Hauskauf aber wie?

Hallo
Wir hätten die Möglichkeit ein Haus zu bekommen (Kaufpreis 75000 €), da mein Mann aber erst kürzlich wieder angefangen hat zu arbeiten (bekam vorher Hartz4) denke ich das das mit nem Kredit schwierig werden könnte. Der Verkäufer hat uns Mietkauf angeboten mit monatlich 300 € für 3 Jahre und dann hätten wir die Möglichkeit das eventuell über einen Kredit käuflich zu erwerben. Aber was ist mit den Notarkosten usw? Der Verkäufer meinte das man das nach den 3 Jahren auch noch machen kann. Gibt es da irgend eine andere Möglichkeit.

Ich hoffe ich habe das verständlich geschrieben würde mich über eine Antwort freuen.
mfg banane

Hallo

Hallo
Wir hätten die Möglichkeit ein Haus zu bekommen (Kaufpreis
75000 €), da mein Mann aber erst kürzlich wieder angefangen
hat zu arbeiten (bekam vorher Hartz4) denke ich das das mit
nem Kredit schwierig werden könnte.

Nicht schwierig, sondern schlichtweg unmöglich.
Was ist mit Eigenkapital? Sicherlich nicht vorhanden == Noch unmöglicher

Der Verkäufer hat uns

Mietkauf angeboten mit monatlich 300 € für 3 Jahre und dann
hätten wir die Möglichkeit das eventuell über einen Kredit
käuflich zu erwerben. Aber was ist mit den Notarkosten usw?
Der Verkäufer meinte das man das nach den 3 Jahren auch noch
machen kann. Gibt es da irgend eine andere Möglichkeit.

Der Verkäufer hat recht. Lasst euch ein Vorkaufsrecht schriftlich einräumen, spart 3 Jahre und dann könnt ihr die Hütte immer noch kaufen oder auch nicht.
Die ganzen nebenkosten werden ja erst bei Kuaf fällig. Ca 5% des Kaufpreises müssen obendrauf gerechnet werden

Ich hoffe ich habe das verständlich geschrieben würde mich
über eine Antwort freuen.
mfg banane

LG
Mikesch

Danke für die schnelle Antwort mikesch
mfg banane

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Nebenkosten sollte man 5000 bis 10.000 Euro rechnen, sonst wird’s eng.

Gruss

Andreas

Hallo,

Nebenkosten sollte man 5000 bis 10.000 Euro rechnen, sonst
wird’s eng.

die vorstehende Angabe von 5% ist richtig. Die von Dir genannten Beträge mögen in vielen Fällen zutreffend sein, dennoch geht Deine Antwort etwas an der Sachlage vorbei, denn die 5% setzen sich zusammen aus 3,5% Grunderwerbsteuer und 1,5% Notargebühren. Da soll dann mal jeder selbst rechnen, was bei ihm anfallen wird.

Gruß,
Christian

Hallo,

dann muss man höher rechnen. Es sind ja die vielen Kleinigkeiten, die sich summieren. Nicht nur ein Umzug kostet Geld. Viele richten sich gleich neu ein, es wird tapeziert, laminiert usw.

Gruss

Andreas

Hallo,

dann muss man höher rechnen. Es sind ja die vielen
Kleinigkeiten, die sich summieren. Nicht nur ein Umzug kostet
Geld. Viele richten sich gleich neu ein, es wird tapeziert,
laminiert usw.

diese Dinge gehören nicht zu den eigentlich Anschaffungsnebenkosten einer Immobilie. Wer bei den von Dir erwähnten Dingen mit 5% rechnet, kann die Zwangsvollstreckung gleich selbst in die Wege leiten.

Ich hatte mal einen Kollegen, der 25% Eigenkapital für Baufinanzierungen verlangte und den gleichen Betrag für Einrichtung u.ä. Er hatte zwar nicht die meisten Abschlüsse, aber die wenigsten Ausfälle.

Gruß,
Christian

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Zitat aus einem Posting vom 1.3.2007:
schau doch mal hier: http://www.n-heydorn.de/hypothek.html
Da kannst Du alles selber eintragen und sehen, was sich machen lässt.
Zitat Ende

Zu Makler, Grunderwerbsteuer und Notar kommen auch noch die sofort nötigen Renovierungen/Reparaturen.
==> Haus von jemand, der sich auskennt begutachten lassen!

Gruß JoKu

Danke, danke für die zahlreichen Antworten.

Wir haben uns gestern eine Variante durchrechnen lassen mit 3 Jahren Mietkauf und nach den 3 Jahren wäre mein Bausparvertrag zuteilungsreif sodas wir dann die Finanzierung über meinen Bausparvertrag laufen lassen könnten.
Wer kann mir sagen, ob das ein realistisches Angebot ist.

3 Jahre lang 350 Euro im Monat, davon werden 130 Euro angerechnet.
Und der Rest dann über den Bausparvertrag.

Nochmal der Kater ,)

Danke, danke für die zahlreichen Antworten.

Wir haben uns gestern eine Variante durchrechnen lassen mit 3
Jahren Mietkauf und nach den 3 Jahren wäre mein Bausparvertrag
zuteilungsreif sodas wir dann die Finanzierung über meinen
Bausparvertrag laufen lassen könnten.
Wer kann mir sagen, ob das ein realistisches Angebot ist.

3 Jahre lang 350 Euro im Monat, davon werden 130 Euro
angerechnet.

350€ Miete oder wie ist das zu verstehen?? Wo werden die 130€ angerechnet?

Zuallerst würd ich mich mal um den KP des Hauses kümmern. Das ist nämlich der, den ein Käufer bezahlen würde und zwar mit Mietern!! Und nicht was einem Eigentümer vorschwebt, nach gewissen Verkehrswertschätzungen.
Wenn die 75.000 über BSV finanziert werden sollen müssen dort mindestens 40% drin sein und das passiert sicher nicht in 3 Jahren, wären dann um die 10.000 jedes Jahr, bei angeblichen 3 jahren. Irgendwas stimmt da nicht oder wurde schön gerechnet. Also bitte mal alle Fakten des Angebotes auf den Tisch, sonst kann man kein Urteil drüber abgeben

Und der Rest dann über den Bausparvertrag.

das verstehe wer will:wink:

LG
Mikesch

Danke, danke für die zahlreichen Antworten.

Wir haben uns gestern eine Variante durchrechnen lassen mit 3
Jahren Mietkauf und nach den 3 Jahren wäre mein Bausparvertrag
zuteilungsreif sodas wir dann die Finanzierung über meinen
Bausparvertrag laufen lassen könnten.
Wer kann mir sagen, ob das ein realistisches Angebot ist.

3 Jahre lang 350 Euro im Monat, davon werden 130 Euro
angerechnet.

Guten Morgen,

1.) Mietkauf
Nachteilig hier ist die oft völlig unklare rechtliche Gestaltung. Im Normalfall wird ein Vertrag (notariel!) erstellt, wo alles geregelt sein muss. Hier muss unbedingt im Grundbuchblatt eine Auflassungsvormerkung für den Mietkäufer eingetragen werden.
Dann muss man sich mal überlegen, was einen Hausverkäufer dazu bringt, sein Haus zu verkaufen, aber mit dem Geld gnädig noch Zeit zu haben. Die einfachste Erklärung ist, dass das betreffende Objekt einfach nur ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis hat. Mit einfachen Worten: zu Teuer!
Hier würde ich mir unabhängigen Rat einholen. Nichts ist unnützer, als hier einen Makler oder den Finanzberater zu Rate zu ziehen, der an der Finanzierung verdient. Beide bekommen ihre Provision anhand des Kaufpreises bzw. der Finanzierungssumme berechnet.

Weiterhin ist beim Mietkaufmodell immer zu beachten, dass ein Ratenzuschlag (meist um 5%) den Kaufpreis noch einmal verteuert.
Bei der Gestaltung des Vorgangs ist es wichtig, immer einen unabhängigen Rechtsbeistand zu befragen. Unter der Annahme, dass ich selbst Mietkäufer wäre, würde ICH den Notar bestimmen. Nicht der Verkäufer. Und ich würde mir vorher tagelang den Kopf zerbrechen, welche Fragen ich dem Notar stelle. Und dafür hätte ich ständig was zu schreiben bei mir, um am Ende mit tausenden von Fragen vor dem Notar zu sitzen. Aber dafür bekommt er viel Geld, welches bei vielen Fragen gut angelegt ist, bei stummer Zuhörerschaft aber zum Fenster rausgeschmissen wurde.

  1. Bausparvertrag
    Der Bausparberater verdient an der Vermittlung des Bausparvertrages.
    Der Verkäufer verdient prächtig an der Veräuserung eines wahrscheinlich zu teuren Objektes.
    Wenn hier noch kein oder sehr wenig Eigenkapital vorhanden ist, wird es sich wahrscheinlich um eine Zwischenfinanzierung handeln (???). Die nette Bank gewährt mir ein Darlehen, welches nicht getilgt wird. Stattdessen wird erstmal Geld in den Bausparer gepumpt, auf dass der irgendwann zuteilungsreif werde. Damit wird das Bankdarlehen abgelöst und das eigentliche Bauspardarlehen beginnt. Wäre dem so, hat man allerdings die absolut beste Finanzierung auf die Beine gestellt. Besser kann kein Mensch Geld verdienen. Die Finanzierer hauen sich gegenseitig die Taschen voll, der Kunde ist wieder mal der Angeschmierte. Aber das ist nur eine Vermutung.

Fakt ist, dass die Bonitätsprüfung nicht mit Abschluss des Bausparvertrages erfolgt, sondern mit Beantragung des Bauspardarlehens. Und wenn in drei Jahren diese Prüfung negativ ausfällt, hat man 130€ * 36 Monate, also 4.680€ (zur meist recht hohen Miete, zuzüglich der Notar- und anderen Kosten) in den Sand gesetzt.
Wenn der Verkäufer in drei Jahren nicht mehr existiert (Mietkäufe werden oft von Gesellschaften im großen Stil durchgeführt), hat man für den eigentlichen Erwerb keinen Vertragspartner mehr (ist zum Beispiel eine Frage an den von mir selbst erwählten Notar).

Als ganz einfache Empfehlung kann hier nur gelten: Geld in die Hand nehmen und einen Fachmann mit der ganzen Geschichte beauftragen. Das ist wesentlich preiswerter als jetzt emotionsgeladen sein finanzielles Grab zu schaufeln.

Schönen Sonntach noch