Hallo,
wir sind sehr an einem Haus interessiert und würden es gerne kaufen. Das Angebot läuft über einen Makler, das Haus soll 200000 EURO kosten. Monatlich fallen dann noch einige EURO Erbpacht an die katholische Kirche an. Das Haus ist aus den 60 Jahren, es besteht Modernisierungsbedarf an Fassade, Küche und Bädern. Wir wollen ein schriftliches Kaufangebot machen. Wie niedrig können wir pokern? Es gibt leider weitere Interessenten.
Vielen Dank
Chester.
Hallo !
Mit der kath. Kirche im Hintergrund läßt sich nicht pokern!
Andererseits ist es dem Verkäufer ganz egal, was der Käufer da noch reinstecken muß oder will. Seine Preisvorstellungen werden durch irgendwelche Folgekosten nicht beeinflußt.
Euer Verhältnis zu dieser Kirche ist viel wichtiger.
Gruß max
Hi Chester,
die Frage kann man nicht ohne weiteres beantworten, wenn man nicht weiß, in welcher Lage das Haus gebaut ist (gute Lage, weniger gute Lage), wie groß das Grundstück ist, wieviel qm das Haus hat - und wo das Haus liegt (Bundesland, Stadt.)
Für Erbpacht scheint mir 200.000 EURO für das Alter des Hauses aber *sehr* teuer. Bedenke: ihr zahlt ja sozusagen *nur* für das Haus, das Grundstück pachtet ihr ja!
Viele GRüße,
barbara
Danke für die schnelle Antwort.
Aber ich habe mich vielleicht unklar ausgedrückt. Das Haus ist in Privatbesitz, der Verkauf läuft nicht über die Kirche. Ich hatte das nur erwähnt, da das Grundstück nicht miterworben wird, sondern monatlich die Erbpacht bezahlt wird. Dadurch erwirbt man nur das ja Haus - was die Sache auf der einen Seite bezahlbar macht, auf der anderen Seite fällt das Grundstück nach Ablauf des Vertages an die Kirche zurück. Trotzdem sind ist das Haus so billig nicht, und ich würde gerne wissen: was bietet man so einem Makler an? 10 -20% weniger?
Gruß
Chester
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Hallo Barbara,
danke für die schnelle Antwort. Also, das Haus liegt in Berlin, Baujahr 1960, 150 qm Wohnfläche, 600 qm Grundstück, der Bodenrichtwert liegt bei ca 300 EURO / qm. Der Pachtvertrag läuft noch ca. 50 Jahre.
Gruß
Chester
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Hallihallo
Bei einem Kaufpreisangebot habt ihr den Vorteil, dass ihr verbindlich ein Angebot in einem gewissen Zeitrahmen bietet. D.h. der Makler hat u.U. schnell seine Provision. Mach doch folgendes Kaufangebot: Hiermit bieten wir für x Objekt einen verbindlichen Kaufpreis in Höhe von 170.000 Euro brutto. Dieses Kaufgebot ist rechtlich bindend bis 20.07.2003.
Das gibst du dem Makler. Jetzt hat er ein fixes Angebot und wird eher probieren, dass Haus bis zu diesem Tag für die Summe zu verkaufen, eher er eventuell noch 2 Monaten auf Provi warten muß.
Gruß Marco
P.s. Ich weiß natürlich nicht, ob das Haus den Wert überhaupt hat. Es ist nur ein Vorschlag für ein verbindliches Kaufangebot, welches beim Makler ( wo ich 2 Jahre gearbeitet habe) gut ankommt.
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Hi Chester,
Da ist jetzt die Frage, wo in Berlin:smile:. Die Preise sind dort nicht nur in Ost- und West-Berlin *sehr* unterschiedlich. Aber überlegt mal selbst: Ihr könnt in diesem Haus „nur noch“ 50 Jahre wohnen, müsst es erstmal in Schuss bringen (zusätzliche Kosten), müsst jeden Monat Erbpacht zahlen - 50 Jahre lang…denkt daran, dass ihr neben dem Kredit und den üblichen Nebenkosten für das Haus immer auch noch die Erbpacht zahlen müsst.
Und wer sagt, dass es andere Interessenten gibt? Der Verkäufer? Das sagen ALLE Verkäufer:smile:).
Als Richtgröße könnt ihr ja z.B. mal im http://www.immobilienscout.de in der entsprechenden Gegend/Bezirk schauen, was dort sonst so angeboten wird und was andere dafür verlangen. Ansonsten würde ich zu meinem Bankberater meines Vertrauens gehen. Die schätzen (allerdings erstmal meist sehr oberflächlich), was das Objekt wert ist, um die Beleihungsgrenze festzulegen. Das ist zumindest für das Bieten eine sehr nützliche Zahl.
Ich habe nur selbst eine ganze Weile gesucht, bin absolut keine professionelle Bewerterin, würde aber *deutlich* unter 200.000 bieten, bzw. mich gar nicht für dieses Objekt entscheiden (wegen der Erbpacht von nur noch 50 Jahren)
viele Grüße,
barbara
Hallo Chester,
ohne jetzt die spezielle Lage zu kennen.
200000€für ein renovierungsbedürftiges, 43 Jahre altes Haus auf Erbpacht, bei dem der Wertverlust gegen Ende der Pacht dramatisch werden dürfte, kommen mir entschieden zu hoch vor.
Wenn ich mich nicht irre sind die Immobilienpreise in Berlin nicht gerade Spitze in Deutschland, zudem generell momentan eher im Fallen begriffen. Wir haben jedenfalls vor 5 Jahren in guter Lage in Köln deutlich weniger pro qm bezahlt für ein neues Haus auf eigenem Grundstück, wobei das kein Schnäppchen war.
Ich würde nicht mehr als 1000 pro qm zahlen, aber bei Immobilien bestimmen bekanntlich nur drei Größen den Preis: Die Lage, die Lage und die Lage.
Und „andere Interessenten“ gibt es immer.
Liebe Grüße,
Max
Trotzdem sind ist das Haus so billig nicht, und ich würde
gerne wissen: was bietet man so einem Makler an? 10 -20%
weniger?
Das ist schwer zu sagen. Der Makler tut wahrscheinlich alles, um an seine Provisison zu kommen. Fraglich ist, ob der Verkäufer dem zustimmt.
In einem ähnlichen Fall hatte ein Bekannter von mir für ein Haus, das 270.000 kosten sollte, 220.000 angeboten. Der Makler war nicht abgeneigt, der Verkäufer tobte: für das Geld würde er lieber das Haus behalten und es vielleicht 5 oder 6 Monate später, aber zu einem guten Preis verkaufen. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen, und mein Bekannter sah das Haus für 200.000 in der Zeitung stehen - momentan gibt es keine Interessenten.
Gruß
J.
Hi Chester,
Ein Problem gibt es in ganz Deutschland:
der Fall, daß ein Erbpachtvertrag ausläuft, ist noch nie eingetreten, da es die Erpachtregelung in D noch nicht 99 Jahre gibt. 99 Jahre ist aber die Normallaufzeit bei Verträgen mit „Häuslebauern“.
Im Erbpachtvertrag ist normalerweise vereinbart, daß
a) der Erbpachtnehmer bei Ablauf ein Kaufrecht zu einem in bestimmter Weise erhobenen Preis hat oder
b) der Erbpachtgeber das aufstehende Gebäude zu einem in bestimmterweise erhobenen Preis anzukaufen hat oder
c) daß eine wie auch immer geartete Verlängerung oder Neuausstellung eines Erbpachtvertrages verhandelt werden kann.
Preisvergleich für aufstehendes Gebäude:
Suche in Anzeigen oder bei Maklern nach ähnlich alten Immobilien in ähnlichem Zustand, errechne den qm-Preis nehme 15% Abschlag und biete diesen Preis an oder
nehme den Maklerpreis errechne die kosten für die Renovierung und zieh diese ab und erhalte somit deinen Angebotspreis.
gruss
winkel
Vielen Dank an alle, für die schnellen Antworten und die Tipps.
Ich habe noch etwas vergessen: Ist ein schriftliches Kaufangebot rechtlich verbindlich und verpflichtend? Entstehen Regreßansprüche wenn die Finanzierung scheitert oder man es sich anders überlegt, bzw. ein besseres Objekt findet? Wenn ja, wie lange besteht dann diese Verbindlichkeit?
Vielen Dank
Gruß
Chester
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