Hausgeld viel zu hoch

Hallo
Ich habe bisher für eine 96 quadratmeter große Eigentumswohnug 380€ Hausgeld bezahlt, was ich schon sehr hoch fand, nach dem neuen Wirtschaftsplan soll ich jetzt nachmal 80€ Monatlich mehr bezahlen also 460E, das Haus ist sehr schlecht Isoliert, also denke ich das die hälfte aus Heitzkosten besteht.
Wir habe uns die Wohnung vor 8 Jahren gekauft, anfangs waren die Nebenkosten noch zu bezahlen, doch mittlerweile sprengen sie unser budget, die Wohnung sollte als Altersvorsorge dienen, doch wenn ich in 20 Jahren ein Wohngeld von 600€ oder mehr bezahlen muss, komme ich doch mit einer Mietswohnung viel günstiger weg.
Jetzt überlege ich die Wohnung zu verkaufen, was uns sehr schwer fällt, da sie wirklich sehr schön ist, die Frage ist, wer kauft eine Wohnung mit diesen Nebenkosten?
Kann mir jemand Tipps geben, was ich jetzt machen soll??
wäre für jeden Tipp sehr dankbar.
Gruß
Ralf B.

Hallo,

Die Zusammensetzung des Hausgeldes muss transparent sein. Es ist anzuraten mit dem Verwalter in Kontakt zu treten und sich die Zusammensetzung/der Grund der Erhöhung erklären zu lassen. Regelmäßig erfolgt die Erläuterung im Rahmen einer Versammlung der WEG - Gemeinschaft…

Was daraufhin dein Entschluss ist, steht in deinem Ermessen.

Wenn die Isolierung des Hauses so schlecht ist, wäre eine Nachisolierung wohl eine gute Investition aus dem Hausgeld.

ml.

Ja, bei der nächsten Eigentümerversammlung mal die Modernisierungsmaßnahme Wärmedämmung zur Sprache bringen.

Bis auf diejenigen, die mit dem Verkauf von Bausparverträgen und Krediten Geld verdienen, behauptet übrigens auch keiner, dass eine Eigentumswohnung generell günstiger sein muss als eine Mietwohnung.

Wohneigentum ist eben Luxus, für den man fast immer draufzahlt.

Gruß
Granini

Hai!

Wohneigentum ist eben Luxus, für den man fast immer
draufzahlt.

Wenn dem so wäre gäbe es keine Vermieter!

Der Plem

Wenn dem so wäre gäbe es keine Vermieter!

Ich dachte, es wäre klar dass sich meine Aussage auf den Privatmenschen bezieht dem von seinem Finanzberater oder Bank „aus Sicherheits- und Steuergründen“ geraten wird eine Mietwohnung anzuschaffen.

Als Profi kann man selbstverständlich als Vermieter auch gut Geld machen, wenn man z.B. gleich ganze Miethäuser in guter Lage und zu einem vernünftigen Preis erwirbt und auch Wissen von Mietrecht hat.

Gruß

Hai!

Ich dachte, es wäre klar dass sich meine Aussage auf den
Privatmenschen bezieht dem von seinem Finanzberater oder Bank
„aus Sicherheits- und Steuergründen“ geraten wird eine
Mietwohnung anzuschaffen.

Genau die meinte ich auch, nicht alle die eine Eigentumswohnung oder
ein Anteil an einem Mietshaus haben machen Miese. Selbst das eigen
genutzte Heim muß kein Minusgeschäft sein.

Der Plem

Richtig, MUSS nicht, meistens ist es aber.
Dazu muss man natürlich mal sauber durchrechnen was es bringen würde, das Eigenkapital gut verzinst anzulegen usw.

Ich empfehle das Buch „Kaufen oder Mieten“ (oder so ähnlich) von Kommer.

Ein Vorteil ist natürlich, dass eventuell vorhandene Kinder etwas erben können. Der Käufer bzw. Erbauer selbst wird allerdings zu Lebzeiten kaum zu einem Gewinn kommen. Wir gehen mal nicht davon aus, dass er so ein glückliches Händchen hat dass seine Immobilie über die Inflation zunimmt. Die meisten verlieren nämlich an Wert.

Hai!

Dazu muss man natürlich mal sauber durchrechnen was es bringen
würde, das Eigenkapital gut verzinst anzulegen usw.

Aber genau das würde ich mir nicht zutrauen, kannst du sagen wie
sich x Euro in 20 Jahren entwickelt haben?
Schau gerade mal wieder auf die Aktien, Anlagen in reinem Geld
kann man sich für die Altervorsorge nicht mehr leisten, man muß
etwas haben was die dann Schaffenden bereit sind zu bezahlen.

Ich bin mir aber sehr sicher das auch in hundert Jahren der Mensch
ca. ein Drittel seines Einkommens (was immer das dann ist )für Miete
ausgibt.

Ein Vorteil ist natürlich, dass eventuell vorhandene Kinder
etwas erben können.

Genau das meine ich nicht, ich will nicht den Lebensstandard meiner
Kinder sichern, das sollen sie schön selber machen.

Der Käufer bzw. Erbauer selbst wird
allerdings zu Lebzeiten kaum zu einem Gewinn kommen.

Möglich, wobei ich da noch etwas anderer Meinung bin aber zumindest
bekommt er ein Stück Sicherheit.

Die meisten verlieren nämlich an Wert.

In der momentanen Wirtschaftslage halte ich das für eine gewagte
These.

Der Plem

Wohneigentum ist eben Luxus, für den man fast immer
draufzahlt.

Wenn ich so einen Nonsens lese… Sorry.

Je nach Lage zahlst Du heute rd. 80 - 100% eines Finanzierungspreises für die Miete einer gleichwertigen Immobilie.

Z.Bsp. KP 200.000 -> Rate 1.050 € fest bis ENDE 30 Jahre,
Gleiches Haus in der direkten Nachbarschaft – Miete 1.000 €.

Der einzige Unterschie ist halt das Hausgeld. Als Mieter brauchst Du dich dadrum weniger zu kümmern. Als Eigentümer einer Etw ist man halt an die Beschlüsse der Eigentümerversammlung gebunden, während man mit einem Haus seine Rücklagen selber bestimmen kann.

50€ über 30 Jahre sparen … bei guter Verzinsung (und Besteuerung) max. 50.000 €. Dafür aber in 30 Jahren eine Miete von evtl. 2.000 € mtl. zahlen. Geniale Ansicht!

Back to Topic …

Leider geht aus dem Startpost nicht hervor, um was für eine Wohnanlage es sich handelt (Einheitenanzahl / Größe /Art). Hier ist halt der Wirtschaftsplan entsprechend zu hinterfragen. Diese wurden in der Vergangenheit häufig mit viel zu geringen Beiträgen erstellt um potentielle Käufer nicht abzuschrecken. Wenn nun die komplette Wärmedämmung eines Hochhauses geplant werden soll, sind da schon mal kosten von x-tausend € pro Einheit umzulegen. Diese werden halt auch durch das Hausgeld finanziert.

Hier muss der Betroffene hal genau hinterfragen. 5€/m² oder mehr ist schon heftig und würde von mir angezweifelt werden. Und selbst wenn das der Wirtschaftsplan so vorsieht, per Eigentümerversammlung kann dieser auch wieder den aktuellen gegebenheiten angepasst werden.

Die meisten verlieren nämlich an Wert.

In der momentanen Wirtschaftslage halte ich das für eine
gewagte
These.

Eine These ist es, klar, in der Vergangenheit ist aber genau dieses passiert.

Hallo!

Ich würde zunächst versuchen, auf der nächsten Eigentümerversammlung alle Posten, an denen gespart werden kann, radikal zu kürzen. Sollte das nicht fruchten, kann man sich ruhig auch nach entsprechenden Urteilen umsehen.

Wie ich gelernt habe ist es keineswegs so, dass man in einer WEG jede noch so schwachsinnige Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren hat.

Durchforste die Ursachen für die hohen Kosten, ggf. mit einem Immobilienprofi / Gutachter. Dann weisst Du, wo Du ansetzen kannst.

300 - 400 Eur für eine hochklassige 100qm Wohnung in einer gepflegten kleinen Anlage sind meiner Erfahrung nach allerdings normal.
Ich habe mir, als ich mir das Thema WEG noch angetan habe, regelmässig wegen der Rückstellungen die Zähne an den übrigen WEG-Mitgliedern ausgebissen. Wenn nicht die Summe für einen Neubau des Hauses auf dem WEG-Konto lag, wurden die schon nervös.

Viel Erfolg und bleibe beharrlich. Je mehr einzelne Spinner die Kosten in die Höhe treiben, umso geringer wird die Chance auf Verkauf der Wohnung.

Gruß,
M.

also denke ich das die hälfte aus Heitzkosten besteht.

Hallo, Du denkst das? Das muß man zur Analyse schon genau wissen!
Nur mit einer aktuellen Verwaltungsabrechnung mit allen einzelnen Positionen kann man hier eine Aussage treffen. Wie hoch ist die Rücklagenbildung? Wird momentan extra angespart für eine anstehende Sanierung (z.B. Dach, Fassade, Tiefgarage)? Warst Du bei der letzten Eigentümerversammlung?
Es ist generell schwerer, eine Wohnung mit hohem Hausgeld zu verkaufen. Kann man aber erklären warum und wie sich das zusammensetzt und wenn sich z.B. das Hausgeld etwa nach einer Sonderansparung für eine große Sanierung wieder senkt, kann es schon besser wieder aussehen mit dem Verkauf. Man muß es aber schon auch genau wissen.