Hallo zusammen,
wir interessieren uns für ein schönes Reihenhaus, allerdings wird dort noch mit Nachtspeicheröfen geheizt (das Haus ist von 1969). Kann mir jemand sagen, mit welchen Kosten wir insgesamt für Ausbau und Entsorgung der alten Öfen sowie komplettem Neueinbau (inklusive Rohre verlegen etc.) einer Gasheizung rechnen müssten? Vielen Dank!
Greetinx, Mel
Hallo Mel,
Ohne Angabe über wieviel Räume, Stockwerke, Quadratmeter etc wird dir kaum jemand genaue Zahlen nennen können.
Als Beispiel nenn ich jetzt mal das Haus meiner Oma. Da haben wir 1990 die Nachtspeicheröfen rausgeschmissen und Gasheizung einbauen lassen.
Das waren 2 Wohnungen mit jeweils 40qm WZ, 20qm SZ, 20qm Esszimmer und einer Küche/Bad von ca 6qm. Pro Etage waren 8 Heizkörper fällig und ein Kombigerät (Durchlauferhitzer für Warmwasser und Heizteil für die Heizkörper).
Alles in Allem hat damals so ca 20.000 DM gekostet.
Gruß
Sticky
PS: Ein Installateur wird dir sicherlich gerne einen Kostenvoranschlag machen.
Hallo Sticky, danke für die schnelle Antwort! Ist ungefähr das, was ich gerechnet hatte. Aber ich werd dann mal bei einem Installateur anfragen. 
Greetinx, Mel
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Dank Deiner detaillierten a ngaben nur gant grob 
ca. € 15.000 können zusammenkommen, genaueres nach mehr Infos.
N.S. Eine neue Heizunfg ist scho ein großer Posten, aber bei den Gesamtkosten für eine Immobilie auh ein Faktor den man einrechnen kann, kein unüberwindliches Hindernis,
Gruß elmore
Hallo!
wir interessieren uns für ein schönes Reihenhaus, allerdings
wird dort noch mit Nachtspeicheröfen geheizt (das Haus ist von
1969). Kann mir jemand sagen, mit welchen Kosten wir insgesamt
für Ausbau und Entsorgung der alten Öfen sowie komplettem
Neueinbau (inklusive Rohre verlegen etc.) einer Gasheizung
rechnen müssten?
Warum wollt ihr denn eine Gasheizung einbauen? Öl und Gas werden in Zukunft eher teurer als billiger. Habt ihr euch mal über Holzpelletsheizungen informiert?
Gruß
Tanja
Hallo und erstmal danke für eure Antworten 
Hier noch ein paar Infos: Das Haus hat Keller, EG und OG, 4 Räume, 2 Bäder, 1 Küche und 1 Gäste-WC auf insgesamt ca. 140 m². Wieviele Nachtspeicheröfen drin sind, weiß ich leider nicht.
Ich hatte auch schon mal an eine Holzpellets-Heizung gedacht, allerdings meine ich gehört zu haben, dass der Einbau noch teurer ist? Hatte auch Erdwärme überlegt, aber das ist glaub ich noch teurer. Korrigiert mich, wenn ich irre! 
Greetinx, Mel
Hallo!
Ich hatte auch schon mal an eine Holzpellets-Heizung gedacht,
allerdings meine ich gehört zu haben, dass der Einbau noch
teurer ist?
Eine Pelletsheizung ist in der Anschaffung erstmal teurer aber dafür sind die Holzpellets billiger als Öl oder Gas. Die meisten Installateure kennen sich mit Pelletsheizungen noch nicht aus aber es gibt auch Betriebe, die Spezialisten dafür sind.
Hatte auch Erdwärme überlegt, aber das ist glaub
ich noch teurer.
Das Problem bei Erdwärme scheint zu sein, dass es sich nur im gut gedämmten Neubau lohnt und man dafür Flächenheizungen (in Wand oder Fußboden) braucht.
Gruß
Tanja
Hallo Tanja!
Das Problem bei Erdwärme :scheint zu sein, dass es sich :nur im gut gedämmten Neubau :lohnt und man dafür :Flächenheizungen (in
Wand oder Fußboden) braucht.
Wenn man Betriebskosten dauerhaft senken will, wird man durch Wechsel des Energieträgers oder der Heizungsart nur geringen Erfolg haben. Man muß an die Ursache heran, an den Energiebedarf des Hauses. Bringt man deshalb die thermische Isolation eines alten Hauses auf einen zeitgemäßen Stand, verlieren die Heizkosten weitgehend unabhängig von Energieträger und Bauart der Heizung ihren Schrecken.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Das Problem bei Erdwärme :scheint zu sein, dass es sich :nur im gut gedämmten Neubau :lohnt und man dafür :Flächenheizungen (in
Wand oder Fußboden) braucht.Wenn man Betriebskosten dauerhaft senken will, wird man durch
Wechsel des Energieträgers oder der Heizungsart nur geringen
Erfolg haben. Man muß an die Ursache heran, an den
Energiebedarf des Hauses. Bringt man deshalb die thermische
Isolation eines alten Hauses auf einen zeitgemäßen Stand,
verlieren die Heizkosten weitgehend unabhängig von
Energieträger und Bauart der Heizung ihren Schrecken.
Das bezweifle ich ja gar nicht. Aber würdest du trotzdem noch den Einbau einer Öl- oder Gasheizung empfehlen? Wenn man eh von der Elektroheizung weg will kann man sich doch auch gleich für einen zukunftsfähigen Energieträger entscheiden.
Gruß
Tanja
Hallo Tanja!
Das bezweifle ich ja gar :nicht. Aber würdest du :trotzdem noch den Einbau :einer Öl- oder Gasheizung :empfehlen? Wenn man eh
von der Elektroheizung weg :will kann man sich doch auch :gleich für einen :zukunftsfähigen Energieträger :entscheiden.
Marktmechanismen sorgen dafür, daß sich die Kosten pro kWh bei den verschiedenen Energieträgern (mit Ausnahme des technisch bedingt immer teureren Stroms) einander angleichen. Aus diesem Grund wird man durch Wechsel des Energieträgers dem Anstieg der Betriebskosten nicht entrinnen können.
Ältere Gebäude haben oft einen Energiebedarf von jährlich 200 kWh/m². Noch weit höhere Werte kommen durchaus vor. Ein zeitgemäß gedämmtes (und knochentrockenes!) Niedrigenergiehaus kommt mit 30 kWh/m² p. a. aus. Das entspricht 3 Liter Heizöl pro qm Wohnfläche und Jahr. Wenn keine Halbheiten gemacht werden und man es nicht mit historischen Fassaden und historischen Fenstern zu tun hat, läßt sich auch ein altes Haus auf diesen niedrigen Energiebedarf bringen. Bei 100 m² Wohnfläche und üblicher Raumhöhe sind das 300 Liter Heizöl pro Jahr. Vorausetzung ist gute Dämmung von Außenwänden, Dach, Fenstern und Türen sowie eine zeitgemäße Heizungsanlage mit großflächigen Heizkörpern, idealerweise eine Fußbodenheizung. Welchen Brennstoff man dafür verwendet, ist nachrangig. Das kann auch gerne Öl oder Gas sein. Wenn man dann noch den Heizungskessel von der WW-Versorgung trennt und - sofern es die räumlichen Verhältnisse erlauben - einen Kamin (Holzvergaser für Scheitholz) so einbaut, daß sich damit in der Übergangszeit die hauptsächlich genutzten Räume unabhängig von der Zentralheizung temperieren lassen, kann Dir mit Brennstoffpreisen in absehbarer Zukunft nicht mehr viel passieren. Dann dürfen sich Heizöl- und Gaspreise verzehnfachen und es bleibt bezahlbar, weil Du so wenig verbrauchst.
Technisch bereits darstellbar, aber noch nicht käuflich verfügbar, sind Saisonspeicher, die im Sommer aus Sonnenenergie geladen werden, um in der Heizperiode ihre Energie wieder abzugeben. Mit einiger Gewißheit läuft die Entwicklung für die Raumheizung in diese Richtung. Um solche Technik sinnvoll einsetzen zu können, sind Niedrigenergiehäuser mit Niedertemperaturheizungen erforderlich. Deshalb macht man nichts falsch, wenn man Gebäudeisolation und Heizungsanlage in der oben beschriebenen Weise auslegt.
Gruß
Wolfgang
Ich halte diesen Dämmwahn für alte Häuser nicht für sinnvoll. Dieser hohe Kosten- u. Energieaufwand spart man so schnell nicht wieder ein u. es ist vor allem hochgradig Energie verschwendend u. absoluter Sondermüll, wenn man sich Styropor um das Haus pappt und funktionsfähige Fenster u. Türen entsorgt. Außerdem schafft man sich womöglich noch Schimmelbuden, weil z. B. Kältebrücken nicht immer zu umgehen sind.
Mein Haus ist aus den 50ern, der Speicherboden ist gedämmt und das war’s, sonst wird kein Sondermüll verbaut u. nächstes Frühjahr wird eine Pellentsheizung eingebaut.
Hallo Wolfgang!
Das bezweifle ich ja gar :nicht. Aber würdest du :trotzdem noch den Einbau :einer Öl- oder Gasheizung :empfehlen? Wenn man eh
von der Elektroheizung weg :will kann man sich doch auch :gleich für einen :zukunftsfähigen Energieträger :entscheiden.Marktmechanismen sorgen dafür, daß sich die Kosten pro kWh bei
den verschiedenen Energieträgern (mit Ausnahme des technisch
bedingt immer teureren Stroms) einander angleichen. Aus diesem
Grund wird man durch Wechsel des Energieträgers dem Anstieg
der Betriebskosten nicht entrinnen können.
Du denkst also, dass Holzpellets bald so teuer sein werden wie Öl? In den letzten drei Jahren ist der Durchschnittspreis für Öl jedes Jahr gestiegen, die Pelletspreise sind aber gleich geblieben.
Ältere Gebäude haben oft einen Energiebedarf von jährlich 200
kWh/m². Noch weit höhere Werte kommen durchaus vor. Ein
zeitgemäß gedämmtes (und knochentrockenes!) Niedrigenergiehaus
kommt mit 30 kWh/m² p. a. aus. Das entspricht 3 Liter Heizöl
pro qm Wohnfläche und Jahr. Wenn keine Halbheiten gemacht
werden und man es nicht mit historischen Fassaden und
historischen Fenstern zu tun hat, läßt sich auch ein altes
Haus auf diesen niedrigen Energiebedarf bringen. Bei 100 m²
Wohnfläche und üblicher Raumhöhe sind das 300 Liter Heizöl pro
Jahr. Vorausetzung ist gute Dämmung von Außenwänden, Dach,
Fenstern und Türen sowie eine zeitgemäße Heizungsanlage mit
großflächigen Heizkörpern, idealerweise eine Fußbodenheizung.
Welchen Brennstoff man dafür verwendet, ist nachrangig. Das
kann auch gerne Öl oder Gas sein. Wenn man dann noch den
Heizungskessel von der WW-Versorgung trennt und - sofern es
die räumlichen Verhältnisse erlauben - einen Kamin
(Holzvergaser für Scheitholz) so einbaut, daß sich damit in
der Übergangszeit die hauptsächlich genutzten Räume unabhängig
von der Zentralheizung temperieren lassen, kann Dir mit
Brennstoffpreisen in absehbarer Zukunft nicht mehr viel
passieren. Dann dürfen sich Heizöl- und Gaspreise
verzehnfachen und es bleibt bezahlbar, weil Du so wenig
verbrauchst.
Aha. Aber die Dämmung - wenn man sie so aufwändig macht, wie du es vorschlägst - ist doch bestimmt sehr teuer, oder?
Gruß
Tanja
Hallo!
Ich halte diesen Dämmwahn für alte Häuser nicht für sinnvoll.
Dieser hohe Kosten- u. Energieaufwand spart man so schnell
nicht wieder ein u. es ist vor allem hochgradig Energie
verschwendend u. absoluter Sondermüll, wenn man sich Styropor
um das Haus pappt und funktionsfähige Fenster u. Türen
entsorgt. Außerdem schafft man sich womöglich noch
Schimmelbuden, weil z. B. Kältebrücken nicht immer zu umgehen
sind.
Die Dämmung müsste dann wohl ein Fachbetrieb machen, der sich mit so etwas auskennt. Ich denke aber, Fenster und Türen wird man sowieso nur ersetzen, wenn sie altersschwach sind und man gerade eine aufwändige Renovierung durchführt.
Gruß
Tanja
Hallo Charly!
Ich halte diesen Dämmwahn für :alte Häuser nicht für :sinnvoll.
Dein Haus ist aus den 50ern. Wird für trockene Wände gesorgt, kann ein Haus 100 Jahre und älter werden, sofern zu hohe Betriebskosten und Komfortmängel keinen Neubau nahe legen. Die Heizkosten können einen erheblichen Teil der Betriebskosten betragen und ein Bebäude unwirtschaftlich werden lassen. Das ist nur eine Frage der Brennstoffkosten. Dabei ist es sicher nicht sinnvoll, sich viele Jahrzehnte mit vermeidbaren hohen Kosten zu belasten.
Dieser hohe Kosten- u. :Energieaufwand spart man so :schnell nicht wieder ein…
Auf die Schnelle geht natürlich nichts. Aber es geht immerhin um viele Jahrzehnte.
absoluter Sondermüll, wenn :man sich Styropor
um das Haus pappt…
Abfall wird ein Baustoff erst beim Abriss. Es geht aber gerade darum, den frühzeitigen Abriss zu vermeiden.
und funktionsfähige Fenster :u. Türen entsorgt.
Das wäre gewiß nicht klug. Fenster und Türen haben aber nur eine begrenzte Lebensdauer. Auch ein Dach hat es irgendwann hinter sich. Im Zuge solcher Erneuerungsmaßnahmen läßt sich ein zeitgemäßer technischer Stand erreichen. Voraussetzung ist langfristige Planung anstelle konzeptloser Wurschtelei.
Außerdem schafft man sich :womöglich noch
Schimmelbuden, weil z. B. :Kältebrücken nicht immer zu :umgehen sind.
Fachlich richtig geplant und ausgeführt gibt es keine Kältebrücken und keinen Schimmel. Das ist nur definitiv kein Betätigungsfeld für Laien. Man ist gut beraten, die Maßnahmen von einem Statiker oder Architekten planen zu lassen. Letzten Endes geht es um Geld, aber nicht nur um Geld. Ein ordentlich isoliertes Gebäude bietet ganzjährig ein angenehmes Raumklima und es gibt nur geringe Temperaturdifferenzen zwischen Raum- und Außenwandtemperatur.
Gruß
Wolfgang
Hallo Tanja!
Du denkst also, dass :Holzpellets bald so teuer :sein werden wie Öl?
Kurzfristig vermutlich nicht. Immerhin sind die Pelletslieferanten gerade erst dabei, diesen Brennstoff populär zu machen und kämpfen trotz staatlicher Subvention von Pelletsheizungen mit deren hohen Kosten, die eine Amortisation über moderate Brennstoffpreise erst nach ca. 15 Jahren ermöglicht. Sobald aber genügend Pelletsheizungen in Betrieb sind, kannst Du getrost von einer Angleichung der Pelletspreise an den Ölpreis ausgehen, bezogen jeweils auf den Heizwert.
Bitte faß das nicht falsch auf. Das soll auf keinen Fall eine Aussage gegen Holzpellets sein. Nur mache Dir keine Illusionen, daß ein Brennstoff, zumal bei steigender Nachfrage, auf Dauer das allgemeine Preisniveau unterbietet. Die Lieferanten müßten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, aber das sind sie ganz sicher nicht.
Was Marktmechanismen bewirken, sieht man z. B. an der Preisentwicklung des Biodiesels. Der folgt dem Dieselpreis, macht fast jede Preisschwankung mit und nähert sich immer weiter dem Dieselpreis. Ein kleiner Abstand wird bleiben, weil der Energiegehalt des Biodiesels etwas kleiner als der des Diesels ist. Dieses Spielchen können sich die Biodiesel-Lieferanten leisten, weil die komplette Infrastruktur aufgebaut und die Nachfrage vorhanden ist. Ich sehe keinen Grund, weshalb die Entwicklung bei Holzpellets anders verlaufen sollte.
Aber die Dämmung - wenn man :sie so aufwändig macht, wie
du es vorschlägst - ist doch :bestimmt sehr teuer, oder?
Ja. Und umfangreich. Ob sich die Maßnahme rechnet oder nicht, hängt von den eingesparten Brennstoffkosten über die (Rest-)Lebensdauer des Gebäudes ab. Dazu kommt der Gewinn an Wohlbefinden in einem gut gedämmten Haus. Die Kostenseite entschärft sich dadurch, daß Fenster, Türen, Dach und Heizungsanlage nur eine begrenzte Lebensdauer haben, also ohnehin irgendwann zur Erneuerung anstehen. Bei solchen Maßnahmen ist ein langfristiges Konzept nützlich, damit man nicht heute neue Fenster einbaut, die bei einer Dämmung der Fassade innerhalb der Wand versetzt und deshalb womöglich schon wieder erneuert werden müssen. Will sagen: Sorgfältige Planung, am besten mit Hilfe eines Architekten. Sodann werden je nach Kassenlage einzelne Maßnahmen realisiert und zwar so, daß sie ins Gesamtkonzept passen.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Aber die Dämmung - wenn man :sie so aufwändig macht, wie
du es vorschlägst - ist doch :bestimmt sehr teuer, oder?Ja. Und umfangreich. Ob sich die Maßnahme rechnet oder nicht,
hängt von den eingesparten Brennstoffkosten über die
(Rest-)Lebensdauer des Gebäudes ab. Dazu kommt der Gewinn an
Wohlbefinden in einem gut gedämmten Haus. Die Kostenseite
entschärft sich dadurch, daß Fenster, Türen, Dach und
Heizungsanlage nur eine begrenzte Lebensdauer haben, also
ohnehin irgendwann zur Erneuerung anstehen. Bei solchen
Maßnahmen ist ein langfristiges Konzept nützlich, damit man
nicht heute neue Fenster einbaut, die bei einer Dämmung der
Fassade innerhalb der Wand versetzt und deshalb womöglich
schon wieder erneuert werden müssen.
Wieso müssen Fenster innerhalb der Wand versetzt werden, wenn man ein Haus dämmt? Kann man die (relativ neuen) Fenster dann wieder einbauen oder braucht man dann wieder neue?
Gruß
Tanja
Hallo Tanja!
Wieso müssen Fenster :innerhalb der Wand versetzt :werden, wenn man ein Haus :dämmt?
Die Fenster müssen in der Ebene des größtes Temperaturgefälles montiert werden. Andernfalls macht man einen Teil der Wirkung einer Außendämmung zunichte und handelt sich Schimmelgefahr ein. Solche Dinge machen Heimwerker fast immer und Handwerker sehr häufig falsch. Für diese und viele andere Details der Ausführung, die mit lockerer Hand („machen wir immer so“) das Verpfuschen und Verschimmeln eines Hauses zur Folge haben können, sollte die Planung und ggfs Überwachung einem Statiker oder Architekten überlassen werden. An jedem einzelnen Gebäude mit Schimmelproblemen - davon gibt es Millionen - wurde an Planung und/oder Überwachung der Ausführung gespart.
Kann man die (relativ neuen) :Fenster dann wieder einbauen :oder braucht man dann wieder :neue?
Sofern man vorher weiß, daß die Fenster später versetzt werden sollen, wird das auch möglich sein. Wenn man aber die alten Fenster nur heraussägte, um Putzarbeiten zu sparen, hat man ein Problem.
Es ist keine gute Methode, Fenster zu demontieren. Die Montage kostet Geld, die Demontage kostet auch Geld. Zudem bleibt dabei nicht unbedingt alles heil und beim Versetzen sind neue Fensterbänke und Putzarbeiten fällig. Nebenbei wäre mir eine Wärmeschutzverglasung zu teuer, um daran viel herumreißen zu lassen. Dann ist es günstiger, im Zuge einer langfristigen Planung eine komplette Hausseite/Wand mit Außendämmung und neuen Fenstern fix und fertig zu machen.
Wenn es finanziell geht, erledigt man alles in einem Aufwasch. Aber oft geben weder die Nutzung des Hauses noch die Kasse derart Umfangreiches auf einen Schlag her. Dann braucht man das langfristige Konzept. Sonst passiert das, was sich gerade in der Nachbarschaft abspielte: Ein neues Dach muß her, Außendämmung soll später kommen. Die Reihenfolge paßt. Es wird ein Dachdecker bestellt und der erledigt seinen Auftrag. An breitere Dachüberstände samt Anpassung der Regenrinnen, um später eine Außenwanddämmung anbringen zu können, wurde aber nicht gedacht. Wird das Dach ohnehin neu gemacht, wäre der Mehraufwand vernachlässigbar gewesen. Nachträgliche Veränderungen werden so viel Geld kosten, daß man sich ein ganzes Planerteam hätte mieten können. Aber manche Leute verblasen lieber richtig viel Geld, um die paar Kröten für einen Architekten zu sparen.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Wieso müssen Fenster :innerhalb der Wand versetzt :werden, wenn man ein Haus :dämmt?
Die Fenster müssen in der Ebene des größtes Temperaturgefälles
montiert werden. Andernfalls macht man einen Teil der Wirkung
einer Außendämmung zunichte und handelt sich Schimmelgefahr
ein.
Ach so.
Kann man die (relativ neuen) :Fenster dann wieder einbauen :oder braucht man dann wieder :neue?
Sofern man vorher weiß, daß die Fenster später versetzt werden
sollen, wird das auch möglich sein. Wenn man aber die alten
Fenster nur heraussägte, um Putzarbeiten zu sparen, hat man
ein Problem.Es ist keine gute Methode, Fenster zu demontieren. Die Montage
kostet Geld, die Demontage kostet auch Geld. Zudem bleibt
dabei nicht unbedingt alles heil und beim Versetzen sind neue
Fensterbänke und Putzarbeiten fällig. Nebenbei wäre mir eine
Wärmeschutzverglasung zu teuer, um daran viel herumreißen zu
lassen. Dann ist es günstiger, im Zuge einer langfristigen
Planung eine komplette Hausseite/Wand mit Außendämmung und
neuen Fenstern fix und fertig zu machen.Wenn es finanziell geht, erledigt man alles in einem Aufwasch.
Aber oft geben weder die Nutzung des Hauses noch die Kasse
derart Umfangreiches auf einen Schlag her. Dann braucht man
das langfristige Konzept. Sonst passiert das, was sich gerade
in der Nachbarschaft abspielte: Ein neues Dach muß her,
Außendämmung soll später kommen. Die Reihenfolge paßt. Es wird
ein Dachdecker bestellt und der erledigt seinen Auftrag. An
breitere Dachüberstände samt Anpassung der Regenrinnen, um
später eine Außenwanddämmung anbringen zu können, wurde aber
nicht gedacht. Wird das Dach ohnehin neu gemacht, wäre der
Mehraufwand vernachlässigbar gewesen. Nachträgliche
Veränderungen werden so viel Geld kosten, daß man sich ein
ganzes Planerteam hätte mieten können. Aber manche Leute
verblasen lieber richtig viel Geld, um die paar Kröten für
einen Architekten zu sparen.
Dumm gelaufen…
Bei solchen komplexen Aufträgen kann man die notwendigen Arbeiten mit den Handwerkern als Unkundiger wohl nicht sinnvoll selbst abstimmen.
Gruß
Tanja
Hallo Tanja!
Bei solchen komplexen Aufträgen kann man die notwendigen
Arbeiten mit den Handwerkern als Unkundiger wohl nicht
sinnvoll selbst abstimmen.
Beim Beispiel mit den Dachüberständen muß überhaupt jemand da sein, der das Gesamtkonzept kennt und der Gewerk-übergreifend weiß, was in welcher Reihenfolge und in welcher technischen Ausführung passieren soll.
Die Praxis zeigt, daß es oft schon grenzwertig ist, dem Dachdecker Isolation des Daches und Neueindeckung nach Gutdünken zu überlassen. Ich sehe bei unsicherer Witterung über Nacht unzureichend abdeckte Isolierungen, die in der Folge feucht werden. Es gibt zwischen die Dachsparren gequetschte Halbheiten, zu dünne Isolierungen, fehlerhaft montierte Dampfsperren, Kehlbleche ohne Dehnungsfugen. Oft schaffen ein paar Gesellen vor sich hin, der Meister ist weit weg und ein Architekt war nie dabei. Wenn die Pfannen liegen, sieht man den Pfusch nicht mehr. Wenn der Auftraggeber keine Ahnung hat, was technisch und bauphysikalisch nötig ist und man in solcher Konstellation erwartet, daß Handwerker für ein anderes Gewerk mitdenken, von dem sie nur wenig verstehen, allemal Feinheiten gar nicht überblicken, kann nur teurer Mist entstehen.
Gegenüber früheren Zeiten gab es in den letzten Jahren einen grundlegenden Wandel: Früher baute man eine mehr oder weniger stabile Konstruktion aus Fachwerk oder Stein und setzte ein Dach drauf, damit es nicht reinregnet. Die ganze Konstruktion war zugig, nichts war wirklich dicht. War es zu kalt, legte man ein paar Kohlen nach, war es zu warm, machte man eben ein Fenster auf. Das war tausend Jahre so und es dauerte Jahrhunderte, Regeln zu entwickeln, damit Bauwerke nicht einstürzen. Schimmel war nur selten ein Problem.
Nun kommt plötzlich die Wärmedämmung dazu und Stellen, die seit 1000 Jahren zugig und unanfällig gegenüber Schimmel waren, müssen pottdicht sein. Das fängt schon bei so Kleinigkeiten an, daß jemand ein Fenster mit Montageschaum einbaut und dann kommt nur eine Schicht Gipsputz drüber. Das ist Pfusch, weil nicht dicht genug. Dort gelangt zwar kein Wasser von draußen nach drinnen, aber Wasserdampf von innen in die Außenhautdämmung. Der Pfusch ist aber hinterher nicht mehr zu sehen, gnädig verdeckt. Der Auftraggeber stand daneben und der Handwerker baute das Fenster ein, wie er es schon sein Leben lang tat. Ein Architekt oder Statiker paßt an solchen unscheinbaren Stellen auf wie ein scharfer Wachhund, weil in der Folge auftretende Schäden u. U. erst nach Jahren bemerkt werden, wenn die Folgen längst ruinös geworden sind.
Es geht wirklich nicht mehr in Altväter Sitte. Man gefährdet die Gesundheit der Bewohner, die Substanz des Gebäudes und viel Geld, wenn man auf sachkundige, bis ins Detail gehende Planung verzichtet und wenn man irgend etwas verschließen und verkleiden läßt, bevor jemand sein bauüberwachendes Auge darauf gerichtet hatte. Man wird hinterher erst das Schadensbild abwarten, lange suchen und tief in die Tasche greifen müssen, um die Nachlässigkeiten zu finden und zu beseitigen. Ist eine Dämmung als Folge von Pfusch oder fehlerhafter Dimensionierung durchfeuchtet, ist nicht nur Geld verloren und es gammelt vor sich hin, die thermische Isolation ist sogar schlechter als ohne Dämmung. Ohne fachkundige Planung und Überwachung wird die ganze Dämmerei schnell zum gesundheitsgefährdenden und geldvernichtenden Unsinn. Mit Planung und Überwachung der Ausführung wird daraus 'ne Sparbüchse zum Wohlfühlen.
Gruß
Wolfgang
hallo mel,
ich bin derzeit ebenfalls ein altes haus am sanieren und ich werde mir eine Kraft-Wärme-Kopplung einbauen lassen.
was hälst du davon? wird auch noch sehr zinsgünstig (1.7%) von der kfw gefördert (Fenster und Dämmung ebenfalls)
gruß