Hallo hsvhen,
Wenn Ihr ein Haus in Bar bezahlen könnt dann ist Bar die beste Variante, damit hat man ein Argument mehr bei den Verhandlungen.
Bei einer Finanzierung ist die Frage immer wo habe ich das grösste Vertrauen, zum Anbieter oder zur Hausbank? Ich habe noch nie gehört dass eine seriöse Bank (Sparkasse, Volksbank,…) Pleite gegangen ist, jedoch schon so mancher Bauträger verkauft viele Häuser bis zur erfolgten Bezahlung und ist dann Pleite. Trotzdem sollte man ehrlich zu sich sein ob die Raten für das Darlehen und die sonstigen Ausgaben mit dem eigenen Einkommen überhaupt finanzierbar ist, ein zusätzliches Polster von etwa 10-15% der Kaufsumme für unvorhergesehene Ausgaben ist sinnvoll, Ausgaben für den Notar und die Grunderwerbssteuer sind nochmal 5% der Kaufsumme, wenn man diese Summe ehrlich finanzieren kann steht einem Hauskauf nichts im Wege.
Generell muss man nichts weiter tun, wenn der Preis, der Fertigstellungstermin und die Leistungen beider Seiten stehen, einen gemeinsamen Termin beim Notar vereinbaren, unterschreiben und bezahlen.
Beim Bezahlen sollte man immer nur so viel bezahlen wie auch schon tatsächlich Leistungen erbracht worden sind, ein Rohbau ist maximal 1/3 der Kaufsumme wert, ein weiteres Drittel der Innenausbau (E-installation, Wasserinstallation, Fenster, Heizung) und das dritte Drittel sind Türen, Böden, Fliesen, … .
Eine Summe von mindestens 5% der Kaufsumme würde ich immer zurückbehalten bis auch der letzte Pinselstrich zu meiner Zufriedenheit erledigt wurde, sozusagen als Druckmittel bei nicht Erledigung.
Denn es gilt immer: Wer zahlt, sagt was Sache ist, sonst niemand.
Und Keinesfalls von Bauträgern unter Druck setzen lassen, Nerven bewahren, und auch mal selbst logisch überlegen ob alles was der Anbieter und auch die Bank erzählen stimmen kann und schlüssig ist.
bis dann,
Servus