Haushaltshilfe beschäftigen - Minijob nicht möglich

Hallo,

eigentlich war geplant, eine Haushaltshilfe mit Minijob anzustellen. Nun geht das leider nicht, da sie laut Minijobzentrale neben ihrem versicherungspflichtigen Hauptjob nur einen Minijob haben darf, und den gibt es schon.
Wie lässt sich das denn a) legal und b) möglichst einfach regeln?

Es geht nur um ca. 1 1/2 Stunden wöchentlich, das kann aber auch mal variieren. Eine andere Person zu suchen kommt nicht in Frage.

Ich bin dankbar für Hinweise.

Viele Grüße,
Jule

Wir bieten hier mit unserem Förderverein für Alten-, Kranken- und Familienhilfe den Mobilen Sozialen Hilfsdienst (MSHD) auf Basis der Ehrenamtspauschale an. Das ist steuerfrei für die Leistungserbringer und wird nicht auf einen Hartz-IV Bezug angerechnet.

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Das wäre toll. Aber Ehrenamtspauschale geht, glaube ich, nur für Vereine u. ä., oder?

Das ist korrekt. dass es die Ehrenamtspauschale nur in Vereinen gibt.Genau genommen handelt es sich hierbei um die Übungsleiterpauschale (der Begriff war mir vorhin nicht eingefallen).

Hallo,

in dieser Konstellation gibt es keine Möglichkeit, einen zweiten Mini-Job auszuüben.
Die einzige mE theoretische Möglichkeit wäre es, beide Mini-Jobs zu einem Mini-Job bei einem einzigen AG zusammenzufassen, der dann an zwei Orten stattfindet.
Das setzt aber ausführliche Absprachen - möglichst schriftlich dokumentiert - zwischen den gemeinsamen Arbeitgebern sowie eine klare arbeitsvertragliche Grundlage voraus.

&tschüß
Wolfgang

&tschüß
Wolfgang

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Danke für diese Idee. Allerdings ist der bestehende Minijob bei einem Unternehmen mit einer ganz anderen Tätigkeit. Das wird also nicht gehen.

Ach, in dieser Situation ist die Regelung wirklich ärgerlich.

Was wäre denn zu tun, um sie ganz normal sozialversicherungspflichtig anzustellen? Ist das als Privatperson leistbar?

Viele Grüße,
Jule

Servus,

das ist hier von der Knappschaft, die sonst für die Minijobs zuständig ist, Punkt für Punkt erläutert:

https://www.kbs.de/SharedDocs/Downloads/DE/VersicherungsrechtBeitraegeMeldungen/Broschueren/VersicherungspflichtigeBeschaeftigungimPrivathaushalt.pdf?__blob=publicationFile

Darüber täte ich mir aber keine grauen Haare wachsen lassen (die hab ich nämlich schon) - die nötigen Meldungen zur Sozialversicherung und zum Kalenderjahr an die Finanzbehörde und die monatliche Abrechnung eines festen Monatslohns sollte eine StB-Kanzlei für recht kleines Geld hinkriegen - wenn die Anmeldung mal gemacht ist, ist das eine Sache, die „per Knopfdruck“ weiterläuft.

Schöne Grüße

MM

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Danke. Und uff. Das muss ich mir in Ruhe noch anschauen. Ob sich die Beauftragung einer Steuerberatung bei so kleinem Stundenumfang (und Gehalt) lohnt? Eigentlich war gerade kein festes Gehalt geplant, sondern Flexibilität auf beiden Seiten, aber gut, das kann man sehen. Sonst ufert das ja völlig aus.

Servus,

jetzt hat es mich doch interessiert, ob es von Lexware (vom Haufe Verlag, der zusammen mit Beck und NWB sozusagen den Katechismus der StB-Kanzleien stellte, als das alles noch auf Papier gedruckt im Regal stand) nicht auch was für die Lohnabrechnung und die damit zusammenhängenden Meldungen zu Lohnsteuer und Sozialversicherung gibt, und siehe da: Ja, es gibt. Lexware ist bekannt für die sehr sorgfältig gestalteten Benutzeroberflächen, die der behandelten Materie den Ruch der Geheimwissenschaft nehmen und die Dinge so einfach präsentieren, wie sie letztlich sind.

Lexware Office Lohn & Gehalt kostet bei einem Mitarbeiter 12,90 € / Monat, bis 12. Oktober läuft eine Reklameaktion zum halben Preis. Die laufende Arbeit damit ist auch deswegen charmant, weil da keine persönlichen Daten lokal gespeichert werden und man daher kein häusliches Fort Knox dafür einrichten muss.

(Man verzeihe mir diesen konkreten Hinweis auf ein Angebot - wer hie und da mit Sachen von Haufe gearbeitet hat, weiß, dass das ungefähr so ist, als würde man für Tütensuppen Knorr oder Maggi oder für Puddingpulver Dr. Oetker empfehlen…)

Schöne Grüße

MM

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Und weil sowas schnell ausufert, werden die allermeisten (?) Haushaltshilfen schlicht und einfach dann doch schwarz beschäftigt…
Hier und vermutlich anderswo finden sich zudem keine solchen Hilfen, die für den Mindestlohn arbeiten würden.

Neugierhalber: Wohin sollte denn die legale Beschäftigung eines SV-pflichtigen Arbeitnehmers ausufern? Etwa in eine bessere Rente für diesen? Oder in den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung, den dieser auf den Wegen von und zur Arbeit und bei der Arbeit dann genießt? Oder einfach nur dahin, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung erträglich bleiben, weil sie auf mehr Schultern verteilt sind?

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Organisatorisch. Sekundärkosten.
Dem Terminus „ausufern“ habe ich nur übernommen.

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Servus,

organisatorisch geht es um ungefähr zehn bis fünfzehn Mausklicks im Monat, die Sekundärkosten betragen wie oben beschrieben 6,45 € / Monat.

Aber natürlich jammert jeder, der es mir überlässt, Steuern und Sozialabgaben für ihn mit zu bezahlen, über die schreckliche Bürokratie, die ihm gar keine Wahl lässt, als eben diese Abgaben zu hinterziehen.

In einem früheren Leben habe ich Dutzende von winzigen Unternehmerchen aus der Gegend Taxi - Schnellimbiss - Gastronomie - Kurierfahrer - Baunebengewerbe und dergleichen steuerlich betreut, und jeder hat irgendeine Ausrede erfunden, weshalb er unbedingt Steuern hinterziehen „müsste“.

Ja, es ist wirklich schlimm, dass wir in einem Gemeinwesen leben, in dem die gegenseitige Hilfe transparent und einigermaßen gerecht mit entsprechenden Rechtsnormen organisiert ist und sowas wie Straßen und Schulen für jeden ohne hohe Gebühren benutzbar sind, das ist schon wahr.

1350 saßen die nicht oder nicht mehr arbeitsfähigen Leute halt als Bettler vor der Kirche auf dem Marktplatz - das ging doch auch!

Schöne Grüße

MM

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Geht es noch ein bisschen dramatischer?

Ich bin durchaus eine Freundin der Minijobregelung die sehr unkompliziert ermöglicht, eine Hilfe offiziell zu beschäftigen und verstehe nicht, warum 90% der Hilfen nicht angemeldet sind.
Wenn in so einem Fall aber man sich erst in ein völlig neues System einarbeiten muss ist das für die AG nicht eben attraktiv. Es geht ja so leicht auch ohne.

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Danke, auch das schaue ich mir an.

Ja, eben! Ich bin nicht begeistert, dass das hier nicht geht, es hätte so einfach (und günstig) sein können. Person ist gefunden, Bezahlung soll auch gut sein.

Nun, mal sehen, ob ich es hinkriege, mich in Lohnabrechnung einzuarbeiten.
Neben legal und solidarisch - was mir beides wichig ist - fände ich eine Unfallversicherung halt auch wirklich gut.

Viele Grüße,
Jule

Unter uns: Es ist von 1883… :upside_down_face:

bei der Berufsgenossenschaft dürfte das (ich hab das nicht konkret nachgeschaut) beitragsfrei sein, aber sie leistet (in dem gewohnten spärlichen Umfang) im Fall des Falles unabhängig davon, wenn mal was sein sollte.

Schöne Grüße

MM

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Ich bin aber nicht von 1883… für mich ist es neu. Und ja, ich hätte es lieber ohne den Aufwand.

das geht ja - dann kostet es halt. Wobei es durchaus nützlich ist, hier ein bisselchen zu vergleichen, was verschiedene StB für diese an sich banale Abrechnung nehmen. Wenn ich mal die 120 €, die - Gott sei’s geklagt, getrommelt und gepfiffen - eine Stunde Steuerfachangestellter „mit allem“ (also inklusiv DATEV-Gebühren etc.) üblicherweise kostet, als Maßstab hernehme, sollte so eine Abrechnung für 30 € im Monat zu machen sein, und es dürfte nicht so schwer sein, einen zu finden, der das auch für 15 € macht.

Schöne Grüße

MM

Ich kann dich gut verstehen. Für ca. 1,5 h pro Woche etwas kaufen/installieren, was @Aprilfisch Spaß macht, wo sich aber jeder andere erst einmal reinfuchsen muss….ist mühsam und eigentlich viel zu aufwendig.

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