Hausgeburt

Hallo,
wir überlegen uns gerade, ob unser zweites Kind bei uns zu Hause auf die Welt kommen soll.
Auf was müssen wir den so alles achten, wie sind Eure Erfahrungen?

Danke
Heinz

Hallo,
ueberlegt es euch bitte sehr gut!!!
Solange alles in Ordnung ist, die Geburt gut verlaeuft und mit dem Baby auch alles in Ordnung ist, ist eine Hausgeburt wohl eines der schoensten Erlebnisse, die man sich denken kann!!!
Bei meinem ersten Kind war das auch der Fall. Wenn dann aber Komplikationen auftreten, sieht das ganze anders aus und wenn es dann auch noch schlimm ausgeht, machst du dir wohl dein Leben lang Vorwuerfe, weil du das vielleicht haettest verhindern koennen…
Aber ich spreche natuerlich nur fuer mich jeder muss das mit sich selbst ausmachen!!
Gruss
Kerstin

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Ich denke bei einer Diskussion um die Hausgeburt sollte man auch die Tage nach der Entbindung berücksichtigen. Ich habe jedenfalls die Tage im KH nach der Geburt meiner Kinder genossen - nicht aufstehen müssen zum Kochen, Kind in der Nacht unbesorgt im Säuglingszimmer abgeben können, Hilfe beim Stillen usw, usw. Besoders die ungestörten Schmusestunden mit dem „neuen“ Baby habe ich immer sehr schön gefunden.
Zuhause ist man einfach mehr gefordert, man fühlt sich viel mehr für den Rest der Familie verantwortlich und achtet weniger auf sich selbst.
Falls Deine Frau wirklich zuhause oder ambulant entbinden möchtest solltest Du auf jeden Fall Urlaub haben!
Ich wünsche Euch alles Gute!!! (:smile:)))

Ein Supererlebniss

Hallo,
wir überlegen uns gerade, ob unser zweites Kind bei uns zu
Hause auf die Welt kommen soll.

siehe Titel

Auf was müssen wir den so alles achten, wie sind Eure
Erfahrungen?

Die Zentralperson für die Entscheidung ist die Hebamme. Zu der müßt ihr grenzenloses Vertrauen haben. Sie entscheidet was zu tun ist und ob es ev. im Krankenhaus weitergehen muß. Bei der Geburt unseres zweiten (geplante Hausgeburt) hatten wir eine Hebamme, zu der wir dieses Vertrauen haben konnten. Sie ist eher vorsichtig und geht eher zu früh als zu spät ins Krankenhaus, aber bei der Geburt lief alles glatt. Die Vorsorgeuntersuchung und auch die Nachsorge wurde auch von ihr durchgeführt. Unter den gegebenen Umständen würden wir uns immer wieder zu einer Hausgeburt entscheiden.
Für die Tage nach der Geburt ist es aber unabdingbar, daß mindestens(!) eine Person (Vater, Großvater/mutter, gute Freundinnen) immer anwesend sind (Schichtsystem), damit die Mutter ihre Ruhe hat.

Gandalf

Danke
Heinz

Hallo Heinz,

wir überlegen uns gerade, ob unser zweites Kind bei uns zu
Hause auf die Welt kommen soll.
Auf was müssen wir den so alles achten, wie sind Eure
Erfahrungen?

Unsere Söhne sind beide geplant zu hause geboren, und wir würden es jederzeit wieder machen. Es war sehr viel streßfreier als im Krankenhaus, wegen der gewohnten Umgebung u.a.

Risiken hat man im Krankenhaus, ich kenne etliche Stories von guten Bekannten, wo im Krankenhaus auch etliches schief lief.

Wie Gandalf schon sagte, steht und fällt alles mit der Hebamme. Die sorgt für eine richtige Vorbereitung und entscheidet, ob die Schwangerschaft gut genug verläuft, um das zu machen.

Wie waren anfangs auch sehr im Zweifel, aber heute ist meine Meinung: IMMER Hausgeburt, es sei denn, schwerwiegende Gründe sprechen dagegen.

Gruß, Kubi

Hi Heinz,

Unser drittes Baby wurde mit einem Herzfehler geboren der weder bei den Voruntersuchungen noch nach der Geburt im Krankenhaus erkannt werden konnte. Sie hatte am dritten Tag nach der Geburt Herzstillstand …

Möchtest du sowas wirklich riskieren ?

Liebe Grüße und … mach´s nicht

Tiger

Hallo tiger,

das tut mir leid für Dich.
Aber du schreibst doch , daß der Herzfehler weder vor der Geburt noch im Krankenhaus erkannt wurde, also hat das doch nichts mit der Hausgeburt zu tun, oder?
Jede Geburt ist ein Risiko - immer -, ob Krankenhaus oder nicht.

liebe Grüße
Zauberm@us *leiderimmernochohnekind*

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ich denke, er meint,
daß einem Kind bei so einem lebensbedrohlichem akuten Problem im Krankenhaus schneller und effizienter geholfen werden kann. Besser als erst den kindernotarzt zu rufen oder ins krankenhaus zufahren, wo doch Herzstillstand sofortiges richtiges handeln bedarf.

Liebe Grüße, Faten

Hallo Tiger,
Tut mir wirklich leid.

Das ist es auch was mir Kopfzerbrechen bereitet.
Was passiert wenn was ist. Gut, wir haben ein Krankenhaus in der Nähe aber trotzdem grüble ich, ob ich die Verantwortung übernehmen kann.

Unser erster ist halt ohne Probleme und in recht kurzer Zeit auf die Welt gekommen und wir hoffen halt das das beim Zweiten auch so läuft. Und unsere Hebamme (der wir voll vertrauen) ist halt da auch ohne bedenken.

Was mir auch Sorge macht, was mach ich mit unserem ersten Knirps. Ich mal mir da schon die tollsten Sachen aus. Es ist mitten in der Nacht, der Kleine schreit lauthals im Nebenzimmer, die Oma ist noch im Auto unterwegs und meine Frau hat Presswehen.

Trotzdem tendiere ich gerade zur Hausgeburt, auch bestärkt durch die anderen Postings.

Gruß
Heinz

Hallo Heinz!

Also meine einzige Erfahrung mit Hausgeburt ist die einer Mieterin im Haus meiner Eltern, ich glaube, sie hat inzwischen vier Kinder, aber nur das eine zu Hause bekommen. Die Geburt muß super gelaufen sein. Danach wurde sie allerdings mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren, weil sie soviel Blut verlor.

Meine eigenen beiden habe ich im selben Krankenhaus bekommen, im Mutterhaus in Trier.

Beim ersten vor knapp 9 Jahren hätte ich am liebsten direkt nach der Geburt (sobald ich mich einige Stunden auf der Neugeborenenstation befand) reissaus genommen. Alle waren offenbar überarbeitet, total unfreundlich und ich war noch Frischling und ziemlich verängstigt und nicht in der Lage, mich zu wehren (die sind ja die Experten, die müssen es doch besser wissen als ich). Der Tenor, was das Stillen betraf war: Wie, sie wollen stillen?! Und Rooming-In gab es eigentlich nur auf dem Papier. (Das stört doch die anderen Mütter! Na ja, aber wenn die einverstanden sind.)

Leider mußte ich eine ganze Woche ausharren, weil unser Ältester extrem die Gelbsucht hatte, was den Ärzten, wegen seiner natürlichen Hautfärbung, zunächst nicht aufgefallen war. Obwohl ich täglich gefragt habe, ob ich nicht gehen könnte, habe ich es letztendlich nicht getan, weil man mir täglich so eine Angst eingejagt hat, mein Sohn müsste dann ohne mich wieder ins Krankenhaus eingewiesen werden, und das wollte ich nicht.

Die Geburt selbst war aber einwandfrei und ich fühlte mich einfach sicherer im Krankenhaus, in der Nähe von bester medizinischer Versorgung. Wichtig war für mich nur, das mein Mann da war. Die grüngekachelten Wände habe ich während der Geburt sowieso nicht mehr bemerkt.

Bei der zweiten Geburt (6 Jahre später) hatte der Chefarzt gewechselt. Und damit die komplette Atmosphäre. Die Geburt war wieder einwandfrei (bis auf die „technischen“ Schwierigkeiten, weil er die Nabelschnur um den Hals hatte). Diesmal hätte die Frage wohl eher gelautet: Wie, sie wollen nicht stillen? Die Kinder wurden Tag und Nacht gebracht (wenn man sie nicht im Zimmer hatte), falls man sie nicht selbst holen kam. Man bekam Rat und Hilfe. Und am Tag nach der Geburt (einem Samstag! - beim ersten Mal musste ich noch bis Montag bleiben, nur um Montag Morgen vor der Entlassung noch mal untersucht werden zu können!) wurde ich von der Ärztin gefragt, ob ich nach Hause wolle? Ich habe im ersten Moment gedacht, ich hätte mich verhört. Geblieben bin ich dann zwei Tage, weil wir abwarten wollten, ob der zweite auch die Gelbsucht bekommt.

Also meine Meinung: ich würde zur Geburt ins Krankenhaus gehen. und danach so schnell nach Hause, wie es geht.

Susanne

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Hi Heinz

Tut mir wirklich leid.

Danke

Das ist es auch was mir Kopfzerbrechen bereitet.
Was passiert wenn was ist. Gut, wir haben ein Krankenhaus in
der Nähe aber trotzdem grüble ich, ob ich die Verantwortung
übernehmen kann.

Vergiß das Krankenhaus in der Nähe. Wenn was schief läuft geht es um Sekunden bis Minuten. In der Zeit bist du am Telefon grad mal mit dem KH verbunden …

ICH würde die Verantwortung dafür niemals übernehmen können …

Unser erster ist halt ohne Probleme und in recht kurzer Zeit
auf die Welt gekommen und wir hoffen halt das das beim Zweiten
auch so läuft.

Jaja, unsere Zwillinge kamen auch problemlos, wenn man mal vom Kaiserschnitt absieht (er hatte 3,55 und sie hatte 3,33 kg). Das hat aber überhaupt nichts zu sagen … Bei der jüngsten Schwester meiner Frau löste sich während der Geburt die Plazenta ab, Notoperation innerhalb 5 Minuten …

Und unsere Hebamme (der wir voll vertrauen) ist

halt da auch ohne bedenken.

Kinderarzt, Ultraschall (hochauflösend) waren auch bei uns o.B. Alles klar, kerngesund :o((

Was mir auch Sorge macht, was mach ich mit unserem ersten
Knirps. Ich mal mir da schon die tollsten Sachen aus. Es ist
mitten in der Nacht, der Kleine schreit lauthals im
Nebenzimmer, die Oma ist noch im Auto unterwegs und meine Frau
hat Presswehen.

Na und ? Du packst beide ins Auto und ab geht´s. Wo ist das Problem ?

Trotzdem tendiere ich gerade zur Hausgeburt, auch bestärkt
durch die anderen Postings.

Tja … wenn was schiefgeht könnte ICH mir das NIE verzeihen …

°wink°

Tiger

Hi zauberm@us :o)

das tut mir leid für Dich.

Danke

Aber du schreibst doch , daß der Herzfehler weder vor der
Geburt noch im Krankenhaus erkannt wurde, also hat das doch
nichts mit der Hausgeburt zu tun, oder?

Nur durch die Tatsache daß Esther sofort beatmet werden konnte und ins Sauerstoffzelt kam konnte sie den Herzstillstand überhaupt überleben. Sie war dann innerhalb von 3 Minuten auf der Intensivstation. Zeig mir das mal bei einer Hausgeburt … da gibt´s nicht mal Sauerstoff …

Jede Geburt ist ein Risiko - immer -, ob Krankenhaus oder
nicht.

Ja. Aber ich kann das Risiko gering halten indem ich für optimale ärztliche Versorgung Vorkehrungen treffe. Und wenn jetzt wer sagt „früher gab´s nur Hausgeburten“ dann seht euch mal sie Statistiken der Kindersterblichkeit an …

°wink°

Tiger °dreiFratzen°

Hallo Tiger,

Nur durch die Tatsache daß Esther sofort beatmet werden konnte
und ins Sauerstoffzelt kam konnte sie den Herzstillstand
überhaupt überleben. Sie war dann innerhalb von 3 Minuten auf
der Intensivstation. Zeig mir das mal bei einer Hausgeburt …
da gibt´s nicht mal Sauerstoff …

Falsch. Bei unserer zweiten Hausgeburt hat die Hebamme eine Flasche Sauerstoff dabei gehabt. Bei der ersten bin ich mir nicht sicher (andere Hebamme), sie hätte aber durchaus eine im Auto haben können.

Jede Geburt ist ein Risiko - immer -, ob Krankenhaus oder
nicht.

Ja. Aber ich kann das Risiko gering halten indem ich für
optimale ärztliche Versorgung Vorkehrungen treffe. Und wenn
jetzt wer sagt „früher gab´s nur Hausgeburten“ dann seht euch
mal sie Statistiken der Kindersterblichkeit an …

Das zieht nicht. Ich kenne genügend Fälle, wo die Ärzte im Krankenhaus Müll gemacht haben, und auch genügend, wo Hebammen sich als kompetenter als die Jungs in den weißen Kitteln erwiesen haben. Das mit dem erhöhten Risiko ist bei weitem nicht so gravierend, wie es immer dargestellt wird.

Gruß, Kubi

Hallo Heinz,

ich denke wenn ihr beide dazu bereit seit und das gerne wollt solltet ihr das auch tun, jegliche zweifel die ihr habt koennt ihr mit eurer hebamme besprechen.

Meine Schwiegermutter ist Hebamme und ich hätte sehr gerne eine Hausgeburt gehabt, leider war das nicht möglich, da schon vorher erkannt wurde, das mein kind in beckenendlage lag. Das ist ein Risiko was keine Hebamme eingeht.

Ich denke wenn eure Hebamme sagt es wäre kein Problem, wenn die Geburt zu Hause läuft, dann wird sie als Fachkraft dies auch besser beurteilen können, als wir hier vorm PC. Bei einem Notfall würde die Hebamme sofort das krankenhaus rufen.

Es ist auch erwiesen zumindest bei uns im Norden, das wenn eine Frau von einer Hebamme als Notfall eingewiesen wird, dann schneller ein Notteam vorhanden ist als wenn die Frau im Krankenhaus schon liegt.

Macht euch keine Sorgen ich denke das geht alles klar.

Zu deinem Problem mit eurem jüngeren Kind, ich habe im Fernsehen eine sehr schöne Hausgeburt gesehen, als zwei jüngere Geschwister mit dabei waren, die Frau hat in der Badewanne entbunden und es war überhaupt kein problem für die kinder sie waren ganz still und haben sich alles mit angesehen, es wäre vielleicht trotzdem sinnvoll die oma oder einen anderen guten verwandten zu benachrichtigen, der wenn möglich zu euch kommen könnte.

Aber ich kann euch wirklich nur empfehlen, fragt eure Hebamme auch zu dem Problem mit dem kind , ich denke sie wird so gut wie möglich euch versuchen zu helfen und nicht verrückt machen lassen.

silvia

Hallo Heinz,
ich möchte gerne noch ein Wort zum Schutz der Mutter erheben, es geht ja nicht nur um die Sicherheit des Kindes bei/während/nach der Geburt zuhause. Aus eigener Erfahrung kann ich nur froh sein, dass wir unser erstes Kind im Krankenhaus bekommen haben. Nach der Geburt löste sich die Plazenta nicht ab und musste unter Narkose ziemlich schnell manuell entfernt werden, um ein Verbluten zu verhindern (jaja, es gibt Blutkonserven…). Und hinterher haben die Ärzte gesagt, ich sei gerade noch mal daran vorbeigekommen, von der Schippe zu springen… (Grund war eine Vernarbung der Plazenta mit der Gebärmutter aufgrund einer vorherigen -nicht sachgemässen? nicht ausgeheilten?- Ausschabung nach einem spontanen Abort.) Auch an sowas muss man denken.

Alles Gute für Mutter und Kind (und den Vater :smile: ) bei der Geburt, wo auch immer, wünscht
Deborah

Hallo Heinz,
ich möchte Dir Mut machen zur Hausgeburt.Unsere beiden Kinder sind zuhause geboren. Die erste Geburt war sehr schnell und nicht ganz einfach. Unsere Hebamme war ganz klar und hat gehandelt (sie hatte auch Sauerstoff dabei), und ich habe heute nóch das Gefühl, daß im Krankenhaus diese Geburt stressiger gewesen wäre. Die zweite Geburt war total lässig und unglaublich harmonisch. Unsere damals dreijährige Tochter schlief die ganze Zeit und ist dann, als ihr Bruder da war um 7 Uhr morgens, aufgewacht und war mit uns happy.
Mit der Hebamme müsst Ihr Euch aber beide sicher sein und ein gutes Gefühl haben. Dann ist alles möglich, und wenn die Energie bei allen Beteiligten stimmt, gibt’s auch keine Komplikationen.
Die Verantwortung ist allerdings so eine Sache. Wenn der Mutter oder dem Kind was passiert, hat „man“ die Verantwortung. Aber was ist Verantwortung? Schuld? Hinterher ist man immer schlauer, und was bringt’s mir, wenn Mutter oder Kind nicht o.k. sind, aber ein Arzt oder die Hebamme trägt die Verantwortung? Geht’s mir als Vater dann besser?
Klar ist: wenn Ihr wegen irgendwas schließlich doch ins Krankenhaus müßt (Plazenta lösen, nähen, oder mehr), dann kriegt Ihr von vielen dort Tätigen gesagt, daß eine Hausgeburt eben unverantwortlich ist. Aber wieviel geht im Krankenhaus schief?
Das Zentrum für natürliche Geburt in München ist vielleicht eine gute Adresse, wo Du Denkhilfen kriegen kannst.
Mir war außerdem wichtig, daß ich die erste Zeit nach der Geburt auch für meine Frau da bin.
Nur Mut; laß’ Dir die Entscheidung nicht entgehen!
Schöne Grüße
Jörg

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]