Hallo,
ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich versuchs mal.
Nachdem ich es mit dem Haushalt einfach nicht noch zusätzlich
zur Arbeit schaffe, habe ich mir überlegt einmal die Woche
jemanden kommen zu lassen.
Dummerweise hab ich keine Ahnung wie ich vorgehen soll. Also
jemanden finden ist ja nicht das Problem denke ich, aber
vielleicht wären ein paar Erfahrungsberichte nicht schlecht.
Also wie kommt die Haushaltshilfe in die Wohnung? Eigener
Schlüssel?
Muss man sich neben sie/ihn (wir wollen ja nicht sexistisch
sein
setzen während geputzt wird?
Was verdient so jemand?
Wie ist das mit Anmelden, Steuer usw. (ich hab gesehen, man
kann so jemanden von der Steuer absetzen…)??
Schwieriges Thema: Man kann Glück haben, oder auch den vollen Reinfall erleben. Nach zwei Reinfällen haben wir es dann sein lassen. Glücklicherweise helfen momentan die Au-Pairs etwas im Haushalt mit, und so schaffen wir es gemeinsam wunderbar.
Anzeigen sind natürlich eine Möglichkeit, aber was wir da so an Kandidaten hatten, … Beim ersten Mal haben wir nach dem Motto:„Das kleinere Übel“ entschieden, und wurden trotzdem enttäuscht. Beim zweiten Mal wollten wir sicher gehen, und ließen uns Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld geben, und sind auch nicht besser gefahren. Wir wollten auch jemandem vollstes Vertrauen entgegen bringen, und sind so die Typen, die es hassen, strikte Vorgaben zu machen, sondern erwarten, dass jemand die Arbeit sieht, und mitdenkt, was wohl mal wieder anliegen könnte. Tatsächlich hätte man wirklich detaillierte Zettel zum Abhaken schreiben müssen (was wir dann auch erfolglos mal praktiziert haben) und daneben stehen müssen.
Wir haben uns damals aufgrund der Schwierigkeiten des Findungsprozesses dieses Verhalten zu lange bieten lassen, und hätten unser Geld so auch gleich aus dem Fenster werfen können. Heute würde ich jedem empfehlen, nach dem Motto zu arbeiten:„Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“ Wir hatten dann Glück, dass Madame eines Tages einfach nicht mehr kam, und bis heute Hausschuhe und ausstehenden Lohn zurückgelassen hat.
Ach ja, die Stundensätze sind sehr ortsabhängig, und hängen natürlich auch mit den zu erledigenden Aufgaben zusammen. Ein Fehler den wir damals auch gemacht haben war, dass wir mit der Zahl der Stunden recht großzügig waren. Heute würde ich ganz klar vorab besprechen, was in welcher Zeit zu erledigen ist, und dann auch keinen Cent mehr zahlen, wenn nicht wirklich gewichtige Gründe einen größeren Zeitaufwand rechtfertigen. Wir mussten leider eine recht inflationäre Zunahme der Stunden bei gleichzeitig immer schlechter werdender Arbeit feststellen, und es gibt durchaus einen Unterschied zwischen „gründlich“ und „pingelig“ den man auch nicht unbedingt bezahlen will. Eigener Schlüssel ist in diesem Zusammenhang auch ein Thema. Einerseits will man natürlich, dass jemand die Arbeit auch in Abwesenheit erledigen kann, andererseits ist dies natürlich auch ein Freibrief zu kommen und zu gehen wann man will, und Stunden aufzuschreiben, die tatsächlich nicht geleistet sind. Wir haben der letzten Dame dann den Schlüssel wieder weggenommen, um dem Einhalt zu gebieten.
Das klingt jetzt alles wenig erbaulich. Vielleicht bin ich aber auch so gefrustet, weil ich mich noch gut an die Zeit bei meinen Eltern erinnern kann, in der „Unsere Maria“ als klassische Gastarbeiter-Ehefrau ohne jegliche Sprachkenntnisse zu uns kam, und über die Jahre hinweg zum echten Familienmitglied wurde. Da gab es nie einen Grund zur Klage, da brauchte es keine Arbeits- und Abrechnungszettel, da wurde der Schlüssel auch gerne genutzt um während unseres Urlaubs mal zwischendurch nach dem Rechten zu sehen (und nicht jedes Füllen der Katzennäpfe mit einer Stunde in Rechnung gestellt), …
Gruß vom Wiz