Annahme:
Eine alte Dame (über 80 Jahre, Pflegefall, aber nicht formell „entmündigt“ bekommt Besuch vom Nachbarn, der grad Haus abreisst und neu baut. Er lässt sie ein Papier unterschreiben und geht wieder.
Die Dame hat weder gelesen noch verstanden um was es geht, Sie hat einfach keine Ahnung.
Die Kinder machen sich Sorgen. Bevor sie den Nachbarn fragen, was das war: können sie im Nachhinein überhaupt juristisch etwas rückgängig machen?
Es war ja evtl quasi ein „Haustürgeschäft“ oder so?
Danke!
Timsy
So aus dem Bauch heraus: Ich würde einen Juristen einschalten, der den Nachbarn um das betreffende Schriftstück ersucht. Der Afchmann kann dann überhaupt erst erkennen, worum es geht und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Ein Jurist ist - meiner Meinung nach - wohl die erste und vor allem beste Anlaufstelle.
Nachbarn fragen und um Kopie des Schriftstückes bitten.
Man kann sich dazu von der Mutter eine Vollmacht ausstellen lassen, damit man Einsicht/Kopie erhalten darf.
je nach Art des Schriftstückes/Inhaltes muss man dann entscheiden.
Ob man es anfechtet (wegen Irrtum oder falschen Voraussetzungen z.B.) oder nicht.
Mit Glück ist es ja „nur“ etwas im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben. Aber auch da kann ja unerwünschtes und unvorteilhaftes drin gestanden haben !
Klassisches Haustürgeschäft mit Widerrufsmöglichkeit ist das sicherlich nicht.