Hausfrauenversicherung für Ehefrau?

Hallo,

ich bin freiwillig versichert und möchte evtl. zur PKV wechseln. Meine Frau, berufstätig, ist chronisch krank. Was geschieht nun, wenn ich privat krankenversichert bin, und sie ihre Berufstätigkeit aufgibt? Kann es sein, dass meine PKV sie nicht aufnimmt und sie alternativ bei einer „Hausfrauenversicherung“ versichert werden muß?

Kann ich die Aufnahme meiner Ehefrau in die PKV als Bedingung für meinen Eintritt stellen?

Oder könnte man meine Einsparung (GKV-PKV) als Prämie für eine Zusatzkrankenversicherung für meine Ehefrau nutzen?

Danke und Gruß
Ulrich

Hallo,
solange die PKV nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand
die Prämien (Beiträge) bemisst, wird deine Frau wohl in der
GKV bleiben müssen - und das kein teuer werden, da dein
Einkommen bei der Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge
mitgezählt wird.
Deine Ersparnis wegen des Wechsels von der GKV zur PKV bist du
in diesem Falle ganz schnell wieder los wenn du nicht sogar
noch drauflegen musst.
Ich würde Dir mal eine Gegenrechnung aufmachen - das aber nur
per Email, da dies hier doch zu weit führen würde.

Ob die PKV deine Ehefrau auch versichern wird weiss ich nicht,
wenn ja, dann aber bestimmt mit Risikozuschlägen oder Leistungs-
ausschlüssen (Unsere PKV-Experten Raimund und Thorulf wissen da
sicher besser Bescheid).
Deine Bedingung, die dir da so vorschwebt, kannst du gleich vergessen.

Gruss

Günter Czauderna

Hallo Ulrich !

Unterm Strich würde es für Euch beide günstiger sein, wenn Du in der GVK bleibst, wenn deine Frau ihre Berufstätigkeit aufgeben will/muß. Sie gilt dann als mitversichertes Familienmitglied ohne zusätzliche Zahlungen. So machen es mein Mann und ich auch. Er hat auch schon mal überlegt zu wechseln, aber mit meinen ganzen chronischen Sachen würden wir auch drauf zahlen. Und langsam kommen bei ihm auch schon die ersten Verschleiß- und Alterserscheinungen. Was die Zukunft allerdings mit Kopfpauschale bzw. Bürgerversicherung bringen wird, bleibt abzuwarten.

Von einer Hausfrauenversicherung habe ich noch nie was gehört. Gibt es denn sowas? Wahrscheinlich müßte sie den niedrigsten Beitragssatz in der GVK bezahlen.

Grüßlis
Sabine

hallo Günter,
mit absoluter Sicherheit mit Risikozuschlägen!
So leid es mir tut: in diesem Fall rate ich zur GKV.
Das Risiko, dass die Frau von der Privaten evtl. nicht oder zu enormen Risikobeiträgen aufgenommen würde wäre mir zu groß!
OK, es gibt Menschen, denen der Beitrag fast gleichgültig ist. Bei denen zählt nur die Leistung. Doch wie viele sind das?
In meinem Kundenkreis (ca. 1000 Kunden) habe ich gerade mal einen!
Grüße
Raimund

Hausfrauenversicherung?
Ja, diese Frage möchte ich wiederholen: Was ist eigentlich eine Hausfrauenversicherung?

Gruß Ulrich

Hallo Ulrich,
den Begriff „Hausfrauenversicherung“ gibt es nicht.
In der Regel handelt es sich um Ehefrauen, deren Männer bei der
PKV versichert sind.
Diese Frauen versichern sich dann in der GKV freiwillig.
Für die Berechnung des Beitrages werden 50% der eigenen Einnahmen
(meistens 0,00 €) zzgl. 50% der Bruttoeinnahmen des Ehemannes
(PKV) abzgl. evtl. Kinderfreibeträge herangezogen.
Die errechnete Summe bildet dann die Beitragsberechnungsgrundlage.
Maximal wird dann die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken-
versicherung angesetzt (2004= 3450,00€] - bei einigen Krankenkassen
sind dies aber nur 50% der Grenze (1725,00 €).

Gruss

Günter Czauderna