Hauskauf - schwierige Situation

Hallo,

hier mein, für mich kompliziertes, Anliegen. ich hoffe ihr könnt mir Tips geben.

Ich (single) wohne z. Zt. noch zu Hause (Einfamilienhaus) bei meiner Mutter (Vater ist vor kurzem verstorben). Da meine Mutter nur eine kleine Rente bekommt und sich die Miete für das Einfamilienhaus nicht auf Dauer leisten kann und ich ja auch mal ausziehen muss/will, sind wir am Überlegen, wie wir die Situation am Besten und SCHNELL händeln können. Hier ist v.a. die finanzielle Situation schwierig. Und so kommt ihr ins Spiel.

Z. Zt. zahlt meine Mutter ca. 750€ Miete (inkl. Strom) ich zahl nichts. Dies ist definitiv zu viel, dieser Betrag könnte aber noch „ein Weilchen“ in die Rechnung mit einfließen wenns nötig ist. Sagen wir ein Jahr und danach hätte Sie ca. 300 bis max 400 € zur Verfügung. Ich kann 400 € monatlich (gut geschätzt, denn das Auto etc. wird ja auch mal kaputt !!) beisteuern. Wenns beruflich passt, könnte ich Sonderzahlungen leisten (was gut möglich ist). Eigenkapital ist leider wenig vorhanden (ca. 10000 €). Eigenleistungen sind gut möglich (mind. Malern, Fliesen, Bodenbeläge wenn nicht ein bisschen mehr). Vermögenswirksame Leistungen krieg ich glaub ich nur wenig (hab mal was von 17€ gehört - muss ich noch mal nachfragen). Andere Zuschüsse krieg ich nicht, da verdien ich ein bissl zu viel. Vieleicht kriegt ja meine Mutter Wohnungsbauprämie oder andere Zuschüsse???

Da auch die Mutter nicht ewig lebt und ich dann mit den Kosten alleine wäre, ist mir eine schnelle Abzahlung des ganzen sehr wichtig (ca. 8 - 10 Jahre). Kommt alles natürlich auf den Kreditbetrag und die monatlichen Raten an. Da aber die Zukunft ungewiss ist (Mutter stirbt, ich gründe eine Familie,…), möchte ich mich nicht auf 20 Jahre und mehr binden. (Wenn ich dann ne Familie hab, schauts natürlich anders aus, da könnte alles schon langfristig geplant sein). Hier aber nicht.

Ich hätt mir für mich mal das Ganze so vorgestellt, dass ich mir eine 2-Zimmer-Eigentumswohnung kaufe, die nach 8 Jahren abgezahlt (keine Restschulden) ist. Meine Mutter in der Zwischenzeit sich eine günstige Mietwohnung nimmt. Diesen Kredit zahl ich selber und meine Mutter steuert was bei (entweder zum Kredit und den monatlichen Zahlungen oder in Form von Sonderzahlungen, die ich ja evtl. auch noch zusätzlich leisten kann). Nach den 8 Jahren (vieleicht gehts ja mit den Sonderzahlungen noch schneller!) zieht meine Mutter in diese Eigentumswohnung (mit geringer Miete - dass sie von ihrer Rente zum Leben auch noch was hat) und ich such mir was neues. Wenn ich ne Familie hab, dann kanns ein Haus sein oder ich such mir wieder ne Eigentumswohung. Vieleicht möchte/muss ich wegziehen - wer weiss. Wenn ich schnell im www schaue, dann krieg ich für die 400€ einen Kredit von 30-35 T€ der in den 8 Jahren abgezahlt ist. Sicher gibts noch andere Kredite, die besser abschneiden - oder?

Eine andere Möglichkeit wäre, dass meine Mutter und ich ein kleines Zweifamilienhaus kaufen. Hier könnten dann zur Abzahlung 700 bis max. 800 € gezahlt werden. Hier soll auch darauf geachtet werden, den Kredit möglichst schnell zurück zu zahlen, da ich wenns die Mutter nicht mehr gibt (was ich nicht hoffe) mit den 800€ überfordert wäre und auch die evtl. zukünfitge Frau und Kinder eine Rolle spielen. Also sollte auch hier alles in ca. 10 Jahren vom Tisch (keine Restschulden) sein. Vieleicht gibts ja die Möglichkeit, dass man z.B. die ersten 8-10 Jahre 750€ monatlich zahlt und danach 5 Jahre lang 400€ monatlich.

Was haltet ihr von meinen Plänen? Welcher ist besser? Welcher lässt sich finanziell am besten/sichersten verwirklichen? Wieviel kann man mit 400€ bzw. 800€ in ca. 8 bis 10 Jahren „rausholen“? Welche Finanzierung ist hier am sinnvollsten und wie kann/soll man das ganze Aufteilen (Wohnungsbauprämie, KfW-Kredit(Vieleicht kann man die ersten Beitragsfreien Jahre des KfW-Kredits sinnvoll nutzen?), Bankkredit, Bausparer - der sofort zugeteilt werden kann,…) ? Welche Förderungsmöglichkeiten habe ich bzw. meine Mutter? Kann man zu zweit so ein Vorhaben realisieren und alles „zusammenwerfen“ für ein Gebäude? Welche Fallstricke gibts und auf was soll man beim Abschluss achten?? Spielen bei dem Ganzen die Banken mit?

Ich bin für jeden Tip dankbar.
Grüße
MICHAEL

Hi Michael,

meines Erachtens wird das nicht funktionieren. Mit 800€ im Monat und der Bedingung, dass in 10 Jahren vollständig getilgt ist, kriegst Du um die 75.000€. Damit ist kein Zweifamilienhaus zu kriegen, zumindest kein vernünftig bewohnbares.

Die Lösung mit der Wohnung wird auch nicht funktionieren, Deine Mutter muß ja dann noch Miete bezahlen, entsprechend weniger Kreditvolumen steht zur Verfügung.

Noch ein Wort zu der Variante mit der Wohnung: Die halte ich für - gelinde gesagt - unverschämt egoistisch. Laut Vika bist Du 30 und zahlst bis heute keine Miete zuhause? Obwohl Deine Eltern/Deine Mutter dafür Miete bezahlen muß? Und dann soll sie in eine günstige Wohnung ziehen, damit sie Dir noch hilft, Eigentum zu schaffen? Das sie dann „günstig“ mieten kann, wenn es Dir zu eng wird? Sorry, das geht gar nicht!

Mein Tip 1: Hilf Deiner Mutter, die Miete für das aktuelle Haus aufzubringen, wenn ihr euch dort wohl fühlt.
Tip 2: Ihr geht getrennte Wege und geht beide in Mietwohnungen, bis Du für Dich eine Planungssicherheit erreicht hast.

Nix für ungut,
Grüße
Horst

Hallo,

Mein Tip 1: Hilf Deiner Mutter, die Miete für das aktuelle
Haus aufzubringen, wenn ihr euch dort wohl fühlt.
Tip 2: Ihr geht getrennte Wege und geht beide in
Mietwohnungen, bis Du für Dich eine Planungssicherheit
erreicht hast.

Über mietfreies wohnen bei den Eltern will ich nicht richten. Ich habe meinen Eltern nie etwas bezahlt und werde von meinen Kindern auch nichts verlangen. Natürlich mußte ich mit zunehmenden Alter auch mithelfen (Landwirtschaft/Haushalt)

Zurück zur Frage: Tip 1 und 2 von Horst stimme ich 100% zu.
Jeder Kauf und Wiederverkauf kostest. Grunderwerbssteuer, Notar, Makler, Umzugskosten, Neue Einbauküche … Das sind Kosten die dir am Ende keinen Zusatznutzen bringen, geschweige denn den Wert des Objekts erhöhen.
Ich habe auch über Zwischenschritte mein „vorläufig finales“ Heim gefunden.
Nicht zu vergessen: Ich konnte ein „Zwischenobjekt“ nur mit Verlust verkaufen.

Grüße
Wolfgang

Hi,

Über mietfreies wohnen bei den Eltern will ich nicht richten.

Ich auch nicht so pauschal.

Aber aufgrund von:

Ich (single) wohne z. Zt. noch zu Hause (Einfamilienhaus) bei meiner Mutter (Vater ist vor kurzem verstorben). Da meine Mutter nur eine kleine Rente bekommt und sich die Miete für das Einfamilienhaus nicht auf Dauer leisten kann…

finde ich es in diesem Fall schon egoistisch.

Ich habe meinen Eltern nie etwas bezahlt

Ich auch nicht. Ich bin allerdings kurz vor meinem 16. Geburtstag zuhause aus- und nie wieder eingezogen. Und: Nein, ich bin nicht im Streit über Mietzahlungen ausgezogen, sondern weil ich 200km entfernt eine Ausbildung begonnen habe.

Grüße
Horst

Hallo,

danke soweit für alle Antworten.

meines Erachtens wird das nicht funktionieren. Mit 800€ im
Monat und der Bedingung, dass in 10 Jahren vollständig getilgt
ist, kriegst Du um die 75.000€. Damit ist kein
Zweifamilienhaus zu kriegen, zumindest kein vernünftig
bewohnbares.

Hört sich nicht so rosig an.
Heut und morgen sind mal ein paar unverbindliche Termine bei der BHW, LBS und Schäbisch Hall. Mal sehen obs wirklich so schwierig wird.

Die Lösung mit der Wohnung wird auch nicht funktionieren,
Deine Mutter muß ja dann noch Miete bezahlen, entsprechend
weniger Kreditvolumen steht zur Verfügung.

Das stimmt, aber die zukünftige Miete wird sicherlich geringer sein, als die jetzige.

Noch ein Wort zu der Variante mit der Wohnung: Die halte ich
für - gelinde gesagt - unverschämt egoistisch. Laut Vika bist
Du 30 und zahlst bis heute keine Miete zuhause? Obwohl Deine
Eltern/Deine Mutter dafür Miete bezahlen muß?

Finde ich nicht. Gwiss hab ich während meines langen Studiums Kost und Logie frei gehabt - und ein gewisses Schmarotzertum begangen. Jetzt aber nicht mehr (so krass). Ich bin nur am Wochenende zu Hause und stecke der Mutter auch mal Geld zu.

Und dann sollsie in eine günstige Wohnung ziehen, damit sie Dir noch :hilft, Eigentum zu schaffen? Das sie dann „günstig“ mieten kann, wenn
es Dir zu eng wird? Sorry, das geht gar nicht!

Das wird falsch verstanden. Ich möchte was kaufen und möglichst schnell abzahlen, dass meine Mutter möglichst schnell wo zum Wohnen kommt, wo sie keine bzw. nur wenig feste Kosten hat, sodass ihre Rente noch für was anderes reicht.

Viele Grüße
MICHAEL

Hört sich nicht so rosig an.
Heut und morgen sind mal ein paar unverbindliche Termine bei
der BHW, LBS und Schäbisch Hall. Mal sehen obs wirklich so
schwierig wird.

Bin gespannt, was rauskommt. Halte uns auf dem Laufenden!

Die Lösung mit der Wohnung wird auch nicht funktionieren,
Deine Mutter muß ja dann noch Miete bezahlen, entsprechend
weniger Kreditvolumen steht zur Verfügung.

Ich bin nur am Wochenende zu Hause und stecke der Mutter auch mal Geld zu.

DAS kam im ursprünglichen Posting tatsächlich nicht rüber. :wink:

Das wird falsch verstanden. Ich möchte was kaufen und
möglichst schnell abzahlen, dass meine Mutter möglichst
schnell wo zum Wohnen kommt, wo sie keine bzw. nur wenig feste
Kosten hat, sodass ihre Rente noch für was anderes reicht.

Ok, das kam bei mir wirklich falsch an. Es bleibt m.E. aber das Problem, dass Du das „schönrechnest“. Untermauer mal das Vorhaben mit echten Zahlen, dann wirst Du sehen, dass es nicht wirklich funktioniert, mit dem möglichen monatlichen Aufwand in 10 Jahren eine vernünftige Lösung für zwei Personen auf die Beine zu stellen, die auch noch äußerst risikoarm (…man weiß ja nicht, wie lange die Mutter noch lebt…) und flexibel (…wer weiß, wie die zukünftige Frau es fände, wenn die Mutter mit im Haus ist…) ist.

Gruß
Horst

Hört sich nicht so rosig an.
Heut und morgen sind mal ein paar unverbindliche Termine bei
der BHW, LBS und Schäbisch Hall. Mal sehen obs wirklich so
schwierig wird.

Bin gespannt, was rauskommt. Halte uns auf dem Laufenden!

Ein Narr, der denkt, dass hier eine objektive Beratung rauskommt.
Sowohl BHW, LBS als auch Schwäbisch Hall verdienen nur an abgeschlossenen Verträgen. Und eher unsinnig ist, alles bei Bausparkassen zu versuchen. Das Ergebnis wird eine teure Zwischenfinanzierung sein, währenddessen man sich die Tilgung spart und dafür einen Bausparvertrag bespart. Dieser löst dann diesen Zwischenkredit ab und man hat endlich sein Bauspardarlehen mit all seinen Nachteilen.
Warten und Kapital ansparen kann hier nur als richtige Empfehlung dienen. Alles andere ist Schönrechnerei!