Hausüberwachung per WebCam und Internet

Hallo,

ich habe ein ‚mittelschweres‘ Problem und brauche Hilfe.

Meine Frau hat im Fersehen einen Bericht über eine Hausüberwachung per Internet gesehen. Da bei den Nachbarn, während deren Urlaub, eingebrochen wurde, ist Sie von der Idee total begeistert und nun soll ich ‚das kann doch wohl nicht so schwierig sein‘ da etwas installieren.
Ich bein kein DV-Laie, aber davon habe ich keine Ahnung.

Wir wohnen in einem freistehenden Einfamilienhaus mit einer ca. 10 Meter vom Haus entfernten Garage. An der würde ich gerne zwei WebCams installieren, eine für den hinteren bzw. Gartenbereich und eine für den Eingangsbereich des Hauses.
Und damit enden meine Kenntnisse.
Wie schließe ich die Cams an (per Kabel, per WLAN (wenn der soweit reicht?), oder wie ?
Wie kriege ich die Bilder bzw. den Livestream (so wie es in den Fernsehbericht wohl war) ins Internet ?
Wie kann ich mir das ganze, von wo auch immer, ansehen ?
Welche Hard- und welche Software brauche ich dafür ?
Was kostet der Spaß ?

Kann mir jemand helfen?

Viele Grüße
Peter

PS. Wir haben einen natürlich einen PC und auch eine Flatrate.

Wie kriege ich die Bilder bzw. den Livestream (so wie es in
den Fernsehbericht wohl war) ins Internet ?

Warum zum Teufel, willst Du das ins Internet stellen? Alles was Du möchtest, ist eine Kamera, die wenn sie Bewegung erkennt (endweder selber oder über einen handelsüblichen Bewegungmelder) anfängt aufzunehmen und das dann mit menschenlesbare Bezeichnung (so mit Uhrzeit, Datum, etc.) irgendwo auf dem Rechner ablegt. Warum dieser Internetschwachsinn?
Nebenbei: Die Kamera wird keinen Einbruch verhindern. Im schlechtesten Fall, wirst Du mit Deiner Aufnahme des Hergangs nur die Anzahl der Einbrecher ermitteln können. Abgesehen davon, daß Du bei unglücklicher Lage (Fußweg, Straße im Sichtfeld) durch haufenweise Aufnahmen mit spielenden Kindern, vorbeifahrenden Autos oder ähnlichem rudern mußt, bevor Du einen evtl. Tathergang findest. Das sind Probleme, die Du zunächst einmal lösen mußt. Dazu kommen evtl. noch rechtliche Dinge, wenn eine Deiner Kameras evtl. Vörgänge in Nachbars Garten filmt.
Fernüftige Fenster, Türen und Schließsystem hate ich für zigfach effektiver, bei der Verhinderung eines Einbruchs. Davon mal ab ist es mit ‚mal eben so gemacht‘, wie Deine Frau sich das vorstellt, nicht getan.

Hallo,

ein ständiger Livestream ist alleine nicht sinnvoll. Besser ist es einen Mailversand auszulösen, wenn sich etwas im Überwachungsbereich tut, und dann die Möglichkeit ggf. auf einen Livestream oder abzuspeichernde Einzelbilder zugreifen zu können.

Kameras mit WLAN gibt es durchaus, und üblicherweise wird auch gleich Software mitgeliefert, die es gestattet im Bild einen Überwachungsbereich festzulegen und eine Schwelle, ab der von einer so massiven Änderung im Bild ausgegangen wird, dass ein Alarm in Form einer Mail/SMS/… gesendet werden soll. Die Software muss halt auf einem Rechner laufen, und der wiederum Internetzugang haben. Es gibt auch spezielle Blackboxes hierfür, und z.B. QNAP unterstützt auf seinen größeren NAS-Geräten auch zwei Kameras mit entsprechender Software. D.h. dann kann der eigene Rechner aus sein, nur das NAS mit dem stromsparenden Atom-Prozessor muss durchlaufen.

Über DYNDNS und eine VPN-Verbindung kannst Du dir dann auch den Spaß machen von außen direkt auf die Kameras oder den Ablageort der Bilder/Videos zuzugreifen.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Leider sind da für mich noch viele ‚böhmische Dörfer‘ enthalten.

Evtl. habe ich mich auch etwas unklar ausgedrückt. Es geht weniger um den Sicherheitsaspekt als um die Möglichkeit, ähnlich wie bei WebMail, von überall auf der Welt mal einen Blick aufs zuhause werfen zu können und damit für meine Frau die Beruhigung ‚es ist alles in Ordnung‘.

Unser Haus ist, so glaube ich, gegen unliebsamen Besuch gut gesichert. Wir haben Sicherheitsfenster/-Türen mit einer entsprechenden Verglasung, gesicherte Rolladen und eine Alarmanlage; mehr geht wohl nicht.

Viele Grüße
Peter

Hallo,

wenn Du „nur mal kucken“ willst, reicht jede beliebige Kamera mit eingebautem Webserver, DynDNS und passende Portweiterleitung im Router auf die Kamera. Dank DynDNS kommst Du von außen jederzeit unter einem konstanten Namen in dein Netz, auch wenn die Externe IP sich ändert. Die Portweiterleitung sorgt dafür, dass Du beim Aufruf deiner Adresse mit einem bestimmten Port auf dem Webserver der Kamera landest (also http://mein-netz.net:8098 landet dann auf der internen IP der Kamera Port 80, wo dann der Webserver läuft). Der Webserver der Kamera zeigt dann die Bilder über den Browser des Clients an, über den Du ihn aufrufst.

Gruß vom Wiz