Hauskauf und Sanierung -

Hallon zusammen,

mein Mann und ich wollen gerne ein Haus kaufen, Baujahr 1959, 5 Zi, 2 Bäder, Gäste-WC und Küche verteilt auf EG und OG (ca 120qm). Es muss noch allerhand gemacht werden:

  • Leitungen neu (wasser und Elektro)
  • laut Maklerin hat der Keller manchmal nasse Außenwände. Ich konnte nichts fühlen. Wie stellt man so etwas fest und wie kann man das beheben?
  • Aus einem Waschbecken im OG hat es wohl eine Weile getropft und jetzt sieht man im EG Schimmelspuren
  • Badezimmer unten muss erneuert werden
  • Küche: ein Durchbruch zum Wohnzimmer und Küche neu
  • Badezimmer oben: Wand rausreißen und an anderer Stelle neu. Bad komplett neu.
  • Gäste-WC raus und den Raum zur Abstellkammer umfunktionieren
  • Balkon überprüfen (man sieht von unten Rosstellen) und Verkleidung neu
  • einige Fenster neu
  • überall Fußböden und Tapeten neu
  • evtl. Zwischendecken und eingelassene Leuchten in Badezimmern und Fluren
  • Sachen, die für ein Laienauge vielleicht nicht unbedingt sichtbar sind…

Wie stellt man nun fest, wieviel Geld man dafür ausgeben muss? Davon hängt ja auch ab, ob man sich so ein Haus überhaupt leisten kann / will … Hat jemand eine Vorstellung, was die oben genannten Arbeiten ungefähr kosten?
Fragt man einen Gutachter? oder einen Architekten? Oder lässt sich von einem Generalunternehmer schon vor Kaufentscheidung einen Kostenvoranschlag machen? Was gilt es noch zu beachten? Welche Kosten kommen bei einem Hauskauf noch auf einen zu? Was sollte man sonst noch machen (Bodenproben? wasserproben?)

Bin für jeden Tipp dankbar!

Vielen Dank und viele Grüße!

Hallo,

es lohnt sich auf jeden Fall einen Gutachter zu beauftragen. Wollte so etwas mal bei dem „Verband privater Bauherren“ www.vpb.de in Auftrag geben. Die Kosten für eine 1-stündige „Vorort-Begutachtung“ in ca. 40 km Entfernung zum Regionalbüro betragen rund 300EUR. Die Erstellung eines Protokolls ist hier inbegriffen. Für weitere Leistungen wie z.B. Erstellung einer Kostenschätzung für die Sanierungsarbeiten, Energieberatung werden noch einmal rund 90EUR/Stunde berechnet.

Das ist aber gut angelegtes Geld wenn man nicht die Katze im Sack kaufen will.

Viele Grüße, Whity8

Hallon ratsuchende,

dass sind viele Fragen auf die ich leider nicht alle eingehen kann da ich entweder den Zustand des Hauses schlecht über eine Ferndiagnose erfassen kann, bzw. kaum die Wünsche über das Endresultat (welches Sie sich vorstellen) erahnen kann. Daher versuche ich erstmal mit den auf jeden Fall möglichen Antworten.

mein Mann und ich wollen gerne ein Haus kaufen, Baujahr 1959,

50 Jahe altes Haus sind also zu den von Ihnen Aufgeführten Arbeiten noch

  • Heizung
  • Wärmedämmung (Dach und Fassade)
  • Treppen
  • Haustür
  • Schornsteinsanierung
  • Brandschutz

5 Zi, 2 Bäder, Gäste-WC und Küche verteilt auf EG und OG (ca
120qm). Es muss noch allerhand gemacht werden:

ca. 600 bis 1200 Euro/m² für Sanierungsaufwand

  • Leitungen neu (wasser und Elektro)
  • laut Maklerin hat der Keller manchmal nasse Außenwände. Ich
    konnte nichts fühlen. Wie stellt man so etwas fest und wie
    kann man das beheben?

Wasser kann an allen stellen des Hauses eindringen

  • Defekte/Fehlende Sperrschicht
  • Undichte Abwasserleitung, ungünstige Grundstücksneigung (Regenwasser lauft zum Haus) Defekte Wasserzuleitung.
    Also ohne Schachten oder Bohren keine Diagnose !
  • Aus einem Waschbecken im OG hat es wohl eine Weile getropft
    und jetzt sieht man im EG Schimmelspuren
  • Schimmel ist meist nicht das schlimmste, der lässt sich schnell entfernen
    Aber gibt es Holz Bauteile die sich dadurch verändert haben? Also Fußboden öffnen nachschauen.
  • Badezimmer unten muss erneuert werden
  • Küche: ein Durchbruch zum Wohnzimmer und Küche neu
  • Badezimmer oben: Wand rausreißen und an anderer Stelle neu.
    Bad komplett neu.
  • Gäste-WC raus und den Raum zur Abstellkammer umfunktionieren

Wie für alle Arbeiten sollte man sich einige Angebot von Baufirmen einholen um hier ein aktuellen Preis zu erfragen.
Denn Fliesen oder Marmor, Sandart oder Luxus ??? Weis ich leider nicht!
Überlegen sie sich was sie Brauchen und Wo sie später etwas hinstellen wollen (WZ = Fernsehkabel, Telefon, Computer) und scheiben dieses Raum für Raum auf. (z.B. wieviele Steckdosen benötige ich und wo ?)
Grundsätzlich alle Angebote nachrechnen nicht der Billigste ist der Preiswerteste ( der Eine sagt den Preis für 30m² Parkett und der Andere nur den Quadratmeterpreis usw.)´

  • Balkon überprüfen (man sieht von unten Rosstellen) und
    Verkleidung neu

Da fragt man am besten jemanden der sich mit so was auskennt :smile: Stahlbauschlosser z.B.

  • einige Fenster neu

Der Tischler ist da wohl der beste Ansprechpartner !

  • überall Fußböden und Tapeten neu

Kann das eine Eigenleistung werden ??? Das senkt die Sanierungskosten !!!

  • evtl. Zwischendecken und eingelassene Leuchten in Badezimmern und Fluren

Solche Sachen immer mit dem Trockenbauer und Elektriker gemeinsam absprechen !!!

Natürlich gilt dies auch für andere Übergreifende Arbeiten wie Heizung und Trockenbau , Fenster und Wandanschlüsse, Wasserleitungen und Fliesenleger, Wasser,Strom und Küchenbauer ( also erst die Küche Planen dann die Anschlüsse legen ) …

  • Sachen, die für ein Laienauge vielleicht nicht unbedingt sichtbar sind…

Und da haben wir das größte Problem, den auch ein Fachmann kann nicht durch/in Wände schauen daher sind in Angeboten meist noch 10%-30% für im Vorfeld nicht erkennbare Bauleistungen aufgeführt.

Wie stellt man nun fest, wieviel Geld man dafür ausgeben muss?

Den Genauen Betrag kennt man leider erst zum Schluß (den Zinsen kommen ja auf das geliehene Geld auch noch drauf)

Davon hängt ja auch ab, ob man sich so ein Haus überhaupt
leisten kann / will … Hat jemand eine Vorstellung, was die
oben genannten Arbeiten ungefähr kosten?

Also ich werde nun mal nur spekulieren. ca 1000 Euro/m² * 120m² = 120.000,00 Euro

Fragt man einen Gutachter? oder einen Architekten? Oder lässt
sich von einem Generalunternehmer schon vor Kaufentscheidung
einen Kostenvoranschlag machen?

Das ist Ihre Entscheidung! Nur jeder von diesen möchte ja auch für seine Tätigkeit bezahlt werden also ca. 5-15% für die Bauleitung und Planung. Also sagen wir mal ca 10.000,00 Euro ( Ein Generalunternehmer legt diese Kosten auf die einzelnen Rechnungen mit drauf und nimmt ihm Bekannte Firmen Ihre Mitsprache ist arg eingeschränkt)

Was gilt es noch zu beachten?

Ein Haus baut man natürlich mit Handwerkern. Aber fragen sie vorher bei anderen Häuslebauern wer mit welchem Unternehmen Gute oder Schlecht Erfahrungen gemacht hat. (das kann Ihnen viel Ärger ersparen.

Vereinbaren sie alle Bauleistungen Schriftlich und lassen sie sich Probleme die bei der Sanierung entstehen zeigen und auch nur nach Ihrem Auftrag in Ordnung bringen.

Ein Motivierter Handwerker arbeitet besser. Geizen sie nicht an einer Tasse Kaffee, einem belegtes Brötchen oder einem Stück Kuchen (und zwar in der Bauphase !!! zum Schluss ein Fest ist schön aber die Arbeiten sind dann bereits erledigt !!!)

Ein Saniertes Haus ist kein Neubau ! Daher sollten Sie sich überlegen was kann ich an Alten Bauteilen noch verwenden.

Sorry aber die Leute auf dem Baumärkten sind meist keine Handwerker sonder Verkäufer und die Beraten nicht immer Richtig !!!

Ein Bausachverständiger ist eine gute Wahl wenn sie selber Laie sind. Lassen sie Ihn arbeiten kontrollieren bevor man weiterarbeitet ! Also erst das Bad Abdichten dann den Sachverständigen schauen lassen und wenn das OK ist kommen die Fliesen darüber oder wenn das Dach gedämmt ist - gucken - Dampfsperre - gucken - Verkleiden !!! Am besten bei der Handwerkskammer nachfragen wer als Bausachverständiger in Ihrer nähe wohnt.

Alle Sanierungsarbeiten unterliegen der Wärmeschutzverordnung (ausgenommen sind Flächen-/Einzeldenkmäler)

und und …

Welche Kosten kommen bei einem Hauskauf noch auf einen zu?

-Kaufpreis für Grund und Boden und für das Haus
-Grunderwerbssteuer 3,5% des Kaufpreise
-Maklerkosten
-Notarkosten
-Kosten für Baugenehmigungen / Straßensondernutzungsgebühren (abstellen von Containern, Baumaterial, Rüstung im öffentlichen Raum)
-Versicherungen
-Grundstück Teilungs-/Vermessungskosten
-und die vielen kleinen dinge die keiner beim bauen mit berücksichtigt: Gardinen, Rollos, Markisen, Telefonanlage, Satellitenanlage, Dübel …
die zwar nur ein paar Euro Kosten aber hundert mal ein paar Euro sind auch ne menge Geld.

  • Mietkosten für die im Moment genutzte Wohnung bis zum Einzug ins Eigene Haus.
  • ggf. Hotelkosten und Unterstellkosten des Hausrates wenn der Mietvertrag bereits gekündigt ist und sie noch nicht ins Haus hinein können !

Darüber hinaus gibt es noch:

  • Straßenerneuerungskosten
  • Kosten für Anschlüsse wie Wasser, Abwasser, Gas, Strom, Telefon, Fernsehn … gibt es sie müssen sie Erneuert werden oder gar neu Erschlossen werden ???
  • Entsorgungskosten für Sondermüll (Farbreste, Altöl, Asbest etc.)

Was sollte man sonst noch machen (Bodenproben? Wasserproben?)

Sollte diese Gebäude eine Gewerbliche Nutzung gehabt haben und daher eine verunreinigung des Bodens zu befürchten sein dann ja. Fragen sie also alteingesessene Ob da mal was war ?
Wichtiger ist jedoch wo steht das Haus ??? Überflutungen, Lawinen, Erdrutsche, Bergbauregion oder gar auf einer alten Mülldeponie ?
Denken Sie jedoch daran, Sie können alles Proben lassen was sie wollen nur Sind dies auch Kosten die auf sie zukommen und vieles sehen sie in der Bauphase.

Bin für jeden Tipp dankbar!

Na gut noch fünf Tipp’s!
-Schauen sie sich intensive nach Insekten vor allem aber nach Spinnen um ! Ein Haus welches keine Spinnen aufweist hat ein Raumklima welches durch Schwermetalle, Pesti-/Fungizide, Dioxide belastet sein kann und daher auch nicht förderlich für den Menschen ist !!!
-Bauen ist Vertrauenssache! Wenn sie bei einem Unternehmen oder Handwerker ein schlechtes Gefühl haben so sollten sie auch auf Ihre Menschenkenntnis vertrauen oder sich Informieren !
-Seien sie des Öfteren auf der Baustelle und schauen ob das was sie wollen auch gemacht wird. Und wenn sie sich für etwas entscheiden haben lassen Sie es so Bauen ein abreißen und neubauen geht zwar ist aber Teuer.
-Haben sie genügend Eigenkapital mindestens 30% der gesamten Kauf-/Bau-/Nebenkosten und setzen Sie viel Eigenleistungen mit ein (auch Freunde oder Verwandte helfen ihnen vielleicht bei Ihrem Bauvorhaben) das Spart Lohnkosten.
-Der wichtigste Tipp ist jedoch Planen sie im Vorfeld was sie wünschen. Schauen Sie sich Ihre Bisherige Wohnung genau an: Was gefällt mir was würde ich auf jeden Fall anders machen !!! Klauen sie mit den Augen gute Ideen bei Anderen und kopieren sie diese. Auch wenn es niemand hören Möchte wir werden alle älter also was ist mit Breiteren Türen (Rollstuhl), abgesenkten Badewannen und Duschbecken (10cm sind in diesem Fall sehr viel) Montierbarkeit eines Treppenliftes (ein Balken jetzt mit in die Trockenwand spart später viel Ärger und Kosten)

Vielen Dank und viele Grüße!

Sorry das ich nicht ausführlich genug geschrieben habe da noch viel mehr zu diesem Thema zu sagen wäre !!!

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Behrendt

Hallo,

bei´m Thema Kosten, bin ich leider überfragt.
Ich habe in der Anfangszeit meiner Hausrenovierung leider nur schlechte Erfahrungen mit Handwerkern gesammelt. das ist der Grund warum ich jetzt ALLES selbst ausführe.

Prinzipiell kann ich nur abraten als Ahnungsloser (was Baustellenthemen angeht) ein Haus zu kaufen das offensichtlich Baumängel aufweist.

jemand der "längere Zeit nicht darauf achtet das ein Waschbecken tropft hat mit Sicherheit auch sonst nicht viel Sorgfalt in sein Haus gesteckt.

Bei meinem Haus habe ich zum Zeitpunkt des Kaufes gedacht ich musse nur ein paar innenausbaukleinigkeiten machen.

Als ich es dann gekauft hatte, fand ich immer mehr vesteckte Mängel die ich dann stück für Stück beseitigte …

das war vor grob 9 Jahren und fertig bin ich noch immer nicht …

KAuft Euch lieber ein Fertighaus das nach eueren Wünschen gebaut wird.

Das ist der beste Rat den ich euch geben kann !

Ein marodes Haus wird IMMER mehr Kosten mit sich bringen als am Anfang angenommen … =0 /

Hallo,

ad 1: Keller und EG feucht??!! Schonmal schlecht, gehört ein Gutachter her.
ad 2: Preis hängt von der Lage ab, was der Verkäufer will und vielem mehr.
Da viel zu machen ist, muß auch das der Gutachter raten.
Das wichtigste sind drei Dinge: die Lage, die Lage und die Lage.

ad 3: Eigenes Budget festlegen, dann schauen, was der gewünschte Umbau kostet bzw. die Sanierung.

Grunderwerbssteuer, Notarkosten 5%
www.bauexpertenforum.de und google!

Viel Erfolg!
falko

Hallo zusammen,
klingt nach interessanter Aufgabe und viel Arbeit.
Aus meiner Sicht muß man sich darauf einstellen, dass die angedachten Renovierungsarbeiten mindestens 2-3 Monate dauern, vorausgesetzt, die Arbeiten gehen zügig voran. Kosten würde ich mit ca. 50.000-60.000 EUR abschätzen.
Mein Tip wäre es, sich im Bekanntenkreis mal umzuhören, wer günstig und gut Hausrenovierungen macht. Es gibt etliche polnische Firmen, die in Deutschland soetwas gerne und gut machen.
Solche Firmen können auch einen Kostenvoranschlag machen.
Feuchtigkeit im Keller ist bei solchen Häusern nicht unnormal. Das hängt davon ab, ob die Außenwände von außen isoliert sind oder nicht (kann man auch später noch machen lassen).
Ich kann nur dazu raten, so ein Haus mit einem Gutachter zusammen anzuschauen, denn der Laie sieht manchmal Sachen nicht, die später eventuell sehr teuer werden können. Auch geben solche Gutachter einem eine Aussage, ob das Haus im Grunde in Ordnung ist oder ob man lieber die Finger davon lassen sollte.
Architeken verdienen nur daran, ihre Ideen zu verkaufen. Bauverantwortung übernehmen diese in der Regel nicht. Wenn man selber weis, was man möchte, kann man einen Architeken gut auslassen.
Kostenvoranschlag vor Kauf ist immer hilfreich, denn dann kann man eventuell den Kaufpreis drücken.
Ich empfehle auch Dach auf Holzwurm und Heizung auf Emissionen zu kontrollieren.
Ich hoffe diese Informationen helfen weiter.

Gruss Taufurt

Ziehe einen Bafa oder Dena gelisteted Energieberater zu Hilfe (ca. 600€ davon ca.300€ staatlich gefördert).
Wie ist der Zustand von Dämmung, Heizung, Fenster,Dach,etc.

Feuchter Keller -> viel Aufwand teuer
Schimmel: grosses Drama, benötigst Du Spezialisten sehr teuer.

Kann so nichts genaues sagen aber klingt preislich wie Grundstückspreis-Abrisskosten. Evtl. ist der Neubau billiger als die Modernisierung.

Gereralunternehmer kann man auch ziemlich auf die Nase fallen.
Informiere Dich doch mal beim Verband privater Bauherren.

Nur meine Meinung.
Viel Glück

Gleich vorne weg. Ich bin wirklich kein Fachmann kann also nur von meinen Erfahrungen berichten. Aber ich hoffe das hilft ein wenig weiter.

Feuchtigkeit stellt man am besten mit einem entsprechenden Messgerät fest. Ich würde dazu im Baummarkt fragen ob man so was ausleihen kann. Man könnte auch entsprechende Firmen nach einem Angebot fragen. Bevor sie ein Angebot abgegeben sollten sie zuerst eine Messung durchführen ob eine Trockenlegung überhaupt notwendig ist. Da muss man ein wenig rumtelefonieren um einen entsprechenden Anbieter zu finden.
Aber diesen Fakt nicht unterschätzen. Feuchtigkeit ist eins der schlimmsten Probleme im Haus. Nicht nur wegen eventuellen Schimmel oder Pilzen. Schnell wird die ganze Bausubstanz angegriffen und Abhilfe ist meistens sehr teuer.
Aber bitte auch nicht verrückt machen lassen. Als erstes einfach mal riechen im Keller. Riecht es moderich, naß oder schiemlich? Dann sollte man nach Wasserflecken suchen. Man kennt das selber wie z.B. Wäsche aussieht, wenn Sie naß geworden ist und sie alleine getrocknet ist. Es bildet sich so ein Rand um die Stelle. So was findet man dann an den Wenden und der Decke. Ist so etwas zu finden muss man schauen ob es alt ist. Also ob das Problem behoben ist oder ob es wieder naß wird. Sollte es grün oder schwarz sein kann man von Schimmel reden. Dann sollte man einen Profi zu Rate ziehen. Notfalls muss man Trocken legen. Dann ist eine Frage woher die Feuchtigkeit kommt. Von unten dann muss die Sperrschicht überprüft werden. Vielleicht ist es auch „nur“ der Abfluss der keine Rückstauklappe hat so das das Wasser gelegentlich dort reingedrückt wird. Manachmal auch von der Seite. Oft waren Regenrinnen kaputt oder verstopft.
Dann sollte man schaun ob im Keller nicht schon Putz abbröckelt. Durch Feuchtigkeit wird dieser wie Sand und man kann den Putz fast mit der Hand zerkleinern.
Und, und, und …

Zu den Kosten ist natürlich erstmal zu klären wie es gemacht werden soll. Was traut man sich selber zu? Was muss vom Fachmann getan werden. Ich habe die Erfahrung gemacht das man lieber ein wenig mehr Geld kalkulieren sollte. Ich hab z.B. für mein Bad ca. 5000 € ausgegeben. Dabei kostete die Einrichtung ca. 2200 € (Whirlpool 1000, Dusche 400, Waschbecken+Schrank 600)
Nur für jede dieser Position habe ich lange gesucht und wirklich Schnäpchen gefunden. Im Normalfall ist die Einrichtung doppelt so teuer. Der andere Rest waren Fliesen, Fliesenkleber (genauso teuer wie die Fliesen), Fugenmörtel, Rohre, Abflüsse, Elektroleitungen usw.) Dann habe ich ca. 1 Jahr jedes Wochenende daran gearbeitet und bin jetzt FAST fertig. Wenn man das also vom Fachmann machen läßt kommt da das doppelte bis dreifache raus. Ist auch relativ einfach zu kalkulieren. F = m² + 20%, F x Fliesen pro m² (10 €) +, F x Fliesenkleber pro m² (10 €, aber noch mal genau im Baumarkt schaun) + F x Fugenmörtel pro m² (5 €) + verlegen pro m² (20 €). Einfach nur mal ein paar Zahlen.

So das war nur das Bad. Wenn Ihr wirklich viel selber machen wollt schreib ich gerne noch was dazu. Da gibt es im Vornhinein wirklich noch Klärungsbedarf. Aber das nur wenn gewünscht.

Ich hatte mir vorher auch andere Häuser angeschaut. Teilweise mit Architekten und Sachverständigen, die dann eine grobe Schätzung abgegeben haben.

Ich würde sagen, aber das ist wirklich keine Meinung eines Fachmanns, wenn man ein Gebäude hat, welches nicht denkmalgeschützt ist also nicht komplett entkernt und dann wirklich alles neu gemacht werden muss aber dann doch noch eine ganze Menge zu tun ist sollte man mit ca. 1200 € (das ist aber auch regionsabhängig und hier für Nordostdeutschland ganz günstig) pro m² veranschlagen. Vielleicht schafft man es auch für 1000 €. Ich habe zuerst auch den Fehler gemacht und gedacht der Architekt möchte mich veralbern. Aber man sollte nicht unterschätzen wie teuer das alles ist.

Um das besser abzuschätzen sollte man einen Architekten beauftragen. Ich würde bei einem Archtiketen mit ca. 10.000 € rechnen. Der kann dann aber alles planen und überwachen. Wenn er die Gewerke dann einzeln ausschreibt kann das günstiger sein, als wenn man selber die Ausschreibungen macht. Problem ist natürlich jemanden zu finden dem man vertraut. Da sollte man auf jeden Fall 3 Leute ansprechen und Angebote machen lassen. Auch ein Generalunternehmer kann eine gute Idee sein.

Wenn man alles selber macht ist das natürlich am günstigsten. Aber wer kann das schon? Dabei ist meist nicht fachlich sondern eher zeitlich und physisch das Problem. Man sollte versuchen so viel machen zu lassen wie finanziell geht. Am besten gleich mit dem ersten Kredit.

Bei Wand raus und Wanddurchbrüchen braucht man eh einen Architekten. Genauer einen Statiker. Nicht jeder Architekt ist auch Statiker. Das muss dann meist durch irgend welche Stahl- oder Betonträger abgefangen werden wenn es tragende Wände sind.

Im grossen und ganzen nur der Rat. Viel Zeit lassen und alles überdenken. Auch wenn der Makler drückt. Wenn das Haus weg sein sollte dann ist es halt so. Es findet sich ein anderes.

Guten Abend an die Ratsuchenden.

Wie ich Sie verstehe, haben Sie von Renovierungen kaum
eine Ahnung.
Wieviel Eigenleistung können Sie bringen?
Sie haben so viele Punkte an diesem Objekt
aufgezählt, daß sie es sehr günstig bekommen müssen oder es geerbt haben.
An Sonsten lassen Sie die Finger weg!
Wenn Sie Soetwas unbedingt wollen, nur mit einem
Gutacht eines Bausachverständigen!!!
Zu dem Angebot eines Unternehmers kommt immer mehr
hinzu als angegeben.
Ich weiß, es klingt pessimistisch, ich spreche aber aus Erfahrung und möchte es Ihnen nicht „madig“ machen.
Alle Fragen kann ich auch nicht im Einzelnen beantworten. Aber nochmal, erst einen Fachmann fragen,
dann kaufen.

Viel Erfolg bei der Entscheidung.

mfg R. Vöge

Hallo meine Antwort lautet für Sie ,suchen sie sich einen Sachverständigen ( Architekten,Kaufmann /Frau der Wohnungswirtschaft ) Die kosten einer Renovierung lassen sich auch nach ihrer Beschreibung nur schlecht einschätzen, einige Mängel lassen sich auch nur schwer von Ansehen erkennen.
mfg V.Vallentin