Hausneubau - Solarengerie nutzen ?

Hallo,
wir planen ein haus zu bauen…die ist die überlegung aufgekommen,
so solarkollektoren auf das Dach zu packen…um es an den örtlichen stromversorgen zu verkaufen…

Doch auf was muss man da achten ?
wie teuer könnte sowas sein ? was muss man alles dafür bauen/umrüsten…
Gibt es da Förderungen der KfW und wie hoch sind da so die Zinsen ?

Könnte uns da jemand helfen ?
Ab wann rechnet sich das denn ?

Gibt es helfende Links im Internet wo alles beschrieben wird ?

gruss und danke

Carsten

Hallo Carsten,

beim Thema Solarnutzung gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Solarkollektoren nutzen die Wärme der Sonne dazu um Wasser, welches durch Rohre auf dem Dach geleitet wird zu erwärmen. Dies kann für das Warmwasser im Haus oder/und für die Unterstützung der Heizung genutzt werden. Beim Thema Heizung solltest Du allerdings daran denken, wenn es kalt ist und Du die gerne heizen möchtest scheint meistens keine Sonne (sonst würdest Du ja nicht frieren) und umgekehrt. Warmwasser brauchst Du das ganze Jahr über.

  2. Photovoltaikanlagen nutzen die Sonnenstrahlung zur Stromerzeugung. Hierbei wird Gleichstrom erzeugt, der dann durch einen Wechselrichter umgewandelt wird und in das Stromnetz des jeweiligen lokalen Versorgers eingespeist wird. Die Vergütung ist für die nächsten 20 Jahre festgelegt. Die Einspeisevergütung wird aber von Jahr zu Jahr geringer, d.h. je später man sich für so eine Solaranlage entscheidet, desto geringer wird die Einspeisevergütung ausfallen.

Ich war vor kurzem bei einem Vortrag eines Energieberaters der DENA (Deutsche Energie Agentur). Bei diesem Seminar wurde auch eine Renabilitätsrechnung erstellt. Das Ergebnis war: nach ca. 17 Jahren kommt man in die Gewinnzone, d.h. die Einnahmen übersteigen die Anschaffungskosten + die jährlichen Kosten.

Das Fazit dieses Seminars war, eine Photovoltaikanlage schafft man sich nicht an, um damit Geld zu verdienen sondern aus ökologischen Gründen. Alle die Geldverdienen wollen, sollten das Geld, welches Sie für eine Solaranlage ausgeben wollen besser am Geldmarkt anlegen. Die Rendite dürfte über 20 Jahre gesehen immer höher ausfallen.

Gruß
Ingo

Hallo,

auch der Ökologische Gesichtspunkt sollte mal genauer hinterfragt werden. Ich hatte vor kurzen ein Gespärch mit einem Ingeneur, der behauptete das „schlaue“ Leute mal errechnet haben, dass der zusätzliche Energie verbrauch zur Herrstellung der Solarkollektoren sehr hoch sei. Hinzu kommt die chemische Herstellung und eben auch der Rohstoffverbrauch.
Ob eine Anlage wirklich 18 Jahre hält, kann man nicht garantieren. Aber der o.g. umweltbelastende Verbrauch hat auf jeden Fall statt gefunden.

Ganz von der Hand zu weisen ist dies sicher nicht- Wie stark diese Argument zählt ist sicher von der Lobby abhängig, die befragt wird :smile:

Gruss
Rainer

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Hallo,

brauchbare Infos gibts auch hier:

www.solid.de

Grüße, AME

Haltbarkeit Photovoltaikanlage
Morgen,

auch der Ökologische Gesichtspunkt sollte mal genauer
hinterfragt werden. Ich hatte vor kurzen ein Gespärch mit
einem Ingeneur, der behauptete das „schlaue“ Leute mal
errechnet haben, dass der zusätzliche Energie verbrauch zur
Herrstellung der Solarkollektoren sehr hoch sei. Hinzu kommt
die chemische Herstellung und eben auch der Rohstoffverbrauch.

Das würde mich mal näher interessieren. Das hört man immer wieder, ob es wirklich so ist, weiß keiner so genau. Ich bin sehr dafür, diesen Punkt kritisch zu hinterfragen.

Ob eine Anlage wirklich 18 Jahre hält, kann man nicht
garantieren. Aber der o.g. umweltbelastende Verbrauch hat auf
jeden Fall statt gefunden.

Dazu habe ich neulich im Deutschlandfunk eine Sendung verfolgt, in der alle Seiten (die Runde war mit verschiedenen Lobbiisten besetzt) dies bejaht haben. Es wurde gesagt, dass die Technik sich in diesem Punkt sehr weiterentwickelt hätte. Es gäbe nur eine Schwachstelle in der Kette (ein Gleichrichter oder Wandler oder sowas), der evtl. ausgetauscht werden müsse, aber nicht die Welt koste.

Ein Punkt, mit dem man aber schlecht kalkulieren kann, ist die Entwicklung der Energiepreise in der Zukunft. Die könnte natürlich die Rentabilität einer Photovoltaikanlage sehr erhöhen.

Ich würde es so machen: solare Warmwasserbereitung aufs Dach, dazu evtl. eine kleine Photovoltaikanlage (wenn finanziell noch drin, um die Entwicklung nicht zu verschlafen und Fördermöglichkeiten zu nutzen, aber ohne echte Gewinnaussichten), Erweiterungsmöglichkeiten vorsehen.

Wir machen uns da grade auch Gedanken drüber, da unser Dach erneuerungsbedürftig ist.

Grüße
kernig

Ein Punkt, mit dem man aber schlecht kalkulieren kann, ist die
Entwicklung der Energiepreise in der Zukunft. Die könnte
natürlich die Rentabilität einer Photovoltaikanlage sehr
erhöhen.

Hallo,
die Energiepreise spielen erstmal keine Rolle. Nach Gesetz bekommst Du fuer den Photovoltaikstrom soundsoviel Cent pro kWh, ueber Jahre, nicht mehr und nicht weniger. Den Strom selbst verbrauchen lohnt sich erst, wenn der Preis sich verdoppelt oder verdreifacht hat, irgendwann in 20 Jahren??
Gruss Helmut

Ich war vor kurzem bei einem Vortrag eines Energieberaters der
DENA (Deutsche Energie Agentur). Bei diesem Seminar wurde auch
eine Renabilitätsrechnung erstellt. Das Ergebnis war: nach ca.
17 Jahren kommt man in die Gewinnzone, d.h. die Einnahmen
übersteigen die Anschaffungskosten + die jährlichen Kosten.

Hallo,
mal interessehalber, welche Zinssaetze fuer das eingesetzte Kapital werden in den Rechnungen so angesetzt?
Gruss Helmut