Hauskauf - Finanzieren über Anbieter oder Bar ?

Hallo, wir sind eine 5 köpfige Familie, also 2 Erwachsene mit 3 Kindern (Mädchen). Leben bisher in einer 84,5 qm 3 Raumwohnung, welche wir zur 4 Raumwohnung gemacht haben. Trotzdem reicht jetzt der Platz nicht mehr. Nun „überlegen“ wir, da wir bei uns keine 5 Raumwohnung finden, ein Haus zu kaufen. Haben auch schon etwas gefunden. Nur wir kennen uns überhaupt nicht aus damit, was alles damit zusammenhängt. Wer kann uns da beraten oder wo können wir hingehen um uns beraten zu lassen ? Wir leben in der Kleinstadt Meiningen in Thüringen.

LG Frank

Hallo Frank !

Ich würde zu einer (oder mehreren) Verbraucherzentrale gehen, und zu einem anerkannten (evtl. vereidigten Finanzberater) gehen.

Danach alle Auskünfte vergleichen und mit der eigenen Hausbank und einer fremden Hausbank (als Vergleich)aushandeln.

Alle „Geldgeber“ wollen eigentlich nur an Dir verdienen !

Also aufpassen und sich nicht über den Tisch ziehen lassen !

Wenn es ein gebrauchtes Haus ist, ein Gutachten und eine Energiechek machen lassen.

Beim Notar im Kaufvertrag festlegen lassen, dass der Verkäufer für versteckte oder verschwiegene Mängel auch nach dem Kauf noch haftbar ist !

Gruss Klaus

Hallo Frank. Bausachverständigen einschalten über Zustand des Hauses. Bei Barzahlung sparst Du Zinsen vieleicht kannst Du dann den Preis noch etwas drücken.viele Grüsse aus dem schönen Fichtelgeb. und viel Glück sendet Dir Karl-Heinz

Hallo,
wenn man sich nicht auskennt in Bau- und finazierungsfragen, dann sollte folgendes beachtet werden:

  1. Baubeurteilung: Unbedingt einen Fachmann (Architekt oder Bauing.) mitnehmen, wenn man sich für ein gebrauchtes Haus interessiert. Sonst ist Ärger vorprogrammiert, weil ein Laie keine Baumängel erkennen kann.

  2. Grundstücksrechte: Unbedingt beim Bauamt erkundigen, ob im Grundbuch irgendwelche Eintragungen sind, die eine problemlose Übertragung des Grundstücks verhindern. Das macht zwar bei Vertragsabschluss später auch der Notar, aber es ist besser im Voraus das zu überprüfen.

  3. Finanzierung: Ich würde über die Hausbank ein Finanzierungsangebot machen lassen, dann einen Vergleich im Internet über Baufinanzierungen anstellen und schliessllich mit allem zur Verbraucherzentrale gehen. Die haben Fachleute, die eine Gesamtberatung anstellen und und die Angebote sowie den Bericht des Architekten beurteilen können.

  4. Nachbarschaft: Gibt es Streit zwischen dem jetzigen Eigentümer und euren eventuellen zukünftigen Nachbarn? Bitte überprüfen.

Viel Glück

Günter

Hallo hsvhen,

Wenn Ihr ein Haus in Bar bezahlen könnt dann ist Bar die beste Variante, damit hat man ein Argument mehr bei den Verhandlungen.

Bei einer Finanzierung ist die Frage immer wo habe ich das grösste Vertrauen, zum Anbieter oder zur Hausbank? Ich habe noch nie gehört dass eine seriöse Bank (Sparkasse, Volksbank,…) Pleite gegangen ist, jedoch schon so mancher Bauträger verkauft viele Häuser bis zur erfolgten Bezahlung und ist dann Pleite. Trotzdem sollte man ehrlich zu sich sein ob die Raten für das Darlehen und die sonstigen Ausgaben mit dem eigenen Einkommen überhaupt finanzierbar ist, ein zusätzliches Polster von etwa 10-15% der Kaufsumme für unvorhergesehene Ausgaben ist sinnvoll, Ausgaben für den Notar und die Grunderwerbssteuer sind nochmal 5% der Kaufsumme, wenn man diese Summe ehrlich finanzieren kann steht einem Hauskauf nichts im Wege.

Generell muss man nichts weiter tun, wenn der Preis, der Fertigstellungstermin und die Leistungen beider Seiten stehen, einen gemeinsamen Termin beim Notar vereinbaren, unterschreiben und bezahlen.

Beim Bezahlen sollte man immer nur so viel bezahlen wie auch schon tatsächlich Leistungen erbracht worden sind, ein Rohbau ist maximal 1/3 der Kaufsumme wert, ein weiteres Drittel der Innenausbau (E-installation, Wasserinstallation, Fenster, Heizung) und das dritte Drittel sind Türen, Böden, Fliesen, … .

Eine Summe von mindestens 5% der Kaufsumme würde ich immer zurückbehalten bis auch der letzte Pinselstrich zu meiner Zufriedenheit erledigt wurde, sozusagen als Druckmittel bei nicht Erledigung.

Denn es gilt immer: Wer zahlt, sagt was Sache ist, sonst niemand.

Und Keinesfalls von Bauträgern unter Druck setzen lassen, Nerven bewahren, und auch mal selbst logisch überlegen ob alles was der Anbieter und auch die Bank erzählen stimmen kann und schlüssig ist.

bis dann,
Servus

Ihr werdet die Wohnung sicherlich finanzieren, also einen Kredit nehmen. Dort wo Ihr den Kredit nehmen wollt, wird man Euch sicher helfen, hier ist die Hausbank die erste Adresse. Man wird Euch nur Geld leihen für eine Wohnung, die ihr Geld auch Wert ist. Da Banken diese Betreuung täglich machen, seid Ihr da zunächst mal gut aufgehoben. Anschließend, wenn Ihr etwas schlauer seid, könnt ihr weitere Angebote einholen und vergleichen. Zum Kaufpreis kommen auch noch Notarkosten und Grunderwerbssteuer hinzu. Also nicht zu knapp kalkulieren. Aber das wird Euch Eure Bank sicher alles erklären.

Gruß Wolfgang

  1. Du musst Deine finanziellen Möglichkeiten kennen. Eine solide Finanzierung setzt 10 - 20 Prozent Eigenkapital voraus. Bei und nach dem Kauf kommt es zu weiteren Kosten wie Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbsteuer, etc.
    Es empfiehlt sich in jedem Fall, das persönliche Limit vor einem Kauf mit der Bank zu klären. Und immer Sicherheitsreserven einplanen! Z.B. für Reparaturen; eine neue Heizung kann schnell mal 10.000 Euro und mehr kosten.
  2. Marktwert und Reparaturstau der beabsichtigten Immobilie ermitteln. Die Kosten eines Wertgutachtens durch einen unabhängigen Bausachverständigen sind meist gut angelegt.
  3. Eigenleistungen abschätzen. Ohne handwerkliche Fähigkeiten oder entsprechendes Einkommen sollte man von gebrauchten Immobilien grundsätzlich die Finger lassen.
  4. Freunde fragen. Am besten Leute, die bereits eine gebrauchte Immobilie erworben und entsprechende Erfahrungen haben.

MfG