Hallo
Es geht um einen Hauskauf. Meine Freundin ist seit einem halben Jahr mit einem Mann zusammen und jetzt wollen sie eine ältere Doppelhaushälfte kaufen.
Sie wohnen jetzt gerade 4 Wochen in dem Haus und zahlen noch 500,- Kaltmiete (alle Nebenkosten fallen dann noch an … Strom, Wasser, und irgendwann auch Heizöl…).
Sie verdient zwischen 1000,- und 1150 ,- Euro netto monatlich. Hat noch einen alten Kleinkredit, den sie schon mehrmals aufgestockt hat und an dem sie immer noch abstottert.
Er verdient ca. 1900,- Euro netto als Hilfsarbeiter auf dem Bau. Muß aber für 3 Kinder (3 – 14 Jahre) Unterhalt zahlen. Ob er für seine (noch-) Ehefrau ebenfalls Unterhalt zahlt weiß ich nicht.
Ersparnisse haben beide nicht.
Ich weiß nicht, ob das alles für die 2 zu schaffen ist.
Ich will nicht, dass meine Freundin sich in ein unüberlegtes Wagnis stürzt, da ich glaube, dass sie unter diesen Voraussetzungen schon bei der Finanzierung der Miete für dieses Haus an ihre Grenzen stoßen.
…ob daß alles für die 2 zu schaffen ist."
Hallo, Helga,
Daß weiß ich auch nicht, da nicht alle Daten vorliegen.
Hauspreis, Ausgaben für den Unterhalt, andere Verbindlichkeiten?
Am besten, man geht mit allen Unterlagen zu seiner Bank und rechnet es mit denen durch.
Oberflächlich betrachtet klingt es sehr knapp (ca. 3000 Euro netto für im Grunde 2 Erwachsene und 3 Kinder), abgesehen von der frischen Beziehung.
Hatte vergessen, dass das Haus so etwa 50.000,- Euro kosten soll.
Die 3000,- Euro netto sind für nur 2 Personen, davon geht noch der Unterhalt für die drei bei der Kindsmutter lebenden Kinder ab, so dass sie auf ca. 2000,- Euro netto monatlich für 2 Personen kommen.
Mit der Bank das durchrechnen ist klar, aber meine Freundin ist wild entschlossen das Haus zu kaufen und daher blind für die Risiken
Ich hatte ganz vergessen zu schreiben, dass das Haus so um die 50.000,- Euro kosten soll.
Dass sie sich trotzdem übernehmen befürchte ich auch.
Mir scheint fast,dass Miete von 500,- (kalt) mit allen noch auf sie zukommenden Nebenkosten schon über die Grenze des machbaren belastet.
Gruß
Helga
Sorry, aber ich denke ebenfalls, dass sie sich damit völlig
übernehmen.
Lg
ich bin kein Finanzberater, aber meiner Meinung nach sollte man grundsätzlich nur dann Eigentum erwerben, wenn mind. 10 % Eigenkapital (vom Kaufpreis zzgl. Renovierungskosten) vorhanden sind. Ich kann deine Bedenken durchaus verstehen und würde meiner Freundin auch davon abraten.
Was wird das Haus kosten?
Wie lange können die beiden finanzieren (wie alt sind sie)?
Davon hängen die monatlichen Raten ab, und die müssen nicht unbedingt höher sein, als die Miete für dasselbe Objekt.
Aber ich gebe Dir Recht, dass es knapp klingt. Der Mann wird ca. 600 bis 800 Euro Unterhalt zahlen müssen, da bleibt wenig Spielraum. Es kann gut sein, dass daher die Banken schon von vornherein nicht mitspielen.
deine Schilderungen hören sich abenteuerlich an. Ich verstehe gar nicht, dass jemand, der schon einen Kleinkredit hat, sich mit einem höheren Kredit beschäftigt. Das kann niemals gutgehen!!! Dann noch der Unterhalt für die Kinder- ohje!
Ich bin mir aber eigentlich sicher, dass keine seriöse Bank bei nicht mindestens 30 % Eigenkapital einen Kredit vergibt - und schon gar nicht bei einer gebrauchten Immobilie. Das einzige wäre, dass deine Freundin an unseriöse Darlehensgeber geräte. Dann wäre das Unglück perfekt, denn zum einen sind die Zinsen überproportional hoch und zum anderen wäre sie die Immobilie Hals über Kopf wieder los und müsste die Kredite weiter zahlen.
Also: Rate bitte unbedingt mit allen Mitteln davon ab, denn 500,00 € Miete bei dem Einkommen sind schon viel. Die Tilgung wäre so oder so weit höher und nicht zu schaffen.
Also wenn ich das so richtig lese, dann fällt mir,
ohne den Kaufpreis zu kennen, nichts mehr ein. Wie kann man in so einer unsicheren Situation von Hauskauf träumen?! Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, wobei die Situation mit seiner Exfrau unklar ist. Da Sie eine gute Freundin sind wäre es ratsam, daß Sie sich mal ohne Freund mit ihr zusammensetzen und eine Istaufnahme Ihrer tatsächlichen Belastungen machen.
Ihre Sorge ist gefühlt begründet und nur eine Aufstellung über Soll und Haben bringt Klarheit. Ob die
Beiden unter den gegebenen Voraussetzungen überhaupt einen Kredit bekommen, ist ebenfalls noch offen?!
Vertrauen Sie keinem Bänker, denn es geht um Provision
und nur die Realitäten sorgen für Klarheit!
Anfangs dachte ich, das Haus (erbaut um 1900) solle so um die 50.000 Euro kosten, aber jetzt habe ich mitbekommen, dass der Kaufpreis um die 95.000 Euro liegt.
Ich bin entsetzt!
Das Haus hat 7 Zimmer mit 170 Quadratmeter für normalerweise 2 Personen (alle 14 Tage mal die Kinder Ihres Freundes).
Meine Freundin hat sich die Sache dermaßen schöngeredet, dass mir nur noch die Hoffung bleibt, dass jede seriöse Bank einen Kredit ablehnt, da ich schon befürchte, dass sie sich mit den 500 Euro Kaltmiete (!) auf Dauer übernommen haben.
Ich befürchte, wenn der Winter kommt und der Öltank leer ist, und beide keine Rücklagen haben, kommt das böse Erwachen vom Traum vom eigenen Haus…
Ich versuche trotzdem meine Freundin auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen!
folgen Sie meinem Rat und ich wiederhole, sind sie vorsichtig bei Banken. Die geben auch Kredite wenn die
normale Rechenweise ins Minus geht und es ist anzunehmen, dass auf das Haus eine Hypothek eingetragen wird. Sicherheit haben diese immer!
Ich kenne mich da nicht aus. Was kann denn im schlimmsten Fall passieren, wenn beide den Kredit bekommen, aber die Raten irgendwann nicht mehr schaffen?
Die Bank zieht das Haus an und verkauft es.
Ist der Kredit damit beendet? Kann der Erlös des Hauses den Kredit ausgleichen (vielleicht sogar noch was übrig bleiben), oder müssen beide weiter abbezahlen, obwohl das Haus schon weg ist?