpuffern, weil sie sehr kostengünstig in einer ererbten Immobilie wohnen oder eben nebenbei noch Mieteinkünfte aus solchen Objekten erzielen.

Natürlich kostet so ein eigenes Haus nicht nur die Tilgung und die Zinsen, und je nach Objekt steckt man so über die Zeit auch noch ganz nette Summen zusätzlich in Sanierungsmaßnahmen. Aber unter dem Strich stellt sich doch immer die Frage: Wenn es sich nicht rechnen würde, würde doch auch niemand vermieten. D.h. auch ein Vermieter hat all die Kosten, zieht selbst keine Wohnnutzung, und macht es, weil eben offensichtlich immer noch etwas übrig bleibt.

Und was die emotionale und ganz praktische Seite angeht: Ich möchte mich nie wieder von einem Vermieter oder Mitmietern gängeln lassen (und dabei habe ich mit diesen Spezies nicht mal negative Erfahrungen gesammelt). Es ist schon etwas ganz anderes, wenn man rund um die Uhr sein eigener Chef in seinen eigenen vier Wänden ist und auf niemand Rücksicht nehmen muss. Wenn man sich nicht an der geschmacklosen Außenbeleuchtung stören braucht, sondern diese jederzeit selbst austauschen kann. Wenn man einfach noch mal einen Schrank unter eine Treppe stellen kann, ohne einen Vermieter lieb um Erlaubnis fragen zu müssen.

Ich bin selbst ohne besondere Planung betreiben zu können ziemlich plötzlich und schnell durch Heirat/Erbfall in die Situation gekommen Eigentümer eines für uns eigentlich viel zu großen Anwesens mit einem deutlich sanierungsfälligen großen Haus zu werden. Das Ding ist unser teuerstes und zeitaufwändigstes „Hobby“. Ich verfluche regelmäßig die 3500m² wenn ich mal wieder Gartenarbeit machen muss, und stelle auch fest, dass die Liste der anstehenden Investitionen eigentlich nie kürzer wird (nur die Positionen ändern sich). Trotzdem würde ich es nie wieder her geben, und glücklicher kann es uns auch niemand mehr so einfach wegnehmen. Wäre dieses Gefühl nicht so toll, dann würden nicht in der Nachbarschaft riesige Wohngebiete neu entstehen, wo sich Leute mit weit weniger Einkommen, diesen großen Traum erfüllen.

Gruß vom Wiz

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Hi,

anzufügen ist noch das ein Haus letztlich auch eine Altersvorsorge ist, da man später dann mehr oder weniger kostenfrei wohnt (von Grundsteuer, Reparaturkosten, und Nebenkosten mal abgesehen). Um die Einspaarung mit einer Mietwohnung gleichzusetzen müßtest du jetzt jeden Monat mehrere 100€ in eine Rentenversicherung stecken. (ist ein bißchen wirr ausgedrückt, aber ich kriegs grade nicht besser hin)

Grüße

Chris

Es gibt keinen Rat, weil ein Haus nie rational, sondern emotional gekauft wird. Gefällt der Ferrari oder nicht?

Hallo

ich kann mich der „pro-Haus“ Meinungen nur anschliessen.

Es ist einfach toll im eigenen Haus zu leben, so wie man es mag, den Sommer im eigenen Garten zu verbringen, die Kinder haben viel Platz, der Hund kann im eigenen Garten seine Knochen vergraben und irgendwann, so im Pensionsalter, hat man seine Rente und freut sich, denn Miete 0,
Abtrag 0 und was vererben kann man auch noch oder alles auf den Kopf hauen, den Lebensabend geniessen, sollen sich doch die Erben Gedanken machen…

Und die 1. Nacht im eigenen Haus … die vergesse ich auch nicht.

Für mich und meine Familie: immer und jederzeit wieder.

na ja…

Es gibt keinen Rat, weil ein Haus nie rational, sondern
emotional gekauft wird. Gefällt der Ferrari oder nicht?

Wenn es vielleicht um die Auswahl des Hauses geht mag emotional entschieden werden - aber die Frage, ob man überhaupt baut/kauft - und darum ging es ja in der Fragestellung - wird doch sicher rational entschieden!

Hi Roger,

Habe ich zwar nicht nachgerechnet, sieht aber richtig aus. Bleibt mir noch zu ergänzen:

Kosten - tut das Haus die Zinsen (die aktuell sehr niedrig sind. Man bekommt schon unter 4% auch bei seriösen Häusern und guten Verträgen) plus Opportunitätskosten, also den entgangenen Gewinnen aus der alternativen Verwendung des Eigenkapitals, also mindestens die Zinsen einer Festanlage der 140 T€. Der Rest ist ja wiederveräußerbar und insofern muß man bei den zukünftigen Rückflüssen noch die Marktlage in 5, 10 oder 20 Jahren einbeziehen. In einer guten Lage und bei einem entsprechenden Haus ist mit steigenden Grundstückspreisen zu rechnen sowie, wie ich annehmen würde, mit bestenfalls stabilen Hauspreisen. Renovierungen und deren Einfluß auf die Wiederveräußerbarkeit lasse ich mal für heute außer acht.

Dem ist gegenüber zu stellen was die Mietwohnung kostet, nämlich die Kaltmiete. Sonst nix, jedenfalls fällt mir grad nix weiteres ein. Meine Annahme wäre, daß die Nebenkosten jeweils gleich sind. Ansonsten müßte man die natürlich auch einbeziehen.

Beides ausrechnen, abzinsen und den Barwert vergleichen. Der größere gewinnt. Du müßtest dabei schon sehr günstig zur Miete wohnen und schlecht beim Hauskauf abschneiden (altes teueres Haus auf einem weit entfernten Dorf), damit sich ein Hauskauf nicht lohnt. Denn beim Kauf zahlst Du zwar Zins plus Tilgung, bekommst aber die Tilgung bei späteren Verkauf zurück (wenn ich Wertveränderungen mal außer acht lasse). Bei der Miete zahlst Du auch Zins und Tilgung (des vermieters), bekommst aber später nichts zurück, weil das Mietverhältnis nicht veräußerbar ist.

Das alles ist schlichte Mathematik. Mit Emotionen hat das alles zunächst mal garnix zu tun. Emotional ist allein die Auswahl des Objekts. Wenn Du die Rechenaufgabe gemacht hast, kannst Du auch genau beziffern, was Dir ein schöneres Haus ggf. an weniger Gewinn Wert ist. Übrigens kann man auch Häuser mieten. Ich habe lieber eines gekauft.

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Hallo,

ein paar Thesen zum eigenen Haus:

  • im Eigentum zu wohnen ist gut für die Seele!
  • im Eigentum zu wohnen ist teurer als zu mieten!
  • ein Haus abzuzahlen ist wie eine Zwangsspardose; während der Sparphase legt man sich mehr oder weniger krumm, später (nach 27-30 Jahren) hat man natürlich was davon.
  • die wahren Nutznießer vom eigenen Haus sind die Erben.

Gruß n.

Hallo

ging es mal in einer ZDF Studie die nach 23.00 kam, soll ja net jeder alles mitkriegen :wink:

aufgrund der demografischen Entwicklung wird er wie folgt aussehen: Zuviele Immobilien =zuwenige junge Käufer = dramatischer Wertverfall.
Wachstumsregionen: Farnkfurt/M, Berlin, Berlin, München , Leipzig
Den Wertverfall kann man jetzt schon explizit erleben, verkaufe mal jemand sein Haus und hoffe auf die jahrelang gepredigten Wertsteigerungen, ausgenommen mal 3A lagen

LG
Mikesch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Gandalf

Hi Wotan,

as ist eine sehr treffliche Frage, auf die jeder seine eigene
Antwort finden muß.

Bei Dir:
Du mußt 270.000 € + Nebenkosten also in Summe ca. 300.000 €
bezahlen.
Bei Deinem Eigenkapital bleiben 160.000 € zu finazieren.
Du Zahlst rund 4500,- € Kaltmiete.

Momentan liegen die Hypothekenzinsen bei rund 4,5 % --> es
fielen rund 7200,- € Zinsen an. Dazu kommt die Tilgung, die
bei einem solch niedrigen Zinssatz wie momentan deutlich höher
als die gerne gewährten 1% Anfangstilgung leigen sollte,
rechnen wir mal mit 3 %, daß wären dann 4800,- € pro Jahr
zusammen also 12.000 € pro Jahr oder 1000,- € pro Monat.

Sollte bei Deinem Einkommen drin sein.

Bei dieser Tilgung dürfte das Haus nach ca. 20 Jahren bezaht
sein.

Jetzt einige persönliche Äußerungen zu Immobilien

Man ist immobil; so einfach umziehen ist schwer machbar.
Eine große Menge Geld ist recht fest gebunden.
Erhaltungszahlungen
Durch größere Fläche meist höhere Nebenkosten

richtig

Man kann in einem recht weiten Rahmen tun und lassen was man
möchte

richtig

Die Mieten werden mittel- bis langfristig steiegen, die
Hypothekenbeiträge sind innerhalb der Festschreibung fix

dat stimmt

Der Wert eines Immobilie wird bei entsprechender Pflege nicht
sinken

das weiss man jetzt noch nicht, siehe mein Posting oben

Nach Abzahlung der Hypothek ist eine recht große Summe frei
verfügbar.
Meist mehr Raum zur Verfügung als in einer Mietwohnung

auch richtig

Es leißen sich sicher noch ettliche Gründe pro und wider
finden, aber diese Gedanken hast Du Dir sicher auch schon
gemacht.

Wir haben uns dafür entschieden ein Haus zu kaufen und würden
es wieder tun. Ich stelle mir nur vor, wie meine Jungs in
einer Mietwohnung leben würden - die armen Nachbarn :wink:
So laufen sie in den Garten und können sich austoben.

Finanziell wird es sich m.E. auch lohnen.

das weiss man erst nach 20 oder 30 Jahren…
irgendwo gabs mal ein Rechenbeispiel der Konstellation: Die monatl. Tilg. + Zinsen in einen guten Fond getan, bei 8% lag der Fond vor der Immobilie

Gandalf

LG
Mikesch

Hi Mikesch,

irgendwo gabs mal ein Rechenbeispiel der Konstellation: Die
monatl. Tilg. + Zinsen in einen guten Fond getan, bei 8% lag
der Fond vor der Immobilie

dann nenn mit bitte den Fond, dann werde ich das Geld, daß ich nach Ende der Zahlung frei habe dort investieren :wink:

Gandalf

Hallo,

wenn du mit deiner derzeitigen Situation zufrieden bist, dann belass es dabei. Du hast enorme finanzielle Spielräume. Die verlierst du, wenn du ein Haus kaufst.
Wer natürlich bei einem A… von Vermieter wohnt oder sonstwie Probleme beim Mieten bekommt, kann durchaus zu der Ansicht kommen, dass der Hauskauf sich lohnt. Es ist im Grunde eine Frage der persönlichen Prioritäten. Mit Haus wirst du unflexibler aber dafür redet dir kaum jemand rein (solange du die Raten bezahlst).
Manche Familien habe schwierigkeiten eine Mietwohnung zu bekommen, die versuchen es dann mit Eigenheim (und viele davon tragen anschließend zur Masse der Zwangsversteigerungen bei).

Gruß, Niels

Hallo

man kauft oder baut ein Haus nicht unbedingt deswegen, weil man es später wieder (mit Gewinn) verkaufen will.
Man tut dies um u.a. eine bessere Lebensqualität zu haben, einfach um freier zu wohnen und nicht unbedingt als Geldanlage. Da gibt es evtl. bessere.

Hallo!

Ich empfinde es als belastend, wenn das Dach über dem Kopf von einem Verwalter und von einem fremden Eigentümer, dessen Interessen und dessen Erben beinflußt werden kann. Wenn der liebgewonnene Baum, der jahrelang den Blick aus dem Wohnzimmerfenster bestimmte, vom Eigentümer der Immobilie gefällt wird und Du das Treiben als Mieter erdulden mußt, wirst Du vermutlich nicht mehr die momentane Zinsbelastung gegen die Miete aufrechnen. Als Mieter bist Du fremdbestimmter Nutzer und hast nichts zu melden; das engste Lebensumfeld wird nach den Vorstellungen und Renditeüberlegungen anderer Leute gestaltet.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wotan,

Hab deinen Beitrag gestern schon gelesen, musst aber erst mal 'ne Nacht drüber schlafen.

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, allerdings alleine (halbes Einkommen), kleineres, gebrauchtes Häuschen.

Meine „Milchmädchen“-Rechnung: Ich zahl die nächsten 15 Jahre rund doppelt soviel wie jetzt an Miete. Dafür spar ich die 10 Jahre dannach (bis zur Rente) das Geld wieder ein - irgendwo ab der Rente mach ich also netto (Geld ist ja dann weniger wert bzw. Miete wäre ein paar mal gestiegen).

Soweit, so schön . . .
Vorteil: Niemand kann dir auf die Nerven gehen, und du gehst niemandem auf die Nerven (wenn du z.B. mal die Musik aufdrehst). Da kannst machen, was du willst. Wenn dich eine Wand stört - weg damit (okay, Statik muss natürlich passen - aber du weisst schon, was ich meine). Niemand kann dir verbieten, beispielsweise eine Sat-Schüssel auf’s Dach zu stellen.

Nachteil: Immobil. Solltest du mal den Job wechseln (müssen), ist das ne blöde Situation. Reparaturen kommen irgendwann auf dich zu.

Dein großer Vorteil, so wie ich deine Situation verstanden habe: Du baust ein nagelneues Haus auf dem Stand der Technik.
Damit kannst du dir jetzt genau das bauen, was du dir wünscht (Aufteilung und Größe der Räume). Und vor allem: Das Haus dürfte ausgesprochen Energiesparend sein. Ich weiss zwar nicht, wie der technische Stand bei deiner jetzigen Mietwohnung ist, aber dem günstigen Mietpreis muss ja irgendwo ein Haken sein . . .
Ich würde vermuten, das du im eigenen Haus trotz mehr Platz geringere Nebenkosten haben dürftest.
Und weil die Hütte nagelneu ist, dürften so schnell auch keine Modernisierungs/Sanierungskosten auf dich zukommen.

Langfristig rechnet sich ein eigenes Haus so gut wie immer - die Frage ist, ob du so langfristig planen kannst/willst.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, das man diese Entscheidung von der persönlichen Arbeitswillig- und -fähigkeit abhängig machen sollte.
Man kann fast nirgendwo so schnell und viel Geld sparen/Wert aufbauen, als wenn man Bau- & Renovierungsmaterial günstig auf eBay schnappt und selber Hand anlegt. Egal, ob beim Bau oder später beim Ausbau oder Modernisierungen. Vorraussetzung natürlich körperliche Fähigkeit (kein Bandscheibenvorfall), handwerkliches Geschick und natürlich Spass an der Sache.

Dir speziell würde ich raten, dein Haus etwas abzuspecken. Also nur die Sachen zu bauen, die du jetzt unbedingt brauchst. Also noch kein Dachausbau (außer der Isolierung), keine Garage, Pool etc. Das kann man alles später noch machen, warum soll man da jetzt schon Zinsen für zahlen?

Hintern zusammenkneifen und so schnell wie möglich den Kredit abrattern. Wenn man mal drei oder vier Jahre auf den Urlaub verzichtet, kann das verdammt schnell gehen.
Mit der Bank die Möglichkeit zu Sonderzahlungen vereinbaren, und die Möglichkeit, die Tigungsrate zu verändern. Augen auf die Zinsen: Es kann bei der derzeitigen Entwicklung durchaus sein, das du in zwei oder drei Jahren auf Festgeld mehr Zinsen bekommst, als du jetzt für den kredit bezahlst. Dann sofort die Tigung auf’s Minimum runter, Raten fest anlegen, die Zinsdifferenz wandert in deine Tasche.

Ich hab für mich auch lange, sehr lange, überlegt, ob ich wirklich ein Haus haben will.
Ja, ich will eines. Nicht wegen dem Geld, denn bei mir wird es sich kaum noch wirklich lohnen. Aber ich hab meine Ruhe und kann machen, was ich will. Und das ist wirklich was wert!