bis vor kurzem dachte ich noch, dass es viel guenstiger sei eine Eigentumswohnung zu kaufen (ich kann fast die Gesamtsumme fuer die Wohnung, die ich kaufen will sofort aufbringen, brauche also keinen Kredit). Allerdings ist das Hausgeld ca. 350 EUR pro Monat. Meine Frage ist jetzt, welchen Sinn hat es, eine EGW zu kaufen, wenn das monatliche Hausgeld fast so hoch ist wie die Miete bei einer Mietwohnung? Angenommen, ich muesste noch eine Kreditrate von ca. 700 EUR pro Monat zahlen, dann waere meine monatliche Belastung ueber EUR 1000, und ca. 30% davon wuerde ich „verlieren“, da diese Kosten nicht den Wert der Wohnung steigern oder erhalten. Wo ist mein Denkfehler?
bei einem solchen Vergleich ist es sicherlich nicht verkehrt, die jeweils im Spiel befindliche Wohnfläche zu berücksichtigen.
Ferner kann man sich beim „Hausgeld“ mal die Zusammensetzung anschauen: Nicht unwesentliche Teile davon dürften sich aus dem zusammensetzen, was bei einer gemieteten Wohnung als Nebenkosten umgelegt wird, so dass eine „Warmmiete“ für die gleiche Wohung kaum für den Betrag des „Hausgeldes“ zu haben sein wird.
Der vom Betrag her wohl wichtigste Posten, der bei Miete nicht umgelegt werden kann ist die Einstellung in die Instandhaltungsrücklage. Wenn man wissen will, wie es zu ungewöhnlich hohen Zahlungen in diese Rücklage kommt, braucht man dazu die Entwicklung des Rücklagekontos und sinnvollerweise auch die Beschlüsse über die Verwendung aus den zurückliegenden Jahren.
bis vor kurzem dachte ich noch, dass es viel guenstiger sei
eine Eigentumswohnung zu kaufen (ich kann fast die Gesamtsumme
fuer die Wohnung, die ich kaufen will sofort aufbringen,
brauche also keinen Kredit). Allerdings ist das Hausgeld ca.
350 EUR pro Monat. Meine Frage ist jetzt, welchen Sinn hat es,
eine EGW zu kaufen, wenn das monatliche Hausgeld fast so hoch
ist wie die Miete bei einer Mietwohnung? Angenommen, ich
muesste noch eine Kreditrate von ca. 700 EUR pro Monat zahlen,
dann waere meine monatliche Belastung ueber EUR 1000, und ca.
30% davon wuerde ich „verlieren“, da diese Kosten nicht den
Wert der Wohnung steigern oder erhalten. Wo ist mein
Denkfehler?
Der Denkfehler ist, dass du glaubtest, was Banken, Makler usw. immer suggerieren wollen: Miete sei teurer als Eigentum und die Vermieter verdienen sich an dir eine goldene Nase.
Ich vertrete schon lange die Meinung, dass es im allgemeinen kurzfristig finanziell günstiger ist, zu mieten. Zumal von Rechts wegen der Mieter in unserem Land eine absolute Vorzugsstellung eingeräumt bekommt. Mieterhöhungen, Kündigung, Kostenübernahme bei Reparaturen, Mietminderungsmöglichkeiten usw. unterliegen schlichtweg nicht der Vertragsfreiheit.
Langfristig bietet Eigentum allerdings auch erstmal immatrielle Vorteile:
Option auf Wertsteigerung der Immobilie,
Freiheit als Eigentum sein Haus/Wohnung so zu gestalten wie man will, und seien es schwarz lackierte Türen und ein Marmorklo
Zwangssparbüchse, die verhindert, dass man noch viel Geld für irgendwelchen Quatsch übrig hat.
gesellschaftliches Renommee, vergleichbar einem 5er BMW, der sicher auch nicht immer wirtschaftlich vernünftiger als ein Golf ist.
planbarere Wohnkosten in der Zukunft. Wohnungseigentümer im Zentrum Münchens, die vor 20 Jahren gekauft haben, lachen sich ins Fäustchen; Wohnungsbesitzer in Berlin hingegen haben deutlich draufgezahlt.
Langfristig bietet Eigentum allerdings auch erstmal
immatrielle Vorteile:
Option auf Wertsteigerung der Immobilie,
kommt sicherlich auf die Lage drauf an.
Freiheit als Eigentum sein Haus/Wohnung so zu gestalten wie
man will, und seien es schwarz lackierte Türen und ein
Marmorklo
na ja, als Mieter hast Du auch diese Möglichkeiten, nur mußt Du nach Auszug wieder den Urzustand hergestellt haben oder einen Nachmieter finden der alles übernimmt.
Zwangssparbüchse, die verhindert, dass man noch viel Geld
für irgendwelchen Quatsch übrig hat.
Eigentum ist die einzige Möglichkeit, die man sofort Nutzen kann, um die Rente später aufzubessern
Hallo,
gewoehnlich wird Kaltmiete und Kaufpreis verglichen.
Das Hausgeld wird wahrscheinlich als grossen Posten die Heizkosten enthalten, diese kaemen in beiden Faellen von Kauf oder Miete obenauf. Und die Instandhaltungsruecklage, die meist im Hausgeld enthalten ist, sind wie ein Sparbuch anzusehen, keine Kosten. Pruefe zuerst mal, welche Bestandteile mit welchen Betraegen in DEINEM Hausgeld ueberhaupt drin sind, bzw im letzten Jahr waren.
Gruss Helmut