Wie geht eine Hausgeburt vonstatten? Welche Voraussetzungen müssen da sein, damit man zu Hause gebären kann???
Gibt es Nachteile bei einer Hausgeburt???
Und wie wird man nach der Geburt betreut???
In welchem Zeitraum der Schwangerschaft sollte ich mich informieren, wenn ich eine Hausgeburt möchte?
ansonsten findest du über google und diverse Elternseiten viele Infos :o)
lg, Dany
Hallo.
Infos gibt dir auch jede Hebamme. Schau mal ins Telefonbuch.
Informieren solltest du dich so früh wie möglich, damit du die richtige Hebamme findest (nicht jede macht Hausgeburten!).
Beim ersten Kind sollte man besser eine klinische Entbindung machen, da man noch nicht weiß, ob dein Körper überhaupt eine Entbindung verkraftet. Dafür hast du dann die Möglichkeit schon wenige Stunden nach der Geburt nach Hause zu gehen.
Gruß Anja
Hi Ina,
Wie geht eine Hausgeburt vonstatten?
meist problemlos, da eine Hebamme bei einer kritischen Vorgabe meist von einer Hausgeburt abrät.
Welche Voraussetzungen
müssen da sein, damit man zu Hause gebären kann???
Das Kind sollte offensichtlich gesund sein und eine komplikationslose Geburt sollte prognostiziert sein.
Gibt es Nachteile bei einer Hausgeburt???
Üblicherweise nein, im Gegenteil
Und wie wird man nach der Geburt betreut???
Von einer Hebamme.
In welchem Zeitraum der Schwangerschaft sollte ich mich
informieren, wenn ich eine Hausgeburt möchte?
einigermaßen zeitig, es gibt nicht mehr viele Habammen, die eine Hausgeburt betreuen.
Unser erster wurde im Krankenhaus geboren, der zweite war eine geplante Hausgeburt.
Als meine Frau so etwa in der 20. Woche war, hatte sie mit dem Gyn einen Disput wegen Ultraschall (er wollte, sie nicht) und hat sich dann mit der Hebamme kurzgeschlossen, die die Geburt betreuen sollte.
Den Rest der Schwangerschaft wurde sie dann von ihr betreut.
Als die Wehen einsetzten, haben wir sie angerufen und sie kam vorbei.
Um 19:00 war sie bei uns, um 22:00 Uhr war der kurze da.
Gandalf
Hallo ihrs,
Gibt es Nachteile bei einer Hausgeburt???
Üblicherweise nein, im Gegenteil
Dem muss ich widersprechen, es kann vorkommen, dass doch etwas mit dem Kind ist, und dann ist ein Arzt nicht unmittelbar greifbar. Aber in allem anderen stimme ich dir zu.
Am besten rechtzeitig ne Hebamme suchen, diese machen in der Regel auch Geburtsvorbereitungskurse, die ich auch nur empfehlen kann (wird im übrigen von der Kasse bezahlt). Vor allem beim ersten Baby. Am besten die Krankenkasse fragen, die haben so ein Hebammenverzeichnis mit allen Hebammen in der Gegend, da steht dann auch dabei auf was die Hebamme spezialisiert ist.
Alles Gute
Heli
Hallo,
soweit ich schon mitbekommen habe, sollte man sich schon so um die 12.-16. Woche mit einer Hebamme in Verbindung setzen bei einer Hausgeburt. Da ist nicht so viele gibt, haben die meist ihre Termine.
In den Niederlande ist eine Hausgeburt so normal wie bei uns eine KHH-Geburt. Von dem her, denke ich, dass es eigentlich etwas normales ist.
Eine Hebamme berät sicherlich in Sachen Hausgeburt, für die ist eine Geburt jedoch etwas sehr alltägliches, wozu man keinen Arzt braucht. Das finde ich, sollte man beachten, aber die Hebammen haben mit Sicherheit auch Recht in ihrer Hinsicht.
Letztendlich muss es einfach jeder wissen, ob er sich dabei gut fühlt.
Die einen fühlen sich zu Hause sicherer, die anderen im Krankenhaus/Geburtshaus.
Grüßle, Salbei
Alternative: ambulante Geburt
Hallo Ina,
bei allen Vorteilen einer Hausgeburt, wie eben die vertraute Umgebung, so möchte ich dir aber trotzdem einmal von der Möglichkeit einer ambulanten Geburt in der Klinik erzählen. Dies nämlich machte ich bei meiner zweiten Tochter, da ich definitiv nicht nach der Geburt in der Klinik bleiben wollte, aber schon die Sicherheit der Technik im Hintergrund für den Notfall haben wollte (auch bei der problemlosesten Schwangerschaft kann es zu plötzlichen Komplikationen unter der Geburt kommen).
Ich fand es optimal. Wenn du mehr Infos möchtest, dann frag ruhig.
Viele Grüße, Heike
Hallo,
ich habe meine beiden Kinder zu Hause bekommen und fand es prima - zuhause kann mir keiner etwas vorschreiben, ich fühlte mich wohl und wurde während der Eröffnungswehen nicht unnötig gestört (was mir sehr wichtig war, jede Störung bedeutete eine heftigere und reichlich unerträgliche Wehe, weil ich mich nicht konzentrieren konnte - in einem Krankenhaus mit Hektik wäre ich wohl irre geworden).
Die Hebamme habe ich erst ca. drei Monate vor der Geburt kontaktiert, aber hier in Berlin ist es auch nicht schwer, eine zu finden - kommt halt drauf an, wo Du wohnst. Jedenfalls solltest Du gucken, dass Du mit der Frau auch halbwegs auskommst.
Sie betreut Dich während der letzten beiden Schwangeschaftsmonate und mind. einen Monat nach Geburt des Kindes (guckt immer mal vorbei, ist jederzeit ansprechbar).
Ich habe natürlich keinen Vergleich, aber ich weiß, dass für mich Krankenhaus ein Horror gewesen wäre, schon weil ich nicht hätte tun können, was ich grad als gut empfand (z.B. dreimal warm baden - hat sehr gut getan), Ruhe haben und sich zuhause im eigenen Bett geborgen fühlen - wenns einem schlecht geht, und das tuts während der Wehen leider ordentlich, fühlt man sich doch im eigenen Bett am wohlsten.
Und als die Lütten da waren, wars natürlich auch prima, direkt daheim zu sein.
Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Falls vorher Komplikationen auftreten, wird die Hebamme Dich schon darauf hinweisen und sie wird sicher keine Risikogeburt Zuhause durchführen. Falls unter der Geburt was nicht klappt, ist noch Zeit in eine Klinik zu fahren (Du wohnst ja sicher nicht im ländlichen Kanada).
Hebammen beherrschen Sachen, die man von Frauenärzten nicht mehr erwarten kann - Lage des Kindes ertasten (konnte ich selbst nicht), Probleme im Voraus erkennen an ganz simplen Anzeichen etc. Man sollte Hebammen nicht unterschätzen, nur weil sie weniger Technik nutzen, eher im Gegenteil.
Außerdem: die meisten Geburten gehen sowieso gut, erst recht, wenn man sich wohl fühlt, wie wären wir Menschen sonst so viele geworden ehe es Krankenhäuser gab.
Mir war jedenfalls nach der ersten Geburt daheim klar, dass das für mich genau das richtige ist, deshalb gabs bei der Zweiten garkeine Überlegung.
Was Praktisches:
Sinnig ist, die Matratze mit Malerfolie zu schützen und sich Krankenunterlagen zu besorgen um das Verschmutzen der Wäsche zu vermeiden, ev. auch eine Decke in ältere nicht mehr so wichtige Bezüge zu stopfen, um nach der Geburt eine wärmende Decke zu haben, um die es nicht schad ist (ist halt schon alles ein bißchen blutig und fruchtwässerig).
Nur Mut und alles Gute, Anne.
Hallo Ina,
bei meinem ersten Kind wollte ich auch nicht ins Krankenhaus, war beim Vorbereitungskursus, wollte ambulant entbinden, die Hebamme und ich waren bestens vorbereitet - und dann platzte mir mitten in der Nacht die Fruchtblase, das Kind drehte sich mit der Stirn nach vorn (die Chance dafür liegt bei 1:1000), und es wurde ein Kaiserschnitt. Beim 2. Mal bin ich gleich ins Krankenhaus. Es wurde eine Zangengeburt. Ich fand es im Krankenhaus gar nicht hektisch, fühlte mich gut betreut, und die Wehen taten nur dann zu sehr weh, wenn ich mich hinlegte - sobald ich wenigstens einen Arm abstützte und den Oberkörper anhob, ging es. Zwischen den Wehen bin ich immer in Sekundenschlaf gefallen, hab auch sonst keinen Mucks von mir gegeben. Als ich zwischendurch einmal die Augen öffnete, bemerkte ich, dass einer der Ärzte mit voller Kraft von oben auf meinen Bauch drückt, damit das Kind endlich rauskommt. Hab ich gar nicht gemerkt, der Druck von innen war größer…
Tja, so kanns halt auch kommen, erstens, anders, und zweitens, als man denkt!
Gruß, Susanne
Hallo erstmal,
Wie geht eine Hausgeburt vonstatten?
Auch nicht anders als eine normal verlaufende Geburt im Krankenhaus
Welche Voraussetzungen
müssen da sein, damit man zu Hause gebären kann???
Unkomplizierte Schwangerschaft, eben 1A-Bedingungen, die keine Risiken erwarten lassen
Gibt es Nachteile bei einer Hausgeburt???
Wie soll ich es sagen? Ich bin ja nun ganz sicher keiner von diesen panischen überbehütenden Vätern, wettere hier immer gegen die Minimierung kleiner Risiken, … Aber wenn man selbst eigentlich auch so Richtung Hausgeburt/ambulante Geburt gestimmt war, eine vollkommen unproblematische Schwangerschaft und Geburt - bis zum letzten Moment - miterlebt hat, und dann von jetzt auf gleich mit einer Situation konfrontiert wurde, in der das Leben des Kindes auf Messer Schneide steht, und dieses nur zu retten ist, weil drei Ärztinnen plus Hebamme mit vollen Geräteeinsatz genau in dem Moment sofort verfügbar sind, und nebenbei schon von weiteren Personal ein OP vorbereitet wird (der dann glücklicherweise doch nicht gebraucht wurde), dann ändert sich so manche Einstellung. Im Freundeskreis haben wir einen nahezu identischen Fall vor Jahren schon mal gehabt, und ich habe mich davon - EInzelfall - natürlich nicht sonderlich beeindrucken lassen. Die Entscheidung lag aber klar bei meiner Frau, und ich kann nur sagen, dass ich im Nachhinein jetzt sehr dankbar bin, dass sie ein Krankenhaus mit entsprechender Fachabteilung haben wollte (um dieses natürlich nach Möglichkeit gleich Stunden nach der Geburt wieder verlassen zu können, was dann leider nicht geklappt hat). Bis zu der dramatischen Wende haben wir uns im Krankenhaus übrigens sehr wohl gefühlt. Da gab es eigentlich gar keine Hektik, die Hebammen waren sehr nett und wir hatten viel Zeit für uns, das Zimmer war recht wohnlich eingerichtet, … Sollte es ein nächstes Mal geben, landen wir sicher wieder da. Die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder dramatisch wird, ist natürlich glücklicherweise verschwindend gering, aber es ist einfach ein unheimlich gutes Gefühl, wenn nur eine Tür in der schönen Schrankwand aufgemacht werden muss, und alles da ist, und binnen Sekunden alles an Personal im Raum steht, was gebraucht wird. Natürlich wäre das ganze anheimelnde procedere mit gemeinsamem Durchtrennen der Nabelschnur, Baby sofort zum Kuscheln auf dem Bauch, viel Zeit, … toll gewesen. Nur wenn eine Situation plötzlich kippt, ist dir dass alles ziemlich egal, und bist Du froh, wenn die Kinderärztin gleich mit dem Kleinen verschwinden und ihn optimal versorgen kann.
Und wie wird man nach der Geburt betreut???
Hebamme kommt so oder so ins Haus. Bei Hausgeburt im Anfang natürlich häufiger.
In welchem Zeitraum der Schwangerschaft sollte ich mich
informieren, wenn ich eine Hausgeburt möchte?
ASAP (so schnell wie möglich), weil nicht jede Hebamme dies anbietet, die Hebammendichte recht unterschiedlich ist, und verantwortungsvolle Hebammen die dies anbieten natürlich nur wenige Fälle parallel annehmen, damit es keine vermeidbaren Überschneidungen gibt.
Gruß vom Wiz
Hallo,
ich kann den Ausführungen von Anne Damm (?) nur voll und ganz beipflichten, es entspricht ziemlich genau unseren Einstellungen und Erfahrungen (wir haben unsere Kinder alle 3 zu Hause zur Welt gebracht).
Noch einen Punkt möchte ich aber hinzufügen: Dein Mann/Freund, was auch immer, sollte ein gutes Nervenkostüm haben und bereit sein, gegebenenfalls mit anzupacken. Es kann vorkommen, daß sich die Hebamme verspätet, aus welchen Gründen auch immer, das haben wir gleich zwei mal gehabt. Wobei die Vorwarnzeit beim ersten meist ausreichend groß ist, daß die Hebamme lässig rechtzeitig da ist, bei den weiteren kann es aber schonmal schneller gehen…
Gruß
Kubi
Hi,
Ich habe natürlich keinen Vergleich, aber ich weiß, dass für
mich Krankenhaus ein Horror gewesen wäre, schon weil ich nicht
hätte tun können, was ich grad als gut empfand (z.B. dreimal
warm baden - hat sehr gut getan), Ruhe haben und sich zuhause
im eigenen Bett geborgen fühlen - wenns einem schlecht geht,
und das tuts während der Wehen leider ordentlich, fühlt man
sich doch im eigenen Bett am wohlsten.
ich möchte niemandem eine Hausgeburt absprechen. Aber man merkt, daß Dir der Vergleich fehlt:
Was Du oben beschreibst, trifft auf eine moderne Entbindungsstation nicht (mehr?) zu. Die Athmosphäre ist, wie von Wiz beschrieben, sehr häuslich, Hektik oder Unruhe auch nicht vorprogrammiert und der Entbindenden werden auch nicht mehr Vorschriften gemacht als bei der Hausgeburt. Auch warme Bäder sind kein Problem, Badewanne war vorhanden.
Ich kann Wiz’ Beschreibungen nur bestätigen. Moderne Kreissäle sind sehr angenehm und häuslich eingerichtet, das Licht ist optimal (vom Sternenhimmel bis zum Flutlicht für den Notfall ist alles möglich), die Wünsche der Schwangeren werden beachtet, aber für den Notfall ist eben alles innerhalb kürzester Zeit greifbar. Wir haben die Entscheidung für die Klinik nie bereut!
Die Hausgeburt findet halt in den eigenen vier Wänden statt. Die damit verbunden Gefühle kann ein Krankenhaus nie ersetzen. Aber man sollte sich bewußt sein, daß man dafür ein gewisses Risiko eingeht. Bereits angesprochen wurde ja die Möglichkeit der ambulanten Geburt. Die Entscheidung kann einem niemand abnehmen…
Gruß Stefan
Alternative: Praxisgeburt
Hallo,
in manchen Städten gibt es Ärzte, die eine Geburt ambulant in ihrer Praxis anbieten. Vorteil: Bekannte Hebamme, kein Wechsel, Arzt kommt dazu, mehr technische Möglichkeiten, z.B. für das Neugeborene, sehr viel geborgenere Atmosphäre. In unserem Fall - wir haben das so gemacht - war die Klinik auch nicht weit, so dass ich im Notfall schnell rübergefahren hätte werden können. Ich fand es ideal, weil ich mich wegen gefühlsmäßig zu großer Entfernung zur Klinik keine Hausgeburt getraut hätte. Habe schon von vielen schönen Hausgeburten gehört, aber auch schon von einer ziemlich schrecklichen.
Ideal finde ich, wie es in Schweden ist, dort werden die meisten Kinder zu Hause geboren, aber vor der Haustür steht ein optimal ausgerüsteter Sanka. Das wäre perfekt.
Bei der zweiten Geburt war ich übrigens ambulant im Krankenhaus, weil der Praxisarzt befürchtete, dass der Kopf des Kindes zu gross ist und darum wollte er es nicht in der Praxis machen. Aber im KH war es nicht halb so schön.
Viele Grüße,
Matilda
Unser Sohn kam per Hausgeburt zur Welt. Das war vor fast 13 Jahren noch etwas ungewöhnlich, hier in der Großstadt. Ich war nie beim Arzt und habe mir etwa in der 20. Woche eine Hebeamme gesucht.
Die Wehen begannen spät abends und am frühen Morgen kam die nette Dame. Sie erwartete das Küken gegen Mittag, aber es wurde später Nachmittag …
War nicht lustig, ich hätte aber all das in keiner Klinik erleben mögen. So war es zwischen den Wehen eigentlich wie eine kleine Party, nur ohne Alkohol 
Ich würde es immer wieder so machen und auf Gottes Hilfe vertrauen.
LG und alles Gute für dich und deine Brut
sine
P.S.: Die schlimmste Hürde war meine Familie und Bekanntschaft/Nachbarschaft. Alle erzählten mir von Risiken und Komplikationen die sie erlebt oder von denen sie gehört hatten. Da braucht man starke Nerven …
Jetzt mal ganz ehrlich /(ich mache mir dadurch sicher viel Feinde):
Ich vermute, dass mehr Babies durch „ärztliche Hilfe“ geschädigt wurden, als durch Hausgeburten, obwohl es die schon seit Menschengedenken gibt…
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
stimmt, aber so ein tolles Nervenkostüm braucht man zum Handtücher herschaffen denn auch nicht.
Hat mein sonst eher schon mal schusseliger Mann (Typ drei Proffesoren) ohne weitere Erinnerung geschafft.
Gruß, Anne
Hallo,
auf Gottes oder Allahs oder Manitous oder sonstwems Hilfe würde ich nicht bauen, dafür bin ich zu sehr Realist.
Aber der Ablauf einer Geburt hat viel mit der Psyche zu tun, mit Gefühlen wie Sicherheit, Geborgenheit und Ruhe.
Auch wenn hier viele posten, im Krankenhaus sei es inzwischen auch ganz anders - kann ich im Krankenhaus Schwestern, Ärzte, Hebammen des Zimmers verweisen? Zuhause kann ich das. Das ist meine Wohnung und ich kann darin soweit walten, als ich nicht andere Mitbewohner oder def. wichtige Aspekte der Geburt tangiere.
Mein Mann hat akzeptiert, dass icch für die Geburt unser Schlafzimmer für mich brauchte (logisch). Damit war das mein Domizil und so habe ich es auch verstanden und mich sehr, sehr wohl gefühlt (abgesehen von den Scheißwehen und den Kontrolluntersuchungen der Hebamme).
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Krankenhaus dergleichen bietet - aber ich war auch seit dem Tod meiner Mutter vor 12 Jahren (im Krankenhaus und total schrecklich) nicht mehr in einem Krankenhaus und schon der Geruch würde mich nervös machen. Zur Geburt meines ersten Kindes war meine Mutter grad mal 2 Jahre tot und ich hatte einen totalen Horror vor Krankenhäusern. Wäre fürs Gebären für mich damals falsch gewesen.
Allerdings war es dann Zuhause so rel. einfach (wie etwas heftigere Regelschmerzen mit endlich mal einem Ergebniss) und auch schön, dass ich dass nur empfehlen kann - in Berlin mit Krankenhaus um die Ecke.
Auf dem Land würde ich mich ev. anders entscheiden, heute ev., damals nicht.
Muß am Ende jede Frau für sich selbst entscheiden.
Grundsätzlich kann man sagen: wo Frau sich wohlfühlt, geht die Geburt unkomplizierter von statten, fühlt sie sich unwohl, gibt es eher Komplikationen oder dauert länger.
Wer Zuhause Angst hat, sollte besser ins Krankenhaus gehen und umgekehrt - falls alles im grünen Bereich ist.
Das einzig Überflüssige sind jm. E. Geburtshäuser in der Stadt - so nah wie die sind auch die meisten Wohnungen am Krankenhaus und schöner als Zuhause ist es da auch nicht. Zudem kriegt man da die Hebamme, die grad Dienst hat, bei Hausgeburt, weiß man, wer kommt, und das ist eine Menge wert.
Die Geburtshauswelle z.B. hier in Berlin ist mir daher recht unverständlich.
Gruß und eine schöne Geburt (soweit das trotz `tut verdammt weh´ möglich ist - Trost: hinterher gehts einem wunderbar, massenhaft Endorfine im Blut, das wirkt), Anne
P.S. und sei gefasst auf reichlich Stress, wenn das Lütte erstmal zehn Tage alt ist - Euch steht einiges an Veränderungen bevor - nix mehr mit mal eben Brötchen holen - erst dat Kind wickeln, füttern, einpacken un dan los zum Bäcker. retour Kind wieder auspacken - schreit - willaufm Arm bleiben - einhänidig Brötchen schieren etc.
Mein Sohn hat die ersten vier Monate, abgesehn von seiner Nachtschlafzeit, auf meinem Arm oder im Tragebeutel verbracht. War am Ende 8 Kilo schwer. Auh.
Liebe Ina! Dir und Deinem Spatz erstmal alles Gute!! Ich habe meine 4 Kinder alle zu hause entbunden. Das ging ganz gut. Man braucht keine Angst zu haben. Bei Hausgeburten werden vorher alle Gebärende „aussortiert“ bei denen Schwierigkeiten zu erwarten sind, z.b. Drillimgsgeburt( wegen Untergewicht der Kleinen), oder Drogensucht der Mutter,( weil das Kleine sofort nach der Geburt in den Entzug kommt.)Oder bei graviernden Blutbildveränderungen, z.B. Gerinnungsstörungen. Oder bei sehr frühen Frühgeburten ect. ect. Sollte sich bei guter Planung doch etwas ereignen, ist der Rettungswagen auch schnell zur Stelle, also keine Angst!!Gruß Erika