Haussanierung Heizung und Sanitär

Hallo zusammen,

mein Vater hat vor sein Haus sanieren zu lassen. Er möchte ersmal mit dem EG anfangen da er momentan im 1. OG wohnt und später ins EG ziehen will. Das Haus hat noch keine Zentralheizung und ist im Jahr 1956 gebaut worden.
Nun meine Fragen:

  1. Welche Art von Heizung kann man einbauen?
  2. Gibt es Energiesparmodelle?
  3. Kann die Sanitäranlagen (BaD und WC) an einem Wochenende umgebaut werden? z. B. Steigleitungen neu etc.
  4. Welche Maßnahmen wären noch zu empfehlen?
  5. Was kostet der Spaß zirka?

Da wir einige Sachen selbst machen können wie z. B. aufstemmen, Teppichboden rausreißen, Fliesen wegmachen etc. wären nur die Handwerkersachen wie z. B. Gas- und Wasserinstallateur notwendig.

Hallo

  1. Welche Art von Heizung kann man einbauen?

Alle möglichen, Erdwärme, Palletheizung, Gasheizung usw.
Man muss sich auch noch überlegen, wie man Warmwasser machen will.

  1. Gibt es Energiesparmodelle?

Wenn du hiermit Fördergelder meinst musst du mal bei der Stadt nachfragen. Fördergelder werden von Bundesland zu Bundesland anders ausgelegt.

  1. Kann die Sanitäranlagen (BaD und WC) an einem Wochenende
    umgebaut werden? z. B. Steigleitungen neu etc.

Klar kann man das aber dafür sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. Da ist mal schnell was ausser Acht gelassen worden. Euer Problem wird warscheinlich der tägliche Toilettengang sein. Ein Dixi zu mieten ist nicht alzu teuer und duschen kann man auch mal bei Nachbarn.
Vielleicht auch ein zweites kleines Bad auf einer Etage planen und bauen lassen. Die Mehrkosten dürften sich in Grenzen halten und der Vorteil wäre, dass ein Bad immer funktioniert.

  1. Welche Maßnahmen wären noch zu empfehlen?

isolierung des Hauses, sprich Aussenmauern, Zimmerdecken, Dach, Fenster, Türen usw usw.

  1. Was kostet der Spaß zirka?

Das ist von bis. Dazu kann dir niemand etwas sagen. Ich habe mein Haus für 30.000€ kompl. renoviert, wobei allein mein Bad + Heizung (Brenner + Boiler), welches aus dem nichts entstanden ist schon 13.000 verschlungen hat ohne Fliesen. Aber wie schon gesagt, andere brauchen die 13000 schon nur für den Flur oder das Gäste/Hundeklo :wink:

Da wir einige Sachen selbst machen können wie z. B.
aufstemmen, Teppichboden rausreißen, Fliesen wegmachen etc.
wären nur die Handwerkersachen wie z. B. Gas- und
Wasserinstallateur notwendig.

Du hast die Elektrik vergessen. Wenn da nicht alles iO ist kommt da auch noch so einiges auf euch zu.

Ihr müsst euch Handwerker ins Haus holen und denen genau sagen was ihr alles vorhabt. Lasst euch Angebote machen und sprecht mit dehnen. Die sagen euch schon was da ungefähr alles auf euch zu kommt. Dann könnt ihr immer noch entscheiden, was ihr macht oder was ihr machen lasst.

mfg
Bert

Hallo!

mein Vater hat vor sein Haus sanieren zu lassen. Er möchte
ersmal mit dem EG anfangen da er momentan im 1. OG wohnt und
später ins EG ziehen will. Das Haus hat noch keine
Zentralheizung und ist im Jahr 1956 gebaut worden.
Nun meine Fragen:

  1. Welche Art von Heizung kann man einbauen?

Prinzipiell jede Heizungsart, aber vermutlich läuft es auf eine Öl- oder Gas-Zentralheizung hinaus.

  1. Gibt es Energiesparmodelle?

Wenn man Energie sparen will, muß man den Energiebedarf des Hauses senken. Der Energiebedarf eines Hauses aus den 50ern ist ungefähr um den Faktor 5 (500% !) höher als bei einem Haus auf zeitgemäßem Stand. Bei Details der Heizungstechnik unterhält man sich nur noch über die letzten paar Prozent.

  1. Kann die Sanitäranlagen (BaD und WC) an einem Wochenende
    umgebaut werden? z. B. Steigleitungen neu etc.

Wasser-, Abwasser- und E-Installation, Fußboden und Wände fliesen, Sanitärobjekte einbauen und alles an einem WE? Vergiß es! Man kann natürlich auf die Husche pfuschen, aber dann kannst Du Dein Geld lieber gleich verbrennen - geht noch schneller.

  1. Welche Maßnahmen wären noch zu empfehlen?

Trockenlegen des Kellers/der Fundamente, thermische Isolation von Dach und Fassade, zeitgemäße Fenster und bevor an den ersten Handwerker gedacht wird: Einen Architekten holen und ihn die gesamte Maßnahme planen, ausschreiben und überwachen lassen. Das spart Geld und verhindert sinnfreie Maßnahmen und Pfusch.

  1. Was kostet der Spaß zirka?

Das wird Dir der Architekt sagen.
Du hast 2 Möglichkeiten:

  • Man kann in den nächsten Baumarkt gehen, sich die Sachen für eine Heizung zusammenkaufen und hier und da das Notwendigste auf die Husche erledigen. Dann besorgt man Paneele, Laminat, Rauhfaser und ein paar Eimer Farbe, verkleidet und verkleistert alles und fertig. Du schnappst Dir ein paar private Helfer, einen krankgeschriebenen Bauarbeiter, ein paar Kisten Bier und die Hütte ist für kaum mehr als 20 T€ binnen weniger Wochenenden „saniert“. Es ist dann zwar immer noch ein Haus auf dem Stand von anno Tobak mit hohen Betriebskosten und im Winter eiskalten Wänden, aber für einige Jahre mag es so gehen. Sobald der alte Herr nicht mehr unter den Lebenden weilt, wird ein Dummer Käufer gesucht oder abgerissen und neu gebaut.

  • Die Alternative: Du strebst eine nachhaltig tragfähige Lösung an und das heißt bei einem 50 Jahre alten Haus weitgehende Entkernung. Auf dem Stand des Rohbaus wird neu aufgebaut. Damit ist eine Qualität hinzubringen, die dem Stand eines Neubaus entspricht. Ob Lage und Bauweise des Hauses diesen Aufwand rechtfertigen, kann ich natürlich nicht beurteilen. Es läuft aber auf die erstgenannte Lösung hinaus, wenn unter Zeitdruck (Badezimmer an einem WE) und/oder unzureichender Planung gearbeitet wird.

Da wir einige Sachen selbst machen können wie z. B.
aufstemmen, Teppichboden rausreißen, Fliesen wegmachen etc.

Wenn man Container selbst füllt, ist das schon mal hilfreich und kostensenkend.

wären nur die Handwerkersachen wie z. B. Gas- und
Wasserinstallateur notwendig.

Und Elektriker, Heizungsmonteur, Fensterbauer, Dachdecker, Fliesenleger…

Durch Handwerker kannst Du irgendwelche Sachen installieren lassen. Dann hast Du hinterher ein Klo und eine Heizung, aber kein saniertes Haus. Wenn nachhaltige Sanierung das Ziel ist, wird es nicht ohne Architekten gehen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,
bei unserem Haus kostete die Renovierung einschliesslich neuer Fenster, Zentralheizung, Erneuerung Elektrizität, alle Zu- und Abflussrohre neu, neuer Fussboden und noch so ein paar Sachen vor einigen Jahren so um die 50 000 Euro.
Für den Preis hat sich eine Ministerin in Brüssel eine Dusche in ihre Amtsräume einbauen lassen.
Gruss
Rainer

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Tja die Elektrik kann ich selbst machen da ich das gelernt habe.
Eventuell müsste dann ein Elektroinstallateursmeister das abnhemen. Den haben wir allerdings in der Verwandtschaft.

Hallo harwin :smile:

Bevor eine Heizung ausgesucht bzw. in Betracht gezogen werden kann, muß die Heizlast (früher Wärmebedarf) ermittelt werden.
Fällt diese ziemlich hoch aus, sprich an die 100 W/m² oder eventuell sogar höher, sollte wie schon gesagt wurde das gebäude energetisch verbessert werden.
Diese Investition spart in Zukunft Heizenergie, interessant da ÖL und Gas in Zukunft mit Sicherheit nicht günstiger werden.

Warmwasser würde ich auch als zentrale Trinkwassererwärmung (Speicher) empfehlen, denn Strom ist immer noch die teuerste Energiequelle. Hier kann ja schon etwas weiter gedacht werden und ein Speicher gewählt werden der später auch mit einer Solaranlage unterstüzt wird.

Die Heizung sollte eine Brennwertanlage sein, dem entsprechend fallen die Heizkörper zwar etwas größer aus (niedrigere Heizmitteltemperatur entspricht größere Heizfläche -> Vergleich Fussbodenheizung) aber dann passt das Konzept.

Die Gesamtkosten sind schwer einzuschätzen, denn immerhin ist es ein Altbau und dann kommt noch hinzu wie die Ausstattung ausfallen soll.

Gruß
Nelsont

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