ich benötige dringend Eure Hilfe. Ich möchte mit meiner Familie ein Einfamilienhaus kaufen (86 qm). Grundsätzlich ist das Haus sehr preiswert- jetzt aber zu dem, was mir Bauchschmerzen bereitet: ich soll zu Ihrem Immobilienmakler und ihn meine Unterlagen (Verdienstbescheinigungen etc.) einreichen. Angeblich muss er mit meinen Unterlagen nachweisen, dass ich Kredit würdig bin, damit Sie mit viel weniger aus dem Vertrag kommt und ich das benötigte Expose von ihm erhalte. Irgendetwas stimmt doch nicht, oder?? Ich dachte, dass Sie Ihre Schulden grundsätzlich alleine klären muss und wir anschließend gemeinsam einen neutralen Notar wählen und alles entscheidende dort erledigen. Was muss ich beachten?? Ist Vorsicht geboten?? Wäre für viele Antworten dankbar!!!
Tut mir leid, aber Du schreibst etwas durcheinander und die vielen Fehler (sorry…) machen das Verständnis nicht leichter. Ich verstehe Deine Kernfrage gar nicht.
Wer ist „Sie“?
Was bedeutet „mit viel weniger aus dem Vertrag kommen“?
Wieso hast Du noch kein Exposé? Das erhält man doch kostenlos als Werbung im Vorfeld? (Vorher schaut man das Haus doch gar nicht an!)
Grundsätzlich musst Du die Kreditwürdigkeit nur der Bank nachweisen, bei der Du den Kredit aufnimmst. Den Makler geht das alles gar nichts an.
Beschreib doch bitte mal genauer, was Du meinst - würde Dir gerne weiterhelfen…
Sorry, habe das noch einmal umgeschrieben!! War vorher in der Ich-Form. Also, eine Nachbarin hat sich von ihrem Mann getrennt und konnte durch die Trennung die Raten nicht mehr bezahlen. Demnach möchte Sie uns jetzt das Haus für 80.000,00 Euro unter dem eigentlichen Wert verkaufen. Ein Exposé habe ich noch nie gesehen- was für mich auch nicht wirklich wichtig war!! Zur Info: Sie hat 88.000 Euro für das Haus, sowie angeblich 20.000 Euro für Modernisierungen ausgegeben. Resultat: Sie schuldet der Bank jetzt 120.000,00 Euro oder mehr… Sie möchte jetzt eine „Freigabe“??? aushandeln (schuldenfrei werden), angeblich mit meiner Kreditwürdigkeit?? Des Weiteren möchte ihr Immobilienmakler angeben, dass das Haus nicht modernisiert wurde und es nicht mehr als 80.000,00 Euro wert ist. Ist das üblich??? Vielen lieben Dank schon einmal im Voraus!!
grundsätzlich musst du vor Hauskauf mit deiner Bank - falls überhaupt nötig - klären, ob du für das Haus einen - und wenn ja in welcher Höhe - Kredit bekommst. Der Makler des Verkäufers hat damit nichts zu tun.Sollte das ganze dubios werden, schalte entweder einen Anwalt oder Notar ein oder lass die Finger davon.
Vielen Dank für die schnelle Antwort!! Vorab: meine Kreditwürdigkeit habe ich schon prüfen lassen und grünes Licht erhalten…Nach langen zögern, habe ich mich dazu entschieden, den Termin wahrzunehmen, jedoch mit einer neutralen Person als Zeugin. Zudem werde ich keine Unterlagen mitnehmen, geschweige denn unterschreiben.
leider habe ich ein wenig Probleme wer mit „ihn“ und „ihm“ und „sie“ gemeint ist. Ich versuche aber trotz dem mal, einen Tipp abzugeben.
Normalerweise klären weisen Sie selbst ihre Kreditwürdigkeit nach, indem Sie dem Verkäufer und/oder Makler eine Finanzierungszusage ihrer Bank, Versicherung, Bausparkasse etc. vorlegen.
Die Verschuldung des Verkäufers ist grundsätzlich NICHT ihr Problem. Das Einzige, was gesichert sein muss, ist, dass die Bank des Verkäufers mit der Höhe des Kaufpreises einverstanden sein muss und das Kaufobjekt aus der Schuldhaft freigibt.
Okay, die Geschichte verstehe ich jetzt. Klingt schon etwas komisch… Die gute Dame hat irgendwann mal 120 T€ aufgenommen und kann jetzt nicht mehr die Raten bedienen. Wahrscheinlich hat sie den Kredit bis auf rund 80 T€ schon abgezahlt und will sich jetzt durch den Hausverkauf in genau dieser Höhe vor der Insolvenz schützen. Nur - warum dieses Theater mit dem Makler und der Frage nach Eurer Kreditwürdigkeit? Den Begriff „Freigabe aushandeln“ kenne ich nicht - schuldenfrei wird sie definitiv nur, wenn sie ihre Schulden abbezahlt (oder in die Insolvenz geht, dann gehört das Haus i.d.R. der Bank).
Ich vermute, dass die Frau vielleicht noch weitere Schulden bei der selben Bank hat und die Bank vielleicht glaubt, durch eine Zwangsversteigerung mehr als 80 T€ herauszubekommen. Kennt Ihr die Bank? Geht doch mal dahin und fragt nach. Ihr müsst auch wegen der Trennung der Nachbarin aufpassen: Gehört Ihr das Haus überhaupt allein? Oder ist da vielleicht noch der frühere Partner Miteigentümer?
Könnt Ihr das Haus nicht von einem Gutachter bewerten lassen (kostet ca. 300/400 €)?
Gruß
svasta