Hallo Stefan,
Nicht „Googlen“…mal real nachfragen bzw.hinfahren…
Ich habe Verwandte dort in Berlin und hatte daher die Gelegenheit,schon öfters einmal bei einer „Bauabnahme“ dort dabei zu sein
(Konkret X-Berg,Prenzl-Berg und Schöneberg)…O-Ton:
"Wenn wir uns stur an die Vorschriften halten würden,wären 50 % der
Gewerbe-Immobilien in Berlin „dicht“ und 80 % der Wohnungsbebauung ".
Historische Altstädte wie Heidelberg,Münster (W) oder Soest (W) z.B.
müßtest du dann gleich mit einer Planierraupe „beseitigen“…
Weil hier ein „nachrüsten“ von 2.Fluchtwegen unmöglich ist,ohne jedes 2.Haus abzureißen…
Viel Wirkungs-und Sinnvoller wäre ein „Vorbeugender Brandschutz“.
Für „Otto Normalverbraucher“:
Die Haupt-Brandursachen bei Wohngebäuden sind
1.Brandstiftung
2.Defekte oder überhitze Elektrogeräte
3.Selbstverschuldete Brände
zu 1.
Bei Brandstiftung ist zu unterscheiden zwischen der
a) „warmen Renovierung“ ,d.h.Versicherungsbetrug durch
Eigentümer/Mieter
b) „Schadenfeuer“ durch Einbrecher
zu 2.
Bei Elektrogeräten ist zu unterscheiden
a) „Standby-Geräte“ die überhitzen…eine immer häufiger vorkommende
Brandart
b) defekte oder unsachgemäß Reparierte Geräte
c) Blitzschlag/Überspannungsschäden
zu 3.
Bei den selbstverschuldeten Bränden ist
a) der „Klassiker“ die Zigarette im Bett…
b) das Bügeleisen
c) E-Herd mit „vergessenen“ Topf /Fettüberhitung
d) Kinder,die mit Feuer spielen
e) sonstige unsachgemäße Verwendung von Elektrogeräten
Hier ist der erste Ansatz bei jedem selber…
Also:
-
Stand-By-Geräte sobald sie nicht mehr gebraucht werden,
„Allpolig“ vom Netz trennen…
(Entsprechende Schalter-Steckdosenleisten gibt es im Fachmarkt)
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Einbau von Rauchmeldern
Diese gibt es mittlerweile zu annehmbaren Preisen und jede
Freiwillige Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr hat einen
Ansprechpartner,der konkrete Tipps zur Auswahl und Installation
(und wenn man auf dem „Lande“ wohnt,sogar noch selber vorbeikommt)
gibt.
-
Training
„Wie lösche ich eine Brennende Pfanne in der Küche?“
…Dann muss halt mal die „Gute Tischdecke“ von Oma dran glauben…
(ideal wäre natürlich eine „kommerzielle Brandlöschdecke“)
aber zur Not geht das oder ein Hand/Trockentuch auch…
Wobei gerade der Punkt 2 (Rauchmelder) ein sehr entscheidender Faktor
ist…ein 2.Fluchtweg nutzt nämlich GAR NIX,wenn man im Schlaf von „Rauchgasen“ getötet wird…und das ist die Hauptverletzungsursache
bei Bränden…denn nicht jeder Brand führt zu einem „Lustig Flackernden Feuerchen“…viel Heimtückischer sind die „Schwelbrände“
wo enorm viel giftige Gase entstehen,aber kaum „Feuer“…
(„Bestes“ Beispiel wieder die Zigarette im Bett…wo die Glut der Zigarette oft Stundenlang in den Laken oder Bezügen „glimmt“ und so das Schlafzimmer „Tödlich verraucht“ bevor es zu einem offenem Feuer kommt…)
Wer wirklich was für seine Sicherheit tun will,sollte (sofern Mieter)
mit seinem Hauswirt Rücksprache nehmen bezüglich der Anbringung von Rauchmeldern im Treppenhaus (in der eigenen Wohnung ja kein Problem,aber das Treppenhaus sollte mitgesichert sein).
Im Idealfall wäre natürlich eine komplette Ausstattung des Hauses
mit Brandmeldern in jeder Wohnung/Treppenhaus/Keller/Boden…
(Wobei hier die heutige Technik soagr so hilfreich ist und bei im
Treppenhaus montierten Lautsprechern „FEUER KELLER (oder Boden usw)“
ansagen kann).
Das wäre in meinen Augen auch eine wesentlich bessere „Alternative“
anstelle des 2.Fluchtweges bei Gebäuden bis 30 Meter Firsthöhe…
Denn ein 2.Fluchtweg „öffnet“ nur Einbrechern eine 2.Möglichkeit in die Wohnungen zu gelangen…
mfg
Frank