Hauskauf aber evtl. Grundwasserproblem?

hallo,

wir haben nun endlich ein haus gefunden welches uns gefällt und unseren wünschen enspricht.

das haus ist aus dem jahre 1960 und hat einen 2 raum teilkeller.

nun zum problem: bei der besichtigung war der keller erst am schluss auf meiner nachfrage hin besichtigt worden, wobei mir direkt auffiel, dass kleine pfützen (max. 1cm) wasser im keller waren. die wände hatten bekannte „schatten“, man konnte also direkt sehen dass das wasser mal knapp 50cm hoch stand.

laut makler stand das wasser aber nur kurz, da von der konstruktion im keller das obere rohr abgegangen war, nach dem verstärken der konstruktion, war angeblich kein wasser mehr im keller außer kleine prützen. ein bild habe ich mal angehangen, vllt kann mir jemand was dazu sagen.

kurz: nur schwarzes rohr= wasser im keller
         schwarzes +graues rohr= angeblich kein wasser mehr

das haus ist sonst sehr gepflegt, mauerwerk etc. ist okay, keine stellen/risse etc., es liegt also an dem keller, ob wir uns für oder gegen das haus entscheiden.

wäre super wenn uns jemand tipps geben könnte.

gruß daniel

http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=e7acfa-142…

Hi!
Also ich kann mir nicht vorstellen, dass wegen einem defektem Abflussrohr, wie abgebildet, irgend wann mal 50 cm hoch das Wasser im Keller steht oder stand.

Da müsste man mal die Wahrheit herausfinden,
wenn das Haus ansonsten OK ist.
Also mit einem Nassauger den Kellerboden gut absaugen, trockenwischen,
und dann beobachten, ob er wieder nass wird.

Grüße, E!

Hallo!
Leider kann man anhand des Bildes so gut wie nix sagen. Da schaut ein uralt HT- Rohr
aus dem Boden, ohne dass irgendwas angeschlossen ist, was soll uns das jetzt sagen?
MfG
airblue21

genau das fragen wir uns ja auch, nichtmal der makler konnte uns erklären warum da nen rohr aus dem boden ragt, er meinte nur das der verkäufer des hauses, wasser im keller hatte und nachdem „montieren“ des rohres angeblich kein wasser mehr im keller steht, weil das grundwasser wohl keinen druck hat um durch das rohr zu kommen.
mit dieser aussage können wir natürlich auch nichts anfangen :frowning:

aber ein HT rohr als „absicherung“ für das grundwasser oder ähnliches hat noch niemand so gesehen?

wir dachten schon das es nen bekannter trick wäre.

danke für eure antworten schonmal.

gruß daniel

Hallo gonzo88,

vermutlich ist dieser Hauskauf für euch ein erheblicher finanzieller Kraftakt.

Damit es für euch kein böses Erwachen und ein finazielles Desaster gibt, investiere in ein Gutachten eines Gutachters, den ihr beauftragt (und bezahlt). Wenn es tatsächlich „nur“ eine Undichtigkeit eines Rohres war (was ich mir bei 50 cm hohem Wasserstand schwer vorstellen kann), seid ihr auf der sicheren Seite und falls nicht, bewahrt euch das Gutachten vor einem Fehlkauf und dem Finanzkollaps.

Falls ihr trotz undichtem Keller kaufen wollt, könnt ihr mit dem Gutachten voraussichtlich den Preis erheblich drücken . . .

Mein Rat: Glaub´ dem Makler nicht - der will verkaufen und der wird garantiert nicht für spätere Schäden haften.

Der Wassereinbruch kann unterschiedliche Gründe haben. Auf die Ferne ist das nicht seriös beantwortbar.

Ich empehle Ihnen einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der die Ursache dafür feststellt.
Ein teures Gutachten ist dafür nicht erforderliche

Hallo,

schon mal an eine Kamera-Kontrolle des Rohres gedacht?
Man kann dann feststellen, ob das Rohr eine Verbindung ins Abwassernetz hat, oder ob es nur ins Erdreich geht. Dann kann man eher sagen, wo das Wasser im Keller herkommt.

Übrigens kann sich die Kamera-Kontrolle auch für die übrigen Abwasserrohre lohnen. Ein Bekannter von mir hat sich beim Besichtigungstermin gleich die Rohre mit einer Kamera inspizieren lassen. Es sind jede Menge kleiner Schäden und jede Menge Wurzeleinwüchse (bis 90% der Nennweite - also kurz vor einer Verstopfung!) unter dem Garten festgestellt worden.
So konnte er den Preis um 7.000.-EUR drücken.
Investiert hat er für die Kamerakontrolle unter 150.-EUR!

Viel Erfolg!

MFG Alexander Kreis

Kauf einer ewigen Baustelle
Servus,

also ein Loch in der Bodenplatte, das sich aus irgendeinem Grund nicht einfach verschließen lässt, sondern Verbindung zu (laut Makler) Grundwasser, vermutlich aber eher zur Kanalisation hat, und das dann der Einfachkeit halber mit einem Rohrabschnitt versehen wird, der höher endet als das eindringende Wasser normalerweise steigt?

Hier wäre doch eigentlich die erste Frage, warum man da irgendwie rumbastelt und das offenbar funktionslose Loch nicht schlicht zumacht?

Klingt so, als wisse der jetzige Besitzer überhaupt nicht, was sich zwischen seiner Bodenplatte und dem Anschluss an die öffenliche Kanalisation abspielt, und ließe aus einem Grund, den er nicht sagen möchte, lieber die Finger davon.

Nicht gut.

Schöne Grüße

MM

Hallo!
Ich habe jetzt erst das Bild richtig gesehen, das Rohr wurde über den Höchststand des
damaligen Wasserstandes hochgezogen und das Wasser kommt m.E. aus dem Kanalnetz.
Da das Rohr nicht verschlossen ist, müsste es eigentlich in dem Raum nach Kanal
gestunken haben. Wenn nicht, dann könnte das Rohr auch in einen Sickerschacht führen
und man hat Abwasser illegal versickern lassen. Auf jeden Fall ist der Tipp mit
Kanalfernsehen sehr gut, ich würde das machen lassen.
MfG
airblue21

Alles richtig was hier empfohlen wurde. Ohne einen Sachverständigen keine vernünftige Antwort.
Sachverständige finden Sie unter: www.dhbv.de und dann SV und Postleitzahl eingeben.

Hallo,

nach der Geschichte würde ich, egal wie die Sache mit Gutachten, Kamera, … ausgeht, auf jeden Fall darauf bestehen, dass die behauptete Fassung des Maklers in den Notarvertrag kommt, und im Übrigen diesbezüglich ein Ausschluss vom Haftungsausschluss vereinbart wird. Sollte dann später doch entgegen der früher getätigten Aussagen etwas passieren, hätte man zumindest den Verkäufer in der Haftung drin.

Und bei einem Verkäufer, der so einem Passus nicht zustimmt, würde ich so ein Haus ganz sicher nicht kaufen. Dann weiß der mehr, als er erzählen möchte.

Gruß vom Wiz

Wunsch und Wirklichkeit
Hallo Wiz,

und Du glaubst tatsächlich, dass jemand vertraglich für Schäden die Haftung übernimmt, die in der Zukunft (also nach dem Kauf) passieren Können . . . ?

Würdest Du als Verkäufer so einen Vertrag wirkich unterzeichnen?

Hallo,

ja, es soll tatsächlich Verträge auf dieser Welt - sogar für Gebrauchtwaren - geben, die Regelungen zur Gewährleistung enthalten. Dabei ist das so ganz grundsätzlich nicht einmal erforderlich, weil erstaunlicherweise sogar der Gesetzgeber vorsieht, dass auch bei Gebrauchtwaren grundsätzlich eine Gewährleistungspflicht gegeben ist. Die kann der gewerbliche Händler zwar von zwei auf ein Jahr reduzieren, und der private Verkäufer ganz ausschließen, was auch regelmäßig wird. Dies heißt aber noch lange nicht, dass ein Käufer da ebenso regelmäßig vollumfänglich mitspielen muss.

Wenn hier die nicht gerade geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass hier die Ursache für Wasserschäden bereits besteht, dann sollte man hier auf entsprechender Gewährleistung und auch Haftung für hieraus erwachsende Schäden bestehen. Ist sich der Verkäufer seiner Sache sicher, dass die Ursache behoben wurde, kann und wird er dies akzeptieren, wenn er anders seine Hütte nicht los wird. Und als Käufer wäre für mich eine Weigerung ein klares Signal, mich von diesem Objekt zu verabschieden.

Gruß vom Wiz, der täglich noch ganz andere Gewährleistungs- und Haftungsbedingungen akzeptieren muss, wenn er Verträge mit Großkunden aus der Industrie abschließen will

Hallo!

Da ist doch ein Rahmen um das Rohrende am Fußboden . nach Foto ca. 60 x 40 cm.
Das kann ein Revisionsschacht sein, der ursprünglich natürlich offen war und den Zugang zu einem vertieft liegenden Rohrstück ermöglichte.
Oben wäre es dann mit Metallplatte abgedeckt.

So etwas hat man, wenn das für ein Reinigungsstück der Grundleitung (sei es Regen- oder Abwasser) gebraucht wird.

Aber ich kann nicht erklären, warum das Rohr jetzt offen ist und mit einem Meterstück 50er Rohr offen = belüftet ist.
Abwasser(Fäkalien) kann das Rohr nicht führen, man würde den Kanalgeruch im Keller haben.
Macht niemand freiwillig.

Und auch bei Regenwasser braucht man nicht mittendrin zu belüften. Schließlich sind die Leitungen zum Dach hin offen und belüftet. Man würde auch immer vermeiden Rohre/Schächte im Kellerfußboden zu haben.

Ungeprüft solltest Du das Haus nicht kaufen.
Frage den Verkäufer ob er eine Rohrinspektion mit Kanalkamera vom Keller aus erlaubt oder gar ganz/anteilig mitbezahlt.
Viele Sanitärfirmen haben eigene Rohrkameras, sonst natürlich Kanalreinigungsfirmen.

Dann kann man hoffentlich vom Keller aus in das abgezogene Rohr einfahren und Rohr bis Einmündung(wo auch immer) verfolgen. Man sieht auch Rohrschäden dabei.

Hier ist dringend angeraten einen Verlegeplan anfertigen zu lassen, damit man sieht wie es abläuft und von woher(und wann) Rückstau oder was auch immer kommen kann.

MfG
duck313

Hallo

Vermutungen aufgrund des Fotos gibt es ja schon einige.
Bevor Du in einen Sachverständigen investierst, könntest Du Dich auch einfach mal in der Nachbarschaft umhören - wenn es Probleme mit hohem Grundwasserstand/drückendem Wasser gibt, dann ist i.d.R. nicht nur ein Haus davon betroffen …
Und auch mal einen Blick in den Bebauungsplan werfen > wie heisst das Baugebiet?

Z.B. in einem Baugebiet mit „Siedlungshäuschen“ aus den 60ern - ich nenne es mal „In den feuchten Wiesen“ haben fast sämtliche Häuser dauerfeuchte Keller, alle paar Jahre mal Wasser im Keller.

Oft ist schon der Name, die frühere Nutzung, Bach/Gräben in der Nähe ein sehr starkes Indiz, für das, was man zu erwarten hat :wink:

wobei mir direkt auffiel, dass kleine pfützen (max. 1cm) wasser im keller waren. die wände hatten bekannte „schatten“, man konnte also direkt sehen dass das wasser mal knapp 50cm hoch stand.

Auf einen halbwegs trockenen Keller sollte man da aber wirklich nicht hoffen.

Grüsse Rudi

Moin Wiz,

lange Rede (Schreibe): Wieviel Immobilien vertickst Du denn und machst die Verträge dazu - täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich?

Oder basieren Deine Erfahrungen ausschließlich auf Neuwaren aus industrieller Fertigung?