Liebe Gemeinde,
ich beabsichtige, für meine Familie ein Haus zu kaufen, leider hab ich nicht so den Durchblick, was möglich ist, und was nicht.
Wir sind zu dritt (Kind ist 11) und die Einnahmeseite ist etwas unübersichtlich. Ich bekomme rund 1300 Euro netto und eine Fahrtkostenpauschale von monatlich 300 Euro (das schon seit zehn Jahren) und verdiene zirka noch einmal 400 Euro dazu. Meine Frau bekommt 850 netto, dazu gibt Kindergeld in Höhe von 184 Euro + Unterhalt von 270 Euro und beide haben wir ein 13. Gehalt. Bislang zahlen wir inkl. Nebenkosten rund 750 Euro Miete.
Jetzt möchten wir ein Haus kaufen, das bis maximal 280.000 Euro kosten soll, vor allem, weil wir energetisch auf der sicheren Seite sein wollen (KFW 55 wäre gut). Haben 80.000 Euro Eigenkapital und bekommen die Nebenkosten und eine Teil der Einrichtung „gesponsert“. Darüber hinaus müssen wir uns auch sonst keine finanziellen Sorgen machen, weswegen ich gerne 900 Euro im Monat abzahlen würde.
Und jetzt zur eigentlichen Frage: Spielt die Bank da mit?
Vielen Dank für alle Antworten.
Wie sieht es aus mit Eigenkapital?
Am besten zur Hausbank und eine Finanzierung aufstellen lassen, die zeigen was möglich ist.
Zur Zeit sind die Zinsen bei rund 4% hinzu kommt die Tilgung mindesten 1% bedeutet bei 900 Euro Abzahlung eine Gesamtfinanzierung von ca. 215 TE.
viele Grüße
Wir haben 80.000 Euro Eigenkapital. Zur Bank gehen wir natürlich auch, weiß halt nur gerne vorher, was mich da erwartet.
VG
Hallo,
wenn Du eine realistische Antwort auf Deine Frage haben möchtest frag doch zwei seriöse Banken. Deine bisherige Hausbank und die Sparkasse /Volksbank.
Meines Erachtens sind die geplanten gewünschten Baukosten viel zu niedrig angesetzt. Zudem muss man realistisch mit weiteren Baukosten rechnen (Kosten für Grundstück, für Notar, Grundbuch, Makler, Architekt, Kosten für Bauaushub und Entsorgung, Kosten der Gestaltung der Außenanlagen, Garage, Wasser- Gas- und Stromanschlusskosten, Sat-Anlage,Finanzierungskosten in der Bauphase, Finanzierungsgebühren und Finanzierungsnebenkosten, höherwertige Ausstattung im Verlauf der Bauphase als finanziell vorgesehen usw.)
Gruss aus der „Gemeinde“ (welche?)
Vom Einkommen her dürfte es passen und mit dem Eigenkapital solltet ihr eine gute Finanzierung hin bekommen.
Schreib mir mal eine mail an: [email protected], dann kann ich dir noch ein paar tipps geben.
Vg
Die Kosten für das Haus sind geprüft, hab diverse Angebote für Einfamilienhäuser, aber auch Doppelhäuser von Bauträgern - außerdem habe ich für diese Kosten auch noch ein ausreichendes Polster eingeplant. Ich will halt die Finanzierung so schlank wie möglich halten. Wohne übrigens im Ruhrpott.
Dass mit den Banken ist immer so eine Sache, denn soweit ich weiß, wirkt sich jede konkrete Finanzierungsanfrage auch auf das Scoring aus.
ja sicher. Das klingt nicht nach einem Problem. Ich empfehle - wie dei Verbraucherzentralen - ein Annuitätendarlehen mit Sondertilgungsmöglichkeiten. Viel Erfolg, klingt total solide.
Hallo,
am besten die Banken fragen. Aber Ihre gut 3000 Euro pro Monat zu dritt sollten reichen. Zumal Sie ja „sonst keine finanziellen Sorgen“ haben
, wie immer Sie das meinen.
Viel Erfolg!
falko
Tut mir leid Ihnen nicht weiterhelfen zu können aber da die Banken unterschiedliche Kriterien ansetzen sollten Sie dies bei den Banken erfragen.
Hallo,
wenn der Bank schon 80.000€ Eigenfinanzierung auf den Tisch gelegt werden, sieht das sehr gut aus. Ob nun 900€ im Monat abgezahlt werden sollten und müssen ist eine andere Frage. Vllt etwas weniger und dafür noch etwas in die Sondertilgung am Ende des Jahres stecken? Und die Waschmaschine geht ja auch mal kaputt. Aber das sind persönliche Präferenzen. Sofern also keine anderen Umstände, die hier nicht aufgezählt wurden, Umstände bereiten, sollte die Finanzierung recht reibungslos ablaufen.
Ich hoffe ich konnte behilflich sein.
P.S.: Gerne würde ich erfahren, was die anderen dazu meinen. Vllt kannst du mir andere Antworten weiterleiten? Danke
Hallo Kaltlötlampe,
bei diesen Zahlen würden sich die meisten Banken sehr engagieren, um Euch als Kunden zu bekommen.
Mal angenommen: Ihr habt eine Finanzierungssumme von 200.000,-- Euro. 80’ habt Ihr ja EK. Solltet Ihr mit einem Zins von -derzeit keine große Kunst- 3,5 % auskommen und mit 2 % tilgen, kämet Ihr bei einer monatlichen Belastung von 916,-- Euro an. Vorausgesetzt:
1.: Es handelt sich um ein Annuitätendarlehen
2.: Es gibt keine Verträge (BSV oder Lebensversicherungen), die man einbauen kann
3.: Eure sonstige Bonität ist makellos
Bei einer Tilgung i. H. v. 1 % (entspricht je nach Zinssatz einer Laufzeit von rund 32 Jahren) wäret Ihr mit einer monatlichen Rate von ca. 750,-- Euro dabei, was vielleicht bedenkenswerter wäre. Warum?
Zum einen könnt Ihr eine Sondertilgung vereinbaren, sofern Ihr Geld über habt. Zum anderen darf man nicht vergessen, dass Lebensumstände sich ändern können! Was ist, wenn einer seinen Job verliert? Wenn Unterhaltszahlungen, mit denen man fest rechnet, ausbleiben? Wenn einer krank wird, was niemand wünschen möchte? Wenn Investitionen anstehen, mit denen niemand gerechnet hat? Wenn sich die Familienplanung nochmal ändert? Wenn, wenn, wenn…
Vereinbart lieber eine Rate, die immer tragbar ist, und legt nach Möglichkeit mit Extrazahlungen nach! In Höhe Eurer Miete ist klar, dass Ihr diese Belastung aufbringen könnt, auch wenn es mal etwas dicker kommt.
Wenn alles so ist, wie es scheint, wird kaum eine Bank Probleme sehen. Viel Glück bei allen Euren Vorhaben wünscht
Sue Melle-Rönn
Hallo,
es ist fast schon alles gesagt worden. Noch eine Sache von mir aus Erfahrung: Unterschätzt nicht, dass Ihr als Hausbesitzer alle laufenden Nebenkosten selber tragen müsst. Vor allem Gebühren wie Gebäudeversicherung, Grundsteuer, Straßenreinigung, Müll, aber auch Heizungsreparaturen etc. werden dann nicht mehr (wie im Mehrfamilienhaus) auf mehrere Mieter umgelegt, sondern treffen Euch voll. In meinem Fall haben sich die Nebenkosten nahezu verdoppelt! Daher bin ich voll bei dem Ratschlag von Sue Melle-Rönn: Orientiert Euch bei der Ratenhöhe an der jetztigen Miete. Dann kann’s bei den Nebenkosten ruhig mal etwas mehr werden.
Ansonsten denke ich auch, dass die Bank mit Euch nicht lnge zögern wird…
Viel Glück
Svasta
Liebe Kaltlötlampe,
ich bin sicher kein Bankheini; aber ich von meiner Seite war erstaunt wie leicht unsere Finanzierungsanfrage war. Wir haben zwar ein wenig mehr im Monat aber dafür im Prinzip kein Startkapital und das war garkein Problem für die Bank!!
Mit dem Startkapital bist Du sicherlich willkommen und ich wünsche Euch ganz viel Glück!!
Kati
Hallo Kaltlötlampe
sowas ist aus der Ferne natürlich schwer zu sagen, aber habe dich mal durch meinen SchnellbonitätsCheck gejagt und folgendes festgestellt.(Grobschätzung)
Familieneinkommen ca 3274 €
Lebenshaltungskosten von Bank kalkuliert(BSp BHW) mindestens 40 % = 1.310 € sprich euch bleiben zum Finanzieren ca 1900 €. Also bis zu 1900 € Finanzierungsrate wären maximal möglich.
Hauspreis 280.000 + NK zwischen 5-8,6% = z.b. 294.000 €
- 80000 EK, dann müßtet ihr 214.000 € finanzieren.
Das wird mit 900 € schon sehr knapp.Rechne mal eher mit 1.050 € aufwärts.
Hoffe dir geholfen zu haben.
Schönen Tag noch.
Lg Spiagei