Hauskauf ohne Eigenkapital

Hi,

wir beabsichtigen ein Haus (230.000,–) zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage darüber machen, welche Finanzierung in diesem Falle die günstigste ist (Hypothek, über gleichzeitig abgeschlossenen Bausparer etc.)?

Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man ohne Eigenkapital realistisch erfeilschen?
(maximale Zinsbindung, kein Disagio, 1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

Danke

Alex.

Hi,

ohne Eigenkapital bekommen nur Beamte eine 100% Finanzierung. Ihr solltet Euch überlegen, ob es nicht besser wäre, die von den Banken und Finanzvermittlern geforderten 20-30% anspart.
BB

wir beabsichtigen ein Haus (230.000,–)
zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht
vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage
darüber machen, welche Finanzierung in
diesem Falle die günstigste ist
(Hypothek, über gleichzeitig
abgeschlossenen Bausparer etc.)?

Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man
ohne Eigenkapital realistisch
erfeilschen?
(maximale Zinsbindung, kein Disagio,
1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

Danke

Alex.

Hi,

ohne Eigenkapital bekommen nur Beamte
eine 100% Finanzierung. Ihr solltet Euch
überlegen, ob es nicht besser wäre, die
von den Banken und Finanzvermittlern
geforderten 20-30% anspart.
BB

Genau! Außer da ist ein drängender Hang zum existentiellen Risiko. Aber vieleicht gibt es ja doch entsprechende nichtliquide Vermögenswerte, die als Sicherheiten dienen können?

bent

ohne Eigenkapital ein Haus zu finanzieren geht idR schief. Was dabei herauskommt, kannst unter http://www.zwangsimmobilien.de nachlesen. Laß Dir dies von einem sagen, der täglich mit Immobilien zu tun hat.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Klar ist es riskant ohne Eigenkapital etwas zu kaufen, andererseits muß ich auch monatlich ganz schön Miete abdrücken. Und den Vermieter möchte ich sehen, der mich bei einer finanziellen Durstperiode aus lauter Freundlichkeit mietfrei wohnen lässt. Trotzdem, nicht zu knapp kalkulieren und auch an schlechte Zeiten denken!

Zum Darlehen: Ich denke, momentan lässt sich um 6,5% (+1%Tilgung) bei 10 Jahren finanzieren. Um die günstigsten Zinsen zu kriegen hilft nur eines: von Bank zu Bank rennen. Schau auch mal auf die öffentlichen Fördermittel (z.B. junge Familie). Bei mir hatte die Nürnberger Hypothekenbank die besten Konditionen (ist aber schon etwas her).

Und noch was: wenn’s ein Neubau ist, oder wenn’s was zu renovieren gibt zählt Eigenleistung (sog. Muskelhypothek) wie bares Geld.

Denk auch daran dass es nicht langt nur die Kohle fürs Haus zu finanzieren. Rechne mal mit fast 10% mehr für Finanzamt, Umzug, Neuanschaffungen etc. Und da ist nix mit Bankfinanzierung.

Viel Glück
Heinz

Hi,

wir beabsichtigen ein Haus (230.000,–)
zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht
vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage
darüber machen, welche Finanzierung in
diesem Falle die günstigste ist
(Hypothek, über gleichzeitig
abgeschlossenen Bausparer etc.)?

Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man
ohne Eigenkapital realistisch
erfeilschen?
(maximale Zinsbindung, kein Disagio,
1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

Danke

Alex.

Logisch bekommst du eine 100% Finanzierung - wenn du ausreichend solvent bist! Soll heissen, die monatliche Belastung muss in einem bestimmten Verhältnis zum freien Einkommen stehen. Es wird nur teurer, weil die meisten Banken nur einen bestimmten Prozentsatz auf die erste Rangstelle schreiben lassen.

Du solltest aber für dich selber kalkulieren. Nimm mal deine monatliche Kaltmiete und die Hälfte von dem, was du monatlich zurücklegen kannst, ohne das es wehtut. Wenn du diesen Betrag als maximale monatliche Belastung nimmst, bist du auf der sicheren Seite.

Noch ein paar Tipps:

  • die Eigenheimzulage NICHT in die Finanzierung einrechnen lassen. Stattdessen lieber Sondertilgungen vereinbaren
  • Muskelhypothek ist riskant! Nicht überschätzen!!!
  • Im Zweifel sich nach einem guten Finanzierungsmakler umhören (nur auf Empfehlungen gehen - keine Werbung beachten!)

Gruß
Stefan

Klar ist es riskant ohne Eigenkapital
etwas zu kaufen, andererseits muß ich
auch monatlich ganz schön Miete
abdrücken.

Und da sind wir wieder bei dem Thema, dass die meisten Finanzierer und Verkäufer lieber aussen vor lassen. In der Miete sind ja auch die Instandhaltungen am Gebäude und innerhalb der Wohnung enthalten. Hierfür ist erfahrungsgemäß ein jährlicher Betrag in Höhe von ca. 2% des Grundstück- und Gebäudewertes anzusetzen. Größere Instandhaltungen erscheinen periodisch, das erste mal nach Ablauf der Gewöhrleistung, dann nach 8 Jahren und nach ca. 20 Jahren kommt der große Hammer, weil dann die Standzeiten diverser Anlagen und Bauteile gleichzeitig auslaufen.

Und den Vermieter möchte ich
sehen, der mich bei einer finanziellen
Durstperiode aus lauter Freundlichkeit
mietfrei wohnen lässt. Trotzdem, nicht zu
knapp kalkulieren und auch an schlechte
Zeiten denken!

Tschja, was ist denn, wenn in den nächsten 10 Jahren plötzlich Einkommenseinbußen hingenommen werden müssen (Arbeitslosigkeit, Trennung von mitverdienenden Partner, eigene Kinder, Krankheit usw.)?

Zum Darlehen: Ich denke, momentan lässt
sich um 6,5% (+1%Tilgung)

Nach Möglichkeit sollte die Tilgung Höher sein, sonst zahlt man unendlich lange nur Zinsen. Rechnet Euch die Zinssumme über die Gesamtlaufzeit doch einmal aus, es ist immer wieder erstaunlich, was denn da zusammenkommt.

bei 10 Jahren
finanzieren. Um die günstigsten Zinsen zu
kriegen hilft nur eines: von Bank zu Bank
rennen.

Die genannten Konditionen gibt es sicher nur für den ersten Rang = ca. 60% des Immobilienwertes.

Schau auch mal auf die

öffentlichen Fördermittel (z.B. junge
Familie). Bei mir hatte die Nürnberger
Hypothekenbank die besten Konditionen
(ist aber schon etwas her).:wenn’s was zu renovieren gibt zählt
Eigenleistung (sog. Muskelhypothek) wie

Und noch was: wenn’s ein Neubau ist, oder

bares Geld.

Man muss aber auch in der Lage sein, die Eigenleistung zeitlich und fachlich zu erbringen!

Denk auch daran dass es nicht langt nur
die Kohle fürs Haus zu finanzieren.
Rechne mal mit fast 10% mehr für
Finanzamt, Umzug, Neuanschaffungen etc.
Und da ist nix mit Bankfinanzierung.

Genau!

Viel Glück
Heinz

Nichts für Ungut :smile: bent

Hi,

wir beabsichtigen ein Haus (230.000,–)
zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht
vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage
darüber machen, welche Finanzierung in
diesem Falle die günstigste ist
(Hypothek, über gleichzeitig
abgeschlossenen Bausparer etc.)?

Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man
ohne Eigenkapital realistisch
erfeilschen?
(maximale Zinsbindung, kein Disagio,
1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

Danke

Alex.