Du benötigst einen Kredit von 100.000 €. Dann willst Du pro Jahr 6000 € Zins und Tilgung bezahlen. Leider fallen bei einem angenommenen Zinssatz von 6% bereits 6000 € pro Jahr an Zinsen an. Du wirst also die Zinsen bedienen können, tilgen wirst Du ihn aber nie.
fshbb
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nach dem, was Du angegeben hast (5% Zinsen + 1% Tilgung), haben sie es nach 36 Jahren geschafft die 100.000 abzustottern.
Dann sollte man aber auch schauen, ob es in ihrer Gemeinde Förderprogramme gibt und welche staatlichen Zuschüsse oder Steuerersparnisse sie bekommen können.
Auf der anderen Seite stehen weitere Kosten, die durch das Haus in diesen 36 Jahren anfallen durch Versicherungen, Steuern, Erschließungsabgaben, höher Energiekosten als jetzt als Mieter, Bepflanzung des Gartens usw… An Deiner Nebenkostenabrechnung kannst Du ja erkennen, was da auf einen zukommt. Wichtig auch Rücklagen für Reperaturen müssen gebildet werden! Dann noch eine BU-Versicherung und Risikolebensversicherung (falls noch nicht vorhanden).
Das sind so, ich schätz das jetzt mal, nochmal so 500.- €/Monat
(je nach Rücklagenbildung)
Die insgesamt 1000.- € kann man dann natürlich mit der eingesparten Miete/Steuerersparnis gegenrechnen, dann kommt die tatsächliche Mehrbelastung raus.
Ich verstehe nicht, was Du mit 6% Zins und Tilgung meinst. Ich weiß nicht, ob Du es auch so richtig verstehst?
Nehmen wir an, dass Du ein ganz normales Darlehen möchtest, das Du monatlich in gleichbleibenden Raten abbezahlst (Sondertilgungen lassen wir außen vor).
Da gibt es folgende Parameter:
S= Kreditsumme
i = Zinssatz der Bank
R = Rückzahlung an die Bank pro Jahr. Das setzt sich natürlich aus Zins und Tilgung zusammen.
n = Laufzeit. Die wollen wir wissen. Je kürzer, desto besser.
Bei Dir:
S = 100.000
i = 0,06%
R = 12*500 = 6000
n = -(log(1-(0,06*100 000)/6000))/log(1+0,06))
= unendlich.
Wenn Du einen günstigeren Zinssatz (5%)bekommst:
n=-(log(1-(0,05*100 000)/6000))/log (1+0,05))= 36 Jahre.
Das ist sehr, sehr lange. Du hast dann für Deinen 100.000€ teuren Kredit 220.000 € abgezahlt.
Guten Tag jkiffze,
so wie Sie das sehen, kann Ihre Rechnung (noch) aufgehen.
Die 10-Jahres-Kondition im Moment plus 1,5 % Tilgung geben das ungefähr her. Aber: Die Zinsen steigen und:
Wenn Sie selbst sicher sind, dass monatlich 500 € zu stemmen sind, so ist das nur die eine Sicht der Dinge. Eine kredigebende Bank hat
Vorgaben hinsichtlich Nettoeinkommen, Familienstärke, damit verbundene Ausgaben für den gewöhnlichen Lebensunterhalt und dem, was dann noch
übrig sein sollte.
Wenn Sie eine verbindliche Auskunft für Ihr Projekt haben wollen,
dann müssen Sie an eine Bank oder einen Vermittler herantreten.
Die prüfen auch das Objekt und gleichen die zu erwartenden Kosten
mit den gegebenen Umständen ab. Dann erst sehen Sie, ob die 500 €
ausreichen.
Gruß
Günther
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
angenommen eine Familie, verheiratet mit 1 Kind, möchte eine
Immobillie kaufen.
Lt. Vika bist Du 38 Jahre alt. Wie Dir schon vorgerechnet wurde, mußt Du bei 1% Tilgung 36 Jahre zahlen. Dann bist Du 74 Jahre alt, wenn Du das Haus endlich abgezahlt hast. Darauf wird sich eine Bank vermutlich nicht einlassen, aber insbesondere Du solltest es nicht tun. Du mußt unbedingt höher tilgen, um das Darlehen in überschaubarer Zeit vom Tisch zu haben.
Ich frag mich nur, wie das manche machen, die kein EK haben
und 250 T€ finazieren und nur unwesentlich mehr
verdienen…
Tja, Schein und Sein driften immer mehr auseinander in unserer Gesellschaft.
Ich möchte auf finanzielle Details nicht eingehen, möchte Ihnen aber raten, eine konservative Finanzierung (unbedingt mit Sonderzahlungsmöglichkeit) zu machen.
Bedenken Sie dabei auch, das ein Auto kaputt geht, ebenso mal eine Waschmaschine etc. Ihre eigen Wünsche für Urlaub etc.
Wenn Sie kein Beamter sind, müssen Sie auch daran Denken, den Arbeitsplatz zu verlieren und nicht so schnell einen neuen zu finden.
Aus meiner Erfahrung schmeckt die abendliche Brotzeit viel besser wenn man genau weiß, was man sich geleistet hat und nicht in einem Wunschschloss wohnt!!
Guten Tag jkiffze,
so wie Sie das sehen, kann Ihre Rechnung (noch) aufgehen.
Tja, ich habe eigentlich genau diese Einschätzung erwartet,
wollte dies nur nochmals von jemand anderem hören.
Ich frag mich nur, wie das manche machen, die kein EK haben
und 250 T€ finazieren und nur unwesentlich mehr:verdienen…
Guten Tag jkiffze,
das was Sie da im Nachgang ansprechen, ist noch einmal ein Thema für sich. Aber zur Orientierung: Regelmäßig kennt ein Dritter die
finanziellen Verhältnisse anderer eben nicht. Genau kennen die nur der
Darlehensnehmer und seine Bank. Hinzu kommt, dass die generellen
Stellschrauben zur Kreditvergabe sich verändert haben. Altfälle können
nicht mit Neufällen verglichen werden. Und manche Harakiri-Bank, die vor Jahren noch 110 % finanziert hat, wurde durch Erfahrung schlauer. Weiter unterscheiden sich auch die Vorgaben für Lebensunterhaltsgrößen von Bank zu Bank.
Und nicht zuletzt ist vieles verhandlungsabhängig und manches von vorneherein eine Frage, wo die Dinge überhaupt eingestielt werden
(Hypothekendirektbank mit weitgehender Organisations- und Bringpflicht
für den Darlehensnehmer oder die Gute-Onkel-Bank mit Kindermädchenservice für den Impfpass).
Hier sind jeweils beträchtliche Unterschiede bei gleichen Kreditvolumina möglich.
ich habe einen ähnlichen Kredit: ca. 100.000€, 500€ monatlich 1% Tilgung. Auch der Wert der Immobilie ist in etwa gleich. Das Geld kriegt man problemlos von der Bank.
Allerdings macht es nur Sinn, wenn man jedes Jahr eine Sondertilgung machen kann, da sonst der Kredit ca. 40 Jahre läuft. Also sollten zu den 500€ monatlich noch jährlich einige 1000€ zur Sondertilgung vorhanden sein. Bei Ebbe in der Kasse kann man die natürlich einmal ausfallen lassen, aber in der Regel (vor allem in den ersten Jahren) sollte man das Geld haben.
Leider Leider! Die wenigsten Häuslebauer fragen ihren Verstand, sondern hören nur auf ihren Bauch. Gut für die Bank, die Amtsgerichte und die späteren Schnäppchenjäger, denen der Tisch reich gedeckt ist.
Allerdings macht es nur Sinn, wenn man jedes Jahr eine
Sondertilgung machen kann, da sonst der Kredit ca. 40 Jahre
läuft. Also sollten zu den 500€ monatlich noch jährlich einige
1000€ zur Sondertilgung vorhanden sein. Bei Ebbe in der Kasse
kann man die natürlich einmal ausfallen lassen, aber in der
Regel (vor allem in den ersten Jahren) sollte man das Geld
haben.
Genau! Ist eine von drei Varianten, wie man sie mit ganz normalen Annuitätendarlehen durchführen kann. Hier die anderen zwei:
Volle Tilgung
Vorteil: schnelle Rückzahlung, genau kalkulierbar
Nachteil: sehr hohe feste Belastung
Minitilgung und Gegensparen
Vorteil: niedrige feste Belastung, Chance am Kapitalmarkt
Nachteil: man sollte sich mit Kapitalanlagen auskennen. Kalte Füße sorgen hier schnell zu bösen Verlusten
Allen gemein ist, dass man für die Darlehenshöhe mindestens 8% Annuität übrig haben muss. Wer gerade so seine 5% Zins und 1% Tilgung stemmen kann, kann sich eigentlich schon um Käufer nach der Zinsbindung (wenn nicht sogar schon früher) bemühen. Sonst droht das Amtsgericht mit Zwangsvollstreckung.
Also 100.000€ bedeuten 667€ monatlich. Bei 500€ Zins und Tilgung sollten mindestens 167€ monatlich auf ein Tagesgeldkonto (o.ä.) gehen und jährlich sondergetilgt werden.
wenn ich das hier lese und mit meiner Situation vergleiche, dann käme ich günstiger weg, das Haus zu verkaufen und wieder in eine Mietwohung zu ziehen.
Wir haben mit recht geringem Eigenkapital eine Belastung von 100.000 Euro bei Zins und Tilgung von 5,05 % = 515 Euro pro Monat. Das läuft noch 7 Jahre so, dann ist die Zinsbindung abgelaufen.
Ich wollte von Anfang an eine Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren, aber meine Frau hat wegen 20 Euro mehr pro Monat gemault, und der I**** von der Verbraucherberatung hat auch davon abgeraten. Jeder Mensch weiss, dass nach tief wieder hoch kommt. Dachte der, die Zinsen gehen auf 2 Prozent ?
Im Prinzip kann ich mir jetzt schon ausrechnen, dass die Zinsen in sieben Jahren nicht mehr tragbar sind. Da ich aber bei einer Mietwohnung vielleicht 100 Euro pro Monat spare ist es doch finanziell gesehen Dummheit, weiter im eigenen Haus zu wohnen. Oder sehe ich das falsch ?
wenn ich das hier lese und mit meiner Situation vergleiche,
dann käme ich günstiger weg, das Haus zu verkaufen und wieder
in eine Mietwohung zu ziehen.
Diese Erkenntnis kommt vielen. Doch leider meist zu spät. Ein Verkauf wird vielleicht nur schwer möglich sein, da niedriges Eigenkapital und niedrige Tilgung für eine hohe Restschuld sprechen.
Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich von dem Klotz am Bein zu trennen, sollte man das in Angriff nehmen, wenn die Zeit vorhanden und auch günstig ist.
Jetzt haben wir ziemlich niedrige Zinsen, vielleicht kann man ja schon mal unverbindlich den Markt abtasten.
Beginnt man 3 Monate vor Auslauf der Festschreibung, könnte es sein, dass die Zeit nicht reicht. Und ein Verkauf unter Zeitdruck spielt nur für den Käufer. Nie für Sie.
Im Prinzip kann ich mir jetzt schon ausrechnen, dass die
Zinsen in sieben Jahren nicht mehr tragbar sind. Da ich aber
bei einer Mietwohnung vielleicht 100 Euro pro Monat spare ist
es doch finanziell gesehen Dummheit, weiter im eigenen Haus zu
wohnen. Oder sehe ich das falsch ?
Fragen Sie das mal einen Banker oder einen anderen „kostenlosen“ Finanzierungsberater, bevor Sie denen Ihre Geschichte erzählen.
Selbst wenn die Zinsen nicht steigen, haben Sie das Problem, dass Ihr Häuschen ewig lange abbezahlt werden muss. Und irgendwann muss mal was Größeres gemacht werden. Ob das nun der Beitrag für die Dorferneuerung wird, das Dach vom Winde verweht oder die Heizung nicht mehr heizt, die neuen Schulden klopfen schon an der Pforte.
Dann lieber Miete in der Erkenntnis, dass man einfach mehr Freiheiten hat.