Hallo,
Seit einigen Jahren bin ich immer wieder depresiv, ich habe versucht Ursachen dafür zu finden aber eigentlich gehts mir gut und ich kann keinen wirklichen Grund finden. Bevor jetzt gleich jemand kommt und mir den Psychiater empfiehlt: Ich halte davon nichts, da ich denke jeder muss im Endeffekt selbst mit seinen Problemen klar kommen.
Bananen und Schokolade sollen ja „glücklich“ machen, gibts noch mehr in die Richtung oder vielleicht auch frei verkäufliche „Medikamente“ die helfen könnten.
Bananen und Schokolade sollen ja „glücklich“ machen, gibts
noch mehr in die Richtung oder vielleicht auch frei
verkäufliche „Medikamente“ die helfen könnten.
Ja. Ganz „frei“ und völlig ohne negative Nebenwirkungen ist dich mal selbstkritisch mit dir selbst zu beschäftigen und mal das hier -aber eigentlich gehts mir gut
-Bevor jetzt gleich jemand kommt und mir den Psychiater
empfiehlt. Ich halte davon nichts
-jeder muss im Endeffekt selbst mit seinen Problemen klar
kommen
zu überdenken.
Wenn es dir „eigentlich“ gut geht und du „eigentlich“ keine Hilfe haben willst was motivierte dich dann hier zu posten und warum fragst du dann überhaupt nach Hilfe? Lebe doch einfach so weiter wie bisher…
ich erspare mir den Vortrag, dass Depression eine echte richtige Erkrankung ist, die fernab von Vorstellungen wie „man hat mal’n schlechten tag“ sind.
Ja, in Bananen und Schokolade sind tatsächlich sogenannte Glücklichmacher drinne.
Bedauerlicherweise müsste man Kiloweise Bananen und Schokolade essen, um auf die Wirkungsweise von 2 Wochen Cipramileinahme zu kommen.
Kurzum gesagt: Sie werden - bevor Sie glücklich werden - fett werden.
Ansonsten kann man noch auf einer Johanniswurzel herumkauen oder gleich zum Arzt gehen und mittels Antidepressiva und einer Psychotherapie bessere und elegantere Ergenisse erzielen, anstelle Oma’s Nähkästchen Tricks anzuweden.
nein, es gibt kein Hausmittel und keine rezeptfreien Zückerchen gegen Depressionen.
Es gibt allenfalls mannigfaltigste Hilfsmittel aller Art, mit denen sich Nicht-Depressive in eine bessere Stimmung versetzen können. Ein Sechser im Lotto oder ein Urlaub in der Karibik, Glück in der Liebe, Erfolg im Beruf, intaktes Umfeld, sowas halt unter anderem.
Einen Depressiven kann sich über derlei nur wenig bis nicht ein bißchen freuen.
Und Bananen sowie Schokolade machen nicht zwingend glücklich, wenn man ein halbes Jahr ausschliesslich von ihnen leben muss oder einem beides absolut nicht mundet.
Wie meinst du das, eigentlich geht es dir gut? Geht es dir rein äußerlich gesehen so erfolgstechnisch und familienmäßig gut, dafür aber aus der Sicht von Gesunden „grundlos“ die ganze Zeit nur inwendig Trostlosigkeit?
Oder geht es dir innerlich, psychisch gesehen, meistens eigentlich gut und du hast halt manchmal ein paar absolut trübselige Durchhänger? Gibt es dafür Auslöser? Kommst du da allein wieder raus, beispielsweise mit Schokolade, Bananen oder eben meinetwegen einem Karibikurlaub oder irgendetwas anderem, was du dir dann gönnst?
Wenn nämlich nicht, kann ich dir Brief und Siegel geben, dass es in Zukunft von selbst nicht besser werden wird. Du wirst es nicht im Alleingang lernen, dich da am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, ganz egal, wieviele Hausmittelchen du versuchst, um um einen Arztbesuch herumzukommen.
neben dem schon angesprochenen Johanniskraut, das allerdings geraume Zeit der Anwendung bedarf, bevor es wirkt, fällt mir da noch die Haferflocke als Hausmittel ein. Kein Scherz: Der Keim soll euphorierende Substanzen enthalten.
Hallo,
jemand aus meinem Bekanntenkreis hat gute Erfahrung mit
Zincum valerianicum Trf. gemacht. Es wirkt aber nicht sofort, weil es ein homöopath. Mittel ist.
Dein Homocysteinwert im Blut könnte auch Schuld an Deiner Depressivität sein. Laß evtl. Dein Blut testen, frag aber sicherheitshalber, was das kosten würde.
Suche Dir neue Aufgaben, Sport, Hobbys, Musik, ein Instrument erlernen, VHS-Kurse, Tanzkurs, neue Fremdsprache lernen, Blindenschrift, Garten, Kochen mit Freunden, Blumen züchten, ect. Ich bin mir sicher, Du findest etwas, was Dich ablenkt und Dir Freude am Leben bereitet.
Oder geht es dir innerlich, psychisch gesehen, meistens
eigentlich gut und du hast halt manchmal ein paar absolut
trübselige Durchhänger?
Mit „eigentlich geht es mir gut“ hab ich gemeint: Ich hab ein Dach überm Kopf, was zum Essen, bin gesund, Freunde, Familie und bisher karrieremäßig mehr oder weniger zufrieden. Und ich kann auch glücklich sein nur hab ich eben regelmäßig diese Durchhänger die dann manchmal über mehrere Tage gehen.
Gibt es dafür Auslöser? Kommst du da
allein wieder raus, beispielsweise mit Schokolade, Bananen
oder eben meinetwegen einem Karibikurlaub oder irgendetwas
anderem, was du dir dann gönnst?
Auslöser sind Veränderungen und Erinnerungen jeder Art. Um wieder „rauszukommen“ spiel ich entweder Computer, mache Sport oder ich warte einfach ab (ganz selten auch mal einen trinken und auf andere Gedanken kommen, aber nur selten weil ich nicht viel von Alkohol halte). Die Sachen funktionieren dann zumindest für den Zeitraum in dem ich sie mache, manchmal ist es danach auch ganz weg.
ein paar Dinge die mir auffallen habe ich mal markiert:
nur hab ich eben regelmäßig diese Durchhänger die dann manchmal über mehrere Tage gehen.
Um
wieder „rauszukommen“ spiel ich entweder Computer, mache Sport
oder ich warte einfach ab (ganz selten auch mal einen trinken
und auf andere Gedanken kommen, aber nur selten weil ich nicht
viel von Alkohol halte).
IMHO gibt es genau zwei Alternativen:
-Entweder bist du mit dir zufrieden und lässt alles wie es ist
-Oder du bist unzufrieden und versuchst dann ergebnisoffen deine Situation aktiv zu verändert, ggf. mit Hilfe von außen.
Unzufrieden sein und gleich mal viele effektive Lösungsansätze ausschließen, das passt IMHO hinten und vorne nicht zusammen. Das Stichwort „Alkohol“ und „Ablenkung“ passt da ebenso rein.
Frag doch einfach einmal in der Apotheke, ob es ein Mittel gegen Depressionen ohne Rezept gibt.
Das Johanniskraut ist so eins. Der Apotheker sieht Dich dann an und sagt Dir wahrscheinlich, wann Du lieber zum Arzt gehen solltest.
Eigenartiger Nebeneffekt von Johanniskraut(bei mir), man glaubt, man hätte einen kleinen Stern im Auge. Es könnte auch andere Beschreibungen geben. Ist auch relativ ungefährlich zum Probieren.
Weil Dein Name ApfelFred ist, könnte man auch befürchten, das Du zuviel Äpfel isst. In dem Fall hilft eiweisshaltige(genauer peptidhaltige) Nahrung mit viel essentiellen Aminosäuren als Ergänzung(gegen ernährungsbedingte Depressionen).
Allgemein kann eiweißhaltige Ernährung den Gemütspegel leicht heben und man fühlt sich eventuell auch etwas stärker.
Ansonsten ist der Bereich der Hausmittel sehr begrenzt, Alkohol ist sehr gefährlich bei Gemütsschwankungen. Man könnte zu Hause versuchen, sich zu entspannen. Eins ist klar, es gibt auch gute Witze, bessere als hier bei wer-weiß-was. Man sollte auch etwas tun, was einen mit Freude erfüllt, was einem Spaß macht. „Gutes Buch lesen“.
Wenn es aber schlimm ist und es irgendwie unerklärliche oder lähmende Episoden gibt oder z.B. die Pelle legt sich sichtbar in Falten, dann sollte man lieber einen Arzt aufsuchen. Man kann ja auch zum Hausarzt gehen, und dem sagen, das einem ein Psychodoc nicht ganz geheuer ist.
Vielleicht sollte man auch einmal daran denken, das man selbst nicht nur sein eigenes Produkt ist, sondern das die Umgebung einen formt. Neulich hab ich mir so eine Grableuchte gekauft, weil die nur 10 Cent kostete. Die hab ich mir hinten aufs Fahrrad geklemmt und bin einen Kaffee trinken gegangen. So traurig war ich hinterher aber die letzten Wochen nicht mehr. Anders ausgedrückt, der Fehler muß nicht unbedingt bei Dir selbst liegen.
IMHO gibt es genau zwei Alternativen:
-Entweder bist du mit dir zufrieden und lässt alles wie es ist
-Oder du bist unzufrieden und versuchst dann ergebnisoffen deine Situation aktiv zu verändert, ggf.
mit Hilfe von außen.
Unzufrieden sein und gleich mal viele effektive Lösungsansätze
ausschließen, das passt IMHO hinten und vorne nicht zusammen.
Das Stichwort „Alkohol“ und „Ablenkung“ passt da ebenso rein.
„Geh zum Arzt™“ *seufz*
also ich wäre mir aufgrund der Symptome nicht so sicher, ob da wirklich Depressionen im medizinischen Sinne vorliegen. Der Unterschied zwischen Depressionen und gelegentlichen depressiven Verstimmungen ist immens. Psychotherapie oder gar Antidepressiva wären im Falle depressiver Verstimmungen wohl eher zuviel des Guten.
Auch wenn hier - wie bei gefühlten 137,4 % aller Antworten im Medizin-Brett - der Rat erteilt wird, zum Arzt zu gehen, muss man ehrlicherweise auch eingestehen, dass unser Gesundheitssystem nicht darauf ausgelegt ist, dass jeder mit den Symptomen des TE eine ausgiebige Behandlung erhält. Viel Spaß beim Arzt als Kassenpatient.
Dem TE würde ich die blöde Frage stellen, ob er regelmäßig Sport treibt, oft genug an der frischen Luft ist und sich gesund ernährt.
also ich wäre mir aufgrund der Symptome nicht so sicher, ob da
wirklich Depressionen im medizinischen Sinne vorliegen.
und das wird hier im Forum auch niemand anderes rausfinden können
Viel
Spaß beim Arzt als Kassenpatient.
Nunja, konstruktive Kritik am System sollte ja immer möglich sein. Aber selbst unter deiner düsteren Darstellung gäbe es trotzdem nur die Alternativen:
-ungeklärte Störung in einem unperfekten System
oder
-geklärte Störung in einem unperfekten System
Welche wohl die bessere wäre… IMHO trotz allem die zweite.