Hauskauf mit Problemen

Hallo

Wir haben ein Haus gekauft. Der Makler sagte: das Grundstück geht bis zum Zaun des Nachbarn, nach 4 Wochen kam der Nachbar und sagte mir dass sein Zaun nur wegen der Abschüssigkeit oben am Rand gezogen wurde und sein Grundstück eigentlich noch weiter gehen würde, kurz: unser Grundstück ist laut Plan kleiner als es beim Verkauf besprochen wurde.

Gibt es da eine Möglichkeit?
Der Nachbar wohnt oben auf dem Berg und fängt mit dem Grundstück eigtl nichts an. Und etwas hinterlistig, wenn auch ungewollt, ist es ja schon auch, wenn man seinen Zaun nicht direkt an seiner Grundstücksgrenze zieht, oder?
Das grenzt ja schon fast an arglistige Täuschung…oder?

Vielen dank für ein paar gute Ratschläge oder Tips…

Grüße Stephan

Hallo

kurz: unser Grundstück ist laut Plan
kleiner als es beim Verkauf besprochen wurde.

Gibt es da eine Möglichkeit?

Um was zu erreichen?

Der Nachbar wohnt oben auf dem Berg und fängt mit dem
Grundstück eigtl nichts an.

Vielleicht ist er geneigt, es zu verpachten?

Und etwas hinterlistig, wenn auch
ungewollt, ist es ja schon auch, wenn man seinen Zaun nicht
direkt an seiner Grundstücksgrenze zieht, oder?

was bedeutet denn „hinterlistig, wenn auch ungewollt?“

Das grenzt ja schon fast an arglistige Täuschung…oder?

Dass jemand seinen Zaun innerhalb seines Grundstücks da zieht, wo es ihm aus Gründen der Geländebeschaffenheit sinvoll erscheint? Oder dass der Makler dem, der ihn bezahlt, Stuss erzählt? Oder dass man ein Grundstück kauft ohne den Flurplan zu studieren?

Vielen dank für ein paar gute Ratschläge oder Tips…

Nochmal: Um denn was zu erreichen?

LG
Bommel

Hallo !

Entscheidend sind NUR die amtlichen Unterlagen im Katasteramt,die zeigen die wirkliche Größe des Grundstückes und die Grenzen auf.

Es ist nicht ungewöhnlich,daß ein Zaun nicht direkt auf der Grenze steht. Danach wird man sich natürlich zuerst orientieren,aber wichtiger sind Grenzsteine oder eben die amtliche Flurkarte.

Auch ein Makler wird sich wohl am Zaun orientieren,obwohl man von ihm sicher erwarten kann,er hat bei Verkaufsgesprächen bereits einen Auszug aus der Flurkarte vorliegen.
Nur die Übertragung der Kartendaten ins Original auf dem Grundstück ist nicht jedermanns Sache,wenn Grenzsteine nicht sichtbar sind.

Der umgekehrte Fall ist aber auch möglich,Zaun steht falsch und schon auf dem fremden Grundstück.
Da sollte man bei Unklarheiten neu vermessen lassen.

Mit einem guten Bandmaß kann man zumindest die in der Flurkarte/Lageplan stehenden Grenzlängen abmessen und kontrollieren. Da es nicht immer rechte Winkel geben wird,kann man alleine so das Grundstück nicht abstecken ,wenn es keine Grenzmarkierungen gibt.

MfG
duck313

Wo ist der Bezug zu dem, was ich geschrieben habe?

Hallo,

ein Makler erzählt immer viel…schließlich denkt der nur an seine Provision (die ja bei einem Hauskauf ein nettes Sümmchen ist).

Maßgebend ist der Kaufvertrag…was dort steht…wenn da eine Grundstücksfläche XXXX m2 genannt ist,so muss das Grundstück diese auch haben.

Im Zweifelsfall sollte man das Grundstück vor dem Kauf neu einmessen lassen…was gerade bei alten Bestandsgrundstücken durchaus sinnvol ist…siehe die Aussage des Nachbarn…auch der kann viel erzählen…
Persönlich würde ich eine Neuvermessung beim zuständigen Katasteramt beantragen…dann hat man nämlich auch sofort amtlich festgestellte Grenzen…