Haustiere abschaffen bei Allergie

Hallo,

bei meiner Tochter sind in diesem Jahr erstmalig Allergien gegen Birke, Erle und Hasel aufgetreten.

Der Allergologe sagt nun, wir müssen umgehend die Haustiere (1 Kaninchen, 1 Hamster und 3 Wellensittiche) abschaffen. Das führt bei ihr natürlich zu Weltschmerz, da sie die Tiere allesamt vor dem Tierheim gerettet hat und sie ihr größter Lebensinhalt sind.

Ist es wirklich nötig, die Tiere abzuschaffen, obwohl sie bisher darauf nicht reagiert hat?

Zusätzlich sagt er, sie dürfe kein Kern- und Steinobst mehr essen, wonach ja nicht mehr viel übrig bliebe. Und sie ist ein Kind, dass ausgesprochen viel Obst ist.

Wir haben leider keine Erfahrungen mit Allergien, weil von uns sonst niemand welche hat.

Freue mich über Kommentare.

Danke.

Hallo
Mein Kommentar: Das sind ja ganz schön viele Allergien.
Ist das erblich oder mehr eine Entwicklungsstörung?
Vielleicht kann ein Allergologe eine Therapie vorschlagen?
Das Immunsystem trainieren sozusagen.
Und den ganzen Haushalt mußt Du wahrscheinlich auch umstellen.
Luftfilter, Staubsauger mit Mikrofilter oder feuchte Reinigung.
Und ewig „Kartoffelbrei“ stell ich mir auch nicht so schön vor.
Was die Tiere betrifft, wenn sie denn weg müssen…
Man könnte sich ja über eine gute alternative Unterbringung vergewissern.
MfG
Matthias

Hallöchen!

Ich kann dir keinen medizinischen ratschlag geben, dafür sind wohl andere aus dem Forum hier zuständig. Ich kann dir nur mal einen Erfahrungsbericht geben:

Bei mir wurden mit etwa 12 Jahren diverse Allergien festgestellt. Ich war gegen quasi alles allergisch, was getestet wurde. Birke war ganz schlimm, ebenso wie Gräser und Stroh. Auch auf Katzen und Pferde habe ich besonders reagiert (aber beim test auch auf Hund, Kaninchen und CO)Zwei- dreimal gab es ernsthaftere Zwischenfälle (angeschwollene Zunge nach einer Kiwi, ganz derbe Schwellungen bei einem Ausflug auf einen Reiterhof…), ansonsten war es hauptsächlich eher lästig: rote, juckende Augen, Quaddeln und eine permanent laufende Nase (zu Ostzeiten wurde mir daher ein „chronicher Schnupfen“ diagnostiziert, Allergien waren da wohl noch nicht so bekannt :wink: ) und juckende Gehörgänge.
Uns wurde damals natürlich auch arg ans Herz gelegt, unsere Haustiere wegzugeben, in unserem Fall mehrere Kaninchen und Hund.
Nachdem das für mich den Weltuntergang bedeutet hätte (ich wollte seit frühester Kindheit immer Tierfilmer werden), hat meine Familie sich dagegen entschieden, und ich habe mich mit meiner Allergie arrangiert. Ich wurde 4 Jahre lang desensibilisiert, was mal so gefühlt gar nichts gebracht hat (ok, man weiß nicht, ob es noch schlimmer geworden wäre ohne das), die Test verrieten teilweise (Birke zB), dass meine Allergie sehr viel schlimmer geworden war über den Zeitraum, zum Teil hatten sich die Reaktionen verdreifacht.
2000 im Sommer kam dann leichtes Asthma hinzu, zur Birkenblütezeit. Wir hatten in der Zeit an Pelztieren nur noch einen Hund im Haushalt, dafür in Nachbargärten aber überall Birken. Ich bekam diverse Medikamente (Tabletten und Sprays), die ich über den Sommer einnahm, wenn es notwendig wurde. Das Asthma war aber nie wieder so schlimm wie in dem Jahr, aber mit der Birkenblüte hatte ich immer meine Probleme.

Nachdem ich durch den Allergiebefund zunächst von meinem Kindheitstraum abgekommen war und jobtechnisch mehr oder weniger ziellos rumdümpelte, habe ich dann im Winter 2005 das Risiko aufgenommen und in einer Wildtierstation (mit viel Tierkontakt und schlimmer noch für mich viel Heu und Stroh) angefangen. Zunächst wars auch echt schlimm. Aber irgendwann gewöhnte sich mein Körper daran und ich hatte keinerlei Probleme mehr. Die Medikation habe ich komplett abgesetzt, und erstaunlich war, dass auch im Frühjahr und Sommer keinerlei allergische Beschwerden mehr auftraten (obwohl auch dort direkt vor meinem Fenster einige Birken standen) und ich eigentlich zum allerersten mal so richtig durchatmen konnte… das kannte ich gar nicht, für mich war eine (zumindest leicht) verschnupfte Nase immer normal, trotz Medikamenten. Bis heute hält dieser Effekt an.
Derzeit teile ich mein Schlaf- und Wohnzimmer mit zwei Kaninchen (inklusive Heu) und Rennmäusen (und gehe meinen Kindheitstraum weiter nach indem ich ein Studium in diese Richtung absolviere).

Es war sicherlich recht fahrlässig, mit der Vorgeschichte in der Station anzufangen… soweit ich weiß, bestand durchaus das Risiko eines allergischen Schocks. Daher ist sowas natürlich nicht weiterzuempfehlen! (auch wenn ich persönlich jederzeit wieder so leichtsinnig handeln würde)
Aber in meinem Fall hat mein Körper resigniert anscheinden.

Was mir in der ganzen Zeit aufgefallen ist: Ich habe das Gefühl, dass eigentlich keiner wirklich weiß, was eine Allergie ist, wo sie herkommt und wie man sie wirkungsvoll bekämpft. Alles beruht auf Spekulationen.

Ich persönlich bin heute sehr froh, dass meine Mutter mir meine Kindheit mit den Tieren nicht weggenommen hat (obwohl ich es sehr nachvollziehen und verstehen kann, wenn eine Mutter so entscheidet!).
Reagiert deine Tochter denn jetzt auf die Tiere (oder andere Tiere) allergisch? Auf meine eigenen Tiere habe ich nie allergisch reagiert, auf fremde zum Teil, kam auf das Fell an. Wobei, ich habe auf die Hund emanchmal reagiert, wenn ich sie eine Weile nicht gesehen habe… dann haben mir am ersten Tag die Augen gejuckt, ging aber schnell wieder weg.
Ich würde zumindest mal sehr genau mit deiner Tochter reden (wie alt ist sie denn?). Klär sie auf, was laut Ärzten passieren kann (zB eben Asthma) und frag sie, was mit diesem Wissen ihre Entscheidung wäre.
Aber am Ende musst du wohl selbst entscheiden, was das beste für dein Kind ist, denn am Ende bist du die Mutter, die sich am Ende auf die eine oder andere Weise möglicherweise immer fragt, ob es richtig war so.

Vielleicht könnt ihr ja Alternativ zB Kaninchen und Meerschweinchen (kurze Notiz am Rande: beide bräuchten einen artgleichen Artgenossen, zusammen sind sie lediglich eine Zweckgemeinschaft) im Garten unterbringen, ein schönes Außengehege bauen? Ich würde auf jeden Fall schauen, dass die Tiere nicht im Schlafbereich deiner Tochter sind.

lieben gruß
aj

Hallo Ernap,

bei meiner Tochter sind in diesem Jahr erstmalig Allergien
gegen Birke, Erle und Hasel aufgetreten.

Starke Beschwerden? Wie alt ist Deine Tochter? Was nimmt Sie dagegen ein?

Der Allergologe sagt nun, wir müssen umgehend die Haustiere (1
Kaninchen, 1 Hamster und 3 Wellensittiche) abschaffen.

Das halte ich für ABSOLUT übertrieben. Aus welchem Grund kommt er auf diese Aussage? Präventiv?
Ich gehe mal davon aus, daß Sie auch auf Tiere getestet worden ist?

Außerdem wäre es psychologisch nicht gerade förderlich für Deine Tochter, wenn Sie Ihre Tiere weggeben muß. Auch sowas kann Allergien nur verstärken.

Das führt bei ihr natürlich zu Weltschmerz, da sie die Tiere
allesamt vor dem Tierheim gerettet hat und sie ihr größter
Lebensinhalt sind.

Na, das verstehe ich nur zu gut.

Ist es wirklich nötig, die Tiere abzuschaffen, obwohl sie
bisher darauf nicht reagiert hat?

In meinen Augen absolut überflüssig, solange Sie keine allerg. Reaktionen hat.

Zusätzlich sagt er, sie dürfe kein Kern- und Steinobst mehr
essen, wonach ja nicht mehr viel übrig bliebe. Und sie ist ein
Kind, dass ausgesprochen viel Obst ist.

Auch dies stößt bei mir auf Unverständnis.

Wir haben leider keine Erfahrungen mit Allergien, weil von uns
sonst niemand welche hat.

Mein kleinster Sohn (6) hat diesen Sommer auch das erste mal auf Süßgräser reagiert. Der Arzt hat auch nach unseren Haustieren (Hund, Kater, Kaninchen) gefragt, aber es war überhaupt keine Rede davon diese „abzuschaffen“.

Ich bin übrigens seit 33 Jahren „Heuschnupfenpatientin“, habe auch einige „Kreuzallergien“ mit den Jahren bekommen (best. Äpfelsorten, Pfirsich, rohe Karotte), und habe anscheinend auch eine Allergie gegen unsere Kater. Diese der Kater macht sich aber nur bemerktbar wenn Sie mich mal beim Spiel gekrallt haben (die Stelle schwillt dann an u. juckt) was rasch vergeht, und auf rohe Karotten u.s.w. kann ich gern verzichten.

Mein Rat: unbedingt eine zweite Meinung einholen, und dem Töchterlein Ihre geliebten Haustiere lassen!!!

Alles Gute

Motorradmieze

OT
Hallo,

Das sind ja ganz schön viele Allergien.

Hab ich in dem Beitrag etwas überlesen? Bis jetzt spricht sie doch nur von drei Allergien, oder?

Viele Grüße
Kati

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Hallo,
ich antworte als betroffener Laie.

bei meiner Tochter sind in diesem Jahr erstmalig Allergien
gegen Birke, Erle und Hasel aufgetreten.

Wie wurde das getestet, Pricktest oder RAST? Wie äußern sich die Beschwerden?

Der Allergologe sagt nun, wir müssen umgehend die Haustiere (1
Kaninchen, 1 Hamster und 3 Wellensittiche) abschaffen.

Zwei Allergologen, drei Meinungen :smile:
Soweit ich weiß, gibt es da unterschiedliche Meinungen: Die eine ist, dass Menschen mit Allergieneigung anfälliger dafür sind, Allergien zu entwickeln, wenn sie vermehrt möglichen Allergenen (hier die Tiere) ausgesetzt sind. Nachzulesen z.B. hier:
http://www.daab.de/all_praevention.php

Andere (zu denen zählen meine Ärzte) sagen: Nur dann abschaffen, wenn tatsächlich eine Allergie vorliegt, da man sowieso nicht alle Allergieauslöser meiden kann.

Ist es wirklich nötig, die Tiere abzuschaffen, obwohl sie
bisher darauf nicht reagiert hat?

Meine persönliche (!) Meinung: Nein, aber genau beobachten, ob es wirklich keine Probleme gibt.

Zusätzlich sagt er, sie dürfe kein Kern- und Steinobst mehr
essen, wonach ja nicht mehr viel übrig bliebe. Und sie ist ein
Kind, dass ausgesprochen viel Obst ist.

Hat er das genau so gesagt? Dann seid ihr wohl an einen sehr vorsichtigen Arzt geraten.
Hintergrund sind sogenannte Kreuzallergien.
http://www.allergie-ratgeber.de/kreuzallergie/kreuza…

Auch hier würde ich sagen: Wenn sie keine Probleme hat, dann kann sie es ruhig essen. Aber auch hier würde ich erstmal beobachten, ob es Probleme gibt.

Viele Grüße
Kati

Hallo
Ja, sie schrieb nur von 3 nachgewiesenen Allergien.
Aber warum dürfen bestimmte Früchte nicht gegessen werden, und Haustiere haben doch auch nichts mit Birkenpollen zu tun?
Da gehe ich dann von aus, das es auch Allergien gegen die benannte erwähnten Tiere und Früchte gibt oder geben könnte.
Hinweis, bin Laie.
MfG
Matthias

Hallo, also ich hab auch mal so angefangen und erst im Lufe der JAhre Allergien auf verschiedene Obstsorten entwickelt. Aber das sind auch keine Lebensbedrohlichen, sondern nur eben so ein bisschen Kribbeln im HAls und Schluckbeschwerden, die dann dazukommen und ein pelziges GEfühl auf der Zunge.
Wenn dein Kind aber kein Obst mehr ist, wird sie den Unterschied nicht merken, wenn es sich zu einer Allergie verändert, sondern einfach feststellen, dass dieses oder jenes nicht schmeckt. Auch nicht sinnvoll.
Also versuche das Kind darauf zu sensibilisieren, dass es bei dem einen oder anderen Obst evtl eine Reaktion bekommt und dass gleich weitermelden muss an MAma. Ansonsten sind gekochte Sachen meist ungefährlich, also Dosenobst selbst dann verträglich wenn frisch eine Reaktion kommt.

Zu den Tieren kann ich es nur nachfühlen, mir wurde es zwar nie verboten, sondern es hieß immer ausprobieren solange es geht. Vor Hausstaubmilben beispielsweise kann man ja auch nicht weglaufen, also weshalb dann vor KAtzenhaaren und Co.
Der Hamster lebt vermutlich eh nicht allzulange und wenn er in ca. 3 Jahren oder so wegstirbt gibt es eben keinen neuen. Die Wellensittiche kann ich nicht beurteilen, das war nie so meine Welt, aber die machen eigentlich dochmeist nur Probleme beim käfigreinigen und wenn sie ordentlich Staub und Federn aufwirbeln in der Mauser oder so. Also lässt sich da ja evtl ein näherer Kontakt zu diesen Stäuben vermeiden.
Und ein Kanninchen alleine zu halten ist Tierquälerei, da gehört auf jeden Fall ein zweites dazu. Die kann man auch draussen im Garten halten, und sie können sich den Großteil der Zeit miteinander befassen, dann ist die Allergiegefahr durch fliegende Haare auch nicht so groß.
Und es gibt dann eben REgeln im Umgang zumindest wenn die Allergie dann irgendwann da ist, Schmuseklamotten, die nur für die Kaninchenpflege/Schmuserei da sind und im Bad ausgezogen werden, ohne die Flusen in der ganzen Bude zu verteilen. Im Feuchtraum schwirren die nicht so herum. Und wenn die Allergie dann dicke wird, dann kann man das Kind noch regelmässig abduschen nach Tierkontakt. Das ist wie beim Heuschnupfen ein Regentag zum durchatmen.
Gruß Susanne

Hi

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was als Allergie festgestellt wurde und der Gülle, die Ärzte schonmal noch so von sich geben.

Ob es sich in diesem Fall um Gülle oder Wertvolle Ratschläge handelt kann ich schwer beurteilen aber glaub mir, manche Ärzte verzapfen nebenbei ganz schönen Bockmist. Also immer schön differenzieren, nachfragen und im Zweifelsfall eine Zweitmeinung einholen.

lg
Kate, auch Laie

Hallo,

Aber warum dürfen bestimmte Früchte nicht gegessen werden, und
Haustiere haben doch auch nichts mit Birkenpollen zu tun?

s. mein oberer Beitrag: Wird zum Teil als Prävention empfohlen. Ob das in diesem Fall sinnvoll ist, ist gerade die Frage.

Viele Grüße
Kati

Nicht umsonst haben Bauernhofkinder weniger
Allergien!
Hi,
ein Meiden sämtlicher Allergene führt meiner Erfahrung nach zu einer Langeweile des Immunsystems - und zu neuen Allergien. Ich hatte Neurodermitis schon als Kind, durfte nie Haustiere haben und hab jetzt Asthma und alle möglichen (Tier-)Allergien.
Ein gesunder Umgang mit Tieren fördert nicht nur das Selbstwertgefühl der Kinder, sondern fordert auch das Immunsystem, welches in der richtigen Art und Weise angeregt eher Allergien vermeiden hilft.
Die Meinung, alle Allergene und Allergiemöglichkeiten zu meiden findet man vor allem bei älteren Ärzten, Jüngere legen mehr Wert auf ein psychosozial gesundes Umfeld des Kindes - und dazu gehört auch, sich um ein Tier zu kümmern.

(Off Topic möchte ich allerdings noch bemerken, dass Einzelhaltung von Tieren - vor allem von Gruppentieren wie Kaninchen - Tierquälerei und in einigen europäischen Ländern bereits verboten ist. Ob man dem Tier damit im Gegensatz zum Tierheim einen Gefallen tut, sei dahingestellt…)

LG maja

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Hallo,

Ist es wirklich nötig, die Tiere abzuschaffen, obwohl sie
bisher darauf nicht reagiert hat?

ich würde abwarten. Solange der Leidensdruck wegen der Weggabe größer ist als der einer Allergie, soll sie ihre Tiere behalten.

Zusätzlich sagt er, sie dürfe kein Kern- und Steinobst mehr
essen, wonach ja nicht mehr viel übrig bliebe. Und sie ist ein
Kind, dass ausgesprochen viel Obst ist.

Auch hier abwägen. Solange sie nicht oder nur gering darauf reagiert, soll sie das weiter essen

Mir drängt sich der Eindruck auf, daß Dein Arzt ein übervorsichtiger ist (oder selber ein Hypochonder).

Gandalf

Hallo,
auch wir haben eine Katze, die ab und zu den Familienallergiger im Bett nachts besucht. Sie wird geliebt und nicht abgeschafft.
Da wird dann eben mal genießt.
Am besten, nicht zu nah an das Gesicht heran nehmen und gut die Hände danach waschen.

Gruß Rosa

Hui- viele Kommentare!

Also erst mal die Fragen:

Meine Tochter ist 9 und die Allergie hat sich durch extremes Niesen in der Nacht und am Tag gezeigt. Durch das nächtliche Niesen war sie natürlich über zwei monate lang völlig unausgeschlafen und ist sogar in der Schule einmal eingenickt ( gut, dass wir nen tollen Lehrer haben…).

Erblich kann das ganze nicht sein, da niemand in der Familie mit so einer Allergie zu tun hat, jedenfalls nicht bewusst.

Kaninchen in den Garten wäre schön- wir haben leider keinen :frowning:

Ich glaube, der Allergologe hat die Aussagen präventiv getrroffen, aber er hat eben auch gesagt, wenn wir die verschiedenen Obstsorten probieren, kann das lebensgefährlich werden. Bei Kirschen (haben wir schon rausgefunden) hat sie innerhalb von 20 Minuten komplett zugeschwollene Augen!

Wo kommt denn sowas nur her? Bisher war sie immer topfit und hatte ein Bomben-Immunsystem. Kann das mit der körperlichen Umstellung zu tun haben? Wir bewegen uns heftig in die Vorpubertät…

Also, bei dem Hamster haben wir uns schon entschlossen, ihn zu behalten, da die Lebenserwartung sehr gering ist und er ist schon eineinhalb Jahre bei uns und er ausgesprochen wenig Fell aufgrund seiner Größe hat. Aber das Kaninchen macht noch sechs bis 7 Jahre.

Vieln Dank an alle fleißigen Schreiber!

Hallo,

mein Kind ( bald 25 Jahre)bekam auch mit ca.9 eine Allergie auf die Frühblüher. Wir hatten zwei Katzen und Oma hatte Hund, Katze, Vögel. Die Tiere waren nie ein Problem. Im Teenageralter wurde sie desensilibiert und hatte dann ziemlich Ruhe mit der Allergie. Später kam dann eine Allergie auf Gräser dazu.
Heute besitzt meine Tochter zwei Kaninchen und zwei Wellis.
Die Kaninchen waren das Problem wegen dem Heu.
Da sie aber nicht auf die süßen verzichten wollte ließ sie sich wieder desensilibieren und kommt jetzt außer mal ab und zu Niesen ganz super damit zurecht.
Ich würde einfach mal abwarten bevor ein Tier abgeschafft wird. Die Allergologen sind da immer schnell dabei wenn sie hören, dass man Haustiere hat.
Wegen der Kreuzallergien - das ist normal, da würde ich mir mal ein Buch über Allergien kaufen oder bei google nachlesen.

Gute Besserung und laß Dich nicht verrückt machen.
Marion

Wo kommt denn sowas nur her? Bisher war sie immer topfit und
hatte ein Bomben-Immunsystem.

Allergien kommen und gehen, teils das ganze Leben lang.

Ich hatte als Kind nix, noch nicht mal die üblichen Kinderkrankheiten (außer Röteln, womit mich meine Mutter angesteckt hat). Dann mit ca. 12 begann es mit Nickelallergie. Gräserpollenallergie war latent wohl schon vorher vorhanden, weil es mich beim Spielen auf Wiesen schon mal an den Beinen juckte, aber sonst war nichts. Dann mit Mitte 20 fing es an mit Heuschnupfen im Sommer = Gräser und Getreide. Wenige Jahre später folgte die Katzenallergie mitsamt Asthma.

Mitte 30 kamen dann die Frühblüher dazu mit Heuschnupfenbeschwerden. Dieses Jahr (mit 38) erstmalig Kreuzallergien bei Kern- und Steinobst, Nüssen und Tomaten und sicher noch einigen anderen Sachen, die ich noch nicht rausgefunden habe.

Bei meiner Mutter: leichte Gräserallergie, seit Jahrzehnten unverändert.
Bei meinem Vater: niemals irgendwelche Allergien und plötzlich seit 2 Jahren schwillt die Mundschleimhaut bei bestimmten Gewürzen an (wir wissen noch nicht genau was es auslöst, es muss in einer Currymischung drin sein).

Fazit: keine Regelmäßigkeiten zu erkennen :frowning: Wir haben alle eigentlich sehr gute Immunsysteme, sind praktisch nie krank, rauchen nicht und trinken praktisch keinen Alkohol (außer mal ein Glas Sekt an Silvester).

Gruß,

Myriam

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Hi

Tipp für deinen Vater: Könnte es Kurkuma sein?

Ich hatte nämlich auch erstmal nur „undefiniert curry“ auf meiner Allergieliste und später rausgefunden, dass durchaus häufig auf Kurkuma reagiert wird. Mit selbstangemischten Curry-Würzmischungen ohne Kurkuma habe ich keine Probleme.

lg
Kate

Hui- viele Kommentare!

Ich glaube, der Allergologe hat die Aussagen präventiv
getrroffen, aber er hat eben auch gesagt, wenn wir die
verschiedenen Obstsorten probieren, kann das lebensgefährlich
werden. Bei Kirschen (haben wir schon rausgefunden) hat sie
innerhalb von 20 Minuten komplett zugeschwollene Augen!

Sie sollte die verschiedenen Obsorten durchprobieren. Ein kleines Stück essen, wenn sich dann nach 24 Stunden keine Reaktion zeigt, dann ist sie nicht allergisch dagegen

Wo kommt denn sowas nur her? Bisher war sie immer topfit und
hatte ein Bomben-Immunsystem. Kann das mit der körperlichen
Umstellung zu tun haben? Wir bewegen uns heftig in die
Vorpubertät…

Es kann mit allem möglichen was zu tun haben.

Also, bei dem Hamster haben wir uns schon entschlossen, ihn zu
behalten, da die Lebenserwartung sehr gering ist und er ist
schon eineinhalb Jahre bei uns und er ausgesprochen wenig Fell
aufgrund seiner Größe hat. Aber das Kaninchen macht noch sechs
bis 7 Jahre.

Lass dem armen Kind die Tiere. Wenn sie nicht erkennbar auf sie reagiert, ist es Müll, sie wegzugeben. Wenn sie reagiert, dann müsst ihr ihr eben erklären, dass es ihr besser geht wenn die Tiere weg sind. aber wenn nicht, dann ist es nur eine große seelische Belastung, die nicht sein müsste.

Hallo,
will jetzt auch nochmal meinen Erfahrungs(oder sollte ich Leidens-)bericht dazu abgeben:
Meine Allergien äußerten sich im Grundschulalter zum ersten Mal. Da musste ich mich die Sommermonate über möglichst nur drinnen aufhalten und täglich ein Antihistaminikum schlucken. Diese Allergien (Birke, Erle, Roggen, Gräser) waren über die Jahre mal mehr und mal weniger schlimm. Eine Hyposensibilisierung hat nichts gebracht. Mit Mitte 20 hab ich gemerkt, dass ich wohl jetzt auch auf Steinobst reagiere (mir schwoll nach ein paar Kirschen der Hals bedenklich zu). Seitdem hab ich mit den Kreuzallergien (Frischobstallergie gerade bei Birkenallergie) zu tun. Nach meinen beiden Schwangerschaften kamen dann diverse Allergien dazu (Nüsse, Mandeln, Karotten, usw, aber alles nur in „frisch“). Ich habe in der ganzen Zeit immer Haustiere gehabt und hab sie immernoch. Ich merke, dass wenn ich den Kater gestreichelt habe oder er zu nah an mein Gesicht gekommen ist, meine Augen jucken und mein Gesicht anfängt zu brennen. Aber das ist NICHTS im Vergleich zu den Gräser- und Birkenpollen!
Informiert euch über Kreuzallergien, findet ein gut verträgliches Antihistaminikum (da gibts mittlerweile diverse und jeder reagiert anders, da hilft tatsächlich nur rumprobieren) und lasst eure Tochter ihr Leben damit arrangieren. Allergiker wissen am besten womit sie klarkommen und wenn sie nicht offensichtlich auf die Tiere reagiert, dann lasst sie ihr!
Alles Gute für einen beschwerdefreien Sommer,
finnie

Huhu nochmal!

Erblich kann das ganze nicht sein, da niemand in der Familie
mit so einer Allergie zu tun hat, jedenfalls nicht bewusst.

bei uns in der Familie ist außer mir auch keiner weiter allergisch. … besonders ärgerlich, weil ich die einzige bin mit einem wirklichen hang zur Natur, also die einzige, der es mehr ausgemacht hat, als einfach nur lästig zu sein.
…und besonders verblüffend in Bezug auf die These: übertriebene Hygiene sei einer der Auslöser für Allergien. Denn ich war immer draußen, immer von oben bis unten dreckig und hatte ständig irgendwelche Tiere am Wickel…

Ich glaube, der Allergologe hat die Aussagen präventiv
getrroffen, aber er hat eben auch gesagt, wenn wir die
verschiedenen Obstsorten probieren, kann das lebensgefährlich
werden. Bei Kirschen (haben wir schon rausgefunden) hat sie
innerhalb von 20 Minuten komplett zugeschwollene Augen!

Wenn ihr euch bei Obstsorten unsicher seid, dann probiert zunächst nur kleine Mengen! Also nicht gleich eine ganze Apfelsine sondern vielleicht erst mal nur eine Spalte…

Wo kommt denn sowas nur her? Bisher war sie immer topfit und
hatte ein Bomben-Immunsystem. Kann das mit der körperlichen
Umstellung zu tun haben? Wir bewegen uns heftig in die
Vorpubertät…

Kann, ja…muss aber nicht. Wie gesagt, ich habe das Gefühl, keiner weiß so wirklich wo das herkommt. Aber ein Hoffnungsschimmer vielleicht: ich habe schon öfter gehört, dass es sich nach der Pupertät quasi „verwächst“… muss nicht sein, kann aber. Ich habe schon einige kennengelernt, die als Kinder Allergien hatten, aber im späten Teenageralter davon nicht mehr betroffen waren.
Da hilft nur abwarten. Und ich würde einfach mal ganz grundsätzlich verschiedene Quellen recherchieren (unbedingt auch auf Jahreszahlen achten… wie gesagt, je älter die Abhandlungen, desto eher scheint man sich in recht haltlosen Spekulationen zu verzetteln) und dir dann dein eigenes Bild machen. Meins ist jetzt recht extrem, weil es sich auf meine eher extreme Erfahrung bezieht, daher will ich gar nicht zu viele Flöhe ins Ohr setzen :wink: … denn Mediziner bin ich trotz allem nicht.

Also, bei dem Hamster haben wir uns schon entschlossen, ihn zu
behalten, da die Lebenserwartung sehr gering ist und er ist
schon eineinhalb Jahre bei uns und er ausgesprochen wenig Fell
aufgrund seiner Größe hat. Aber das Kaninchen macht noch sechs
bis 7 Jahre.

Also wie gesagt, wenn ihr das Kaninchen behalten wollt, solltet ihr euch auch da nochmal informieren, was so ein Tier benötig zur artgerechten Haltung. Bei einem sollte es nicht bleiben… wenn ihr nicht noch eins aufnehmen wollt, wäre eine Vermittlung zu einem Partnertier ja auch für das Kaninchen die bessere Variante.
Ansonsten finde ich den Vorschlag, die Tiere nicht im Schlafraum zu halten recht sinnvoll. Zumindest kann es nicht schaden.

Wenn sie Nachts so schlecht schläft (kann ich nachvollziehen, als das mit meinem Asthma war, war das auch hauptsächlich Nachts, dass ich schlicht nicht atmen konnte… ab morgens um Neun ging es dann wieder) könntet ihr es erst mal probieren mit den üblichen Vorschlägen: Abends abduschen (vor allem in den Haaren bleiben Pollen oft hängen), die Klamotten die man den Tag über getragen hat eventuell nicht im Zimmer ablegen sondern im BAd, Fensterlüftung anpassen (oft wird gesagt Spätnachts und am besten nach Regen, weil da am wenigsten Pollen in der Luft seien… müsst ihr ausprobieren, hängt sicherlich auch von den Allergien ab, auch da habe ich selbst nämlich grundsätzlich andere Erfahrungen gemacht)

lieben gruß
aj